freihändig befiedern...

Alles zum Thema Pfeilbau.
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Ferchi
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freihändig befiedern...

Beitrag von Ferchi »

Moin,

hat jemand Erfahrung mit dem Frei-Hand-Kleben und läßt mich an seinem Wissen teil haben (Gier, Lechz.... :D )?
Wie wärs mit ner Mini-Anleitung für Dummies?
Schritt für Schritt...

Gruß und Gracias,
Frank

P.S. sorry falls es einen solchen Thread schon gibt, hab ein wenig "gesucht" und mich durch den Pfeilbau durchgeklickt, aber manchmal bin ich halt auf beiden Füßen blind... :) :) :) :bash
Michel
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ja, kann man machen, und zwar so:

Beitrag von Michel »

Naja, zu den Federn sag ich mal nichts, die sollten natürlich passen (Seite, Länge usw.).
Ich habe einige Pfeile (in damaliger Ermangelung eines Befiederungsgerätes) freihändig befiedert.

Zuerst einen Bleistiftstrich am Schaft, Federanfang. Dann nach Augenmaß 3 Markierungen mit Bleistift am Schaft für die
120 grd. (nach Augenmaß) Aufteilung.
Eine Markierung muß natürlich 90 grd zu dem Selfnock liegen! Dann Federkiele mit UHU-Hart bestreichen und ganz am Anfang mit einer Stecknadel am Schaft feststecken. Feder mögl. gerade am Schaft ausrichten und mit weiteren
Stecknadeln fixieren. Feder dabei leicht unter
Längsspannung halten. Das kann man recht schnell für alle 3 Federn nacheinander machen
und die Wicklung kann mit einiger Vorsicht (die Nadeln sind etwas im Wege) noch vor dem Aushärten des Klebers aufgebracht werden.
Dadurch erfährt der Federkiel einen zusätzlichen Anpreßdruck an den Schaft!
Das muß man üben, die ersten Pfeile sahen nicht ganz so schön aus, flogen aber schon passabel. Mein 2. Pfeilsatz war dann Turnier-Tauglich, sowohl von der Optik als auch vom
Flugverhalten. Übrigens, ich bezweifele, daß ÖTZI oder unsere Vorfahren im Mittelalter Befiederungsgeräte hatten (falls doch bitte ich um Info!!!). Es ist also eine Alternative,
und mit etwas Übung auch nicht schlechter oder langsamer als mit dem Befiederungsgerät.
Versuchs doch mal!!!!

Grüße von Michael
aus der Lüneburger Heide
Keines Menschen Herr und
keines Menschen Knecht !
Bogi
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Beitrag von Bogi »

Da wir Mittelalterlichen Federn mit einer Länge von mind. 7 Zoll verarbeiten, geht eh' nicht meh mit einem Befiederungsgerät.
Wir haben die beste Erfahrungen mit Fletchingtape gemacht, da entfällt das lästige fixieren mit den Nadeln. Ansonsten kann ich Michel nur beipflicheten. Mit etwas Übung reicht ein Bleistiftstrich für die erste Feder ca. 4 cm unter der Nock, der Rest wird nach "Auge" geklebt.
Viel Erfolg
Gut Schuss und allzeit blauer Himmel
Bogi
Ferchi
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OK, super...

Beitrag von Ferchi »

... genau das wollte ich hören (Dank an Euch beide :) )!!!

Dann werd ich mir gleich Morgen mal die nötigen Utensilien zulegen. Mal schauen wie´s funzt...

Hab da noch was vom Raben gefunden:
"Federn Kleben: Frei Hand, und wenn die Schäfte NICHT gebeizt werden sollen: Pattex kristallklar! Beiderseitig auftragen (Schaft und Feder) einige Minuten antrocknen lassen, hat den Vorteil, dass der (Kontakt!-)Kleber dann beim Ansetzen der Feder sofort "fasst" und nix mehr verruscht!
" Zitat Ende :D
Kann ich mir bei dieser Variante das fixieren mit Nadeln sparen?

