Pfeiloptimierung für Redman
Pfeiloptimierung für Redman
Hallo Fc´ler,
bräuchte mal eure Hilfe zum Pfeilebau. Ich schieße seit ca.3 Jahren und seit knapp einem Jahr einen Bearpaw Redman,laut Hersteller 40 lbs bei 28" Auszug. Dies entspricht auch genau meiner Auszugslänge, bei Messungen liegen aber 44 lbs auf den Fingern. Als Pfeile verwende ich Penthalon Timber Sticks mit einem 600 Spine, dem mitgelieferten langen Inserts und einer 60 gn 3D-TopHat Combo Spitze, Gesamtgewicht laut digitaler Küchenwage 24 Gramm. Dieser Spinewert wurde mir von dem Händler bei dem ich den Bogen gekauft habe empfohlen, da angeblich durch das lange Insert der Pfeil steifer wird. Befiedert mit 3 Stück 4" RW Shield schräg aufgesetzt. Soweit alles gut, die Pfeile fliegen, mit dem Trefferbild ab Entfernungen von 30 m bin ich aber nicht so ganz zufrieden (nicht ganz ausgeschlossen, dass es z.T. auch an mir liegt).
Habe viel experimentiert mit der Federform und Länge um den Pfeil schneller zu machen, um auch auf größere Distanzen eine flachere Flugbahn zu erzielen. Bin aber zu keinen Ergebnis gekommen. Was würdet ihr mir raten?
Beste Grüße und vielen Dank im Voraus.
bräuchte mal eure Hilfe zum Pfeilebau. Ich schieße seit ca.3 Jahren und seit knapp einem Jahr einen Bearpaw Redman,laut Hersteller 40 lbs bei 28" Auszug. Dies entspricht auch genau meiner Auszugslänge, bei Messungen liegen aber 44 lbs auf den Fingern. Als Pfeile verwende ich Penthalon Timber Sticks mit einem 600 Spine, dem mitgelieferten langen Inserts und einer 60 gn 3D-TopHat Combo Spitze, Gesamtgewicht laut digitaler Küchenwage 24 Gramm. Dieser Spinewert wurde mir von dem Händler bei dem ich den Bogen gekauft habe empfohlen, da angeblich durch das lange Insert der Pfeil steifer wird. Befiedert mit 3 Stück 4" RW Shield schräg aufgesetzt. Soweit alles gut, die Pfeile fliegen, mit dem Trefferbild ab Entfernungen von 30 m bin ich aber nicht so ganz zufrieden (nicht ganz ausgeschlossen, dass es z.T. auch an mir liegt).
Habe viel experimentiert mit der Federform und Länge um den Pfeil schneller zu machen, um auch auf größere Distanzen eine flachere Flugbahn zu erzielen. Bin aber zu keinen Ergebnis gekommen. Was würdet ihr mir raten?
Beste Grüße und vielen Dank im Voraus.
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bloodymary
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
Schießt Du "on the shelf oder off the shelf?" Pfeiloptimierung auf 3D oder Scheibe?
Re: Pfeiloptimierung für Redman
Ich schieße "on the shelf" , Pfeiloptimierung 3D. Ich hatte keine Ahnung dass es hier auch nochmal Unterschiede gibt. Wenn der Pfeil gut zum Bogen passt, ist dann nicht egal auf welches Ziel ich schieße?
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bloodymary
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
nur bedingt, weil Du wahrscheinlich von Deinen Pfeilen eine gewisse Robustheit erwartest und Dir nicht der Pfeil bei jedem Baumplatzer oder Steintreffer gleich in die ewigen Jagdgründe gehen soll. Von dem her passt Deine Pfeilwahl ausgezeichnet.Geminus hat geschrieben:.....ich hatte keine Ahnung dass es hier auch nochmal Unterschiede gibt. Wenn der Pfeil gut zum Bogen passt, ist dann nicht egal auf welches Ziel ich schieße?
also mit Pfeilauflage. Na dann. Mit 44lbs auf den Fingern ist der 600 schon sehr grenzwertig. Und die Behauptung vom Händler, dass der Pfeil mit dem langen Insert steifer wird ist ein Nonsens. Genau das Gegenteil, er wird noch weicher. Mehr Masse in der Pfeilspitze aber Wurst.Geminus hat geschrieben:Ich schieße "on the shelf" , Pfeiloptimierung 3D.....
