schnabelkanne hat geschrieben: ↑05.03.2026, 11:27
Wenn ich einen Selfbow für Flightschiessen baue...
Ich würde sagen das hat er schon entschieden
In der Tat, hab ich übersehen.
Zuggewicht nach eigenen Fähigkeiten, die Klassen sind:
bis 35 lb, bis 50 lb, bis 70 lb und unbegrenzt.
Pfeillänge mindestens. 23"
Ich bevorzuge Bogen mit steifem Griff und Pfeilauflage. Die Bogenlänge richtet sich logischerweise nach der Pfeillänge.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
benzi hat geschrieben: ↑05.03.2026, 16:52
Unabhängig von den Regeln finde ich die Frage spannend, wie ein selfbow konzipiert werden sollte um möglichst große Weiten schiessen zu können...?
Leichte Pfeile OHNE langen Auszug bringen alleine ja noch kein gutes Ergebnis...
Also eher kurzer Bogen und kurzer Auszug, wie Thomas fragt, oder eher langer Bogen aus leichtem Holz mit langem Auszug...oder ein Kompromiss...?
Liebe Grüße
Ein langer Bogen ist schonmal nicht die Lösung. Eher kurz mit kürzerem Auszug. Adam Karpowicz schreibt zu dem Thema (ich schreibs jetzt in eigenen Worten und stark zusammengefasst da ich zu faul zum zitieren bin): kurzer Bogen mit Griffnaher Biegung und steifen Enden ergibt gute Geschwindigkeiten. Und starker reflex im griffnahen arbeitenden Bereich, aber das funktioniert hald nur beim Komposit. Der Rest sollte gut auf Selfbows ummünzbar sein. Ich denke ein gutes Beispiel für einen solchen Bogen wäre der Snaky Molli Osage, den wir in der Abstimmung zum Bogen des Jahres hatten. Nur eventuell in kürzer, hab grad gesehen dass der 65" lang ist und bis 28" ziehen geht.
Am meisten praktische Erfahrungen dürfte da aber Neumi haben.
Also @Neumi: korrigier mich bitte wenn ich blödsinn schreib.
@ All Danke für die Infos.
Meine Fixpunkte sind Selfbow, Max. 50# (aus Gesundheitl. Gründen) und Pfeile möglichst kurz,
also 22”, wie verlangt für primitiv Selfbow.
Ich werde versuchen den Bogen möglichst kurz zu bauen und dazu Pfeile mit 23” und dann testen, ich hoffe ich komm über 200 m.
schnabelkanne hat geschrieben: ↑05.03.2026, 18:38
...und Pfeile möglichst kurz,
also 22”, wie verlangt für primitiv Selfbow.
Ich glaub das hast du falsch verstanden. Die Pfeile müssen mindestens 23" lang sein.
Und die 200m schaffst du sowieso locker, wenn du die Spitze bei deinen jetzigen Pfeilen dünner machst (insiderwissen). So um die 250m wirst du schon schaffen
In meinen Augen sind Flightbögen so kurz wie möglich, haben so viel Auszug wie möglich und es bleibt so wenig wie möglich gespeicherte Energie im Bogen zurück. Das ist grob die Richtung. Aber es hängt unglaublich viel von der Pfeilen ab...
LG von
«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
Salvador Dalí
Ich stell mir grad noch ne Frage zu den Pfeilen. Ich hab ein paar Seiten aus dem TBB 87 Abfotografiert. Da sind ein paar Flightpfeile mit Maßen angegeben und abgebildet. Ich hab mal nur die Bilder vom Pfeil ausgeschnitten. Da sieht man, das eine der Federn genau in Linie mit der Sehnenkerbe liegt. Also anders ausgerichtet als man es normal macht. Hat das einen bestimmten Grund und sollte ich das auch machen?
Ich glaub da kommts auch ein wenig auf die Länge des Pfeils an. Bei meinem 29" Pfeil ist der Vane aus Ziegenrohhaut 1,2cm hoch und 4cm lang. Bei meinem aktuellen 26" Pfeil versuch ich es mit 1,1 x 3,5cm.
Mit flight-Pfeilen habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt, jedoch meine Pfeile optimiert,. Ich schieße meist kürzere Reflexbögen (manchmal auch Langbögen) mit Daumentechnik .
Die Federn auf dem Foto scheinen keine Truthahnfedern zu sein, liegen sehr weit hinten, mit windschlüpfriger kleinflächiger Form, alles gut.
Meine Erfahrung, zumindest bei Daumentechnik: wenn man rel. weiche dünne Federn (Jagdfasan, Stockente…) nimmt, kurz und flach, oder zumindest flach, drücken diese den Pfeil beim Abschuss weniger stark vom Bogen weg, sind flexibler, lenken also weniger aus (als z.B. Truthahn). Dies könnte dazu beitragen, daß die Federposition nicht so wichtig ist wie „normal“. Diese Federn sind rel. zu Truthahn dünner und haben nicht so starke Vertiefungen zwischen den …Grannen?.was einen geringeren Luftwiderstand mit sich bringt.
Ein Imprägnieren der Federn mit Entenbürzelfett-Lösung, besser dünnflüssiges Paraffinöl (weisses Mineralöl, Petrolatum Paraffinum perliquidum, ist Basis für Balistol) stabilisiert die Federn bei Abschuss und Flug besser.
Wichtig scheint mir zu sein: wenn die Feder/fane etc. am Bogen anschlägt/streift, sollte sie dabei den Pfeil dabei möglichst wenig auslenken. Schwänzelnde Pfeile kosten Flugweite.
Die Frage, warum der Pfeilehersteller (gem. TBB-Artikel) die Federstellung in dieser Weise gewählt hat, kann ich nicht beantworten.
Als "Befiederung" werden auch andere Materialien als Federn verwendet. Habe mal sehr dünnes Sperrholz gesehen, der Bogen hat sein "Schussfenster" als Aussparung in der Mitte des Bogens (sozusagen ein Loch in Bogenmitte), hier schlägt der Pfeil und die "Feder" wohl nirgends an.
Adam Karpowicz/ Osmanische Kompositbogen schreibt S. 180 sinngemäß: Federn 120° Abstand, eine Feder parallel zum Nockschlitz.
Adam Swoboda/ Bogenschießen mit dem Daumenring schreibt S. 136 sinngemäß: Die Befiederung ist gegenüber der Nockkerbe anders als beim mediterranen Schießen. Er zeigt dies auf 2 Bildern, bei einem liegt die nockparallele Feder dann bei eingenocktem Pfeil nach unten zwischen Zeigefinger und Daumen.
Natürlich: bei Siper-Verwendung kann die Feder nicht nach unten zeigen.
Da ergibt sich jetzt die Frage, mit welcher Methode die Pfeile des TBB-Artikels geschossen wurden und ob die Methode wirklich eine Rolle spielt.
Grüße
Windkanter
Zuletzt geändert von Windkanter am 06.03.2026, 13:19, insgesamt 2-mal geändert.
--Die Ziegenrohhaut scheint eine rauhe Oberfläche zu haben, dies würde einen höheren Luftwiderstand bedingen. Leitwerkfunktion sollte Vorrang haben.
--Fläche d.h. Höhe und Länge der Feder/fane: ich meine, je länger der Pfeil, desto größer wird die Hebelwirkung des "Leitwerks", d.h. die "Federn" könnten bei längeren Pfeilen weniger Fläche haben ? Allerdings spielt das Pfeilgewicht auch eine Rolle, das verhält sich dann umgekehrt.
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