Backing mit Esche ?!

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Túrin
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Backing mit Esche ?!

Beitrag von Túrin »

Hallo ihr Bogner da draußen ;) !
Wollte mal wissen, ob bei einem Backing mit Esche oder anderen Holzarten, der oberste Jahresring durchgehend sein muss.
Ist die Esche überhaupt dazu geeignet?
Wäre es gut auf einen Bogen aus Hainbuche, ein Eschenbacking draufzukleben?
Beide sind nämlich heimische Holzarten ;D .

mfG
Turin
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Genni
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Genni »

Ich weiss nicht genau ob sich Esche für ein Backing eignet, hat hier im Forum aber schon mehrere gegeben die erfolgreich welche verwendet haben.
Zum Jahresring, sollte der oberste des Backings immer durchgehend sein, ausser natürlich bei Bambus oder bei Hickory.
Hickory ist einies der wenigen Hölzer aus welchem sich ganze Bögen oder Backings ohne durchgehenden Jahresring bauen lassen, weshalb es gerade für Anfänger geeignet ist, aber beim richtige Desingn mit allen anderen Hölzern genausogut mithalten kann.

Gruß, Felix
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Botjer
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Botjer »

Prinzipiell geht Esche als Backing gut. Willst Du es mit liegenden Jahrringen verarbeiten, muss der äußerste Jahrring unverletzt bleiben, wie in einem reinen Eschen-Selfbow auch.
Ich habe auch schon Eschenbackings mit stehenden Jahrringen verwendet, dazu sollte man dann dem Faserverlauf folgen (was schlechter zu erkennen ist als ein Jahrring) und die Esche sollte wirklich gut sein, soll heißen möglichst wenig Frühholz aufweisen.
LG Niels

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captainplanet
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von captainplanet »

Eschenbacking wurde schon erfolgreich verbaut. Allerdings nicht mit durchgehendem Jahresring, sondern nur mit durchgehender Faser. Dabei wurden aus einem Stammstück - das schön gerade gewachsen sein sollte - Backingstreifen mit stehenden Ringen herausgeschnitten, so daß die Ringe im fertigen Bogen senkrecht zum Rücken stehen.

Ich selbst wäre sehr skeptisch gewesen, ob sich auf diese Weise eine ausreichende "Fasertreue" einhalten läßt, aber scheinbar funktioniert es.
Machst Du einen Backingstreifen mit einem durchgehenden Ring als Rücken, wird er zwangsläufig keinen vernünftigen Taper haben. So regelmäßig ist auch das geradeste Holz nicht gewachsen. Natürlich kann man so etwas verbauen, aber es ist zumindest sehr ungewöhnlich.
Bester Rindengrapscher von FC!!!
Túrin
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Túrin »

Könntet ihr mir noch mal genau sagen, was stehende Jahresringe sind? Verstehe es nicht so ganz ;D !
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baschdler
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von baschdler »

So ungefähr, wobei man die Stammmitte nicht unbedingt verwenden sollte.
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Chirion
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Chirion »

Hallo ich hab Esche als Backing schon "stehend" und "liegend" verarbeitet beides geht. Hainbuche ist anspruchsvoll fürs Backing macht anständig Zug daher würd ich ein Backing mit gutem intaktem Jahresring liegend empfehlen, auch ein ganz exakt geschnittenes stehendes Backing geht aber da darf dann nicht die kleinste Welle im Faserverlauf sein

@captain wenn du bei einer Esche mit 5mm Jahresringen einen sauber machst und dann einen Streifen schneidest der 6mm dick ist kannst den wunderbar an den Enden auf 3mm tapern, allerdings sollte der Stamm wirklich gerade und mindestens 40cm dick gewesen sein, solche Eschen gibts jede Menge
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Blacksmith77K »

Esche ist eines der zugfestesten einheimischen Hölzer. Eschebackings mit stehenden Ringen sind erste Sahne und kommen gleich nach Eibesplint, Bambus und Osage.

Die meisten Bruch-/Zugtests entscheidet Esche noch vor Hickory. 5mm dickes gutes Eschebacking hält problemlos 100# bestes Eibekernholz. Nur mal so nebenbei. ;)

Aussehen tut das mit stehenden Ringen so:
DSC00668.JPG
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

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...and several yew warbows...
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FluFlu
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von FluFlu »

Chirion hat geschrieben:und dann einen Streifen schneidest der 6mm dick ist kannst den wunderbar an den Enden auf 3mm tapern
Also muss das Backing an beiden Enden dünner werden? Wie weit weg vom Wurfarm-Ende beginnt der Taper?

Wäre es also falsch, das Backing überall 5mm dick zu lassen und das Bogenholz das drunter ist zu tapern?
Liebe Grüsse
fluflu
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Blacksmith77K »

Kommt drauf an. Generell taperst du zum Beispiel von Mitte Bogen 5mm zu den Tips auf 3mm.
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Squid (✝)
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Re: Backing mit Esche ?!

Beitrag von Squid (✝) »

Muss nicht, kann man aber machen. Gerade bei starken Backings wie Bambus bietet sich ein Taper an, damit das Bauchholz nicht überlastet wird. Aber Esche oder Hick als Backing können auch durchgehend 3 - 4 mm stark sein.
Die Bauchlage wird ja beim Tillern automatisch dünner...
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
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