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Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 16.12.2009, 18:37
von szuku76
KEIN FastFlight, so ist es! Danke Hunnenbogen.

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 16.12.2009, 19:57
von Klex
@szuku: Der Bogen hat bei 28 zoll Auszug 39 lbs. Da ich 30,5 zoll Auszug hab, ist das dann halt ein bissel mehr :)
Schade, wenn der Bogen überteuert war, zurückbringen kann man da ja nix ;)

zur Pfeilanlage: Ne Bekannte von mir studiert Designpädagogik, die besuche ich morgen mal in der Werkstatt, da lässt sich bestimmt das ein oder andere Hölzchen finden :)
Gruß, Klex

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 16.12.2009, 20:38
von Squid (✝)
Wieso? Passt doch...
Bögen sind so billig nicht...

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 16.12.2009, 21:50
von Hunnenbogen
Klex, keine Bange. Das wird alles. Und wenn wir Dich noch weiter so richtig geschickt anfixen, wirst Du Deinen FITA-Bogen an die Wand hängen...  ;D  ;D  ;D
Zumindest wird das ein sehr interessanter Bogen. Variabel zu schießen, mit einer Pfeilauflage aus einer Designpädagogikwerkstatt. Das hat nicht jeder  ;)

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 16.12.2009, 22:06
von Brandy
Oh, so ne Pfeilauflage will ich auch :-)

Ich hab nen 40lbs Marbow-Reiterbogen (der einfache Recurve)  - das ist so mein Spass und Strandbogen für Urlaub und so - den hab ich neulich für "Falschrum schiessen" verwendet - in Ermangelung eines LH-Bogens. Da ist dann bei mir die Pfeilauflage ebenfalls unten rechts. Leider muss ich da dann jetzt über den Handrücken schiessen.

Und ich bin mir nicht 100% sicher ob das vom Bogendesign nun funzt - wie war das - der eine Wurfarm ist länger? Wenn ich den Bogen nun umdrehe -dann ist das doch falschrum. Oder? Also ich hatte dann halt nach Feeling nach der richtigen Griffposition gesucht und auch ohne Nockpunkt geschossen. Ging mir ja nur um ein bisschen "Auszug-anderesrum". Aber ne Pfeilauflage wär schon cool. Die die dran ist is son kleiner Hartholz-Keil der unter das Griffband gewickelt ist.

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 00:50
von Klex
Also bei meinem Bogen ist die Pfeilanlage auf das Leder geklebt. Es ist ein extrem dünnes Holzstück, das ist knapp nen Millimeter dick. Also wenn bei dir die Pfeilauflage unten rechts war, dann müsste der Bogen doch eigtl (wie schon beschrieben) falsch rum sein. Der längere Wurfarm muss ja oben sein, hatte zumindest jemand hier geschrieben ;)
So wie ich das sehe, müsste dann doch auch beim Linkshandschießen die Pfeilanlage links oben sein, oder nicht? Man müsste also ne zusätzliche rechts oben dran kleben.

Nochmal zum Preis:
Ich bin im Moment wirklich ein bissel verunsichert und war schon am überlegen, anzufragen, ob der noch umzutauschen ist... Vielleicht kann ich mich im Moment aber einfach noch nicht so freuen, weil ich jetzt grad ein fettes Loch auf dem Konto hab ;)
Was sagt ihr dazu? Ist der Bogen den Preis wert (soweit ihr das von einem Foto aus beurteilen könnt), bzw. kann ich das irgendworan erkennen?

Edit: Ich hab noch mal zwei Bilder angehängt, im aufgespannten Zustand. Die Enden des Bogens sind übrigens mit Horn versehen und die Sehne läuft, glaube ich, auch ein bisschen anders als normal. Bei den meisten Reiterbögen liegt die Sehne ja nirgendwo mehr an, oder? Kann auch sein ,dass ich mich total irre, hab ja noch nicht so viel Ahnung :)

Gruß, Klex

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 01:18
von Klex
noch eins

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 07:13
von Howard Hughes18
Zurückbringen ist nicht, da du ihn auf nem MA-Markt gekauft hast (suche mal den Händler ;) )

Für einen auf dem MA-Fest gekauften Bogen ist der Preis in Ordnung, da dort im Allgemeinen alles Teurer ist.