Das Problem was ich bei Dir sehe ist der Wunsch nach Geschwindigkeit. Geschwindigkeit bedeutet leichter Pfeil. Grain/# solltest Du für Deinen Bogen beachten. Es soll keine Leerschusssituation entstehen. Bearpaw anrufen und Mindestpfeilgewicht für Deinen Bogen erfragen.
Geschwindigkeit geht zu Lasten der Genauigkeit
(Pfeil wird auf weitere Entfernung nervöser, da muss die Schussform schon stimmen)
(und der Robustheit)
Für Geschwindigkeit
GT ultralight entrada 500 mit 80gr Spitze (für die Scheibe ideal - Pacour zu schwach - viel Bruch)
GT Velocity 500 mit 80 - 100 gr Spitze
Easton PowerFlight 500 80-100 gr Spitze
Haltbarkeit bei Fehlschüssen im Pacour geht aber nicht vergleichbar mit GT Trad/Timber Stick
Ich würde bei Deinem Setup den GT Trad /Timber Stick mit 3555/500 mit 100 Grain schießen. Rennpferde sind das nicht aber auf die Weite sehr genau zu schießen und vorallem robust.
LG bloodymary
Re: Pfeiloptimierung für Redman
Besten Dank erst mal für deine Hilfe. Werde mir mal drei Schäfte GT Timber Stick mit 500er Spine bestellen und austesten.
Re: Pfeiloptimierung für Redman
@bloodymary
Du scheinst Dich gut auszukennen. Bis dato dachte ich auch das die für Optimierungen Distanzen >30m in die Richtung flachere Pfeilflugbahn gehen. Also reduziertes Schaftgewicht, geringeres relatives Spitzengewicht (FOC). Meiner Erfahrung nach funktioniert ein leichter Pfeil mit leichter Spitze auf 30m sehr gut wenn er zudem noch eine leichte Drallbefiederung hat. Selbst mit einem 40lbs Bogen hat ein 30 Gramm Pfeil schon eine etwas ballistische Flugbahn und da sehe ich eher das größte Fehlerpotential bei Schützen - bei mir ist das zumindest so. Bei schwerem Schaftmaterial braucht man zudem umso mehr Federfläche um dies zum kompensieren, dies bremst auch wieder.
Du scheinst Dich gut auszukennen. Bis dato dachte ich auch das die für Optimierungen Distanzen >30m in die Richtung flachere Pfeilflugbahn gehen. Also reduziertes Schaftgewicht, geringeres relatives Spitzengewicht (FOC). Meiner Erfahrung nach funktioniert ein leichter Pfeil mit leichter Spitze auf 30m sehr gut wenn er zudem noch eine leichte Drallbefiederung hat. Selbst mit einem 40lbs Bogen hat ein 30 Gramm Pfeil schon eine etwas ballistische Flugbahn und da sehe ich eher das größte Fehlerpotential bei Schützen - bei mir ist das zumindest so. Bei schwerem Schaftmaterial braucht man zudem umso mehr Federfläche um dies zum kompensieren, dies bremst auch wieder.
Nimm nicht den ganzen Baum wenn Dir ein Ast genügt
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bloodymary
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
seh ich auch so, vorausgesetzt die Schussform passt, NACHTRAG: aber das Fehlerpotential steht immer hinter dem Bogen
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bloodymary
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
Ich hab mir das jetzt nocheinmal genauer durchgelesen und der Unterton mit dem "scheint" finde ich als sagen wir mal vernachlässigbar. Hättest Du den Eingangspost genau durchgelesen, dann räumte Geminus ein, dass es auf die 30 und darüber auch an seiner Schussform liegen kann. Er meinte aus meiner Sicht mit einer geraderen Schussbahn dadurch sein Trefferbild verbessern zu können.Frankster hat geschrieben:@bloodymary
Du scheinst Dich gut auszukennen.
