Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Fragen zu Ausrüstungsgegenständen wie Armschutz, Köcher, etc. Keine Fragen zum Armschutzbau, etc.
Ralph
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Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Ralph »

Moin,...,

habe ein, meines Erachtens, recht nützliches Utensil für Daumenschützen ausgegraben:

Eine Kombination aus Arm- und Handschutz, speziell umgearbeitet für Daumenschützen.

Sicher kann mir jemand sagen, wenn man perfekt schießen würde, bräuchte man das alles nicht.

Beim Armschutz verweise ich auf Quellen bei Selby, die davon reden, dass man zumindest in China auch Armschutz trug.

Was den Handschutz angeht:

Mag alles sein, aber ich bin nicht perfekt und bei meinen Pfeilen zeigt die Leifeder senkrecht nach unten und senst mir auch bei korrekt eingestelltem Nockpunkt immer über den Handrücken bzw. ein Abkleben dessen mit Pflaster hält das nicht lange. Egro, da ich keine Lust auf ständig neues Abkleben oder offene Hände habe, trage ich lieber nen Handschuh.

Bei dem Standard-Handschuh, also dem Gelb-Schwarzen, den wohl jeder kennt, war recht schnell der weichledrige, schwarze Handrückenschutz durchgescheuert.

Daher habe ich gesucht und bei www.horsegear.de eine Arm-Handschutzkombination gefunden (http://www.horsegear.de/hgshop/product_ ... chutz.html ). Die Schutzapplikationen für den Unterarm und den Handrücken sind im Regelfall aus demselben weichen Material, wie das des Trägers. Zudem ist die Positionierung der Applikationen an der Hand auf Langbogenschützen ausgelegt.

Daher habe ich mit Horsegear gesprochen und die Applikationen zum einen aus strärkerem Leder und zum anderen die Applikation für den Handrücken auf die Daumenpartie nähen lassen. Das Ganze ton-in-ton schwarz (Farblich ist wohl alles möglich.).

Preis wie die Standardausführung - 39,- Euro.
Funktionalität hervorragend, kein Durchscheuern etc. .
Und: Man muß nicht Armschutz und Handschutz bzw. Pflasterrolle mitschleppen, spart also auch Platz.

Bilder im Anhang.

Grüße

Ralph
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MoeM
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von MoeM »

Versteh ich nicht... der Arm-/Handschutz is find ich gut gelungen- Funktioniert ja auch über den Handrücken...
Aber die veränderte Leitfeder halte ich für absurd.
Das "Sensen" wäre bei ner normalen Befiederung schon mal geringer und die Standhöhe beim abgelichteten Bogen sieht höchstens nach Stand aber wenig nach Höhe aus ;)
Schutz finde ich in jedem Fall sinnvoll, aber versuchs doch mal mit normalen Pfeilen und Standhöhe...(oder is das da normal???)
Grüße Moe
Sateless
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Sateless »

schönes ding, auch wenn ich dabei bleiben werde, die leitfeder bei 3fach befiederung oben zu haben ^^
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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Galighenna
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Galighenna »

Ne Frage fürs Verständnis:
Bei Mediterran und Pfeil links am Bogen zeigt die Leitfeder ja nach Links und steht 90° zum Bogengriff, so das die beiden anderen Federn dem Griff möglichst wenig im Weg sind.
Hat es einen bestimmten Grund, das die Leitfeder bei euch Däumlingen scheinbar entweder nach oben oder nach unten zeigt, statt z.B. nach rechts, 90° zum Griff?
Ich kann mir momentan keinen sinnvollen Reim darauf machen.
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EddieDean

Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von EddieDean »

Bei euch Däumlingen...tststs
Meine Leitfeder steht ganz normal 90° vom Bogengriff.
Aber nur aus Gewohnheit, den ich konnte noch keinen Unterschied erkennen.

@Ralph
Schick... aber du brauchst eigentlich nur einen Handschutz, den hab ich nämlich selbsgebastelt auch.
Der Armschutz wird durch den entgegengesetzte Schingungsweg der Sehne beim Daumenablass nicht benötigt.
Falls doch mal die Sehne dahin klatscht, hast du aber sowas von einem Schießfehler fabriziert, dass der Schmerz ein gute Lehre ist.

