Ich mache es immer freihändig. ( nach einiger Zeit hat man es gut im Gefühl) Die erste Feder setzt man rechtwinklig zur Nocke (="Hahn"), und die "Hennen" macht man dann nach Gefühl, als Anhaltspunkt nehme ich die beiden gegenüberliegenden Ecken der Nocke und gehe ein stück zum Nockschlitz, das sind dann ca. 120°. Reine Übungssache und Augenmaß. Bleistiftstriche helfen auch gut.
Aber:
Einige meiner ersten Pfeile habe ich mit ca. 140-90-130° befiedert, sie fliegen (flogen, ich hab sie natürlich später repariert, als ich mehr übung hatte

) trotzdem gut, selbst die natürliche Rotation bei geraden Federn gleicht selbst gravierende Winkelfehler gut aus, nur darf man keinesfalls links- und rechtsfedern mischen... :bash
Wenn die Feder nicht gut sitzt, kannst du sie mit einer stumpfen Cutterklinge als Keil gut wieder vom Schaft lösen. Reste wegschmirgeln und nochmal versuchen.
Die Spitze der Feder mit Pattex Sekundenkleber bestreichen, ausrichten (du hast ca 3 sekunden zeit, bevor der Kleber sitzt) und festhalten. Das erste Ausrichten ist das wichtigste.
Danach setze ich mit einigen weiteren Etappen die Feder flächig auf. Entweder gerade oder gewunden, je nach belieben.
Es geht auch mit Uhu hart, allerdings musst du dann die Feder immer 5-10 Minuten halten, bevor du weitermachen kannst.
Anschließend wird die Feder gewickelt und die Wicklung mit Ponal blau versiegelt. Ich bestreiche auch die Flächen zwischen den Federn mit Ponal, wobei der Leim zum Teil auch seitlich unter die Feder ziehen kann.
Selbst bei Durchschüssen durch Mörteleimer lösen sich diese Federn nichtmehr.