Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Themen zum Bogenbau
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eddytwobows
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von eddytwobows »

Schöne Sache das, Blacky... :) :)
Werde den Thread auf jeden Fall mit größtem Genuß u. sehr sehr viel interesse verfolgen... :)

(Ich hab da nämlich auch noch nen´ Eibenstave rumstehen, bei dem man wohl etwas mehr als ein 50 od. 60# Bogen herausholen sollte / könnte / müßte... ;) :D )

LG
etb
Das Volumen einer Minute ist gleich Universal ist gleich die liegende Acht. A. Be.
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Alles was schiefgehen kann wird auch zwangslaeufig schiefgehen. Larry Niven
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tscho
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von tscho »

wer hat schon einen Schnitzhund...... :-[
Schnitztisch, Wand, Boden, Stamm, ..........Hund-negativ :)
Zuletzt geändert von tscho am 17.10.2012, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Hairun
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Hairun »

Hund? Du hast doch drei ;)
Wobei ich den Schraubstock angenehmer zum arbeiten finde. Aber Blacky arbeitet glaub in der Küche oder so, meine bessere Hälfte wär da nicht so erfreut drüber wenn aufeinmal ein dicker Schraubstock die Arbeitsplatte zieren würde ;D
Den Thread find ich recht interessant mal schauen wie weitergeht ;)
Hairun
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tscho
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von tscho »

Asoooo, ok, Lukas, ich werd das mal versuchen ??? ::) .
Schätze mal den Ärger den ich mir da einhandeln würde, deutlich heftiger ein, als den, wenn du in der Küche schnitzen würdest ;D ;D
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Blacksmith77K
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

Hairun hat geschrieben:Aber Blacky arbeitet glaub in der Küche oder so,
Den Thread find ich recht interessant mal schauen wie weitergeht ;)
Hairun
Bischen anders, meine Wohnung ist eine 'Herbst-/Winterwerkstatt für Bogenbau'... ;)

Heute aber keine Bilder mehr, morgen geht's weiter.

Stay tuned for more
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

...komische Sucht, das Bogenbauen...


Also ok, nachdem dann die Kanten am Rücken abgeschrägt sind, zeichne ich den 'Dickenverlauf' des Bogens an. Natürlich so, dass er zum Splintverlauf passt.

Das kann man Freihand anzeichnen. 2-3mal mit angelehntem Finger über den Bogenrücken und es sollte sich ein brauchbarer Dickenverlauf finden.

Ist einem das zu vage, dann zeichnet man auf einem Karton den gewünschten Verlauf vor, teilt den in 10-15 Segmente und überträgt 1:1 die Maße vom Karton auf das Holz.


Sieht aktuell dann so aus:
...oberer WA
...oberer WA
...ganzer Bogen
...ganzer Bogen
...unterer WA
...unterer WA
Beim Vorzeichnen auf Karton darauf achten, dass ein Bogen mit versetztem Griffbereich (...typisch Kriegsbogen...) zwei unterschiedlich lange Wurfarme hat. :)

Den angezeichneten Bereich wegschneiden... mit Ziehmesser, Bandsäge, egal was... muss halt weg. :)


EDIT: Der komplette Bogen ist 7,5/8 angezeichnet. Beim späteren Herausarbeiten des Bogens variiert das ein wenig. In Planung sind 7/8tel im Griffbereich und 8/8tel im letzten Drittel der Wurfarme, damit ich den natürlichen 'Setback' in den Fulldraw miteinbringen kann.
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

So, bischen was gemacht. Grober Rückschnitt auf die angezeichnete Linie. Jetzt geht's daran, den kompletten Bauch des Bogens in ein passendes D-Profil zu verwandeln...
Sauber gearbeitet, perfekter Druckpunkt am Bogen, aktuell 970gramm... der Rohschnitt-Bogen.
Sauber gearbeitet, perfekter Druckpunkt am Bogen, aktuell 970gramm... der Rohschnitt-Bogen.

Nach dem Zuschneiden ist es unabdingbar, den Druckpunkt zu kontrollieren. In meinem Fall hier steht der Rohschnitt im absoluten Gleichgewicht. Das ist wichtig! also drauf achten...

Minimum 100gramm Kernholz wird der Bogen noch verlieren. Bei einem Faktor von 7 (...wenn ich den erreiche...) läge der Bogen bei 125#@33" bei 870gramm Eigengewicht. :P ...mal abwarten...
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

So... etwas Zeit gefunden:

Die von mir als 'oberer Wurfarm' bestimmte Seite ist jetzt einigermaßen rund 'gemessert'.
a.jpg
b.jpg
Der untere Wurfarm kommt jetzt unter's Messer. Momentan noch eckig vom groben Zuschnitt.
c.jpg
:)
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

Alsdenn, der 2te Wurfarm ist jetzt auch einigermaßen rund.
b.jpg
a.jpg
Jetzt kommt das Ziehmesser zur Seite und das Blech zum Einsatz. Der komplette Bogen wird mit dem Blech in seine entgültige Form gezogen...
c.jpg

Das ist eine recht feinfühlige Sache, von daher: gebt mir bischen Zeit... ;)
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

...bin fast durch mit der Bogenform. Aktuelles Bogengewicht: von 970gramm runter auf 810gramm.

Wenn die Bogenform stimmt, dann kommt der letzte Splintring runter, den ich zum Schutz bei der Bearbeitung noch draufgelassen habe.
Dann nochmal den Rücken sauber schmirgeln und der Bogen wird zum ersten Mal 'gepresst'. :)


Hier der aktuelle Stand, noch mit dem letzten, abzutragendem Splintring:
line.jpg

... :)
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

...weitere Bilder wohl heute Nachmittag...
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tscho
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von tscho »

Ich merk schon, ich tiller immer viel zu früh, und ich würd mich nicht wundern wenn du an dem gar nix mehr tillern musst, so genau wie du arbeitest.


Gruß
tscho
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

So, wenn man den Bogen in seiner Form hat, den Rücken (...die Kanten...) gerundet hat, der Rücken sauber ist und man ein gutes Gefühl hat, DANN geht's zum ERSTEN Bogenpressen.

Das in ELB-Bogenform gebrachte Holz wird zum ERSTEN Mal belastet und das geht so:

1. Fußmatte oder ähnliches auf den Boden

2. Bogen leicht geneigt aufstellen

3. Eine Hand oben am Ende, die 'Presshand' auf den Druckpunkt.

4. Gib's ihm... bei ca. 200cm Bogenlänge etwa 30cm tief durchdrücken. ;)

5. die ganze Sache natürlich von beiden Seiten, also mal den Bogen umdrehen...


Sieht dann so aus:
Auf dem Bild hier ist der obere Wurfarm unten, nicht verwirren lassen...
Auf dem Bild hier ist der obere Wurfarm unten, nicht verwirren lassen...

Platzt euch an der Stelle der Bogen auseinander, ist entweder

a. das Holz grottig schlecht

oder

b. ihr habt einen eklatanten Baufehler im ELB, wie zum Beispiel komplett durchtrennte Jahresringe am Rücken, eingesägter Bogenbauch mit Sollbruchstelle oder sonstwas extrem bescheuertes... ::)


Biegt der ganze Bogen auf 30cm allerdings ähnlich wie auf dem oben gezeigten Bild, seid ihr vorerst fertig und geht Hornnocken schnitzen, was ich jetzt auch machen werde. ;)
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Firestormmd »

Guckst du hier schon Bilder vom Tiller an und korrigierst oder machst den Bodentiller grob nach Gefühl und feintillerst hinterher?

Super Bauanleitung übrigens!

Grüße, Marc
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Blacksmith77K
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Re: Der Bau eines Kriegsbogens aus Eibe

Beitrag von Blacksmith77K »

Firestormmd hat geschrieben:Guckst du hier schon Bilder vom Tiller an und korrigierst oder machst den Bodentiller grob nach Gefühl und feintillerst hinterher?

Super Bauanleitung übrigens!

Grüße, Marc

Ähm, nicht so schnell... Der Bogen biegt sich 'angemessen' auf etwa 12" durch. Somit weis ich, dass er ohne Murren die 6" Standhöhe hält, obwohl diese zusätzlichen Druck in den Bogen bringt.

Wenn die Nocken drauf sind, werde ich eine passende Sehne für den Bogen splicen und ihn auf Standhöhe aufspannen.

An dem Punkt sehe ich dann, wie der Bogen steht, bzw. sich biegen wird...

Das 'Tillern' ist für mich nur ein Feintuning für einen sich bereits gut biegenden Bogen. Im Klartext heißt das, dass ein gut geschnittener ELB frühestens ab 28" Auszug korrigiert (...getillert...) werden muss, um auf 32" eine gute Figur zu machen. Meistens dreht es sich dabei um die letzten 20cm der Wurfarme, also die WA-Enden... ;)
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