auf einem wohl seit Jahrzehnten verlassenen und vollkommen überwucherten Gartengrundstück im Niemandsland (so zugewachsen, dass im Sommer sicher kein Sonnenstrahl auf den Boden fällt) habe ich neulich einen Strauch entdeckt, den ich zunächst nicht sicher einordnen konnte. Mittlerweile meine ich, dass es sich um einen sog. Pfeifenstrauch (auch Falscher Jasmin) bzw. Philadelphus coronarius handeln könnte. Bilder habe ich einige angefügt, wenn es geklappt hat ...
Auffälligstes Merkmale ist neben den Blättern die ganz leicht in dünneren Schuppen abblätternde Rinde.
Ich konnte aus dem rund 6 m hohen Strauch 3 ganz brauchbar erscheinende Stämmchen raussägen (2 x 180 cm, 1 x 160; 10, 8 und 6 cm Durchmesser, mehr oder weniger gerade). Das Holz ist sauhart und sauschwer (viel schwerer als es etwa Haselnuss in vergleichbaren Dimensionen wäre). In der Literatur findet sich allerdings als Größenangabe nur 1-3 m, das Teil hier war jedoch mehr als 6 m hoch (in einem Bild sieht man einen gelben Zollstock, der ragte allenfalls ein Drittel weit rein). Sonstige Exemplare des Pfeifenstrauchs, die ich mittlerweile hier als durchaus häufige Parkpflanze ausmachen konnte, sind viel schmächtiger, die Triebe sind nur so finger- bis wurstdick, hier bei "meinem" Exemplar waren aber Durchmesser von locker 15 cm im Strauch zu finden.
Was meint ihr, um welchen Strauch es sich handelt ? Falls es tatsächlich Pfeifenstrauch sein sollte, so kann man hier im Forum weiter nix zu finden, man findet nur die Einschätzung, dass man Pfeile draus machen könnte, was stimmen mag.
Einen Bogen hat wohl noch keiner mit gebaut (?) In den diversen Bogenbauerbüchern findet sich dazu nichts. Oder hat doch jemand Erfahrung damit ?
Grüße aus Frankfurt
Christian




