Auszugslänge ?

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Wenn Du den Auszug verändert hast, MUSST Du ja entweder den Ankerpunkt nach hinten (was Du bemerkt haben solltest!) oder den Bogen nach vorn verlagert haben (sprich: durchdrücken!).

Durchgedrückter Arm ist die beste Methode für das Heranzüchten von Armgelenk-Problemen!

Analysiere, wo der Mehrauszug herkommt!

Ist es der Ankerpunkt, bau neue Pfeile!
Ist es der Bogenarm, ändere es!!

Rabe
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mbf
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Beitrag von mbf »

Die Zollstock-Brustbein-Methode ist aber auch nur ein Anhaltspunkt. Die Körpergröße ist auch nur bedingt ein Maß dafür. Ich bin knapp 1,85 m groß, und brauche mit Zeigefinger im Mundwinkel-Anker Pfeile mit rund 32". Die Menschen sind eben unterschiedlich - und Bogenschützen erst recht: ein zusätzlicher Faktor neben der Körpergeometrie ist der Ankerpunkt.

Die einzig korrekte Version ist immer noch mit dem eigenen Bogen, dem eigenen Ankerpunkt einen Pfeil zu ziehen und wie beschrieben zu beobachten. Alles andere ist -sorry- Kaffeesatzleserei und bestenfalls für eine erste Orientierung brauchbar.

Der Auszug sollte sich bei längerem Schießen nicht verändern, wenn er das tut, mal draufschauen lassen, ob die Technik am Anfang und Ende noch die gleiche geblieben ist... und ob, wie schon gesagt, die Kraft reicht. Wenn sie nicht reicht, einen leichteren Bogen nehmen und damit weitermachen, bis die Kraft da ist, auch mal gemütlich 100 Pfeile am Stück durchzuziehen, ohne, dass man Probleme bekommt. Alles andere hat keinen Sinn.


@peter44
Wieso sollte jemand mit einem bestimmten Zuggewicht in eine "Gästeklasse" verwiesen werden?
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt
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comix
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Beitrag von comix »

@peter:

lach ... wenn ich von 35# auf 55# umsteig, wird sich mein auszug sicherlich verändern aber eher auf -10... ;-)

was mich doch etwas verwundert ist die von dir angesprochene "degradierung" auf die gästeplätze auf grund einer geringeren pfundzahl bei div. turnieren ...

@rabe: denke ich lass zur sicherheit nochmal jemanden drüberschauen wie es mit dem arm aussieht vielleicht hab ichs ja übertrieben mit dem auszug. mal sehen, was da dann rauskommt und ggfalls meine pfeile dann neu längen.

@mbf: die technik hat sich verändert. von gekrümmter "halt ich so richtig" - technik am ersten tag zu gräderem, sauberen stand/haltung jetzt (sicherlich immernoch verbesserungswürdig).

danke euch erst mal
"... ich nahm den Bogen, meinen besten - mein Pfeil flog 100 Schritt gen Westen... ich hab noch jeden reingelegt... joh ho ho ho und ne Buddel Rum"
Bard
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Beitrag von Bard »

Wenns nen Grund gibt für die Gästeklasse dann wär das ein ändern des Ankerpunktes im Gesicht (Facewalking), vom Zuggewicht abhängig machen die Gästeklasse allenfalls 2 oder 3 rein auf die Bogenjagd ausgerichtete Turniere ( weil man für ne echte Jagd eben auch n Zuggewicht von 50 oder mehr lbs haben sollte)
Auf den allermeisten 3D Turnieren wirst du mit deinem 35 Pfünder ganz normal mitschiessen.
Dass man wenn die Muskulatur erst mal mitspielt etwas länger Auszieht ist ganz normal, denke ich. Wenn die Technik stimmt , schiess so weiter! Wenn nicht arbeite an der Technik!

Qpeter: Könntest du erklären wie du das gemeint hast mit der Gästeklasse, das verwirrt nämlich nicht nur die neulinge sondern wies aussieht auch die "alten Hasen"


MfG Bard
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Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen m?chte!

Wo ist die Rose?!?

gepriesen sei das Dreibein...
peter 44

RE:

Beitrag von peter 44 »

Original geschrieben von mbf
@peter44
Wieso sollte jemand mit einem bestimmten Zuggewicht in eine "Gästeklasse" verwiesen werden?
Bei den meisten von mir besuchten 3 D Turnieren gibt es eine Ausschreibung bezüglich Bogenklassen sowie eine Altersklassenteilung.
Als Beispiel: Herren bis 50 Jahre mind. 55 pounds Zuggewicht, mind 28 gramm Pfeilgewicht. Usw, usw.
Da es bekanntlich bei einem Turnier immer einen Sieger gibt, der den 1. Preis gewinnt, neben einer Medaille oder ähnlichem konnte der Sieger schon einen glasbelegten, laminierten Langbogen sein Eigen nennen. Bei einem guten Bogenschützen mit 30 pound Bogen und Stricknadeln als Pfeile kann man davon ausgehen, daß ein vorderer Platz angestrebt wird. Da sollte man sich schon eher bei den Fitaschützen einordnen.
Das dies Alles nicht hierhin gehört und zum Thema nichts beiträgt dürfte auch klar sein. Müßte dann woanders weiterdiskutiert werden.

