@Mehra: Bild kommt demnächst, war eine Woche off-line.
@Stephan: Da ich alle meine Bogen lackiere, sehe ich es nicht als Nachteil, wenn ich den Sehnenbelag und/ oder die Rohhaut auch lackiere. Rohes Holz ist sicher auch sehr empfindlich gegen Witterung.
Veränderung vom Zuggewicht: Das ist eher ein Vorteil, weil ja das Zuggewicht nur steigen kann. Dazu im Gegensatz der einfache Holzbogen: Was ab ist, ist ab. Das Einschätzen ist m.M. nach nicht notwendig, weil man ja beliebig weiter auftragen kann (bis 3 mm Gesamtdicke). So kann man seinen Holzbogen von 20 lb auf 40 lb steigern. Man sollte einfach zwischendurch mal das Zuggewicht messen.
Das gleichmäßige Verteilen der Sehnen ist nur über die Breite nötig, ansonsten kann man den Bogen auch über den Sehnenbelag tillern, also ein weiterer Vorteil. Das Sichern mit Querwicklungen habe ich nie gemacht und nie als notwändig empfunden, trotz enormer Rückspannungen beim Reiterbogen.
Hautleim kostet 3,10 Euro für 250 g. Da kommt man lange hin und das ist wesentlich billiger als manches Epoxy oder auch Ponal. Fischleim ist für einen Sehnenbelag der Ferrari für die Oma.
Den reinen Horn-Sehnen-Bogen würde ich gerne mal sehen. Sowas wird ja extrem selten gebaut.