Ich würde aber folgende Sachen checken:
Nockpunkt mal großzügig nach oben versetzen bis nichts mehr über die Daumenwurzel streift (ohne Handschuh).
Eventuell doch mal die Leitfeder 90° zum Griff oder nach oben oder zum Griff hin.
Dann immer leicht den Nockpunkt nach unten verschieben (i-2mm) bis es wieder streift.
Als nächstes nochmal in sich gehen und die Schießtechnik versucht korrekt auszuführen. Wenn es dann immer noch streift den Nockpunkt wieder um mm nach oben bis es nicht mehr streift.
Nockpunkt endgültig befstigen - Ende.
Standhöhe, wissen wir ja beide, ist ja bei den Kaya ktb so niedrig

Gruß
Stephan
Sateless
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Sateless »

nein, gali, das hat keinen großen grund. ich hab die leitfeder gern oben, damit ich keinen federkiel bei egal welchem technikschnitzer über meine hand gleiten hab. egal wie gesichert die dinger sind, solang sie mich nicht erreichen bin ich noch sicherer als nur mit wicklung.
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Ralph
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Ralph »

Stefan:

Danke, ich werd mal versuchen, bei den bisherigen Versuchen hat es jedoch bei den Varianten, wo´s wenig schleift immer nen , sagen wir halbunmöglichen Pfeilflug nebst ebensolchem Trefferbild gegeben. Ich werd mal weiter probieren, aber wenn es nicht anders geht, dann muß ich mit dem Kompromiß leben.

Den Armschutz brauche ich nur selten - jedoch war das beim Recurve schon so - aber für die wenigen Fälle, dass er eben doch mal gebraucht wird, will ich ihn nicht missen.


Zum Armschutz und zur Leitfederposition im historischen Kontext:

Ich hab, zur Erinnerung, ne leicht chinesische Macke.

Die dortige Schießtradition arbeitete - seit den Rites of Zhou - mit Armschutz; jedoch gibts unumstritten auch Photos ohne.

Die Leitfeder zeigt traditionell in einer Flucht mit dem Nockschlitz nach unten. Quelle: Selby, Chinese Archery; T'an Tan-Chiung, La fabrication des arcs et des flèches en Chine.

Von Unsinn ist also sicher keine Rede. Andernfalls könnte man es auch als unsinnig bezeichnen, die Leitfeder nach oben oder rechtwinklig nach außen weg vom Bogen zu setzen, gelb oder rot einzufärben etc. . Nicht alles, was man nicht kennt, ist deshalb auch unsinnig !

Ralph
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Galighenna
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Galighenna »

^^
Ich meine nur, weil beim mediterranen Ablass zeigt die Leitfeder halt 90° zum Griff, weil damit die Feder möglichst wenig am Griff streifen, und außerdem sind die Federn dennoch fast optimal weit weg von der Hand.
Ich will damit nur sagen: Leitfeder nach Unten ist insofern nach meinem Verständnis schwierig weil dies halt den Federkiel in die maximal ungünstigste Position zur Hand des Schützen bringt.
Deshalb ist, in Bezug auf die Hand gesehen, diese Sache "unsinnig". Da ich mich aber damit nicht auskenne könnte es ja vielleicht einen speziellen Grund geben weshalb man das eben so tut...
In diesem Falle scheint es jedoch eher historisch gewachsen statt technisch bedingt zu sein. Wenn du gern so schießen möchtest gern, klar das man dann evtl einen solchen Schutz braucht. Das wollte ich einfach nur wissen :)
Viel spaß mit deinem Handschutz. Schwarz ist übrigens ne schöne Farbe :)
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captainplanet
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von captainplanet »

Es ist im Prinzip völlig egal, wo die Leitfeder hinzeigt. Wenn der Spine paßt, berührt sie den Griff sowieso nicht bzw. kaum. Wichtig ist, daß die Pfeile - besonders Holzpfeile - immer gleich eingenockt werden (Stichwort "Flammen oben nach vorn"). Von daher ist es nur logisch, daß die Leitfeder, wie auf diesen Fotos zu sehen, nach links zeigt genau wie es auch beim mediterranen Schießen Usus ist. Es wäre nicht sinnvoll, wenn die "Däumlinge" hier ein eigenes Süppchen kochten und ihre Pfeile anders bauten. Das führte nur zu vermeidbaren Verwechslungen bzw. Sicherheitsrisiken.
Bester Rindengrapscher von FC!!!
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Galighenna »

