Seite 3 von 3

Verfasst: 24.02.2007, 10:42
von Sadragos
Für alle, die nicht die TB bekommen (so wie cih :)), oder mal eine Alternative bauen wollen habe ich folgende Anleitung gefunden:
BushcraftUK

ist zwar auf englisch aber hat dafür sehr viele selbsterklärende Bilder.

Verfasst: 24.02.2007, 10:48
von captainplanet
Der in dem Link beschriebene Bogen ist aber ein anderes Konstruktionsprinzip als des was bis jetzt hier beschrieben wurde. Das Ineinanderfügen der einzelnen Segmente fasziniert mich deutlich mehr als bloßes Zusammenbinden. Das finde ich etwas plump.

Ineinanderfügen

Verfasst: 24.02.2007, 14:22
von Taran
Eingesteckt werden nur die Nockenden.
Auch sonst sind alle "Grasbögen", die ich bisher gesehen habe, so wie der in dem obigen Link gewickelt. Aber in meinem TB-Artikel habe ich beschrieben, wie man das schon noch eleganter hinkriegen kann!

Grasbogendesign

Verfasst: 19.05.2007, 02:00
von String_follow
Ich Habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie man einen Grasbogen zusammensetzen könnte...

Ohne die Abschrägung einen guten Tiller zu erreichen ist schwierig, weil der Bambus eine dicke und eine dünne Seite hat. Man hat dann alternativ zwei Möglichkeiten:


1.
Man lässt die zwei „Hauptstäbe“ mit den dicken Enden überlappen. Die dünnen Seiten zeigen dann nach außen, aber die dicken Enden verursachen wahrscheinlich einen Knick, sowie das auf diesem Bild der vorher geposteten Anleitung zu erahnen ist:
http://www.bushcraftuk.com/content/images/articles/Bamboobow7.jpg

2.
Die zwei dünnen Seiten überschneiden sich und die dickeren Enden   
bilden die Nocken. Wenn  jetzt aber noch zusätzliche Stäbe dazukommen, um eine gleichmäßige Biegung zu erreichen müssen diese mit dicken und dünnen Enden versetzt angeordnet werden. Dabei biegt sich immer die Seite besser, auf der das dünne Ende des Bambusstabs ausläuft.

Der Wurfarm eines Grasbogens hätte einen noch gleichmäßigeren Tiller, wenn immer nur die sich verjüngenden Enden der Stäbe zur Nocke hin zeigen würden. Hier setzt nun meine Idee an, auf die mich Seite 86 der Bibel des traditionellen Bogenbaus Band 1 gebracht hat:

Als Material wird bewusst Bambus ausgewählt, der sich an einem Ende stark verjüngt. Der Bogen wird so gebaut, dass alle dünnen Enden einen effizienten Wurfarm bilden, der konstant dünner wird, während die dicken Seiten der Stäbe den Anderen Wurfarm bilden. Durch die dicken Enden wäre dieser Wurfarm steif und klobig. Jetzt kommt aber der Trick: Der Bogen ist in einem Verhältnis von ca. 1/3 zu 2/3  asymmetrisch. Der Wurfarm, der aus den dünnen Enden besteht und durch eine gleichmäßige Biegung sauber arbeitet ist der längere. Ausschließlich er würde die Arbeit übernehmen und Energie speichern. 

Ist das völliger Schwachsinn oder könnte die gleichmäßigere Biegung die Nachteile der Asymmetrie aufwiegen?

Und noch eine Frage:

Ich habe das mit den abgeschrägten Enden ausprobiert und die Wicklung, die den getaperten Teil fixieren sollte lässt sich jedes Mal ganz leicht in Richtung der Spitze abziehen. Was kann man dagegen tun  ???

Gruß, Stefan

Re: Grasbogendesign

Verfasst: 20.05.2007, 12:58
von kra
String_follow hat geschrieben: Ich Habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie man einen Grasbogen zusammensetzen könnte...
...

Und noch eine Frage:

Ich habe das mit den abgeschrägten Enden ausprobiert und die Wicklung, die den getaperten Teil fixieren sollte lässt sich jedes Mal ganz leicht in Richtung der Spitze abziehen. Was kann man dagegen tun  ???

Gruß, Stefan
Womit gewickelt? Du solltest eine Wicklung aus einem Material nehmen, das sich festzieht und/(evtl)oder über die Spitze der einzelnen getaperten Bambusstäbe sehr fest hinüber wickeln.

Mein Kandidat wäre Sehne mit Hautleim

Re: Fragen zum Grasbogen

Verfasst: 21.05.2007, 12:44
von Taran
1/3 zu 2/3

Ich hab das auch mal probiert, bei mir wurde der untere Wurfarm überproportional steifer, ich hätte noch viel weiter unten angreifen müssen als beim Yumi, und das ergab dann keinen funktionierenden Bogen mehr.

Aber probieren kann man es gern, die Wicklung lässt sich ja wieder entfernen.

Wicklungen halten nicht: Andere Schnur verwenden, oder mit feinem Schleifpapier die Wachsschicht an der zu wickelnden Stelle aufrauen - nur ein paar leichte Striche reichen meistens.

Re: Fragen zum Grasbogen

Verfasst: 27.05.2007, 12:44
von Lord Bane
Ich habe mir im Winter auch mal einen "Grasbogen" gebaut und die einzelnen Stäbe jeweils aneinander gewickelt. Der Tiller stimmte sogar. Alle waren sie 1,6mm dick und die Stangen sind rund 70cm, 110cm, 140cm und 180cm lang. Allerdings hat der nur rund 22#. Habe ich irgendwas falsch gemacht?

Re: Fragen zum Grasbogen

Verfasst: 27.05.2007, 12:51
von Taran
Wandstärke und Durchmesser bestimmen die Bogenstärke. Das lässt sich oft kaum voraussehen, auf wieviel lbs der Bogen kommt. Nimm mur 1mm stärkere Stangen, und der Zuwachst sollte deutlich sein.