Der schnelle schwarze Carbopfeil ist noch schwieriger vom Hirn begreifbar, vorallem dann wenn man nicht unter sterilen Bedingungen in der Halle sondern in der Natur übt. Oft ist planke Theorie nicht immer das Richtige und ich denke mein Rat war nicht schlecht. Robuster, heller, gut zu begreifenderder Pfeil der gut fliegt und zu seinem Bogen passt.
Ein Tip noch an Geminus. Nimm Dir nochmals die 25-28 Meter Distanz vor. Wenn da Deine Trefferlage passt geh auf 29. Meter für Meter üben. Häufig werden einfach die Distanzabstände zu groß gewählt.
LG bloodmary
Re: Pfeiloptimierung für Redman
Gib die Federn gerade auf den Schaft wenn du einen schnelleren Pfeil willst. Schräg stabilisiert zwar besser aber bremst auch besser. Aber - wenn dein Pfeil gut abgestimmt ist dann stabilisiert er sich sowieso sehr schnell.
60 Grain Spitze finde ich ein bischen sehr leicht und die Aussage vom dem langen Insert und dem steifen Pfeil - ich finde auch das das Blödsinn ist.
Ansonsten: üben und nicht über eine flache Flugbahn nachdenken.
walta
60 Grain Spitze finde ich ein bischen sehr leicht und die Aussage vom dem langen Insert und dem steifen Pfeil - ich finde auch das das Blödsinn ist.
Ansonsten: üben und nicht über eine flache Flugbahn nachdenken.
walta
Re: Pfeiloptimierung für Redman
Eine kurz Rückmeldung zu meinen neuesten Versuchen. Habe drei 500er Penthalon Timber Sticks bekommen und zuerst einen Rohschafttest mit jeweils 85 Grain und 105 Grain Spitze auf 18 m durchgeführt. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend, selbst auf die 40m Scheibe lagen alle drei im roten Bereich und die Schäfte flogen fast ohne zu pendeln. Der nächste Versuch einen Tag später mit Befiederung drei x 4 Zoll Indian Style und 105 Grain Spitze hat mich überzeugt. Die härtere Schaftwahl und größeres Spitzengewicht ist definitv der bessere Weg.
Eine Sache kann ich allerdings im Moment überhaupt nicht nachvollziehen. Das Gesamtgewicht der Pfeile stieg nun von ursprünglich 24 Gramm auf 30 Gramm. Im direkten Schussvergleich auf 40 Meter - drei 600er und dann drei 500er- habe ich bewusst versucht nicht anders zu zielen. Theoretisch müsste doch die Trefferlage der nun um 6 Gramm schwereren Pfeile deutlich tiefer liegen. Tut sie aber nicht. Habt ihr eine Idee?
LG Geminus
Eine Sache kann ich allerdings im Moment überhaupt nicht nachvollziehen. Das Gesamtgewicht der Pfeile stieg nun von ursprünglich 24 Gramm auf 30 Gramm. Im direkten Schussvergleich auf 40 Meter - drei 600er und dann drei 500er- habe ich bewusst versucht nicht anders zu zielen. Theoretisch müsste doch die Trefferlage der nun um 6 Gramm schwereren Pfeile deutlich tiefer liegen. Tut sie aber nicht. Habt ihr eine Idee?
LG Geminus
Re: Pfeiloptimierung für Redman
für diese frage fehlt noch eine wichtige information...wie zielst du? intuitiv? visier? pfeilspitze? beide augen offen?
Teile dein Wissen und gib nicht vor zu wissen was du nicht weißt - ein guter Ratschlag von einem tüchtigen Tischler. Das steht hier um mich daran immer zu erinnern, und für alle denen der Schuh passt.
- Heidjer
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
Da könnten auf der Entfernung zwei Effekte zufällig zusammentreffen.
Die leichteren Pfeile mit schräger Befiederung kommen zwar schneller aus den Bogen, enthalten aber etwas weniger Energie. Der Luftwiderstand steigt zum Quadrat der Geschwindigkeit, je schneller der Pfeil desto mehr wird er durch die Luftreibung gebremst, das zerrt an der Energie!
Die schwereren Pfeile starten langsamer, bekommen aber durch den besseren Wirkungsgrad mehr Energie mit auf den Weg. Wenn sie jetzt auch noch weniger pendeln, dann verlieren sie erheblich weniger Energie an den Luftwiderstand, im Extremfall sind die schwereren Pfeile beim Auftreffen auf das Ziel eine Idee schneller als die leichteren Pfeile und die Flugzeit der Pfeile bis zum Ziel ist auf diese Entfernung genau gleich!