Hmm wieso? wenn ich die Leitfeder auf die andere Seite klebe hab ich den selben Effekt und kann den Pfeil auf die rechte Seite des Bogens legen, und trotzdem die Flammen der Maserung nach vorn oben zeigen lassen...
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Ralph
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Ralph »

captainplanet hat geschrieben:Es ist im Prinzip völlig egal, wo die Leitfeder hinzeigt. Wenn der Spine paßt, berührt sie den Griff sowieso nicht bzw. kaum. Wichtig ist, daß die Pfeile - besonders Holzpfeile - immer gleich eingenockt werden (Stichwort "Flammen oben nach vorn"). Von daher ist es nur logisch, daß die Leitfeder, wie auf diesen Fotos zu sehen, nach links zeigt genau wie es auch beim mediterranen Schießen Usus ist. Es wäre nicht sinnvoll, wenn die "Däumlinge" hier ein eigenes Süppchen kochten und ihre Pfeile anders bauten. Das führte nur zu vermeidbaren Verwechslungen bzw. Sicherheitsrisiken.
Sorry,

aber wenn man vom - insbesondere historischen - Kochen keine Ahnung hat, sollte man lieber beim Bruzeln genormter Einheitsrostbratwürste vom Discounter bleiben, da kommt man nicht in Verwirrung.
Unter dem gleichen Aspekt sollte man auch sämtliche Fremdsprachen verbieten, da die nur Verwirrung stiften. >:(

Für alle anderen:

1.
Die Leitfeder auf den Photos ist die Gelbe, die in einer Flucht mit dem Nockschlitz steht und nicht eine/die linke.

2.
Selby aaO.
Die Auswahl des Pfeilbaaumaterials und der Pfeilbau erfolgte in China nach der wachstumsbedingten Dichte des Materials. Jene - vom Mond- und Sonnenzyklus beeinflusst (wie auch Ebbe und Flut !) - wurde nach der Wasserflussmethode ermittelt, bei der man die Rohlinge ins Wasser warf. Die dichtere Seite kommt dabei unten zu liegen (Das hilft unter anderem auch in dem Fall, wenn man keine Maserung aals Hilfsmittel zur Dichteermittlung sehen kann, wie etwa bei Bambus). Dort gehört dann auch die Leitfeder hin, da ansonsten ein unruhig reitender Pfeilflug entsteht.

Sicher kann man eines sagen: Wenn man heutige, gleichdichte Materialien verwendet, wie etwa Alupfeile, ist diese Federposition (nur noch) eine historische Reminiszenz (Abgesehen dvon gibt diese Federposition, jedenfalls bei mir, dem Pfeil einen netten Drall um sich selbst beim Flug).

Nochmal: Nur weil man etwas nicht kennt, ist es nicht automatisch unsinnig !

Ralph

Ich koch dann mal weiter Verwirrungssüppchen....! ;D
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Galighenna
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Galighenna »

@Ralph
Ralph hat geschrieben:Selby aaO.
Die Auswahl des Pfeilbaaumaterials und der Pfeilbau erfolgte in China nach der wachstumsbedingten Dichte des Materials. Jene - vom Mond- und Sonnenzyklus beeinflusst (wie auch Ebbe und Flut !) - wurde nach der Wasserflussmethode ermittelt, bei der man die Rohlinge ins Wasser warf. Die dichtere Seite kommt dabei unten zu liegen (Das hilft unter anderem auch in dem Fall, wenn man keine Maserung aals Hilfsmittel zur Dichteermittlung sehen kann, wie etwa bei Bambus). Dort gehört dann auch die Leitfeder hin, da ansonsten ein unruhig reitender Pfeilflug entsteht.
Das ist doch schon mal eine "sinnvolle" Erklärung... Mit der kann ich leben!
Ich weiß auch nicht ob du ebenfalls mich gemeint hast wegen "unsinnig", weil ich schrieb das diese Sache in Bezug auf die Hand eigentlich unsinnig ist.
Der spezielle Grund weshalb man das trotzdem so macht ist jetzt aber klar geworden. Danke :)
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Ralph »

@Gali.

Nee, das war nicht auf Dich gerichtet gemeint (vgl. weiter oben).

Die Anordnung der Federn erklärt sich bei einer solchen Masseverteilungsbetrachtung unter aerodynamischen Gesichtspunkten wie folgt:

Der Pfeil wird sich immer so drehen, dass die dichtere, schwerere Seite unten ist.

Befestigt man an einem Gegenstand flächige Objekte wie etwa Federn oder Flügel bzw. Fragflächen, so kommt es bei einer horizontalen Beschleunigung ab einer ausreichenden Geschwindigkeit zu einem Unterdruck unter diesen Flächen, welcher für einen Auftrieb des Körpers sorgt.
Der Auftrieb sorgt dann dafür, dass der Körper sich in die Luft hebt, in der Luft bleibt bzw. bei nur einmaliger Energiezufuhr länger in der Luft bleibt, als wenn der Auftrieb nicht vorhanden wäre.