ABER

Im Netz, würde der Bogen viiel zu teuer sein.

http://www.huntingbt.hu/hu/pages/index. ... 89&lang=de

27500 HUF = 98.656 EUR
1 HUF = 0.004 EUR
1 EUR = 278.745 HUF

Die Sehne des Bogens läuft stinknormal für einen Bogen des "mongolischen" Typus. Ich würde dir aber echt empfehlen, mal auf Seiten, wie zB von Grózer oder Marook-Armouries zu gehen, wo du dir die spezifischen Unterschiede der verschiedenen Bögen genau ansehen kannst.

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 14:32
von Snake-Jo
Howard Hughes18 hat geschrieben: Die Sehne des Bogens läuft stinknormal für einen Bogen des "mongolischen" Typus. Ich würde dir aber echt empfehlen, mal auf Seiten, wie zB von Grózer oder Marook-Armouries zu gehen, wo du dir die spezifischen Unterschiede der verschiedenen Bögen genau ansehen kannst.
mmmh, weniger! Da muss man schon in die echte, sachbezogene archäologische Literatur einsteigen, wenn man wirklich authentische Stücke sehen will oder bei einem Sammler reinschauen. Die modernen Reiterbögen sind den Originalen meist nur "nachempfunden".
Was den Preis angeht: Kann man vom Foto her nicht sagen, dazu muss ich das Teil schießen.
Bei asymmetrischen Bögen ist der lange Wurfarm IMMER der obere, weil der untere zum Pferderücken hin zeigt und möglichst kurz sein sollte, damit das Pferd nicht berührt wird. Wobei viele auch eine Anlage für links und rechts (mediterran oder Daumen) haben sollten.

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 14:46
von Howard Hughes18
Snake-Jo hat geschrieben:
mmmh, weniger! Da muss man schon in die echte, sachbezogene archäologische Literatur einsteigen, wenn man wirklich authentische Stücke sehen will oder bei einem Sammler reinschauen. Die modernen Reiterbögen sind den Originalen meist nur "nachempfunden".
Was den Preis angeht: Kann man vom Foto her nicht sagen, dazu muss ich das Teil schießen.
Die Teile von Marook-Armouries werden nach archäologischen Funden hergestellt (Niya, Yrzi, Aktobe etc.). Auch die Bögen von Grozer sind oft (nicht alle zwar, aber die meisten sehr wohl) ebenfalls recht nah an den Originalen (jedenfalls viel Näher als die von Kassai oder Tóth).

Snake-Jo hat geschrieben: Bei asymmetrischen Bögen ist der lange Wurfarm IMMER der obere, weil der untere zum Pferderücken hin zeigt und möglichst kurz sein sollte, damit das Pferd nicht berührt wird. Wobei viele auch eine Anlage für links und rechts (mediterran oder Daumen) haben sollten.
Ist es auch bei Bögen, die nicht beritten eingesetzt werden (wenn sie nicht Symetrisch sind). Wobei es, vermute ich, weniger mit den Einsatz vom Pferd zu tun hat, und mehr mit Verringerung des Handschocks (lt. Grozer).

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 17:02
von Squid (✝)
Archäologisch korrekt sind die Bögen mit längerem Wurfarm oben. Und zwar nicht, weil ich das so genau weiss, sondern weil die Phsyik das vorgibt.

Nix is blöder als ein stärkerer - kürzerer - Wurfarm oben: Der Pfeil schrammt einem über die Hand bzw. reißt sich bei einer Pfeilauflage am Bogen die Federn ab.

Um das zu vermeiden bauen wir im allgemeinen Bögen mit einem etwas kürzeren oder stärkeren unteren Wurfarm. Damit hebt der Pfeil ein wenig ab, bleibt heil und richtet keinen Schaden an Bogen und Hand an.

Und auch der Hunne / Mongole / Skythe / Tatar / Ungar an sich hatte echt wenig Bock auf üble Schrammen an der Hand und entfederte Pfeile. Tat bei deren Lebenswandel echt nich Not... 

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 17:23
von Snake-Jo
@Howard: Mit Marook hatte ich mich mal ausgetauscht, das müssen wir hier nicht öffentlich machen.
Das Problem ist immer, das es von den 2.000 Jahre alten Bögen nur wenige bis garkeine Funde gibt. Ein Nachbau von Funden, wie sie aus dem Staub der Jahrhunderte auftauchen (ohne Hintergrundwissen) bringt da so manchen Lapsus hervor.
Egal, ist abseits vom Thema.

