Man muss 2 Dinge unterscheiden:
1. PERSÖNLICHE Spine-Messungen zur Sicherstellung einer konstanten Pfeilbiegung (durch gleichmäßige Steife der Schäfte)
2. Bezugswert für den Schaft-EIN-/VERKAUF.
Beiden gemeinsam ist: Die Messmethode muss konstant sein, d.h.: Immer gleicher Auflage-Abstand, immer gleiches Gewicht, möglichst präzise Messung der Durchbiegung, und wenn man eine hohe Präzisionsstufe erreicht hat, auch immer gleiche Lage der Maserung, also die Ausrichtung des Schaftes auf dem Auflager.
Zu 1.:
Hier genügt ein beliebiger Abstand und ein beliebiges Gewicht, so lange sie immer konstant sind. Allerdings wird die Messung präziser, je größer der Abstand und je höher das Gewicht ist (Spreizung der Skala). Andererseits soll die Durchbiegung den Schaft nicht überlasten (verbiegen), somit sind die Grenzen nicht allzu weit.
Zu 2.:
Hier benötigt man ein genormtes System. Und da haben sich nun mal die klassischen Werte (26"/2#) eingebürgert. Innerhalb der zu 1 genannten Grenzen könnten sie auch anders sein, aber sind sie nun mal nicht. Daher ist es müßig, über deren Sinn oder Unsinn zu diskutieren, denn innerhalb der sinnvollen Grenzen ist JEDE Wertkombination GLEICH gut, so lange sie einheitlich angewendet wird. Denn:
Da der EFFEKTIVE Spine, also die Frage, wie stark sich der Schaft im Ablass TATSÄCHLICH krümmt, von VIEL MEHR Faktoren abhängig ist (sh.
Wiki: effektiver Spine!), kann der handelsübliche Spinewert immer NUR ein Maß sein, dass den Schaft in eine bestimmte SpineGRUPPE einordnet. Aus welcher Gruppe man Schäfte benötigt, muss man selber ermitteln. HAT man das, kann man so aber eben immer in etwa gleiche Schäfte erwerben, und DAFÜR....
...ist es VÖLLIG WURSCHT, welche genauen Werte - und welche Maßeinheiten - angegeben werden, Hauptsache sie stimmen und basieren immer auf die SELBEN Werte.
Rabe