Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
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medicinewheel
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Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Schaut echt gut aus der Köcher. Mit was hast du die Rinde eingefärbt?
Mich würde interessieren wie man die Rinde nach dem entfernen vom Stamm behandeln muss um sie verarbeiten zu können.
Reicht einfaches trocknen oder muss man sie noch aufwendig bearbeiten?
Mich würde interessieren wie man die Rinde nach dem entfernen vom Stamm behandeln muss um sie verarbeiten zu können.
Reicht einfaches trocknen oder muss man sie noch aufwendig bearbeiten?
Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Schönes Stück!
Da würde mich auch mal ein Buildalong interessieren. Habe so gar keine Vorstellungen wie man die Rinde so bearbeiten kann.
Da würde mich auch mal ein Buildalong interessieren. Habe so gar keine Vorstellungen wie man die Rinde so bearbeiten kann.
HJM Langbogen 68" 50#@28"
Falco Trophy Carbon 64" 48#@28"
Peter Nemeth Farao 62" 43#@28"
Bearpaw Quick Stick 60" 45#@28"
Samick Lightning 60" 45#@28", 40#@28", 35#@28"
---
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- captainplanet
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Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Ist der Rand verstärkt? Ich könnte mir vorstellen, daß die Rinde an den gelochten Stellen leicht einreißt, vor allem horizontal.
Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Sehr geil!
Von einer normalen Weißbirke?
Wie empfindlich ist so ein Teil?
Von einer normalen Weißbirke?
Wie empfindlich ist so ein Teil?
Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Hallo an alle,
diesen Birkenköcher wurde aus 2 Stück 50cm x60cm Rinde (aus Russland, Novosibirsk stammt die Rinde) gefertigt. Erst miteinander verleimt, damit die Ränder mehr halt haben und nicht bei den Löchern reißen(Knochenleim, keine Holzleim), ausgeschnitten, dann mit gekochten Birkenrindenbändern zusammengeschnürt.
Um die Pfeile auseinander halten und die Stabilität des Köchers sichern zu können, wurden kleine Metallstifte am oberen Rand (Öffnung des Köchers) miteingeflochten. So bleiben die Pfeile auseinander (eignet sich für Pfeile mit kleineren Spitzen)
Der Köcher ist sehr stabil, man kann gegen Feuchtigkeit mit Öl dünn einreiben (durch die Einölung kriegt etwas mehr dunkle Farbe), also man kann den auch im Regen benutzen (die Kompositbögen wurde nicht umsonst mit Birkenteer und Brikenrinde bezogen), sollte man aber irgendwann doch trockene Plätze suchen.
Diese Birkenlederstücke aus Russland sind sehr stabil, sehr dick und viele verwenden beim Kompositbogenbau als Bedeckung, da der gesamte Bogen geschützt werden kann. Die europäische Birkenleder ist nicht so geeignet, da teilweise große Stücke kaum zusammenhalten und reißen horizontal zu schnell. Ich kenne die Probleme der ungarischen Bogenbauer bei der Birkenrinde, dass die gezwungen sind 4-5 cm breite Brikenrinde nehmen und damit den Bogen bekleben. Schaut zwar identisch, aber nicht so sehr schön aus.
Diesen Köcher würde ich als Tatarenköcher (in der Steppe oberhalb der schwarzen Meeres) bezeichnen oder im späteren Mittelalter auch in Ungarn gängig sein konnte. Der Form ist eher türkisch, allerdings die Türken haben keine Birkenrinde verwendet, soweit ich weiß...
Materialkosten (niht gerade billig) gerne bei P.N (und wo man diese schöne Birkenrinde besorgen kann) Diese große Stücke eignen sich sehr gut beim Kompositbogenbau, man kann die länglich in einem Stük verwenden...
Der nächste Köcher wird einen Nomadenköcher, mit schließbarer Öffnung. Das wird etwas mehr Akt....
diesen Birkenköcher wurde aus 2 Stück 50cm x60cm Rinde (aus Russland, Novosibirsk stammt die Rinde) gefertigt. Erst miteinander verleimt, damit die Ränder mehr halt haben und nicht bei den Löchern reißen(Knochenleim, keine Holzleim), ausgeschnitten, dann mit gekochten Birkenrindenbändern zusammengeschnürt.
Um die Pfeile auseinander halten und die Stabilität des Köchers sichern zu können, wurden kleine Metallstifte am oberen Rand (Öffnung des Köchers) miteingeflochten. So bleiben die Pfeile auseinander (eignet sich für Pfeile mit kleineren Spitzen)
Der Köcher ist sehr stabil, man kann gegen Feuchtigkeit mit Öl dünn einreiben (durch die Einölung kriegt etwas mehr dunkle Farbe), also man kann den auch im Regen benutzen (die Kompositbögen wurde nicht umsonst mit Birkenteer und Brikenrinde bezogen), sollte man aber irgendwann doch trockene Plätze suchen.
Diese Birkenlederstücke aus Russland sind sehr stabil, sehr dick und viele verwenden beim Kompositbogenbau als Bedeckung, da der gesamte Bogen geschützt werden kann. Die europäische Birkenleder ist nicht so geeignet, da teilweise große Stücke kaum zusammenhalten und reißen horizontal zu schnell. Ich kenne die Probleme der ungarischen Bogenbauer bei der Birkenrinde, dass die gezwungen sind 4-5 cm breite Brikenrinde nehmen und damit den Bogen bekleben. Schaut zwar identisch, aber nicht so sehr schön aus.
Diesen Köcher würde ich als Tatarenköcher (in der Steppe oberhalb der schwarzen Meeres) bezeichnen oder im späteren Mittelalter auch in Ungarn gängig sein konnte. Der Form ist eher türkisch, allerdings die Türken haben keine Birkenrinde verwendet, soweit ich weiß...
