Re: Warum rät mir jeder Trainer von einem Reiterbogen ab?
Verfasst: 18.03.2026, 22:24
Hallo,
hab zufällig mal in dieses Thema geschaut. Ich schieße selbst mit Daumentechnik (Autodidakt mit Hilfe der Videos von Armin Hirmer, Murat Özveri und dem Super Buch von Adam Swoboda) und habe wenige osman. Kompositbögen gebaut. Pfeile mache ich selber und passe sie an. Die Kombi Bau und Schießen ist es, was mir gefällt und woraus ich zusätzlich lernen kann.
Hier mal mein ganz persönlicher Kommentar und Erfahrung als Daumentechniker:
--manchmal habe ich den Eindruck, daß Vereinskollegen von Daumentechnik abraten, obwohl sie garkeine Ahnung davon haben. Der eine oder andere hat vielleicht mal mit Daumenring probiert, aber (zu) schnell aufgegeben.
--Ich habe vor einigen Jahren in einem kleinen Verein als einziger Daumentechnik geschossen, keinen hats gestört, eher Interesse, einen Trainer fand man für mich nicht notwendig. Zur allgemeinen Belustigung damals: die frischgebackene Trainering hatte wohl noch nie Daumentechnik gesehen und war ganz entsetzt, daß ich den Pfeil auf der falschen Bogenseite angelegt habe. Nun bin ich wieder in einem (örtlich näheren) Verein, wurde problemlos aufgenommen, bin wieder der einzige Däumling, einen Trainer hat mir niemand aufgedrängt (fände ich auch befremdlich) und an Turnieren kann jeder teilnehmen ob und wie er will.
--Turniere: ein kleines Problem. Aber werde ich eingesperrt, wenn ich nur bei wenigen Turnieren mitschieße? Meist mit Langbogen (geht mit verstärkter Drehtechnik), wird vom Veranstalter bisher zur Kenntnis genommen ohne weitere Reaktion. Natürlich hab ich weniger Punkte als die Langbogenschützen mit Pfeilauflage, leichten Recurves, schweren Mittelstücken etc.. Mir doch egal.
--Die Däumlinge sind im Verein meist völling in der Minderzahl (bis Null) und werden, u.a. weil die Punktezahlen nicht so hoch sind wie bei Technikbögen, als Exoten angesehen. Und wer möchte gerne als Exot angesehen werden, jugendlichem Nachwuchs gefällt sowas schon garnicht.
--Es mag Vereine geben, für die es ein Problem darstellt, wenn der Daumentechniker keinen Trainer hat, da lehnt man vielleicht lieber ab. Man könnte sich vielleicht auch fragen, ob der Daumentechniker es auch (mit Hilfe eingangs genannter Bücher, Videos etc.) aus eigener Kraft schaffen könnte.
--Natürlich geht das Lernen langsamer als bei Technikbögen, bei denen die Technik vieles erleichtert und das Durchhaltevermögen geringer sein kann. Es ist eine Frage der inneren Einstellung, ob ich möglichst schnell viel Punkte schießen will, so wie die Technik-Kollegen oder einfach eine traditionelle Schießart lernen will, bei der das Lernen länger dauert und man sich ebenso über Fortschritte und Erfolge freut. Entscheidung: will ich viele Punkte und Medallien schießen oder eine traditionelle schwierigere Schießart lernen und auf meine Erfolge stolz sein.
--Leistungsorientierte Vereine : auf jeden Fall ok, wem das in der Freizeit gefällt. Mag jeder selber entscheiden. Für mich ist das Bogenschießen Hobby und Entspannung, ich sehe selber ob ich besser werde und freue mich darüber, habe auch etwas Ehrgeiz. Im Hobby- u. Freizeitbereich brauche ich keinen Leistungsdruck und lass mich auch nicht da reindrängen, wozu?
So meine persönliche Meinung und Erfahrung und mein persönlicher Weg. Muss man nicht diskutieren.