Entscheidenend für den Effekt ist aber auch der Ort der Befestigung dieser Flächen:

Befestigt man diese Flächen nahe dem Schwerpunkt des Körpers, obgleich über diesem sich auch noch ein nicht unerheblicher Teil des Körpers befindet, so kommt es zwar auch zum Auftrieb, jedoch kann dieser nicht die Kraft entwickeln, um alles über ihm Liegende durch erzeugten Unterdruck in die Luft zu heben oder dort konstant zu halten. Es klappt - wenn überhaupt - nur temporär und bricht dann unter der Schwerpunktlage wieder zusammen, entsteht wieder und bricht wieder zusammen - solange wie genügend Antriebsenergie vorhanden ist. Das Ergebnis ist dann das sog. Reiten z. B. eines Pfeiles, wenn man bei der o. g. Gewichtsverteilung die beiden Nichtleitfedern schräg nach unten wegzeigend am Pfeil befestigen und die Leitfeder oben positionieren würde. Der Pfeil bekäme nicht dauernd gleichmäßig den *** hoch oder nicht dauerhaft zumindest gerade.

Werden die Flächen jedoch weiter oben vom Schwerpunkt der Körpers befestigt, entseht genügend Auftrieb, der den Pfeil hochhebt bzw. zumindest dauerhaft auf einer Linie fliegen lassen hilft, bis die Antreibsenergie so stark nachläßt, dass es keinen Auftreib mehr gaben kann und das Ganze dann schwerkraftsgerecht nach unten fallen wird.

Aus diesem Grunde setzen - wenn man einen Torso eines Vogels von der Seite betrachtet - auch die Flügel der Tiere relativ weit oben am Torso an, obgleich die Masse des Vogels als Schwerpunkt darunterliegt.
Auch viele, insbesondere einfache, Flugzeugtypen, insbesondere Segelflieger, arbeiten mit dieser Konstruktion - hier gibt es jedoch Ausnahmen, insbesondere bei Jagdfliegern (Aber dann ist die Gesamtkonzeption auch eine andere, die Schnauze kann z. T. auftriebsfördernd abgecknickt werden, ebenso die Flügel selbst....).

Die Leitfeder hat bei willenlosen Flugobjekten wie Pfeilen oder auch konventionellen Flugzeugen wirklich bloß eine leitende Funktion, wie die eines Leitwerkes: Die einmal eingeschlagene Richtung soll beibehalten werden und der Pfeil nicht zu sehr wedeln.
Ein Vogel z. B. braucht keine Leitfeder, denn er kann voluntativ seine Flugbahnabweichungen direkt korrigieren. Sein Schwanz ist daher nicht wie eine Leitfeder ausgestaltet sondern kann, bei Bedarf, fächerförmig ausgebreitet werden - und wirkt so als zusätzlichen, auftriebsfördernde Tragfläche (schöne Beispeile sind Geier).

Daher ist bei konventionellen Flugzeugen das Leitwerk auch kreuzförmig ausgestaltet: 2 kleine Seitentragflächen für zusätzlichen Auftrieb und eine "Leitfeder", die die Unregelmäßigkeiten wie "Wedeln" ausgleichen soll, die der Mensch mir seiner längeren Reaktionszeit zum Steuern des Fliegers nicht sofort voluntativ, und wegen der Masse des Flugobjektes, nicht sofort physisch umsetzen kann (Ein Vogel könnte das sofort willentlich und auch über seine Muskulatur, die im idealen Umsetzungsverhältnis zu seiner eigenen Masse steht, beim Flieger muss die Mechanik erst umständlich reagieren etc....). Konstruiert man das Flugzeug aber so um, dass es zu keinem Wedeln kommen kann oder man über entsprechende Lenkungsdüsen direkt und ohne weitere Verzögerungen ein etwaiges Wedeln beeinflussen könnte, so bräuchte man kein Leitwerk im Sinne von Leitfeder - eine Umsetzung dieses Gedankens ist etwa der amerikanische Tarnkappenbomber B2 -
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0411000136 -
- http://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_B-2 - da gibt es zwar die Leitfeder/-werke auch, aber in der Regel sind sie unnötig und eingeklappt.


Gruß

Ralph
Zuletzt geändert von Ralph am 26.12.2011, 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Galighenna »

Hmm eine Frage hab ich dazu noch:
Drehen sich die Pfeile im Flug?
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Re: Arm-Handschutzkombination für Daumenschützen

Beitrag von Ralph »

Ja, aber das kommt bei mir wohl eher durch die zusätzliche schräge Anordnung der Federn:
Ich meine damit nicht, dass ich gewunden geklebte Federn habe, die Federn sind an sich gerade geklebt, jedoch eben nich vollkommen parallel zum Schaft.

Die historischen Vorbilder sind gewunden geklebt gewesen.
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