die perversion des todes

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notger
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die perversion des todes

Beitrag von notger »

hallo leute

ich habe durch einen meiner beitäge ziemliches aufsehen, erregt

http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=13149.0

ich möchte mir aber bei meinem wöchentlichen internetbesuch aber zeit sparen und bei dem obrigen thema wieder zum ursprung zurückkommen und die diskussion mit dem tot hier weiterführen.

mich hat das sogar so beschäftigt, das ich das auch eure ehrlichen ernsten meinungen dazu wissen möchte.

good message

  gernot
Archive

Re: die perversion des todes

Beitrag von Archive »

Moin

was willst du denn jetzt noch Hören? Die große Empörung ist vorbei, und das Katzenbild ist auch weg. Schade, eigentlich, denn es erinnerte mich an unsere Katze. Ja, ich kannte alle Tiere die ich abgeledert habe.

Gruß Mütze
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Peter O. Stecher
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Re: die perversion des todes

Beitrag von Peter O. Stecher »

Besser du lernst, dass man "tot" schreibt, wenn jemand tot ist, und Tod, wenn man sich über den Tod unterhalten möchte. 
https://classic-archer.com/
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notger
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Re: die perversion des todes

Beitrag von notger »

mich würd interessieren, wie geht ihr mit dem thema tot und töten um, von tieren!

is es für euch ganz normal, macht ihr danksagungen zuvor, oder gebete, lasst es euch kalt, würdet ihr's gar nicht übers herz bringen,........ ???

das is ja das feine an einer forenabteilung "vermischtes" da kann man sich auch mal solchen themen widmen.

notger
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notger
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Re: die perversion des todes

Beitrag von notger »

tschuldigung, ich war schon immer scheiße in "deutsch" ;D :P ;D
(ich schreib deshalb auch alles klein)
Archive

Re: die perversion des todes

Beitrag von Archive »

Ich sehe zu, dass das Tier gut gelebt hat und das der Tod schnell, schmerzlos und überraschend kommt.

Perversion entsteht dabei doch erst,
- wenn Leute glauben, das der Tod das Versagen von Medizin am Ende des Lebens ist und nicht das eigentlichen Ziel auf das das Leben hinsteuert.
- wenn Jemand erzählt er könne keine Fliege töten, aber tausende von Fliegen jedes Jahr an der Autoscheibe zerplatzen lässt, und glaubt das wäre Dreck.

Mütze
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Peter O. Stecher
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Re: die perversion des todes

Beitrag von Peter O. Stecher »

Gut gemützt, Steppenreitersmann!! ;D
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walta
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Re: die perversion des todes

Beitrag von walta »

es geht also um das töten von tieren. ich persönlich versuche es zu vermeiden. bei manchen tieren schaffe ich es leider nicht sie aus meiner umgebung zu verbannen (mücken im schlafzimmer um 3 uhr nachts), da hab ich auch keine hemmungen sie zu töten und denk auch nicht länger darüber nach.
Aufgewachsen bin ich am Land, mein Grossvater hatte einen Bauernhof mit vielen Nutztieren - ich denke das prägt doch.

grüsse
walta
---------
das leben ist lebensgefährlich, da kommt keiner lebendig davon :-)
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Maggus
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Re: die perversion des todes

Beitrag von Maggus »

Wir hatten drei Hühner, bis sich einer unsere Hunde durch den Maschendrahtzaun gebissen hat um die Hühner schon mal vor zu rupfen. Da musste ich dann auch das Beil ansetzen (nicht beim Hund), leicht ist es mir aber nicht gefallen. Wenn die Viecher erst mal tot sind hab ich aber keine Probleme sie auszunehmen.
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eddytwobows
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Re: die perversion des todes

Beitrag von eddytwobows »

Moinsen...
Also, irgendwie finde ich den Titel des Threads falsch gewählt, aber egal...

Meine Meinung: Der Tod an sich ist nicht pervers, den er ist nun mal Teil des Lebens... oder anders gesagt : Das Leben ist eine mit 100%'er Sicherheit tödlich endende Sache... oder Geschichte, wem das lieber ist...

PERVERS ist m.E. "lediglich" die Art des Todes, seiner Darstellung oder wie halt damit umgegangen wird...
Ich errinnere hierbei mal an eine Filmaufnahme der Nachrichten, in der ein gefesselter, Vietnamnesischer Gefangener vor laufender Kamera in den Kopf geschossen wird, oder an das berühmte Foto aus dem zweiten Weltkrieg, in dem ein Soldat in dem Moment, wo er gerade aufsteht, von einer Kugel getroffen wird...
Diese Bilder berichten m.E von der Perversion des Kriegs-Todes.
Mir persönlich ist von beiden Bildern ganz komisch geworden, und es wäre mir am liebsten gewesen, würden sie gar nicht existieren und damit meine ich den Krieg und dessen Konsequenzen an sich...

Andererseits leben wir in einer Zeit, in der die "Körperwelten" als renomierte und angesehene Kunstausstellung gehandelt wird (meiner Meinung übrigens zu Recht, obwohl ich sie eher als eine medizinische Kunstausstellung ansehen würde ).