Grüße Peter

[royalblue](edit: Zitat repariert! Rabe)[/royalblue]
merdman2
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RE: RE:

Beitrag von merdman2 »

Original geschrieben von peter 44

Bei einem guten Bogenschützen mit 30 pound Bogen und Stricknadeln als Pfeile kann man davon ausgehen, daß ein vorderer Platz angestrebt wird. Da sollte man sich schon eher bei den Fitaschützen einordnen.
Kann ich nicht folgen!

1. Ist nicht irgenwie immer der erste Platz von jedem angestrebt?
2. Wenn du mit Stricknadeln Carbonpfeile meinst steuert man das über die Bogenklasse oder generell über zugelassene Materialien.
3. Anfänger schießen sicherlich eher zwischen 30# und 40# als "gute" Bogenschützen, die ihren Bogen gefunden haben. Die wechseln sicherlich nicht wegen eines Turniers auf einen anderen Bogen mit anderen Pfeilen, selbst wenn der Bogen schwächer ist.
4. Jemand der mit 30# und leichten Pfeilen gut schießt muß nicht mit 35# gut schießen, da er eventuell das Zuggewicht gar nicht halten kann (siehe die ein oder andere Frau, Kinder, Jugendliche, talentierte Anfänger etc.)

Erklär mal näher oder gib mal nen Link auf ein solches Turnier bitte.

Danke,

Markus
peter 44

RE: RE: RE:

Beitrag von peter 44 »

Original geschrieben von merdman2
Original geschrieben von peter 44






Markus
Grundsätzlich bin ich der Meinung, wer auf 3 D Tiere schießt, hat sich zumindest schon mal mit Jagd beschäftigt. Ansonsten würden ja auf Turnieren auch Strohscheiben genügen. So ist für mich jedes 3 D Turnier ein Jagdturnier. Jagd bedeutet aber auch, ein "3 D Tier" zu erlegen und nicht nur es zu verletzen. Daraus ergibt sich auch ein gewisses Zuggewicht und Pfeilgewicht. Ist meine persönliche Auffassung.
Schau Dir mal die Ausschreibungen vom Tjbd und den Black-Hill Bowhunters Teublitz an.
Gruß Peter
shantam

find ich schwachsinn

Beitrag von shantam »

zitat,
Als Beispiel: Herren bis 50 Jahre mind. 55 pounds Zuggewicht, mind 28 gramm Pfeilgewicht. Usw, usw.

hab ich noch nie so gesehen,und wenn,würd ich auf solchen idiotischen turnieren NICHT mitschiessen.

was für macho spacken wollen mir da vorschreiben ich darf nicht mit 38# mitmachen.

was für ein oberunsinn.

shantam
nordwandclimber
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Ich kann nicht anders....

Beitrag von nordwandclimber »

... aber ich muss Euch von einem Erlebniss aus meiner Anfangszeit im 3D Bogenschießen erzählen. Da meinte auch einer zu mir" Sei doch leiser, wir imitieren hier immerhin eine Jagdsituation". Hätte er gesagt, das ich während seiner Konzentrationsphase etwas gesagt hätte, hätte ich es verstanden. So frage ich mich aber immer noch, ob die Gummitiere wohl weggelaufen wären wenn sie keine Stahlstangen zwischen den Beinen hätten :D :D .

@ peter44,

Deine Meinung in allen Ehren, sehe ich aber nicht so. Ich schieße aus Spaß am schießen 3D, und weil es "leichter" ist als Feld/Jagd. Scheiben sind viel "ehrlicher".

@comix,

von den rund 15 Turnieren die ich die letztes Jahr besucht habe (Süddeutschland,Austria und Switzerland) hatte keines diese Regularieren in seiner Ausschreibung.
Vielleicht liegt das daran, das ich in die "Fränkische" nur zum Klettern gehe... :)

Ein schweizer Spitzenschütze schießt auch "nur" mit knapp über 40 lbs (wegen einer Schulterverletzung) auf seinem Langbogen. Trotzdem gewinnt er ziemlich oft...

