Ich wollte mal ein bischen mit dem Messerbau herumexperimetieren...eine Klinge von einem Brotmesser wollte ich beispielsweise mit einem schönem Griff verzieren und ein paar weitere Klingen habe ich mir bestellt...
Nun wollte ich in die Klingen Löcher bohren, um die Nieten durch zu stecken, aber ausser mir zwei Bohrer zu verglühen war ich dabei sehr erfolglos
Was habe ich falsch gemacht?
Zu schnell gebohrt?
Darf ich icht ohne zu kühlen bohren?
Oder habe ich schlichtweg den falschen Bohrer?
Messerstahl - das bringt den besten Bohrer um ;-)
Möglichkeiten die mir einfallen: Wolfram carbid Bohrer - mit kleinem Durchmesser anfangen (max. 3mm)
Steinbohrer anschleifen
Kühlung und Schmierung - immer! (Wasser, Bohröl und ein bisschen Spülmittel damit sich das Zeug auch verbindet.)
Nicht zu schnell
Aber am ehesten geht noch mit dem Winkelschleifer ein Langloch flexen. Vielleicht auch mit Dremel und Trennscheibe.
Also, ich bin zwar kein gelernter Metaller, kann mir aber schon deine Erfahrungen erklären.
Generell ist es schon schwerer "besseren" Stahl zu bearbeiten als weniger guten.
Wenn dann dieser bessere Stahl auch noch für seine Endverwendung vergütet (insbesondere gehärtet) wird, dann wird die Bearbeitung dementsprechend noch um einiges schwerer.
Um dann überhaupt noch ein wenig bearbeiten zu können muss schon alles stimmen, selbst dann ist sowas schon sehr zermürbend und langwierig.
Sprich sehr guten Bohrer (Hss etc. wie gesagt, kein Metaller), richtige Geschwindigkeit und Vorschub und Ja, KÜHLEN ^^
Oder du könntest den Bereich, den du bearbeiten willst selektiv weichglühen.
Also zum Glühen bringen (mit Gasflamme z.b.) , dabei verhindern, dass sich die Klinge erwärmt (schwierig, aber nicht unmöglich, Wassergetränkte Lappen im Trennbereich und Bad der Klinge in Kühlung etc.).
Der Bereich sollte danach deutlich an Härte verloren haben und relativ einfach zu bearbeiten sein. Der Härteverlust spielt dann meist im Angel/Erlbereich eh keine so grundlegende Rolle.
Die Schwierigkeit dabei liegt eben daran die Klinge nicht komplett weichzuglühen oder zu versauen.
Wie gesagt, kein Spezialist, es gibt aber den harten und den gefährlichen Weg, moment, ich glaube beide sind hart und gefährlich :-D
Gruß Rizzar
Etwaige Ergänzungen/Korrekturen sind willkommen...
Zuerst, die Klinge bei solchen Arbeiten großzügig mit Klebeband umwickeln und so entschärfen, die Klinge beim bohren unbedingt einspannen, sonst dreht die irgendwann mit. Dann mit normalen Bohrern wird man bei gehärteten Stahl nichts, die meisten Messerstähle sind besser als HSS.
Was geht sind nagelneue Steinbohrer, damit bekommt man zwei oder drei Löcher gebohrt, dann muß man sie aber neu anschleifen. Was noch geht sind Bohrer die für Keranikfliesen und Glas geeignet sind, die verschleissen dabei aber auch und sind teuer.
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
Ja genau, also der ideale Fall ist du nimmst dazu einen sog. Hartbohrer der geht durch wie Butter bis 62 ....64HRC, allerdings brauchts dazu auch eine sauber geführte Spindel fürs Werkzeug, nur mit der Handbohrmaschine
fatzt der dir sofort ab oder bricht aus wenns kleiner sein soll als d8.So, der ist aber nicht billig, und die Maschine dazu hat ja auch nicht jeder.
Billiger gehts mit normalen Steinbohrern, da diese aber negative Spanwinkel von Haus aus haben müssen die bischen umgeschliffen werden.Wenigstens auf 0° Spanwinkel und einen leichten Freiwinkel, kannst googeln, dann gehts sicher auch mit ner Handbohrmaschine .
Allerdings kommts natürlich drauf an wie hart dieses Messer ist.Und beim anschleifen aufpassen daß der Bohrer nicht zu heiß wird, die Hartmetallplättchen an Steinbohrern sind nur aufgelötet also sie können sich ablösen und abschrecken in Wasser verträgt nun HM nur bedingt, also schön langsam vorgehen.
Mittlerweile gibt's diese "umgeschliffenen" Steinbohrer schon fertig zu einem erschwinglichen Preis. ProfiCut
In jedem besseren Baumarkt erhältlich, sowohl einzeln als auch als Set.
Die sind Messerscharf und bohren sogar durch Feilen.
Für's Nachschärfen sollte man allerdings idealerweise eine Diamantscheibe (oder zumindest eine SiliciumCarbid-Scheibe) sein eigen nennen.
klaus1962 hat geschrieben:Mittlerweile gibt's diese "umgeschliffenen" Steinbohrer schon fertig zu einem erschwinglichen Preis. ProfiCut
In jedem besseren Baumarkt erhältlich, sowohl einzeln als auch als Set.
Die sind Messerscharf und bohren sogar durch Feilen.
Für's Nachschärfen sollte man allerdings idealerweise eine Diamantscheibe (oder zumindest eine SiliciumCarbid-Scheibe) sein eigen nennen.
Mit Elektrode, so vorhanden nen ordentlichen punkt machen , planschleifen , normal bohren. So´´ n richtig fetten, der auf der anderen Seite fast durchfällt. Wenn s nicht soo stört, durchbrennen, zu schweißen und dann bohren
eine Standbohrmaschine habe ich ja...ich danke euch sehr für eure Hilfe. Neuer Bohrer ist da...am Wochenende versuche ich es nochmal.
Vielen Dank nochmal!
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