Über das töten von Tieren... war jemand von Euch schon mal in einem Schlachthaus ?
Und ich meine jetzt nicht die kleine Landschlachterei um die Ecke, sondern eine ausgewachsene Großschlachterei, in der am Tag mehrere 1000 Schlachttiere (Schweine z.B.) durchlaufen... Erstickung (Betäubung) mit Kohlenmonoxid, Tod (wenns klappt !!) durch Elektroschock, anschließend abbrühen, etc... alles am Fließband (linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz bitte ...!!).

Das empfinde ich z.B. als wesentlich perverser, als das Schießen eines Tieres durch einen Jäger, der zumindestens ansatzweise so etwas wie eine persönliche Beziehung zu dem von ihm getöteten Tier hat... oder haben sollte, zumindestens, wenn es sich dabei um einen ehrlichen und anständigen Jäger handelt...!!

Deswegen sehe ich das Darstellen von Trophäen auch etwas differenziert, es kommt dabei halt immer auf die jeweilige Person an... ob es sich bei selbiger nun um einen egoistischen, sich selbst darstellenden Geltungssüchtigen handelt, der um seiner selbst Willen (Protz) eine Trophäe an seiner Wand hängen hat, oder ob es sich um jemanden handelt, dem es zuwider ist, etwas von dem von ihm getöteten Tier zu verschwenden und sich desshalb einen Geweihkopf, sozusagen als letzte Ehrung des Tieres, bewahrt...

Also, wenn man schon ein Tier tötet oder es aus welchen Gründen auch immer töten MUß, dann finde ich, dieses sollte mit einem gehörigen Maß an Respekt und Achtung geschehen und man sollte darauf achten, nichts von diesem Wesen verschwenden, sondern wirklich versuchen, alles davon zu verwenden (Essen; Fell oder Federn als Kleidung oder Besatz, Knochen, Horn oder Zähne zu Werkzeug, Leim, etc., etc. halt...).

M.E. war an dem Foto des abgezogenen Katzenbalges nichts Perverses dran...
(Pervers wäre es gewesen, hätte er einen Zettel mit der Aufschrift: "...bin kurz duschen..." oder so etwas dazugehängt...!!).

Es hatte eigentlich eher informativen Charakter, auch wenn dort nicht viel über die Technik des sauberen abziehens selbst zu sehen oder zu erkennen war...

Allerdings, mit Haustieren ist das nun mal so eine Sache (vor allem wenn sie wie die eigenen aussehen, völlig klar, daß das einen beißt !!).

Gruß
etb

@walta
Ich HASSE Mücken, die mir um 3.00 Uhr Nachts oder so aufdringlich um die Ohren summen...
...Klatsch und weg und Ruhe is'...bis das nächste Mistviech ankommt...  ;) :D :D :D)
Zuletzt geändert von eddytwobows am 03.04.2010, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
Das Volumen einer Minute ist gleich Universal ist gleich die liegende Acht. A. Be.
Die Perversitaet des Universums strebt einem Maximum zu.
Alles was schiefgehen kann wird auch zwangslaeufig schiefgehen. Larry Niven
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Galighenna
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Re: die perversion des todes

Beitrag von Galighenna »

Ja beim dem Thema werden die Gemüter schnell erhitzt. Aber es hat sich ja schon wieder beruhigt :) Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist, das das Leben numal gefährlich ist und jedes Tier (auch der Mensch) irgenwdann mal sterben muss. Im Grunde ist man sowieso länger Tod als lebendig  :P

Das Problem an der Sache ist nun wie man damit umgeht. Manche Menschen hängen halt sehr an ihren Tieren und es ist verständlich, wenn man Katzen oder andere Tiere die den Menschen sehr Nahe stehen, in toter Form irgendwo zeigt. Es ist auch schon ein komisches Gefühl wenn man so ein totes Tier sieht und darüber nachdenkt, dass dem jetzt das Fell abgezogen wird und sowas...
Ich glaube es hätte noch viel mehr Empörung verursacht, wenn er wirklich ein Bild oder mehrere eingestellt hätte, wo genau beschrieben und gezeigt ist, wie das Fell abgezogen wird. Obwohl das für andere wiederum interesant gewesen wäre, um das wissen will einfach.

Ich habe letztes Jahr mal ein Reh totgefahren. Es wollte gerade im Wald verschwinden als ich um die Kurve kam. Es hat sich erschreckt und ist umgedreht und dadurch genau vor mein Auto gesprungen. Keine chance! Das war keine schöne Sache und es tat mir echt leid um das Reh, aber ein schlechtes Gewissen oder trauer hatte ich nicht. Schließlich war das keine Absicht.  Das Leben ist halt einfach gefährlich.

Pervers ist nur, wenn man aus Spaß und aus mangelndem Respekt tötet. In den Wald geht und einfach aus Lust und Laune alles umballert was einem vor die Flinte läuft und sich dann toll fühlt weil man ja so ein toller Macker ist (wie in Afrika das manchmal noch veranstaltet wurde oder sogar noch wird).
Noch schlimmer sind die Fischer, die auf dem Meer den Haien die Flossen abschneiden und dann ohne FLossen wieder ins Meer werfen, so nach dem Motto: sind ja nur Haie... DAS ist pervers. Meine Meinung: einfach versenken die Boote, fertig. Bei sowas habe ICH dann keinen Respekt mehr vor dem Leben der Leute die das tun, bzw verantworten...
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

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