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Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 10.11.2011, 14:20
von Markus
Wenn das dazu gehört, ist das natürlich Teil dieser Diskussion. Ich hatte es nur so verstanden, dass Du aus Frust einfach einen neuen Bogen / Rohling angefangen hast, der nix mit dem Karpowicz zu tun hat. Aber in dem Fall einfach weiter diskutieren.
Markus

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 10.11.2011, 15:11
von Chirion
@ Markus Nein, das Thema ist mein Versuch aus einem stark reflexen Stave einen Karpovicz zu bauen, der erste Schritt ist der Eibenbogen, der hat allerdings noch einen recht weiten Öffnungswinkel, aber mit den Osage Staves ist ein vollwertiger Karpovicz geplant.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 10.11.2011, 21:21
von Chirion
Hallo zusammen, heut hab ich die Staves weiter gespalten, gleich wie gestern mit Führungsschnitt letztlich sind 3 gute Staves rausgekommen.
irgendwo muss da ein gelbes Mammuth verstorben sein
irgendwo muss da ein gelbes Mammuth verstorben sein
so mag ich das, die Teile sind schon wesentlich handlicher
so mag ich das, die Teile sind schon wesentlich handlicher
den 2. Stave hab ich dann mal sauber gemacht, Jaresring freigelegt (is auf dem Foto noch nicht ganz fertig)und auf ein vernünftiges Maß gebracht
der Reflex ist wirklich beeindruckend
der Reflex ist wirklich beeindruckend
ich glaube das ist wirklich gutes Ausgangsmaterial für einen Self-Karpovicz, der Stave hat eine Breite von 45mm, ich werd noch die anderen Beiden soweit vorbereiten und dannn entscheiden welchen ich versuche, schnell zu trocknen, an dieser Stelle eine Frage.

Hat wer Erfahrung wies mit Osage schnelltrocknen aussieht?

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 11.11.2011, 10:44
von Lord Hurny
Erfahrung mit SChnelltrocknung bei Osage hab ich noch nicht wirklich, ich hab mal einen "halbfeuchten" Osage Stave mit ähnlicher Stärke im beheizten Inneraum bei ca. 23 Grad und 35% Luftfeuchte 4 Wochen liegenlassen - 5 Längsrisse waren die Folge.

Also ich würde das Risiko bei einem frischen Stave mit diesen noch eher groben Abmessungen sehr hoch (zu hoch) einschätzen, dass es Trocknungsrisse gibt. Wär echt schade drumm.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 11.11.2011, 10:53
von Chirion
@Lord Hurny ich wollte den, der schneller getrocknet wird durchaus noch weiter runter arbeiten. Auf jeden Fall verkürzt das die Trocknungszeit ganz entscheidend der dicke Oschi hätte sicherlich 2 Jahre gebraucht um durchzutrocknen. Mal sehen ich mach mal alle soweit fertig und werd mich dann entscheiden.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 11.11.2011, 12:52
von Galighenna
Also wenn du Osage zu schnell trocknest kannst du den feinen Längsrissen beim wachsen zugucken... Frag mal Dirk danach, der hat das schon erlebt...

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 11.11.2011, 13:17
von Chirion
Das wäre schade schließlich sind solche Staves, ohne Drehwuchs nicht gerade leicht aufzutreiben. andererseits ist die Luftfeuchte in meiner Werkstatt und im restlichen Keller nicht gerade gering.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 11.11.2011, 21:49
von tomtux
schnelltrocknen bei stark vorgespannten (und das sind die staves bei so einem wuchs sicher) staves ist mit deutlich mehr risiko verbunden, als bei geradem holz.
z.b. meine saplings mit drehwuchs im ganzen getrocknet reissen häufig, ohne drehwuchs fast nie.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 11.11.2011, 23:09
von Chirion
Dank für eure Ratschläge ich werde sie beherzigen, die Staves sollten wenn sie entsprechend runtergearbeitet sind auch schonend getrocknet keine Ewigkeiten brauchen, werde regelmässig mal nachmessen.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 24.11.2011, 15:50
von Snake-Jo
Auch beim Laminierten gibs Probleme.
Karpovicz-Bruch.jpg
Beim Schießen der ersten Pfeile ist mir der Bogen im Vollauszug in der Hand zerbrochen. Ein blödes Gefühl, danach zwei Teile in der Hand zu haben. ;D
Offenbar war der Griff, der ja teilweise etwas mitbog, zu spröde geworden durch die extreme Biegerei der einzelnen Laminate mit trockener Hitze. Man sieht am Bruchbild teilweise kurze, aber auch lange Bruchsegmente. Jedenfalls hat die Leimung gehalten, denn der Bruch geht immer durch das Holz, nicht entlang der Leimfuge. Wie es sich für Eibe gehört: explosionsartig! Zack, mittendurch, aber wirklich mittendurch. ;D

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 24.11.2011, 16:10
von Tom Tom
Boa des is wirklcih blöd

reparierst du den? bzw geht es überhaupt noch?

lg Tom Tom

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 24.11.2011, 17:02
von deckelsmoog
Jo, es tut mir richtig leid um das schöne Experiment.
..........gehen Sie nicht über Los, ziehen sie nicht 4000 ein............... Mi..!
Hoffe Du lässt Dich nicht entmutigen und probiertst es nochmal. ;)

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 24.11.2011, 18:04
von Chirion
Was für ein Mist, Jo, echt Sch...Aber der Bogen ist tot, es lebe der Bogen. die Beanspruchung im Griff muss wirklich enorm sein wenn der so bricht. Ich hoffe du lässt dich dadurch nicht entmutigen, aber ich denke du verstehst es eher als Ansporn. Ich werden dieses Wochenende das Ahornbacking auf den Eibenbogen laminieren, mal sehen ob bei der abgeschwächten Form des Designs auch solche Kräfte im Griff wirken.

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 24.11.2011, 18:10
von Snake-Jo
Nun ja, hier wird gnadenlos alles gepostet. Der Original-Karpovicz hat ja auch eine verhältnismäßig dicke Griffbeule. Jetzt weiß ich, warum! ::)
Es ist ja ein Experiment und wir wollen sehen, wo die Schwierigkeiten und Schwächen dieses Bogentyps liegen. Zuerst einmal habe ich lange am Tiller rumgemacht: Mal bog sich der eine Wurfarm, mal der andere zuviel, mal war die Biegung nicht harmonisch. Es ist nicht leicht, so einen starken Reflex in eine vernünftige Biegung zu bekommen. Zur Seite will das Teil auch dauernd verwinden, lass ich aber nicht zu! >:(

Ansonsten: So ein gebrochener Griff ist nicht unbedingt ein Problem. Das bekomme ich hin. 8)

Re: Karpowicz-Design

Verfasst: 25.11.2011, 09:44
von skerm
Erst die Freude über den neuen Beitrag, dann das! Aber mit dem Bruch hattest du noch Glück im Unglück! Sieht nämlich so aus, als würden die Bruchflächen noch schön ineinander passen.

Gruß,
Daniel