Denke wie so oft im Leben hängt es nicht nur von der Größe sondern auch von der Technik ab :D :D :D

Gruss,
NWC (der mit 60lbs auf den Fingern schießt)
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Najaein....

Kommt doch fdrauf an, WAS für ein Turnier es ist!

Manchmal sind sogenannte "Jagdturniere" tatsächlich mit Mindestzuggewichten ausgeschrieben. Ob das jagdtechnisch sinnvoll ist, kann man sicher diskutieren (bitte NICHT hier!), aber das gibt es!

Ich nehme an, SO eine Ausschreibung war gemeint! Sehe ich aber eher als Sonderfall!

Rabe
peter 44

RE:

Beitrag von peter 44 »

Original geschrieben von ravenheart



Rabe
Rabe hat recht, nur sind diese Turniere seit Jahren so ausgeschrieben. Und wie ich schon sagte, gehört das wirklich nicht hierher. Wer bei solchen Turnieren nicht mitschießen will, der braucht es auch nicht. Mir persönlich sagt das jedenfalls zu.
Gruß Peter
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comix
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Beitrag von comix »

jagen den jächern, sach ich mal
fühl mich persönlich auf den "normalen" turnieren besser aufgehoben, was sicher nicht nur von meinem zuggewicht abhängig ist sondern eher, wie ich mich in meinen sport/hobby sehe.

gut jedoch das es nicht die regel ist.

@nwc: keine ahnung... glaub aber, dass man hier im fränkischen nicht nur nett klettern sondern sicher auch nett schiessen gehen kann
"... ich nahm den Bogen, meinen besten - mein Pfeil flog 100 Schritt gen Westen... ich hab noch jeden reingelegt... joh ho ho ho und ne Buddel Rum"
Bard
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RE: RE: RE: RE:

Beitrag von Bard »

Grundsätzlich bin ich der Meinung, wer auf 3 D Tiere schießt, hat sich zumindest schon mal mit Jagd beschäftigt. Ansonsten würden ja auf Turnieren auch Strohscheiben genügen. So ist für mich jedes 3 D Turnier ein Jagdturnier. Jagd bedeutet aber auch, ein "3 D Tier" zu erlegen und nicht nur es zu verletzen. Daraus ergibt sich auch ein gewisses Zuggewicht und Pfeilgewicht. Ist meine persönliche Auffassung.
Schau Dir mal die Ausschreibungen vom Tjbd und den Black-Hill Bowhunters Teublitz an.
Gruß Peter
Sag ich doch dass das nur einige wenige Turniere mit stark jagdlicher Ausrichtung sind wo es ein Mindestzuggewicht als Startkriterium gibt. Diese Turniere sind aber Ausnahmen und nicht die Regel, das solltest du bedenken wenn du nem Anfänger ( noch dazu wenn du nicht weisst wie der dem Thema Jagd gegenüber eingestellt ist) einen Rat erteilst. Wenns mir zeitlich rausgeht werd ich heuer in Teublitz evtl. mitschiessen und mir das mal live anschauen - vielleicht sieht man sich ja.


MfG Bard
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Wild Archer
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Bogen für Dumme

Beitrag von Wild Archer »

Das Zuggewicht bei "Jagd" - oder/und 3D Turnieren wurde schon so oft diskutiert dass ich es ... ....... mittlerweile ganz einfach mache und einen Bogen für Dumme benutze bei dem ich bis 40 m einfach draufhalte - egal wie weit des "Jagd-3D-Ziel" weg ist.

Wild Archer
Schnellt der Pfeil hinweg vom Bogen,
von der Sehne abgehoben,
h?lt kein Teufel ihn mehr auf,
das Schicksal nimmt jetzt seinen Lauf.
Archiv
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Beitrag von Archiv »

@Peter 44
Grundsätzlich bin ich der Meinung, wer auf 3 D Tiere schießt, hat sich zumindest schon mal mit Jagd beschäftigt.
Seh ich nicht so, oder glaubst du wirklich das dieses in Gruppen durch den Wald trampeln , den Fuß an den markierten Stock lehnen usw. irgendwas mit der Jagd zu tun hat?
Jagd bedeutet aber auch, ein "3 D Tier" zu erlegen und nicht nur es zu verletzen.
So a Schmarn, ich bin der Meinung das bei einem "Jagdtunier" jedes 3-D Tier mit einen Geräuschmelder ausgestattet werden sollte. Jeder Teilnehmer hat dann die Möglichkeit in einer Schneise von 20m breite und 100m länge sich an das Tier heranzupierschen und es mit einen Pfeil zu "erlegen"...ist er gut kommt er bis auf 15 meter ran...isser zu laut geht die rote Birne an und der Fall hat sich erledigt...
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