Bambusbacking verwerten (auf Osage)

Themen zum Bogenbau
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Squid (✝)
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Bambusbacking verwerten (auf Osage)

Beitrag von Squid (✝) »

Moin,
ich habe hier noch ein vereinsamtes Bambusbacking rumliegen, das sich nach einem Belly sehnt... Hat das in dieser Form Chancen?

Womit? Wie? Was kann dabei bestenfalls herauskommen?

Es ist 156 cm lang, 4 cm breit, mittig 5 mm stark, an den Enden 2 mm mit gleichmäßigem Taper und - aufgrund seiner Entstehungsgeschichte - schon ziemlich weit herausgearbeitet... aber schaut selbst:
Bild
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 02.05.2008, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
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Ravenheart
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Ravenheart »

Squid hat geschrieben: Moin,
ich habe hier noch ein vereinsamtes Bambusbacking rumliegen, das sich nach einem Belly sehnt... Hat das in dieser Form Chancen?

Womit? Wie? Was kann dabei bestenfalls herauskommen?
Womit?
Einem geeigneten Holz?  ;D Wurde ja im Forum schon diverse Male diskutiert!

Wie?
Holz glatt hobeln, Backing draufbappen, Bauch tillern...  :D

Was kann dabei bestenfalls herauskommen?
Ein Bogen?  :D :D :D ;)

Rabe
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kra
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von kra »

Why not, nimm halt ein gut druckfestes Holz, det wird scho.

Btw, schön schlanke Tips hat das Backing ja schon, kann also ein ganz flottes Teilchen werden.

Würde aber aufgrund der Länge nur bis 45#/28" oder 50#/26" gehen...
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Ravenheart »

...bzw. die Auszuglänge begrenzen!

Ich habe einen 1,38 m langen Osage-Bogen, den ich bis 26" getillert habe, aber i.d.R. nur bis 24" ziehe, obwohl ich normaler Weise einen 26"- Auszug habe... (Der auf dem Userbild!)

Reine Gewohnheitssache...

Mann sollte dann nur vorsichtig damit sein, wem man den in die Hand gibt...

Rabe
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Squid (✝)
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Squid (✝) »

Osage würde bestimmt gut gehen... Isch 'abe gar kein Osage!

Macht ein Bambus-Hickory-Bambus-Sandwich Sinn? Wenn ich das Backing auf 4 mm inner Mitte runterschleife, eine von 5 auf 2 mm getaperte Hickoryleiste drunterpappe und dann noch mal 2-3 mm Bambus dunterklebe, komm ich inner Mitte auf 11 mm Stärke, an den Tps auf 6 mm.

Rein von der Dimensionierung her: passt das uuuungefähr für 45 lbs bei den gegebene Ausmaßen?
(Mehr Hickory geht nämlich nicht: ich hab nur eine 180 mal 4 mal 0,5 cm Leiste)
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kra
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von kra »

Sie bekommen IM...
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captainplanet
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von captainplanet »

@ Bambus-Hickory-Bambus-Sandwich:
Bei Bambus ist ja bekanntlich die äußere Schicht die stärkste die nicht entfernt werden sollte. Weder am Rücken noch am Bauch. Einen Bogen mit Bambusbelly könnte man also nur über die Breite tillern. Oder hab ich einen Denkfehler eingebaut? Da Deine Backingleiste schon sehr genau zugeschnitten ist hättest Du für den Tiller wenig bis kein Spiel!
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Squid (✝)
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Squid (✝) »

Stimmt.
Daher wollte ich ja auch relativ genaue Dickenangaben haben.
Zum zweiten würde ich den Bogen aus Backing und Mittelschicht zunächst stimmig vortillern und dann erst den getaperten Bambusbelly drunter kleben. Und bei 4 cm Breite ist auch fürs seitliche Tillern noch ein wenig Platz.
Letzlich ist es für den Bambusbelly nach diversen Quellen auch nicht ganz so wichtig, dass die äusseren Fasern komplett erhalten bleiben, da die hauptsächlich für die Zugfestigkeit zuständig sind, so dass man da auch noch ein wenig Raum zum Tillern hat.
Aber das Bambus Sandwich steht nun doch noch nicht an...
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Christopher
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Christopher »

wie wärs wenn du alle teile Seperat tillerst?
dann könntest du dir die Endtillerarbeit zum größten Teil sparen...

