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Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 15:48
von Erbschen
letztens wanderte ich grübelnd durch meine Mittelalterausstellung und bemerkte, sicherlich zum wiederholten Male die Lederzwinge (ist eine Rekonstruktion nach einem Fund hier aus Friedland, die ich vor 20 Jahren mal gefertigt habe) da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren - In Kombination mit einer Parallelzwinge könnte das die Lösung für das Spannen von Stave's auf der Hobelbank zum Bogenbau werden. Gesagt getan ein bischen nachgedacht und los ging's.
Das ist dabei herausgekommen:
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 16:02
von Erbschen
Hier der nächste Teil der Serie
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 16:06
von Erbschen
Dazu ist es sinnvoll auf der zu bearbeitenden Seite ein Widerlager einzusetzen um die nötige Stabilität zu erreichen
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 16:07
von NormChaos (✝)
schick !
Und was sagt der erste Test ?? Brauchbar ?
Wenn ja, hättest Du dann vielleicht Lust die Teile mal zerlegt und mit Maßangaben nochmal etwas genauer zu zeigen ??
Bin noch auf der suche nach einer einfach zu bauenden Einspannvorichtung welche ich mir hinbappen kann wo ich grad lust hab zu schnitzen.. und die Konstruktion scheint mir vielversprechend
Edit erledigt.. da haste ja schon
Was für Holz hast Du genommen ?? schaut nach Eiche aus
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 16:15
von Erbschen
Hier jetzt das Ganze mal in Funktion. Für mich besteht zum Einen der Vorteil darin, das ich gerne aufrecht stehend arbeite (ich hab Rücken und mit dem Gucken isses auch nicht so doll) und die Höhe ist individuell einstellbar, eignet sich also für die unterschiedlichsten Körpergrößen. Zum Zweiten kann man den Stave waagerecht spannen und fest ohne Hufe fixieren. Ich arbeite sonnst meist am normalen Schraubstock mit eingestzten Holzbacken ond an den Enden mit Rollböcken
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 16:24
von Erbschen
Material ist bis auf die Hilfsbacke, die ist Esche, Eiche. Die Spindel ist eine M 18 Gewindestange, Buchse drüber, verschweist und abgedreht. Dann 11 mm Loch gebohrt, versenkt und 10 mm Stahlstange durch. Die Enden sind durch M8 selbstsichernde Muttern drauf. Innen ist die Spindel hinter der Scheibe mit einem 3 mm Loch versehen und ein 3 mm Stift eingeschlagen, damit die Backen auch auf und zu gehen.
Die Dinger (haben davon drei Stück gebaut) funktionieren besser als ich erwartete
Kommen beim Friedlandtreffen definitiv zum Einsatz

Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 16:49
von jetsam
Erbschen, was immer dazu führt, daß die Vorderzange an dieser Werkbank des Geräusches wegen so selten wie möglich verstellt werden muß, empfängt meinen Applaus.
Aber dat Dingen sieht auf jeden Fall klasse aus.
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 17:37
von mahagugu
Danke, .... hab bei den Eltern noch so eine uralte ererbte Hobelbank stehen.
Wollte da auch letztes Wochenende einen Stave einspannen, aber hat nicht funktioniert,
weil das mit den gängigen Zwingen nicht geht.
Kriegt man die Parallelzwinge irgendwo zu kaufen, oder muss man die wirklich selber bauen?
Re: Bogenbauschraubstöcke für die Hobelbank
Verfasst: 15.09.2015, 17:43
von Erbschen
Ich habe für die Erläuterung hier nach einer Abbildung einer Sattlerzwinge gesucht, selbst die habe ich im Netz nicht gefunden. Da wist du dich wohl selbst bei machen müssen. Nehme aber kein Leimholz aus dem Baumarkt dafür, das dürfte den Drücken nicht standhalten. Dickes Sperrholz, so ab 10 mm dürfte genügen.
Gruß Erbse