Belgische Scheibenarmbrust
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WilhelmineTell
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Belgische Scheibenarmbrust
Nachdem eines meiner Projekte etwas ruhen muß habe ich mich wieder einem parallel laufenden Bauvorhaben gewidmet.
Es handelt sich um eine Armbrust deren Design etwas an eine belgische Scheiben Armbrust erinnern soll.
Als Material habe ich diesmal ganz banale Buche gewählt.
Die Länge der Armbrust beträgt ca. 82cm
Das Schloß ist ein Zweiachser aus hochfesten Aluminium und Achsen aus 6mm Messing
Nuß ebenfalls aus Messing
Gegenlager für die Spannhilfe ist aus Edelstahl
Der Bogen wird entweder mit Keilen fixiert oder einer Art Verschraubung wie sie bei einer in dem Buch " The Crossbow" gezeigt wird.
Momentan erinnert mich das gute Stück noch an ein Maschinengewehr;-)
Es handelt sich um eine Armbrust deren Design etwas an eine belgische Scheiben Armbrust erinnern soll.
Als Material habe ich diesmal ganz banale Buche gewählt.
Die Länge der Armbrust beträgt ca. 82cm
Das Schloß ist ein Zweiachser aus hochfesten Aluminium und Achsen aus 6mm Messing
Nuß ebenfalls aus Messing
Gegenlager für die Spannhilfe ist aus Edelstahl
Der Bogen wird entweder mit Keilen fixiert oder einer Art Verschraubung wie sie bei einer in dem Buch " The Crossbow" gezeigt wird.
Momentan erinnert mich das gute Stück noch an ein Maschinengewehr;-)
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WilhelmineTell
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Re: Belgische Scheibenarmbrust
Hier noch ein Bild vom Schloss.
Die Funktion ist so geplant dass die Nuß oder andere Teile nicht beschädigt werden können wenn die Nuß nach dem Schuss noch rotiert.
Beim Auslösen fällt das mittlere Teil in den eigentlichen Abzug (Teil unten rechts) ein und verhindert dass es durch die Druckfeder von selber in die drehende Nuß geraten kann.
Die Funktion ist so geplant dass die Nuß oder andere Teile nicht beschädigt werden können wenn die Nuß nach dem Schuss noch rotiert.
Beim Auslösen fällt das mittlere Teil in den eigentlichen Abzug (Teil unten rechts) ein und verhindert dass es durch die Druckfeder von selber in die drehende Nuß geraten kann.
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Cortigiano
Re: Belgische Scheibenarmbrust
Ich finde deinen Schlossmechanismus sehr interessant. Mal was Neues!
Jedoch frage ich mich grade, vollkommen kritiklos, ob du die Nuss tatsächlich mit dem "langen Drehelement" freigeben kannst mit so einer kleinen "Abzugsbeule" die es warscheinlich hoch- bzw. herausschieben soll....
Deine Idee, wie es funktionieren soll, habe ich verstanden, jedoch glaube ich, dann wenn eine Sehne unter Bogenspannung die Nuss mit dem "langen Element" verkeilt, bräuchte man schon etwas mehr Kraft bzw. Drehmoment um Schussfreigabe der Nuss zu erzielen. Diskussion erbeten!
Rizzar hat mir mal gesagt, dass die Finger, die die Sehne greifen, etwas tiefer gefräst sein müssen, damit während der 90°Drehung der Nuss während der Schussfreigabe die eingerastete Sehne nicht kurz emporgehoben und dann erst freigegeben wird. Mit dieser Fräsung deiner Zähne würde das nämlich passieren. Frage ihn dazu. Der hat ne gute Fotoerklärung dafür.
Ansonsten viel Glück beim Bau, ich bin jetzt schon ganz neugierig.
Gruß
Niko
Jedoch frage ich mich grade, vollkommen kritiklos, ob du die Nuss tatsächlich mit dem "langen Drehelement" freigeben kannst mit so einer kleinen "Abzugsbeule" die es warscheinlich hoch- bzw. herausschieben soll....