@ Bogi: Fletchingtape (wo, wie, Kostenpunkt...)?

Bis die Tage,
Frank
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Ravenheart
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RE: OK, super...

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von Ferchi

Kann ich mir bei dieser Variante das fixieren mit Nadeln sparen?
Ja, komplett! Ich mache ja immer 5 Pfeile zur Zeit, und wenn ich die 15. Feder und den 5. Schaft eingestrichen habe, ist genau die richtige Antrockenzeit für Schaft/Feder Nr. 1 vergangengen, so dass ich gleich wieder mit dem Ansetzen weiter machen kann... (Allerdings bin ich recht schnell im Einstreichen! Zu Anfang lieber nach dem 3. Schaft und Feder Nr. 9 erst mal ansetzen, denn wenn der Kleber ZU sehr antrocknet, fasst er nicht mehr!)

Ich hatte auch mal Anleitungen dazu geschrieben; hast Du gerade per Mail bekommen!!
;-)

Rabe
Katur
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Moin

Beitrag von Katur »

@ Rabe
was ist das für ein Pattex?
Hab ich leider noch nicht gesehen.
Liegt wohl daran , daß ich auf dem Lande wohne, wo selbst Uhu hart eine rel. Seltenheit ist:D :D
Ich schau mir mal Deine Pfeile in NB an

Gruß
Katur
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der Zweifel ist der Grund des Scheiterns."
Weisheit von Meister Yoda
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Meist wurden früher, als freihändig Befiedert wurde, die Federn gestrippt. Die Federn wurden kurz in heißes Wasser gehalten und die feine Haut mit der Feder vom Kiel abgezogen, ist aber eine ziemliche Fummelei.
https://classic-archer.com/
Nighty
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RE:

Beitrag von Nighty »

Original geschrieben von Negley

Meist wurden früher, als freihändig Befiedert wurde, die Federn gestrippt. Die Federn wurden kurz in heißes Wasser gehalten und die feine Haut mit der Feder vom Kiel abgezogen, ist aber eine ziemliche Fummelei.
Das würde der bezeichnung Stripperin eine neue Bedeutung geben ,wenn man das von einer Frau erledigen lässt...:D
...lerne auch aus den Fehlern anderer ,das Leben ist zu kurz um Alle selber zumachen...
Ferchi
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...

Beitrag von Ferchi »

@ Katur: schau mal hier:
http://www.conrad.de und gib Pattex transparent ein...

@ Rabe: da hab ich ja wieder was zum schmökern, danke!!!

@ Negley: das hab ich jetzt nicht genau verstanden ;( Was genau bedeutet gestrippt?

Happy trails,
Frank
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Ferchi, die (halben) Federn werden kurz in heißes Wasser eingeweicht. Dann wird die dünne Haut am Kiel mit der Feder abgezogen und zum Trocknen aufgelegt. Man kann so 1,5mm links und rechts der eigentlichen Feder einen Schnitt machen, dann gehen die Federn leichter runter als wenn du sie mit der ganzen halbrunden (Kiel) haut abziehen willst. Die Federn mit der dünnen Haut am Fuß rollen sich dann ein - darum Fummelei. Die trockenen Federn wurden dann mit Kleber bestrichen und mit Hilfe von Stecknadeln am Schaft ausgerichtet und befestigt.
Ich bin was das MA angeht nicht so sattelfest, aber ich meine damals wurde auch so Befiedert.
https://classic-archer.com/
meggan
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Beitrag von meggan »

ich mache es mit sekundenkleber :D is ganz einfach federkiel nehmen kleckcks kleber an den anfang ansetzen 1 sekunde heben und sitzt musst allerdigs treffsicher sein:D mit nachträglich korrigieren is da dann net mehr dan wird die feder so oft du willst (bei mir sinds noch weitere drei mal ,lang meiner meinung wenn sie ehe noch gewickelt werden) angeklebt.