Grüße
Windkanter
hab zufällig mal in dieses Thema geschaut. Ich schieße selbst mit Daumentechnik (Autodidakt mit Hilfe der Videos von Armin Hirmer, Murat Özveri und dem Super Buch von Adam Swoboda) und habe wenige osman. Kompositbögen gebaut. Pfeile mache ich selber und passe sie an. Die Kombi Bau und Schießen ist es, was mir gefällt und woraus ich zusätzlich lernen kann.
Hier mal mein ganz persönlicher Kommentar und Erfahrung als Daumentechniker:
--manchmal habe ich den Eindruck, daß Vereinskollegen von Daumentechnik abraten, obwohl sie garkeine Ahnung davon haben. Der eine oder andere hat vielleicht mal mit Daumenring probiert, aber (zu) schnell aufgegeben.
--Ich habe vor einigen Jahren in einem kleinen Verein als einziger Daumentechnik geschossen, keinen hats gestört, eher Interesse, einen Trainer fand man für mich nicht notwendig. Zur allgemeinen Belustigung damals: die frischgebackene Trainering hatte wohl noch nie Daumentechnik gesehen und war ganz entsetzt, daß ich den Pfeil auf der falschen Bogenseite angelegt habe. Nun bin ich wieder in einem (örtlich näheren) Verein, wurde problemlos aufgenommen, bin wieder der einzige Däumling, einen Trainer hat mir niemand aufgedrängt (fände ich auch befremdlich) und an Turnieren kann jeder teilnehmen ob und wie er will.
--Turniere: ein kleines Problem. Aber werde ich eingesperrt, wenn ich nur bei wenigen Turnieren mitschieße? Meist mit Langbogen (geht mit verstärkter Drehtechnik), wird vom Veranstalter bisher zur Kenntnis genommen ohne weitere Reaktion. Natürlich hab ich weniger Punkte als die Langbogenschützen mit Pfeilauflage, leichten Recurves, schweren Mittelstücken etc.. Mir doch egal.
--Die Däumlinge sind im Verein meist völling in der Minderzahl (bis Null) und werden, u.a. weil die Punktezahlen nicht so hoch sind wie bei Technikbögen, als Exoten angesehen. Und wer möchte gerne als Exot angesehen werden, jugendlichem Nachwuchs gefällt sowas schon garnicht.
--Es mag Vereine geben, für die es ein Problem darstellt, wenn der Daumentechniker keinen Trainer hat, da lehnt man vielleicht lieber ab. Man könnte sich vielleicht auch fragen, ob der Daumentechniker es auch (mit Hilfe eingangs genannter Bücher, Videos etc.) aus eigener Kraft schaffen könnte.
--Natürlich geht das Lernen langsamer als bei Technikbögen, bei denen die Technik vieles erleichtert und das Durchhaltevermögen geringer sein kann. Es ist eine Frage der inneren Einstellung, ob ich möglichst schnell viel Punkte schießen will, so wie die Technik-Kollegen oder einfach eine traditionelle Schießart lernen will, bei der das Lernen länger dauert und man sich ebenso über Fortschritte und Erfolge freut. Entscheidung: will ich viele Punkte und Medallien schießen oder eine traditionelle schwierigere Schießart lernen und auf meine Erfolge stolz sein.
--Leistungsorientierte Vereine : auf jeden Fall ok, wem das in der Freizeit gefällt. Mag jeder selber entscheiden. Für mich ist das Bogenschießen Hobby und Entspannung, ich sehe selber ob ich besser werde und freue mich darüber, habe auch etwas Ehrgeiz. Im Hobby- u. Freizeitbereich brauche ich keinen Leistungsdruck und lass mich auch nicht da reindrängen, wozu?
So meine persönliche Meinung und Erfahrung und mein persönlicher Weg. Muss man nicht diskutieren.
Grüße
Windkanter