Der Weg von Anglia ist schon gut gewählt.
Ich würde noch nen Tick weiter gehen.
Ein "echter" Elb darf sich auch bis in die Enden hinein biegen - das was man bei anderen Bögen einen Peitschentiller nennen würde.
Denn die üblichen starren Enden von etwa 10 cm sollen ja hauptsächlich Stacking vorbeugen. Bei 184 cm länge und 28" Auszug tut das aber nicht zwingend Not.
Je mehr Holz man für die Biegung zur Verfügung stellt, desto weniger Belastung trifft den ganzen Bogen und desto weniger Set stellt sich ein.
Aus dieser Perspektive heraus ist ein ein "echter" ELB mit seinem mitbiegenden Griff natürlich ein optimales Design.
Aber wichtig ist: Die Biegung nimmt nach aussen hin ZU. In der Mitte soll er sich wenig, an den Enden stark biegen. Denn dünnes Holz kann mehr ab, als dickes.
Die Nocken dürfen gerne auch unter 1 cm landen. Ggf. musste dann Wickelnocken machen...
Ach ja: Die überlange Tillersehne darf nur bis etwa 1/3 des Auszugs verwendet werden. Danach muss die Sehnenlänge halbwegs stimmen. Denn sonst verändert sich der Winkel der Sehne an den Tips und damit auch die Wirkung auf den Bogen: Damit kann man ganz schönen Murks zurechttillern und dann guckstu wie Auto, wenn mache richtige Sehne auf Bogen...
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.