Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

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MoeM
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von MoeM »

Gerade ist scho OK, ich meine das Eck an dem sich die waagerecht und senkrecht verbeinung treffen wirkt durch den farblichen Kontrast sehr scharf.
Verjüngung mein ich, dass die Hohe der Säule eben nach hinten abnimmt, also "spitz" zuläuft.

Du musst dich werder gezwungen fühlen Erklärungen abzugeben noch rechtfertigen- ich habe gesagt mir persöhnlich also für meinen Geschmack.
Deine Stiltreue und das Wissen über die ABs verschieden Epochen finde ich im Übrigen beachtlich!
Grüße Moe
Cortigiano

Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Cortigiano »

Ach Moe keine Sorge, ich fühle mich nciht so als müsste ich mich für meinen Stil rechtfertigen. Ich mag nur unkonventionelle Gespräche^^ Ja das Eck ist spitz, aber dennoch so gerundet, dass man sich da nciht wehtun kann. Dass die säule gegen Ende hin spitz zuläuft ist eine optische Täuschung. Sie ist vorne an der Bogenaufnahme genauso dick wie hinten am Schaft, lediglich die Mitte ist dicker....bzw. bauchiger. :D :D

LG and thx
Corti
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MoeM
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von MoeM »

Na das mein ich ja- ich finds elegant, wenn sie sich nach hinten verjüngt- aber so dürft es der Balance entgegenkommen?!
Das spitze Eck aussen fällt kaum auf, aber innen zu dem schwarzen Kontrast material- was ist das eig?
Verletzungsgefahr hätt ich da nie gesehen^^
Grüße Moe
Cortigiano

Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Cortigiano »

aber innen zu dem schwarzen Kontrast material- was ist das eig? >>>>>horn ists.
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Rizzar
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Beitrag von Rizzar »

Das mit der Säulenverjüngung hatte ich schon mal angesprochen, als du sie zum ersten mal gezeigt hast.
Aber ist Geschmackssache.

Die Zugkraft bei einem gewissen Federweg und linearem Taper im rechteckigen Querschnitt kann man ja grob berechnen.

Rizzar
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von klaus1962 »

Gratuliere zu der tollen Arbeit.Bild
Besonders den aufwendigen Knochenbelag finde ich bewundernswert.

Nur die Farbe des Nußfadens ist ...... etwas gewöhnungsbedürftig. ;)

Gruß
Klaus
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Holzbieger »

Hallo

Ich hab ja vom Armbrüsten so viel Ahnung wie ein Pferd vom fliegen.
Ich hab mir die Bilder jetzt einig male angeschaut und ich muss sagen sie gefällt mir gut. Was man so sieht ist sie gut verarbeitet, die Knochenauflage gefällt mir auch gut. Sogar an die Farbakzente mit den farbigen Schnüren hat sich mein Auge gewöhnt, nur die roten Bommel, na ja.
Aber die sind ja nicht für ewig, zu not mit einem scharfen M.... Aber halt Dir muss es ja gefallen.
Auch dass Du nach einem Jahr die Lust nicht daran verloren hast, Hut ab.
Cortigiano hat geschrieben:Pfeilsattel: ich glaube der Witz an der Sache ist der, dem Bolzen wenig Auflagefläche und somit Reibungsfläche zu bieten.
..
Kannst Du das hier näher erklären?

Gruß

Roland
- Es ist besser ein gute Entscheidung rechtzeitig zu treffen als eine sehr gute zu spät.
- Ancora Imparo
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Rizzar
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Rizzar »

Cortigianos These ist, dass je weniger Kontakt der Bolzen zur Säule hat, desto weniger lägen Reibungsverluste vor, die die Durchschlagskraft (Bolzenenergie) negativ beeinflussen könnten.

Daher hat er einen hoch liegenden Bolzensattel eingebaut, der die Bolzenspitze deutlich über die Säule hebt.

Im Vergleich zum Bogenbau könnte man sich das vorstellen, indem man statt eines Schussfensters eine nach außen verschobene Pfeilauflage anbaut. Nur ist bei einem Waagerechten Bogen wie bei der Armbrust keine Abweichung nach links/rechts, sondern eine Veränderung der ballistischen Flugkurve zu erwarten.

Das durch sehr kurze, starre Bolzen verminderte ArchersParadox bei der Armbrust trägt meiner Meinung zu einer noch steileren Veränderung der Flugbahn bei einer Erhöhung der Frontauflage bei, sodass ich davon aussgehe, dass je höher die Elevation ist, desto negativer wird der Pfeilflug durch Schlag/Irritation beeinflusst.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass je gerader die Übertragungslinie der Energie auf den Pfeil/Bolzen ist, desto besser, insbesondere bei starren Pfeilen/Bolzen. Ein durch verlagerte Sehnenlinie (Erhöhung der Wurfarmenden) in der Höhe erhabener Armbrustbogen (vgl Bogen mit Schussfenster) ist vom Wirkungsgrad auch deutlich besser, weil die Sehne weniger Reibungskräften ausgesetzt wird und der Einbauwinkel seichter gewählt werden kann.
Der Bolzen wird durch Masseträgheit am vorderen Ende eh leicht bei Beschleunigung von hinten angehoben sodass die Reibung an der Säule nur im Initialmoment besteht, danach vollständig vernachlässigbar wird.

