Erst Verschnitt, dann doch Bogen?
Verfasst: 19.01.2016, 22:38
Sooo, dann will ich hier auch mal einen "Bogenbauversuch" hier einstellen.
Den Stave hab ich von einem Freund bekommen, wir haben ihn nochmal auseinandergeschnitten, bzw. versuchten wir,
aus einem Stave 2 Bögen rauszubekommen.
Der Bogen, um den es mir ursprünglich ging, steht jetzt im Eck und muß warten, weil mich der "Abfall" einfach viel mehr
reizte ganz plötzlich.
Die Gründe waren einerseits, weil mein Kumpel meinte, da geht kein Bogen mehr raus, und ich ihm das widerlegen will und zweitens weil der Stave echt Charakter hat, wie ich finde.
Ein generelles Problem bei diesem Stave ist, dass die Jahresringe VERDAMMT eng sind, die sieht man nichtmal mit ner Lupe richtig gut. Wird also doppelt interessant werden.........
Kommen wir zum Anfang:
Hier der Stave, bzw. der halbierte Stave, welcher meine Neugier geweckt hat
Blick auf die andere Seite
Der Stave dreht sich von der Mitte des Griffes stark raus, das galt es als erstes in den Griff zu bekommen.
Dazu benutze ich immer gern meine HLP und Schraubzwingen, ich sag mal ich mache es gern auf die eher
"rustikale" Art.
Aber es funktioniert auch sehr gut.
Die Ausgangssituation;
und hier die Lösung, also meine Lösung :-)
Hab da sicher so 35 bis 40 Minuten gewärmt, so dass sich das Holz ohne drücken meinerseits von allein bog. Die Eimer sind mit ca. 3 bis 4 Liter Wasser gefüllt, zuerst hänge ich sie ganz aussen an die Zwingen, da hab ich Spax eingedreht, wenn
sich Holz in seine gewünschte Position gedreht hat, wärm ich noch bissl nach, und nehme dann einen Eimer weg, den anderen hänge ich etwas kürzer in die Zwinge, so wird der Druck geringer, nach ner Stunde nehme ich den zweiten Eimer auch ab und lass dir mehr eine Zwinge über Nacht drauf.
So hab ich bis jetzt immer gute Ergebnisse erzielt.
Und so sieht das dann aus;
Heut hab ich mich daran gemacht, den Bogen in seine Form zu feilen, wird sicher interessant, da er seitlich teilweise
leichte Risse hatte, welche vom Rücken schräg zum Bauch verliefen. Dazu aber später mehr.
Kommentare und natürlich auch Ideen und Ratschläge sind erwünscht.
Ich muß auch ehrlich sagen, ich habe nicht den Anspruch, perfekte Bögen zu bauen, wichtig ist mir das er schussfähig ist.
Mir sind auch schön Bögen gebrochen, aber wem nicht?? :-)
lg, Pablo
Den Stave hab ich von einem Freund bekommen, wir haben ihn nochmal auseinandergeschnitten, bzw. versuchten wir,
aus einem Stave 2 Bögen rauszubekommen.
Der Bogen, um den es mir ursprünglich ging, steht jetzt im Eck und muß warten, weil mich der "Abfall" einfach viel mehr
reizte ganz plötzlich.
Die Gründe waren einerseits, weil mein Kumpel meinte, da geht kein Bogen mehr raus, und ich ihm das widerlegen will und zweitens weil der Stave echt Charakter hat, wie ich finde.
Ein generelles Problem bei diesem Stave ist, dass die Jahresringe VERDAMMT eng sind, die sieht man nichtmal mit ner Lupe richtig gut. Wird also doppelt interessant werden.........
Kommen wir zum Anfang:
Hier der Stave, bzw. der halbierte Stave, welcher meine Neugier geweckt hat
Blick auf die andere Seite
Der Stave dreht sich von der Mitte des Griffes stark raus, das galt es als erstes in den Griff zu bekommen.
Dazu benutze ich immer gern meine HLP und Schraubzwingen, ich sag mal ich mache es gern auf die eher
"rustikale" Art.
Aber es funktioniert auch sehr gut.
Die Ausgangssituation;
und hier die Lösung, also meine Lösung :-)
Hab da sicher so 35 bis 40 Minuten gewärmt, so dass sich das Holz ohne drücken meinerseits von allein bog. Die Eimer sind mit ca. 3 bis 4 Liter Wasser gefüllt, zuerst hänge ich sie ganz aussen an die Zwingen, da hab ich Spax eingedreht, wenn
sich Holz in seine gewünschte Position gedreht hat, wärm ich noch bissl nach, und nehme dann einen Eimer weg, den anderen hänge ich etwas kürzer in die Zwinge, so wird der Druck geringer, nach ner Stunde nehme ich den zweiten Eimer auch ab und lass dir mehr eine Zwinge über Nacht drauf.
So hab ich bis jetzt immer gute Ergebnisse erzielt.
Und so sieht das dann aus;
Heut hab ich mich daran gemacht, den Bogen in seine Form zu feilen, wird sicher interessant, da er seitlich teilweise
leichte Risse hatte, welche vom Rücken schräg zum Bauch verliefen. Dazu aber später mehr.
Kommentare und natürlich auch Ideen und Ratschläge sind erwünscht.
Ich muß auch ehrlich sagen, ich habe nicht den Anspruch, perfekte Bögen zu bauen, wichtig ist mir das er schussfähig ist.
Mir sind auch schön Bögen gebrochen, aber wem nicht?? :-)
lg, Pablo