Esche:
Mittelhart, mittlere Wurfkraft, hohe Schwankung in der Qualität! Glückssache!
Vorteile: Ringe sehr gut zu erkennen, rel. unempfindlich gegen falsche Trocknung, Splint- und Kernholz brauchbar.
Nachteile: Poriges-weiches Frühholz erschwert die Bauchbearbeitung mit der Ziehklinge (Treppenbildung). Viel Schleifarbeit erforderlich.
Tipps: Rückenring mindestens 4, besser 6 mm Dicke. Gute Qualität erkennt man an: wenig Frühholz, viel hochfestes Spätholz, "fettigem" Glanz beim anschneiden längs zur Faser.
Robinie:
SEHR hart, hohe Wurfkraft
Vorteile: Hohe Zugfestigkeit, gleichmäßig zu bearbeiten, meistens dicke Ringe in tiefer liegenden Schichten, sehr gut mit Ziehklinge zu bearbeiten.
Nachteile: Versprödet bei falscher Trocknung, bekommt leicht Schäden im Bereich von Ästen, reagiert auf Tillerfehler leicht mit Stauchrissen am Bauch.
Tipps: Rückenring mind. 5 mm, auch Bauchringe nicht unter 3 mm, max. kleine Äste (bis 4 mm) im arbeitenden Bereich, besser keine, von Anfang an auf gleichmäßige Krümmung achten, keine "Knickstellen" zulassen.
Hickory:
Hart und zäh, mittlere Wurfkraft
Vorteile: Unempfindlich gegen begrenzte Fehler am Rückenring, Rücken kann bei Wellen "planiert" werden, selbst wenn dabei die Ringe tlw. deutlich reduziert werden. Der so begradigte Rücken erleichtert die Herausarbeitung der Bauchseite und somit das Tillern. Gutes Anfängerholz. Unempfindlich gegen falsche Trocknung und kleinere Tillerfehler.
Nachteile: Hohes Gewicht, wegen der Zähigkeit schlecht mit schneidenden Werkzeugen (Ziehmesser, Hobel) zu bearbeiten, viel Raspelarbeit.
Tipps: Wegen hohem Gewicht, schmale/schlanke Bogenenden zu empfehlen, was aber die Gefahr seitlichen Verziehens erhöht. Daher als Anfänger einen Stave ohne Reflex wählen, dann ist das besser in den Griff zu bekommen. Beim Arbeiten mit dem Ziehmesser immer ganz dünn abtragen, sonst Gefahr von Spanausriss. Dicht an der Linie lieber Raspel nehmen.
Rabe