Im Vergleich dazu, eine Armbrust mit Bolzenrinne unterscheidet sich Leistungsbedingt nicht durch Verringerung der Ausbeute, sondern durch weniger Möglichkeiten Korrekturen durch einen verschiebbaren Bolzensattel nach rechts/links vorzunehmen und somit Schießfehler bzw. Aufbaufehler (leicht verschobener Bogen) zu kompensieren.
Der Konstruktionsaufwand und die Handhabung bei einer Bolzenrinne ist hingegen einfacher und Ausbildungsfreundlicher.
Cortigiano

Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Cortigiano »

Hallo Roland,
ja, auf diesen Satz kann ich näher eingehen.
Also das ist nun nur meine eigene Meinung bzw. mein technisches Verständnis/Vorstellungsvermögen.

Ein Armbrustbolzen, der in die gespannte Armbrust gesetzt wird, sollte meiner Meinung nach nicht in seiner vollen Länge Kontakt mit der "Wurfbahn" also dem Teil der Armbrust, wo die Sehne entlangsaust haben.
Ich denke hierbei an die Reibung, die mit dem Trägheitsgesetz bezogen auf den Bolzen, verbunden ist.
Jetzt nur mal gesponnen: Ein 40g Bolzen, in der Sekunde wo die Sehne mit Zuggewicht von 500Kg ihn auf die Reise schickt, kann in der Trägheitsbruchteilsekunde, weitaus mehr wiegen als 40g. Aber das ist klar. Der Bogen braucht ja "Zuschnappwiderstand" sonst bricht er beim zuschnappen.
Weiter: Diesem Trägheitsmoment von über 40g Beispielgewicht möchte ich nicht noch mehr Widerstand entgegensetzen, verursacht durch die Reibung des Bolzenzains auf der "Wurfbahn". Man sagte, dass dies zu übersehen sein sollte, denn es würde keinen weltbewegenden Unterschied machen, wie dem auch sei......
Kontakt des Bolzenzains natürlich an den Nussfingern, der Sehne und der vorderen "Ablagekimme" . Das ist mein Credo.

Sorry für die ganzen Neologismen. hihi

Ich finde die Bommel wahnsinnig geil, aber wie gesagt, das heißt jetzt nicht, dass ich jede Armbrust so bauen werde.
Schau dir mal einige Exemplare der Rüstkammer in Dresden an. (Wahnsinnig verbommelt)
Hier ein Paar Bilder von Privatsammlungen bzw. Museen. Meine Augen habe sich bei dem Anblick sogleich verliebt.

Lg
corti
Dateianhänge
Ganze Rüstung, Dresden 18.juni 1878, Bognermeister Richard Buhle
Ganze Rüstung, Dresden 18.juni 1878, Bognermeister Richard Buhle
Unbekannter italienischer erbauer, datiert 1690
Unbekannter italienischer erbauer, datiert 1690
Bognermeister Hänisch, Dresden
Bognermeister Hänisch, Dresden
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Holzbieger »

@ Rizzar

Deine Erklärung ist einleuchtend. Der Pfeil setzt der beschleunigten Sehne sein lineares Massenträgheitsmoment entgegen. Er verbiegt sich bzw. hebt ab.
Das die Wahl zwischen Bolzenrinne und Sattel eher Einfluß auf den Bau hat leutet mir auch ein.

@ Cortigiano

Was mich an Deiner Betrachtung stört, Du vermischst Trägheit mit Reibung und meinst mit durch Verminderung der Auflagefläche den Reibwiederstand zu minimieren
Linares Massenträgheitsmoment = Masse x Beschleunigung (F = m x a)
Flächenreibung = Reibungskoeffizient x Normalkraft (F = my x Fn)

In beiden Formeln kommt die Fläche überhaupt nicht vor. Du kannst Reibung entweder durch die Veränderung deiner Materialkombinationen (Holz auf Holz, Holz auf Knochen, Alu auf Holz, Alu auf Horn, etc.) oder durch verringern deines Pfeilgewichts beeinflussen. Bei letzterem wird es wohl Grenzen nach unten geben, ich kann mir vorstellen dass ein zu leichter Pfeil schnell bricht.

Zu den Bommeln, wie gesagt mich stören sie eigentlich nicht mehr. Geben Deine Quellen irgendeine Funktion an oder sind die wirklich nur zur Zierde?
- Es ist besser ein gute Entscheidung rechtzeitig zu treffen als eine sehr gute zu spät.
- Ancora Imparo
Cortigiano

Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Cortigiano »

@Rizzar: Gewiss einmal mehr gute Ausführungen. Jedoch wurde Cortigiano gefragt und du antwortest; du sprichst sogar für ihn. Diesen Sachverhalt bitte ich nochmal zu überdenken. Das meine ich ganz ehrlich.

@Holzbieger
Ich vermische Trägheit mit Reibung nicht fahrlässig. Ich verbinde sie willentlich. Obwohl sie zwei separat anzusehende Dinge sind.
Du hast gefragt, ich habs dir mit meinen Worten erklärt. Was mich stört ist das es dich stört und du es auch so drastisch aussprichst.
Ja, die Bommel sind nie etwas anderes als Zierde gewesen.
Ich habe das Gefühl, je länger der Threat, desto mehr wird zerredet.

cheereow
Corti
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MoeM
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von MoeM »

Denk doch mal über so ein brushbutton System nach, wie es die modernen ABs zum Teil haben....
Grüße Moe
Cortigiano

Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Cortigiano »

was ist denn das?
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Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von MoeM »

Ein Bürstenring bzw. 2-4 "Pinsel" zwischen denen der Bolzen vorn locker gehalten wird.
Grüße Moe
Cortigiano

Re: Cortigiano`s erstgeborene Armbrust

Beitrag von Cortigiano »

achso! Diese TAC15 Armbrust aus den Staaten hat das unter anderem auch. Das wäre aber zu modern für eine Armbrust wie diese alle hier im Forum.
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