Gleiche Flugzeit würde gleiche Höhe bedeuten, bei anderen Entfernungen müssen zwischen den Pfeilen Höhendifferenzen auftreten, es sei denn Du kompensierst den schwereren Pfeil unbewußt durch einen anderen Abschußwinkel.
Gruß Dirk
Die leichteren Pfeile mit schräger Befiederung kommen zwar schneller aus den Bogen, enthalten aber etwas weniger Energie. Der Luftwiderstand steigt zum Quadrat der Geschwindigkeit, je schneller der Pfeil desto mehr wird er durch die Luftreibung gebremst, das zerrt an der Energie!
Die schwereren Pfeile starten langsamer, bekommen aber durch den besseren Wirkungsgrad mehr Energie mit auf den Weg. Wenn sie jetzt auch noch weniger pendeln, dann verlieren sie erheblich weniger Energie an den Luftwiderstand, im Extremfall sind die schwereren Pfeile beim Auftreffen auf das Ziel eine Idee schneller als die leichteren Pfeile und die Flugzeit der Pfeile bis zum Ziel ist auf diese Entfernung genau gleich!
Gleiche Flugzeit würde gleiche Höhe bedeuten, bei anderen Entfernungen müssen zwischen den Pfeilen Höhendifferenzen auftreten, es sei denn Du kompensierst den schwereren Pfeil unbewußt durch einen anderen Abschußwinkel.
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
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bloodymary
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
Bei 44# ist bei diesen Pfeilen auf 40 Meter der Unterschied auch noch nicht so signifikant. Bei 60 Meter und darüber schauts dann schon anders aus. Balanziere mal beide Pfeile über eine Messerklinge aus. Dort wo der Pfeil in der Waage ist, einen kleinen Strich mit einem Bleistift. Dasselbe beim anderen Pfeil. Dann beide Schäfte nebeneinamder legen und vergleichen. Ich schätze mal, dass der Unterschied nicht groß ist.Geminus hat geschrieben: Eine Sache kann ich allerdings im Moment überhaupt nicht nachvollziehen. Das Gesamtgewicht der Pfeile stieg nun von ursprünglich 24 Gramm auf 30 Gramm. Im direkten Schussvergleich auf 40 Meter - drei 600er und dann drei 500er- habe ich bewusst versucht nicht anders zu zielen. Theoretisch müsste doch die Trefferlage der nun um 6 Gramm schwereren Pfeile deutlich tiefer liegen. Tut sie aber nicht. Habt ihr eine Idee?
LG Geminus
Beispiel: Ich schieße den 600er auch mit Lumenock.Aufgrund der schweren Batterie in der Nocke, verwende ich eine 125 gr. Spitze - Der selbe Pfeil mit Normal GT Nocke und 100 gr. Spitze. Die Balancepunkte sind bei beiden Pfeilen gleich. Wenn ich diese Pfeile mit meinem Olympic mit 36# schieße, habe ich auf 50 Meter eine tendenzielle Abweichung um 4 Zentimeter mit dem schwereren Pfeil. Auf 65 Meter ca. 10-15 cm
oder schießt Du den 600er und den 500er mit dem selben Spitzengewicht? , da ist dann der Bancepunkt so und so ident, das Ergebis aber evt. so wie ich es beschrieben habe.
LG bloodymary
Zuletzt geändert von bloodymary am 16.01.2013, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.
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bloodymary
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Re: Pfeiloptimierung für Redman
Vergiss das mit dem Balancepunkt, ich hab da was Mißverstanden. Fakt ist auf 40 Meter hast Du keine signifikante Abweichung durch die paar Gramm
Re: Pfeiloptimierung für Redman
Wie Dirk es geschildert hat ist es zutreffend. Ansonsten würde der schwerere Pfeil deutlich tiefer einschlagen.
Burleigh & Stronginthearm
Crossbow makers to the nobility, and manufacturers of a full catalog of personal arms and military weapons systems.
btw Duty is ours, consequences are God's
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