Materialkosten (niht gerade billig) gerne bei P.N (und wo man diese schöne Birkenrinde besorgen kann) Diese große Stücke eignen sich sehr gut beim Kompositbogenbau, man kann die länglich in einem Stük verwenden...
Der nächste Köcher wird einen Nomadenköcher, mit schließbarer Öffnung. Das wird etwas mehr Akt....
Zuletzt geändert von szuku76 am 30.10.2010, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Untem gewicht trocknen, danach abziehen auf die gewünschte Länge und etwas fein (mit sehr feinem Sandpapier) anrauen.Mordrag hat geschrieben:Schaut echt gut aus der Köcher. Mit was hast du die Rinde eingefärbt?
Mich würde interessieren wie man die Rinde nach dem entfernen vom Stamm behandeln muss um sie verarbeiten zu können.
Reicht einfaches trocknen oder muss man sie noch aufwendig bearbeiten?
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Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
@szuku: Sehr feine Arbeit, ganz toll. Sowas ist wirklich eine adäquate Umsetzung der Materialeigenschaften von Birkenleder.
Noch zur Begriffsbestimmung: Es handelt sich bei der verwendeten Birkenrinde um den äußeren Teil der Rinde, auch als Birkenleder bezeichnet. Der innere Teil, der beim Schälen oft mitkommt, ist der Birkenbast, ein sprödes bröseliges Zeug, welches verworfen werden muss.
Beim Kochen des Birkenleders wird dieses etwas geschmeidiger, verliert aber auch die weiße Farbe außen und wird braun. Das Kochwasser wird stark braun eingefärbt. Heimische Birken sind sehr wohl geeignet, um Birkenleder zu gewinnen. Nur ist es immer schwierig, dafür auch geeignete Birken zu finden. Sie müssen großflächig die weiße Rinde aufweisen und die Verborkung darf noch nicht begonnen haben.
Wir hatten das Thema Birkenrinde schon in einem anderen Thread.
Noch zur Begriffsbestimmung: Es handelt sich bei der verwendeten Birkenrinde um den äußeren Teil der Rinde, auch als Birkenleder bezeichnet. Der innere Teil, der beim Schälen oft mitkommt, ist der Birkenbast, ein sprödes bröseliges Zeug, welches verworfen werden muss.
Beim Kochen des Birkenleders wird dieses etwas geschmeidiger, verliert aber auch die weiße Farbe außen und wird braun. Das Kochwasser wird stark braun eingefärbt. Heimische Birken sind sehr wohl geeignet, um Birkenleder zu gewinnen. Nur ist es immer schwierig, dafür auch geeignete Birken zu finden. Sie müssen großflächig die weiße Rinde aufweisen und die Verborkung darf noch nicht begonnen haben.
Wir hatten das Thema Birkenrinde schon in einem anderen Thread.
Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Danke Snake Jo, ich kenne leider nicht so gut die heimischen Birken, das glaube ich auch, dass recht schwierig ist, eine große Rinde zu finden...Snake-Jo hat geschrieben:@szuku: Sehr feine Arbeit, ganz toll. Sowas ist wirklich eine adäquate Umsetzung der Materialeigenschaften von Birkenleder.![]()
Noch zur Begriffsbestimmung: Es handelt sich bei der verwendeten Birkenrinde um den äußeren Teil der Rinde, auch als Birkenleder bezeichnet. Der innere Teil, der beim Schälen oft mitkommt, ist der Birkenbast, ein sprödes bröseliges Zeug, welches verworfen werden muss.
Beim Kochen des Birkenleders wird dieses etwas geschmeidiger, verliert aber auch die weiße Farbe außen und wird braun. Das Kochwasser wird stark braun eingefärbt. Heimische Birken sind sehr wohl geeignet, um Birkenleder zu gewinnen. Nur ist es immer schwierig, dafür auch geeignete Birken zu finden. Sie müssen großflächig die weiße Rinde aufweisen und die Verborkung darf noch nicht begonnen haben.
Wir hatten das Thema Birkenrinde schon in einem anderen Thread.
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Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Die Compositbogenbauer früherer Epochen hatten das gleiche Problem....szuku76 hat geschrieben:Hallo an alle,
Ich kenne die Probleme der ungarischen Bogenbauer bei der Birkenrinde, dass die gezwungen sind 4-5 cm breite Brikenrinde
Es wurde gelöst, indem man schmale Streifen spiralig um den Bogen wickelte und mit Hautleim oder Birkenpech verklebte.
Dazu waren 50 cm lange und 1 cm breite Streifen durchaus geeignet. Diese wurden durch Zusammenkleben vieler Streifen verlängert.
Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
....und das probiere ich ab 5. bis 12. November in einem Kompositbögenbauseminar in Ungarn aus ;-)
Bilder gibt es demnächst..:-)
Gruß
Laszlo
Bilder gibt es demnächst..:-)
Gruß
Laszlo
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Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Ich hab mal versucht, Birkenrinde mit normalem Weißleim zu kleben, das hat üüüüüüberhaupt nicht funktioniert. Seltsam, daß es mit Knochenleim klappen soll, ist ja doch beides Leim auf Wasserbasis und die Rinde macht einen ziemlich hydrophoben Eindruck. 
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Re: Köcher aus Birkenleder (Birkenrinde)
Knochenleim ist aber, im Gegensatz zu einem Weißleim, ein Leim auf Kollagenbasis und der Haftet deshalb auch auf anderen Oberflächen. Z.B. auf Horn und Sehne. Das geht mit PU bzw. Weißleim auch nicht 
Das mit dem Wasser tut in diesem Fall nichts zur Sache
Das mit dem Wasser tut in diesem Fall nichts zur Sache
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand