Zuggewichte..

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
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kra
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von kra »

Bei der Sache mit dem meditativen Bogenschießen muß ich Benzi Recht geben, wir haben einen im Verein der das Bogenschießen "rein meditativ" betreibt, er schießt allerdings mit dem Standard-Anfängerbogen (16#) auf 8m.
An Parcourschießen hat er kein Interesse.
Also, es gibt diesen Typus des Schützen auch!
Wie ich auch einen oder zwei Schützen kenne, denen ich als "regulärem" Parcour- und Turnierschützen (also provokant im Bereich um die 40#) eine hohe Kompetenz im Bereich des Zen und Meditation zutraue.

Ob sich diese Kompetenz allerdings auch in den Ergebnissen einer INet-Suche zu "meditativem Bogenschießen" widerspiegelt scheint mir doch zweifelhaft. Da scheint mir doch die durchaus begründete Suche nach Spiritualität ein Pseudo-Angebot zu erzeugen.
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benzi
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von benzi »

Die qualitative Beurteilung meiner spirituellen Kolleg*innen maße ich mir nicht an... aber im Internet gibt es eben qualitativ alle Angebote...

Neben dem meditativen Schießen gibts halt auch noch therapeutisches Schießen... sowohl für die Psychotherapie wie für Physiotherapie... auch hier bieten sich geringe Zuggewichte mit langem Auszug an...😊

Ich mutmaße mal, dass die Anzahl derer die mit eigenem Pfeil und Bogen auf einen 3D Parcours gehen mittlerweile die Minderheit darstellt..

Liebe Grüße
Kleine Waldelfen, die versuchen, unter dem Bast Schneeflocken ins Holz zu schnitzen?.....🥰🧚‍♀️ Benedikt
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Hieronymus
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von Hieronymus »

benzi hat geschrieben: 18.03.2026, 11:00 Wenn jemand einen elb mit 30# möchte und ich rede ihr den aus, dann empfinde ich das als überheblich
Genau aus dem Grund rede ich mit meinen Kunden, was sie mit dem Bogen machen wollen und was für Erwartungen sie haben.
Elb mit 30# ist untere Grenze und ergibt für mich aus vielerlei hinsicht keinen Sinn. Der Bogen hat zu viel Masse an den Enden und zu wenig in der Mitte, was häufig zu Handshock führt und gerade das geht auf die Gelenke. Wenn du mit den Maßen zu weit runter gehst , wird der Bogen zu instabil, neigt zum Verdrehen durch die langen Hebel. Was wieder den Trainingserfolg mindert.
Wenn ich einen Kunden berate ist das nicht überheblich, sondern ehrlich und transparent!
Mit einem Osage mit 30# oder Vergleichbarem Holz wird er glücklicher. Dazu kommt....wer normal 30# Bögen schießt wird ohne Probleme auch einen 40# Elb schießen können, da er einen viel größeren Hebel hat und somit sich viel leichter ziehen lässt.

Wegen mir kann jeder schießen was er möchte. Das ist mir relativ egal.


LG Markus
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von benzi »

Hieronymus hat geschrieben: 18.03.2026, 17:48 Mit einem Osage mit 30# oder Vergleichbarem Holz wird er glücklicher...
LG Markus
Auch mit einem Auszug über 31"?

Liebe Grüße
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von Hieronymus »

benzi hat geschrieben: 18.03.2026, 17:58 Auch mit einem Auszug über 31"?
Ein erfahrener Bogenbauer kann ein Design so an passen , das auch 32'' drin sind.
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von Benedikt »

Hieronymus hat geschrieben: 18.03.2026, 17:48 Elb mit 30# ist untere Grenze..

Ich würd aus der 3 ne 5 machen :P
benzi hat geschrieben: 18.03.2026, 11:00
Wenn jemand einen elb mit 30# möchte....
Dann erklär ich denen, dass das ein Oxymoron ist und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht das Ergebnis liefern würde, das erwartet wird. Meinetwegen ELB-"artig", aber das Ding wird definitiv kürzer gemacht als die guten alten 6 Fuß :P
Hieronymus hat geschrieben: 18.03.2026, 17:48
Wegen mir kann jeder schießen was er möchte. Das ist mir relativ egal.
Das unterschreib ich, aber das heißt noch lange nicht, dass ich auch alles bauen muss, was Mann oder Frau sich so wünschen :) :D
benzi hat geschrieben: 18.03.2026, 17:58
Auch mit einem Auszug über 31"?
Nach der guten alten Faustformel brauchste nichmal 160cm dafür bei mitbiegendem Griff ;)
Zuletzt geändert von Benedikt am 18.03.2026, 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von Hieronymus »