Ach übrigens wie gehts eig. deim Exotischen Bogen?
Du hast die Macht, missbrauche sie!!!
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Squid (✝)
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Squid (✝) »

@ Separat Tillern: nicht optimal.
Es funktioniert nur eingeschränkt, weil das Verkleben aus den Teilen jeweils wieder einen völlig anderen Bogen mit anderen Biegeeigenschaften macht. Man kann damit eine gewisse Annäherung erzielen. Aber auch das klappt nur, wenn das Machwerk eine gewisse Dicke hat. Die 4 oder 5 mm starken Leisten kann man problemlos um fast 180 grad biegen, einfach weil sie so dünn sind. Tillern kann man daran gar nichts, höchstens tapern - also gleichmässig die Dicke zu den Enden hin reduzieren.

@ Exotenbogen: guckstu Präsentationsthread 3, Seite 7
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 09.05.2008, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von captainplanet »

Christopher hat geschrieben: wie wärs wenn du alle teile Seperat tillerst?
dann könntest du dir die Endtillerarbeit zum größten Teil sparen...
Das ist ein gewagter Ansatz. Die einzelnen Komponenten eines Laminatbogens sind natürlich aufeinander angewiesen um zu funktionieren, der Bauch braucht das Backing um nicht zu brechen und umgekehrt. Auf der anderen Seite ließen sich die Einzelteile einzeln natürlich weiter biegen als im verleimten Zustand einfach weil sie dünner sind.
Ich wage nicht zu sagen ob das gutgehen kann. Wahrscheinlich ist es von Fall zu Fall, je nach Holzarten und Stärken, verschieden.
:-\

edit: Squid war schneller mit seiner Antwort und er hat wohl auch recht.
Ich habe aber schon mal gehört daß die Mittellage von Horn/Holz/Sehnenkompositbögen vorgetillert wird.
Zuletzt geändert von captainplanet am 19.10.2007, 17:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von kra »

Nö, sehe ich anders. Du kannst (und imho sollst) bei einem Bambus/Mittellage/Bambus Bogen die Lagen einzeln, zumindest aber Rücken + Mittellage tillern.
Was heißt denn Tillern? Die Krümmung im belasteten Zustand soll gleichmäßig sein und der Wunschlinie folgen.
Wenn du die drei Lagen auf dasselbe Profil tillerst kannst du zumindest mal annehmen, eine saubere Klebetechnik vorrausgesetzt, das die 3 Lagen zusammen nicht völlig aus dem Tiller sind.

Viel schwieriger ist es, das endgültige Zuggewicht vorherzusehen. Aber man kann durchaus auch auf dem Bauch vorsichtig Material abnehmen, um das Zuggewicht und den Tiller zu beeinflussen. Erst die Feinabstimmung würde ich über die Breite machen, einfach weil wegnehmen in der Breite nicht viel bringt.
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Re: Mal andersrum *g*

Beitrag von Squid (✝) »

Zurück zum Ausgangspunkt: hat der Bogen in diesen vom Bambusbacking vorgegebenen Dimensionen (156 cm lang, max. 3,8 cm breit, 28er Auszug, geplante 45-50 lbs) mit nem Osagebelly eigentlich das Zeug zu "Perry-Recurves" oder bringe ich ihn damit um?
Was ich damit meine ist, dass ich den Bogen nicht wie sonst mit einem gleichmäßigen Perryreflex verleimen würde, sondern die ersten 2/3 der Arme mit minimaler reflexer (oder gar angedeutet deflexer?), und dann das letzte Drittel mit stark zunehmender reflexer Biegung aufeinanderpappe.
Das sollte doch die Leistung in Bezug auf die Pfeilgeschwindigkeit nicht unerheblich erhöhen, oder?
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Re: Bambusbacking verwerten

Beitrag von Brucky »

Ja, das sollte funzen

bau aber etwas deflex ein, sont wird der Bogen doch recht nervös und unruihg

ein Beispiel:

ich habe gerade einen Bamb. Osage fertig:

150 cm lang R/D Design

8,5 cm reflex (gemessen am Backing) Griff bis Sehnenkerben ist etwas mehr

2,8 cm WAbreite bis zu den Tips 1 cm, gleichmäßig verjüngend

der hat 27# @ 24" (mehr zieht meine Frau aus gesundheitlichen Gründen nicht)

40# wären leicht möglich gewesen ;D

Bilder gibts heute Abend im Präsitread
Das ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile

Aristoteles


Keine Ahnung..... aber davon jede Menge
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Re: Bambusbacking verwerten

Beitrag von Squid (✝) »

Cool!
Reicht denn da ein "Perry-Deflex", will sagen, der Bogen wird mittels Zwingen beim Verleimen griffnah deflex verformt und dann erst in den Perryreflex gebogen, oder sollte es schon ein "echter Deflex" sein, d.h. das Bellyholz in zwei Leisten entsprechend schräg aneinander geklebt werden?
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 28.10.2007, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
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