Deine Idee, wie es funktionieren soll, habe ich verstanden, jedoch glaube ich, dann wenn eine Sehne unter Bogenspannung die Nuss mit dem "langen Element" verkeilt, bräuchte man schon etwas mehr Kraft bzw. Drehmoment um Schussfreigabe der Nuss zu erzielen. Diskussion erbeten!
Rizzar hat mir mal gesagt, dass die Finger, die die Sehne greifen, etwas tiefer gefräst sein müssen, damit während der 90°Drehung der Nuss während der Schussfreigabe die eingerastete Sehne nicht kurz emporgehoben und dann erst freigegeben wird. Mit dieser Fräsung deiner Zähne würde das nämlich passieren. Frage ihn dazu. Der hat ne gute Fotoerklärung dafür.
Ansonsten viel Glück beim Bau, ich bin jetzt schon ganz neugierig.
Gruß
Niko
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WilhelmineTell
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Re: Belgische Scheibenarmbrust
Hallo Niko,
den Test mit der einen Hand mit aller Kraft an der Nuß zu ziehen hat der Mechanismus schon bestanden; der Abzug lässt sich sehr leicht bewegen.
Die Kraftverhältnisse werde ich noch mit zwei Zugwaagen testen.
Der Hebelweg ist ja auch relativ groß wenn ich den Weg ab der ersten Achse (mittleres Teil) messe.
Die Geometrie der Nuß wird noch so einige Tests absolvieren müssen. Bis dato habe ich allerdings keine Probleme gehabt.
Das schöne an der Form dieser Nüsse ist die Möglichkeit sie entsprechend anpassen zu können; ich hab ja wenn zuviel Material und muß nichts drankleben
Gruß, Björn
den Test mit der einen Hand mit aller Kraft an der Nuß zu ziehen hat der Mechanismus schon bestanden; der Abzug lässt sich sehr leicht bewegen.
Die Kraftverhältnisse werde ich noch mit zwei Zugwaagen testen.
Der Hebelweg ist ja auch relativ groß wenn ich den Weg ab der ersten Achse (mittleres Teil) messe.
Die Geometrie der Nuß wird noch so einige Tests absolvieren müssen. Bis dato habe ich allerdings keine Probleme gehabt.
Das schöne an der Form dieser Nüsse ist die Möglichkeit sie entsprechend anpassen zu können; ich hab ja wenn zuviel Material und muß nichts drankleben
Gruß, Björn
Re: Belgische Scheibenarmbrust
Hallo!
Ich wollte eigentlich schon lang geschrieben haben, mir fehlte es jedoch teilweise an Motivation.
Ich bin sowohl auf deine Armbrust, obwohl persönlich überhaupt nicht mein Geschmack, als auch auf den Abzugsmechanismus gespannt.
Die Winkel der Nussrast könnte lieber 90° betragen, kann aber auch auf den Bildern täuschen, wenn du es getestet hast wird es wohl passen.
Was den Rest der Mechanik angeht:
Du planst, dass der runde Finger am Abzug das Zwischenstück nach dem Auslösen oben hält, und beim nach vorn bewegen des Abzuges wieder in die Ausgangsposition geht?
Gibt bestimmt andere Arten ein rückschlagen der Mechanik zu verhindern, aber solang es funktioniert ...
Die Nussfinger sind sehr scharf/lang, sodass ein Springen der Sehne provoziert wird.
Niko hat recht, ich habe da irgendwo eine Skizze, finde sie aber gerade nicht.
Sie sollten daher am Übergriff gekürzt werden, bin allerdings auch davon ausgegangen, dass das eine Rohform darstellt.
Wegnehmen kann man immer.
Gruß
Rizzar
Ich wollte eigentlich schon lang geschrieben haben, mir fehlte es jedoch teilweise an Motivation.
Ich bin sowohl auf deine Armbrust, obwohl persönlich überhaupt nicht mein Geschmack, als auch auf den Abzugsmechanismus gespannt.
Die Winkel der Nussrast könnte lieber 90° betragen, kann aber auch auf den Bildern täuschen, wenn du es getestet hast wird es wohl passen.
