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Holzgewinde

Verfasst: 29.03.2009, 15:26
von Ritter Jos
Hallo.

Ich suche ein Holzgewindeschneider mit einem Durchmesser von ca.5 – 6 cm. Oder kann mir jemand  eine ca. 50 cm lange Spindel aus Buche fertigen? Bei Dick und Co gibt es die leider nur kleiner.
   
                Jos

Re: Holzgewinde

Verfasst: 30.03.2009, 08:18
von Der Wanderer
Ist schon der erste April?

Gruß Martin

Re: Holzgewinde

Verfasst: 30.03.2009, 09:16
von Netzwanze
@Jos
Kluppe oder Bohrer?
Ich kann ja mal bei meinem Vater nachfragen. Der ist Schreiner und hatt eventuell noch Verbindungen.

Oder frag mal hier an:

Drechselzentrum Essen
Vertriebs GmbH
Ruhrbruchshof 5
45276 Essen
Tel.: 0201-50-0099
drechselzentrum(at)t-online.de

Hier eine Liste an eventuell passenden Firmen:
http://www.wood-line.de/Bezugsquellen.h ... selzentrum


@Wandersmann
Nein, noch nicht. Aber ein Holzgewindeschneider ist auch kein Scherz. Wird nur heutzutage sehr selten verwendet.

Christian

Re: Holzgewinde

Verfasst: 30.03.2009, 11:50
von Snake-Jo
@Jos: Die Hinweise von Netzwanze und außerdem: Handwerksmuseen, die verleihen  manchmal auch eine Schneidkluppe.
Ansonsten: Buche - nein! Taugt nichts als Gewindeholz, ist zu kurzfaserig und bricht leicht aus. Wird heute gerne genommen, wenn die Gewinde ins Holz gefräst werden.
Am besten Ahorn,  Kirschbaumholz und Pflaumenbaumholz. Ich habe früher so große Gewinde hergestellt. Man braucht dichtes, feinfaseriges und zähes Holz. Du brauchst ja auch das Gegenstück, also das Muttergewinde.

Re: Holzgewinde

Verfasst: 30.03.2009, 20:12
von Ritter Jos
Danke euch beiden, drechseln war das Zauberwort. Drechsler können das wohl alle. Ich habe auch schon ein Drechsler gefunden, kostet mir nur ein dickes Stück Eibe. Es wird alles aus Esche. Buchsbaum wäre wohl das richtige für solche Gewinde, hat er aber nicht. Esche, da hätte ich auch selber drauf kommen können.
Jetzt müssen nur noch die Bilder aus dem Berliner Museum kommen, dann kann es mit der Ziehbank losgehen. Ihr habt mir viel weiter suchen erspart. Danke!!!!

                Jos

Ach noch was bei uns ist der. 30 – März - 2009 ???

Re: Holzgewinde

Verfasst: 31.03.2009, 08:59
von Snake-Jo
Hallo Jos,
ich habe viel experimentiert mit Holzgewinden. Bei Esche brechen die Gewindegänge entlang des porigen Frühholzes und der Spaltlinien.
Wenn Du noch Einfluss hast, nimm lieber Ahorn. Die Gewindestangen der kleinen Becher-Nussknacker sind auch oft aus Ahorn. 

Re: Holzgewinde

Verfasst: 31.03.2009, 17:16
von Ritter Jos
Hallo Snake-Jo,

du hast mir ja schon manches mal geholfen. Keine Panic es ist noch nichts bestellt. Hast du schon mal
Eibe ( Kernholz) probiert, da hätte ich einiges rumliegen.

  Jos

Re: Holzgewinde

Verfasst: 10.04.2009, 07:01
von Bogenede
Hi Jo,
Warum willst Du für die Ziehbank Gewinde schneiden ? Für die Beine ?

Da ginge besser einen Konus schnitzen und bohren und von oben verkeilen.

Wenn Du nen Plan brauchst ;-)

Gruss
Spinewert

Re: Holzgewinde

Verfasst: 10.04.2009, 10:01
von Snake-Jo
@spinewert: Der Autor heißt Jos und ich bin der Jo.  ;D

Es geht um das Herstellen einer Spannvorrichtung, wo mittels Gewinde ganz allmählich Zug auf den Armbrustbogen gelegt wird, meist zum Einlegen der Sehne (oder so).

Re: Holzgewinde

Verfasst: 20.04.2009, 20:14
von Der Wanderer
Jos, ich habe am WE was gefunden, wie Du Gewinde auf Holzstäbe bekommst. Das stand in einen "etwas" älteren Drechslerbuch. Das Verfahren nennt sich Strählen.
Bist Du an einer Kopie des Abschnittes interessiert?

Gruß Martin

Re: Holzgewinde

Verfasst: 21.04.2009, 21:43
von Snake-Jo
Hallo Martin,
das ist zwar korrekt, aber das Holzgewindeschneiden mit dem Strähler setzt erstens umfassende Kenntnisse im Drechseln voraus und zweitens benötigt man eine langsam laufende Drechselbank.

Re: Holzgewinde

Verfasst: 22.04.2009, 15:39
von Der Wanderer
Gebe ich Dir recht, Snake.
Strählen war auch in manchen Drehereien ein gebräuchlices Vefahren, wenn es um Massenproduktion ging. Das habe ich selber genügend gemacht. Das Gewinde wurde von einer paralell gesteuerten und synchronisierten Welle, sozusagen von einer Matritze abgenommen und mit dem Strähler auf das Metall übertragen.
Das es für Holz auch angewendet wurde habe ich erst in dem Drechselbuch gelesen. So freihändig würde ich das auf keinen Fall machen wollen.
Es ist natürlich für dieses Verfahren nicht jedes Holz geeignet, das kommt ja auch noch dazu.
Das mit der langsam laufenden Drechselbank sollte doch im Zeitalter der elektronischen Steuerungen kein Problem sein, oder?

Gruß Martin

Re: Holzgewinde

Verfasst: 22.04.2009, 16:48
von Netzwanze
Der Wanderer hat geschrieben: Das mit der langsam laufenden Drechselbank sollte doch im Zeitalter der elektronischen Steuerungen kein Problem sein, oder?
Eigentlich nicht; nur gibt es im Zeitalter der finaziellen Fiaskos nur wenige Mittel dafür - speziell für Hobbybastler (ich will damit jetzt niemanden auf die Füße treten).

Christian