Moinsen...
Also, irgendwie finde ich den Titel des Threads falsch gewählt, aber egal...
Meine Meinung: Der Tod an sich ist nicht pervers, den er ist nun mal Teil des Lebens... oder anders gesagt : Das Leben ist eine mit 100%'er Sicherheit tödlich endende Sache... oder Geschichte, wem das lieber ist...
PERVERS ist m.E. "lediglich" die Art des Todes, seiner Darstellung oder wie halt damit umgegangen wird...
Ich errinnere hierbei mal an eine Filmaufnahme der Nachrichten, in der ein gefesselter, Vietnamnesischer Gefangener vor laufender Kamera in den Kopf geschossen wird, oder an das berühmte Foto aus dem zweiten Weltkrieg, in dem ein Soldat in dem Moment, wo er gerade aufsteht, von einer Kugel getroffen wird...
Diese Bilder berichten m.E von der Perversion des Kriegs-Todes.
Mir persönlich ist von beiden Bildern ganz komisch geworden, und es wäre mir am liebsten gewesen, würden sie gar nicht existieren und damit meine ich den Krieg und dessen Konsequenzen an sich...
Andererseits leben wir in einer Zeit, in der die "Körperwelten" als renomierte und angesehene Kunstausstellung gehandelt wird (meiner Meinung übrigens zu Recht, obwohl ich sie eher als eine medizinische Kunstausstellung ansehen würde ).
Über das töten von Tieren... war jemand von Euch schon mal in einem Schlachthaus ?
Und ich meine jetzt nicht die kleine Landschlachterei um die Ecke, sondern eine ausgewachsene Großschlachterei, in der am Tag mehrere 1000 Schlachttiere (Schweine z.B.) durchlaufen... Erstickung (Betäubung) mit Kohlenmonoxid, Tod (wenns klappt !!) durch Elektroschock, anschließend abbrühen, etc... alles am Fließband (linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz bitte ...!!).
Das empfinde ich z.B. als wesentlich perverser, als das Schießen eines Tieres durch einen Jäger, der zumindestens ansatzweise so etwas wie eine persönliche Beziehung zu dem von ihm getöteten Tier hat... oder haben sollte, zumindestens, wenn es sich dabei um einen ehrlichen und anständigen Jäger handelt...!!
Deswegen sehe ich das Darstellen von Trophäen auch etwas differenziert, es kommt dabei halt immer auf die jeweilige Person an... ob es sich bei selbiger nun um einen egoistischen, sich selbst darstellenden Geltungssüchtigen handelt, der um seiner selbst Willen (Protz) eine Trophäe an seiner Wand hängen hat, oder ob es sich um jemanden handelt, dem es zuwider ist, etwas von dem von ihm getöteten Tier zu verschwenden und sich desshalb einen Geweihkopf, sozusagen als letzte Ehrung des Tieres, bewahrt...
Also, wenn man schon ein Tier tötet oder es aus welchen Gründen auch immer töten MUß, dann finde ich, dieses sollte mit einem gehörigen Maß an Respekt und Achtung geschehen und man sollte darauf achten, nichts von diesem Wesen verschwenden, sondern wirklich versuchen, alles davon zu verwenden (Essen; Fell oder Federn als Kleidung oder Besatz, Knochen, Horn oder Zähne zu Werkzeug, Leim, etc., etc. halt...).
M.E. war an dem Foto des abgezogenen Katzenbalges nichts Perverses dran...
(Pervers wäre es gewesen, hätte er einen Zettel mit der Aufschrift: "...bin kurz duschen..." oder so etwas dazugehängt...!!).
Es hatte eigentlich eher informativen Charakter, auch wenn dort nicht viel über die Technik des sauberen abziehens selbst zu sehen oder zu erkennen war...
Allerdings, mit Haustieren ist das nun mal so eine Sache (vor allem wenn sie wie die eigenen aussehen, völlig klar, daß das einen beißt !!).
Gruß
etb
@walta
Ich HASSE Mücken, die mir um 3.00 Uhr Nachts oder so aufdringlich um die Ohren summen...
...Klatsch und weg und Ruhe is'...bis das nächste Mistviech ankommt...

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