Was den Rest der Mechanik angeht:
Du planst, dass der runde Finger am Abzug das Zwischenstück nach dem Auslösen oben hält, und beim nach vorn bewegen des Abzuges wieder in die Ausgangsposition geht?
Gibt bestimmt andere Arten ein rückschlagen der Mechanik zu verhindern, aber solang es funktioniert ...
Die Nussfinger sind sehr scharf/lang, sodass ein Springen der Sehne provoziert wird.
Niko hat recht, ich habe da irgendwo eine Skizze, finde sie aber gerade nicht.
Sie sollten daher am Übergriff gekürzt werden, bin allerdings auch davon ausgegangen, dass das eine Rohform darstellt.
Wegnehmen kann man immer.
Gruß
Rizzar
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WilhelmineTell
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Re: Belgische Scheibenarmbrust
natürlich stellen die Nüsse nur eine Rohform dar; diese von einer Werkstatt komplett fertig zu machen würde ein Vermögen kosten...
Klar ist der Mechanismus etwas exotisch, aber er funktioniert tadellos.
Die Idee mit dieser Armbrust kam mir beim stöbern in dem erstklassigen Werk von "Ralph Payne-Gallwey, The Book of the Crossbow"
Eigentlich wollte ich die dort abgebildete und beschriebene belgische Scheibenarmbrust komplett kopieren. Leider hatte ich aber meinem Schreiner zu kurze Maße gegeben und so musste das gute Stück etwas abspecken.
Meine schwäbischen Mitbürger mögen es mir verzeihen wenn ich die Armbrust jetzt einfach "Schwäbische Scheibenarmbrust" nenne
Meine schönste wird es nie werden! Einen großen Vorteil hat sie aber trotzdem: : sie ist auf perfekt auf meinen Körper angepasst.
Heute dazugekommen sind Blenden für den Abzug, Verstärkungsbleche , Furnierarbeiten oben aus Ahorn und Nuß, Bolzensattel aus Nuß, angefangen die Konturen zu runden.
Klar ist der Mechanismus etwas exotisch, aber er funktioniert tadellos.
Die Idee mit dieser Armbrust kam mir beim stöbern in dem erstklassigen Werk von "Ralph Payne-Gallwey, The Book of the Crossbow"
Eigentlich wollte ich die dort abgebildete und beschriebene belgische Scheibenarmbrust komplett kopieren. Leider hatte ich aber meinem Schreiner zu kurze Maße gegeben und so musste das gute Stück etwas abspecken.
Meine schwäbischen Mitbürger mögen es mir verzeihen wenn ich die Armbrust jetzt einfach "Schwäbische Scheibenarmbrust" nenne
Meine schönste wird es nie werden! Einen großen Vorteil hat sie aber trotzdem: : sie ist auf perfekt auf meinen Körper angepasst.
Heute dazugekommen sind Blenden für den Abzug, Verstärkungsbleche , Furnierarbeiten oben aus Ahorn und Nuß, Bolzensattel aus Nuß, angefangen die Konturen zu runden.
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WilhelmineTell
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Re: Belgische Scheibenarmbrust
Die Spiegelung täuscht, aber wenn man genauer hinsieht ist es klar.
habe mir aber schon so etwas gedacht, sonst wäre es Dir beim ausprobieren aufgefallen...
habe mir aber schon so etwas gedacht, sonst wäre es Dir beim ausprobieren aufgefallen...
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WilhelmineTell
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Re: Belgische Scheibenarmbrust
Heute habe ich die unschönen Schrauben entfernt (brauche diese allerdings immer als Fixierhilfe da ich meine Armbruste ja aus drei verleimten Brettern baue)
Die Löcher stopfe ich immer mit einer Mischung aus Holzleim vermischt mit Sägemehl. Idealerweise mit dem gleichen Holz wie der Schaft.
Die Löcher stopfe ich immer mit einer Mischung aus Holzleim vermischt mit Sägemehl. Idealerweise mit dem gleichen Holz wie der Schaft.