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 17:33
von szuku76
Hallo Klex, auf jeden Fall war etwas teuer der Bogen, wenn wir den Preis- und Qualitätverhältnis vergleichen. Leider fallen immer noch sehr viele Leute rein, wenn die auf einem MM irgendwelche Bögen kaufen! In 99% kannst du ja nicht mal ausprobieren und der Verkäufer am meistens keine Ahnung hat, was er verkauft!

Ich hätte Dir nie so einen Bogen in so einer Stärke  für so viel Geld verkauft;-)

Zum Howard:

Klar, dass die Bögen in Ungarn für Ungarn billiger sind, da die 3-6x weniger verdienen als ein durchschnittlicher Deutscher Verdiener! Es gibt "leider" immer noch Leute die den Großhandel von Endkunden nicht unterscheiden können! Natürlich bis es auf den Mittelaltermarkt in Deutschland ankommt muss versteuert, gelagert, ausgepackt, eingepackt etc...sein damit der Endpreis hier stattfindet! Trotzdem ist es immer noch zu teuer für sein Können!

Zum Squid:

Bögen sind so billig nicht...Dir als "Forenlegende" bestimmt schon aufgefallen, wie viele verschiedene Bögen auf dem Markt gibt, daher würde ich sagen, diese Art Bögen (Khan) haben eine Preisspanne zwischen 50 (Ebay) und 150 Euro!  Die Bögen schneiden leider immer noch am besten ab, die einen sehr guten Marketing haben! Wie bei anderen Produkten auch! Mittlerweile gibt es 35 Bogenbauer in Ungarn, ich kenne persönlich 20, davon kenne ich 3-4 die besser sind, die IHR kennt. Bloß die haben keine Marketing dahinter (einfacher Bogenbauer, die selber dahinter stehen!!!!)

Zum Snake-Jo und Howard zusammen:

Ihr kennt den Film: der Mongole. Da sieht man ja auch, dass manche Reiterbögen keinen Sehnenbank-so wie es von den Mongolenbögen kennen-haben (dieser Film wurde auch von WaffenExperten und Historiker unterstützt! Ich habe sogar Kasachen kennengelernt, die bei dem Filmdreh dabei waren und selber Ihre Tradition pflegen! Es sind die verschiedensten Typen zu Stande gekommen, da zwischen den Sippen so viel Unterschied in dem Bogenbautechnik stattgefunden, dass manche Bögen innerhalb eines Stammes Unterschiede aufweisen können. Da könnt ihr so viel Literatur (leider sehr wenige übriggeblieben) durchblättern! Genauso mit dem Auszug und Pfeillängen etc...Wir sind damals nicht gelebt, nicht gekämpft und deshalb brauchen wir keinen 100# Bögen um jemanden von der Weite umzubringen! Die haben einen Auszug 27" aber max 28" gehabt.

Ich möchte hier nicht die Namen erwähnen von den Bogenbauer die authentisch oder nur auf Gewinn losgezogen sind.... Auf jeden Fall um nicht off zu sein, der Klex hätte sich ein bischen besser umsehen müssen...

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 17:58
von Squid (✝)
Entschuldigung, wenn ich mich falsch ausgedrückt habe!!!
Ich möchte keinen Bogenbauer beleidigen, sei es in Ungarn oder im Rest der Welt!
Mir sind die Unterschiede beim Preis bekannt und oft sind preisgünstige Bögen die besseren Bögen.
Ich wünsche jedem (!) Bogenbauer in Ungarn Erfolg

Aber zum Thema: Hier in Deutschland werden selbst die "Billigbögen" aus Fiberglas auf Märkten zu hohen Preisen - selten unter 150 € - angeboten. Und da gibt es Kunden, die das nicht wissen und deutlich zu viel bezahlen.

Vor jedem Bogenbauer, der seine Bögen mit Spass, Wissen und Erfahrung baut, habe ich viel - sehr viel - Respekt und dass er für seine Bögen einen angemessenen Preis erhalten soll, ist doch selbstverständlich...

Sq

Re: Technik fürs Reiterbogenschießen zu Fuß

Verfasst: 17.12.2009, 18:36
von szuku76
Vor jedem Bogenbauer, der seine Bögen mit Spass, Wissen und Erfahrung baut, habe ich viel - sehr viel - Respekt
So sei es :-)