Benedikt hat geschrieben: 18.03.2026, 18:29 Das unterschreib ich, aber das heißt noch lange nicht, dass ich auch alles bauen muss, was Mann oder Frau sich so wünschen
Da bin ich voll bei dir ;)
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kra
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von kra »

Das Problem liegt imho in den beiden Begriffen
"ausreden" versus "beraten".
Niemand will einem Anderen etwas "ausreden" sondern, speziell da er offensichtlich ein Informationsdefizit hat erklären, das ein 30# ELB ein Widerspruch in sich selber ist.
Der ELB war nun mal ein Kriegsbogen und schwere Pfeile über Strecke ins, durch eine harte Schale geschützte, Weiche zu befördern ;D . Und dafür ist nun mal viel Energie nötig und genau für diesen Zweck ist das Design, Material und das typische Zuggewicht des ELB eben so wie es war/ist.
Die Information hat nix mit "ausreden" zu tun sondern ist "informieren" und im Verkaufsgespräch ist es eine "Beratung". Teil der Beratung ist es aber auch, herauszufinden was der Kunde eigentlich will - und wenn es ein 30# ELB zum Posen ist, OK, kann er haben. Wenn es zum schießen auf einem anspruchsvollen Parcour ist - dann muß er eben wissen was er mit 30# ELB bekommt. Wenn er ihn trotzdem will, kein Problem, "its your turn", aber bitte nicht hinterher beklagen.
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von Hieronymus »

kra hat geschrieben: 18.03.2026, 19:16 Wenn er ihn trotzdem will, kein Problem, "its your turn", aber bitte nicht hinterher beklagen.
Und genau das kann nach hinten losgehen. Ich berate den Kunden, Kunde ist resistent und will einen Elb 25-30# haben. Ich baue ihm diesen Bogen. Kunde geht damit auf Parcours und stellt fest , das der Bogen keine Leistung hat. Dann wird er gefragt wer ihm die Krücke gebaut hat...dann sagt der Kunde in den seltenen Fällen den wollte ich so, sondern er sagt : Den hat Bogenbauer xy gebaut und schon wird wildes Zeug über dich erzählt.... Kann einen riesen Rattenschwanz haben.
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von Bogenbas »

Achtung, nachfolgendes sind nur meine Gedanken, die ich jetzt nicht nachrecherchieren will, aber ich weiß ja das es hier genug Leute gibt, die mir sagen können ob da was dran ist oder nicht.
Als meditativen Bogen, mit geringem Zuggewicht und langem Auszug, seh ich ganz klar nen Yumi vor mir. Bei punkto geringes Zuggewicht bin ich mir unsicher, daher bin ich mit dieser Aussage vorsichtig aber ist nicht die ganze Schießtechnik dahinter ziemlich meditativ? Also wenn bei mir wer sowas anfragt, würde ich ihm/ihr einen Yumi empfehlen, aber bauen könnte ich ihn nicht :D
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von kra »

@Hieronymus, das ist natürlich eine Gefahr. Aber ist ihr/m den Bogen nicht zu bauen eine Alternative?

@Bogenbas, ich hatte ihm einen verh. kurzen, stark R/D Bambus/Hickory Bogen mit ca. 22# gegeben, aber trotzdem ist es dem Bogen nur begrenzt gut bekommen ::).
Er ist wieder bei einem glasbelegten Anfängerrecurve. In solch einen Fall wäre ein Yumi Overkill, da der Bogen nur Hilfsmittel zur Konzentration ist.
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Re: Zuggewichte..

Beitrag von benzi »

@kra und Hironymus ihr meint diese Kundengespräche wo jemand zum Autohändler geht in der Absicht ein kleines gebrauchtes E-Auto zu kaufen und dann mit dem neuesten Sprinter nach hause fährt, weil er ja vllt mal umziehen möchte.. und der Händler weiß schließlich von was er redet...🤣😈

@Bogenbas absolut! die Beginner Yumis haben ca 9kg/ kaum jemand schießt über 20kg
Mein Glas Yumi hat 14kg und ist nach längerer Pause zu stark für mich für eine gute Technik...

Mein Zukunftstraum sind ca 5 selbstgebaute Yumis in verschiedenen Stärken um damit meditatives Schiessen in Einzelanleitung anzubieten... ok ok... aber davon träumen darf ich...🥰

Liebe Grüße
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