geht herforagend so klebts du die federn für einen pfeil in unter einer minute (wenn du schön übst ) bin erst bei eins dreisig werde aber jedes mal schneller.
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch nur Bl?dsinn schafft. ( finde das triffts ganz gut :D)

Es gibt keinen schl?ssigen Beweis f?r ein Leben nach dem Tod. Andererseits spricht nichts dagegen. Zerbrich dir nicht den Kopf! Du erf?hrst die Wahrheit fr?h genug.
LaCroix
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Beitrag von LaCroix »

Ich mache es immer freihändig. ( nach einiger Zeit hat man es gut im Gefühl) Die erste Feder setzt man rechtwinklig zur Nocke (="Hahn"), und die "Hennen" macht man dann nach Gefühl, als Anhaltspunkt nehme ich die beiden gegenüberliegenden Ecken der Nocke und gehe ein stück zum Nockschlitz, das sind dann ca. 120°. Reine Übungssache und Augenmaß. Bleistiftstriche helfen auch gut.

Aber:
Einige meiner ersten Pfeile habe ich mit ca. 140-90-130° befiedert, sie fliegen (flogen, ich hab sie natürlich später repariert, als ich mehr übung hatte ;) ) trotzdem gut, selbst die natürliche Rotation bei geraden Federn gleicht selbst gravierende Winkelfehler gut aus, nur darf man keinesfalls links- und rechtsfedern mischen... :bash

Wenn die Feder nicht gut sitzt, kannst du sie mit einer stumpfen Cutterklinge als Keil gut wieder vom Schaft lösen. Reste wegschmirgeln und nochmal versuchen.

Die Spitze der Feder mit Pattex Sekundenkleber bestreichen, ausrichten (du hast ca 3 sekunden zeit, bevor der Kleber sitzt) und festhalten. Das erste Ausrichten ist das wichtigste.

Danach setze ich mit einigen weiteren Etappen die Feder flächig auf. Entweder gerade oder gewunden, je nach belieben.

Es geht auch mit Uhu hart, allerdings musst du dann die Feder immer 5-10 Minuten halten, bevor du weitermachen kannst.

Anschließend wird die Feder gewickelt und die Wicklung mit Ponal blau versiegelt. Ich bestreiche auch die Flächen zwischen den Federn mit Ponal, wobei der Leim zum Teil auch seitlich unter die Feder ziehen kann.

Selbst bei Durchschüssen durch Mörteleimer lösen sich diese Federn nichtmehr.
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Schuetze
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Beitrag von Schuetze »

Anstatt die Federn zu kleben kann man sie natürlich auch wickeln.
Eder vill jag gifva f?rgyllande sv?rd
Som klingar utaf femton guldringar
Och strida huru I strida vill
Stridplatsen skolen i v?l vinna
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tarek
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Beitrag von tarek »

hiho

habe eigentlich immer freihand befierdert
ging gut zwar fummelarbeit aber auch ohne nadeln usw wurde es ganz gut
würde am besten uhu hart nehmen weils sosnt bissl krampfig wird mit dem festhalten der feder...

habe mir nu mal n gerät dafür gekauft mal gucken wie es geht .
tue mich mit der technik zwar noch ein bissl schwer aber hoffe ich bekomme es hin ^^
kommt mir bis jetzt noch so vor als wenns ohne gerät einfacher wäre ^^:)
Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu f?rchten...
(Sunzi-Die Kunst des Krieges)
Prywinn
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hm...

Beitrag von Prywinn »

wie sauber müssen die federkiele sein, und wie gerade die federn kleben?
Also ich schneid die ja aus Gänsefedern, und weiss nicht, wie sauber ich die kiele schneiden/schleifen muss...

rabe? krieg ich die anleitung auch?

Prywinn
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