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Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 28.10.2007, 21:10
von Brucky
wenn der Deflex nicht mitarbeitet ist es m.M. nach egal

Wenn Du allerdings den Deflex beim verleimen mit dem Backing einbaust, must Du die Laminate schon so vorarbeiten, daß sie sich leicht mitbiegen (logisch)
vorallem im Griffbereich, da Du sonst zuviel Druck auf die Laminate und auch auf die Leimfuge bringst - nicht das Dir die Leimfuge "verhungert"
das ist mir natürlich noch niiiiieeeee passiert (und die Erde ist eine Scheibe)

my way: Griffhölzer vorbereiten und unter Deflex verkleben
dann die WA so bearbeiten, das sie sich wie gewünscht vorbiegen für die Hochzeit mit dem Backing


hier der Präsithred mit den Bildchen: http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... #msg149612

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 02.11.2007, 19:49
von Squid (✝)
Soooo, nun hab ich an den vergangenen Abenden ein wenig gearbeitet. Darum gibts nun Informationen über das weitere Schicksal des vereinsamten Bambusbackings:
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Es trafen nämlich 2 Osageleisten ein, die zunächst auf gleiche Dicke gebracht und mittig verspleisst werden mussten:
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Zum Trennen von der Unterlage benutze ich übrigens Backpapier: Da klebt Epoxy nämlich nicht drauf fest.

Die gespleisste Osageleiste wurde anschliessend getapert, von 12 mm in der Mitte auf 8 mm an den Tips.

Schliesslich wurden Belly und Backing verklebt - und dabei mit etwas Zwingenzwang in die gewünschte Reflex/Deflex-Form gezogen. OK, es ist nur wenig Deflex, ca. 9 mm, aber immerhin!

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Wie es weitergeht: demnächst auf diesem Sender  :D

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 03.11.2007, 23:42
von Squid (✝)
Tja,
leider ist vom Perry nach dem Trocknen nicht mehr viel übrig geblieben. Von ursprünglich 12 cm sind gerade noch 5 cm übrig, vom Deflex noch 5 mm.

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Das Osage ist offenbar recht unwillig, sich dem Bambus zu beugen. Ich hoffe, beim Tillern kommen wieder einige cm Reflex hinzu, wenn der Belly schwächer wird.

Apropos Tillern: Das ist mein erster Versuch mit der Reflex/Deflex Bauweise. Bisher hatte ich es nur mit geraden Bögen oder wenigen cm Perry zu tun. Worauf muss ich beim Tillern des Bogens achten, bzw. wie tillere ich richtig und wo liegen die Schwierigkeiten?

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 04.11.2007, 00:09
von kra
Sieht doch ganz schön aus. Ok, könnte mehr Reflex sein, aber bei vorsichtigem Tillern sollte das schon werden.

Zum Tillern - wie immer ;D, schön langsam und vorsichtig. Und laß dich nicht vom anfänglichen Zuggewicht täuschen!

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 04.11.2007, 21:13
von Brucky
Hi, der Rohling gefällt mir auch gut,

mit ein paar Fragen löchere ich Dich aber noch:

Was ist denn das für ein Griffholz?
mit was hast Du geklebt?
Das Schwarze an den Bogenenden was ist Das?

Ich drücke Dir beide Daumen und beide Zehen das Dir der Bogen besser gelingt als Du dir vorstellst

aber Achtung die Kombi Bambus / Osage hat Suchtpotetial ;D

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 04.11.2007, 21:36
von Squid (✝)
Moin Moin,
das Griffholz ist Eibenkern.
Verklebt ist das Ganze mit Bindulin (2K Epoxy) von Bindan. Das Schwarze an den Bogenenden ist Panzertape  ;)
Das hat aber einen nur voübergehenden Platz dort gefunden: Die Enden des Bogens sind sehr schmal - nur 8 mm. Da kann man keine sicheren Sehnekerben mehr einfeilen. Also hat der Bogen unterfütterte Wickelnocken, genauer: ich habe 2 Hornkeile (2 cm lang, 5 mm hoch) aufgeklebt und durch eine Wicklung mit Sternzwirn (die anschliessend mit Epoxy flächendeckend fixiert wurde) gesichert. Und damit ich nicht beim weiteren Bearbeiten bzw. Tillern und Finishen die Wicklung beschädige, ist da noch das Panzertape drum.

PS: Der Bogen ist aggressiv, vielleicht sollte ich einen Unfallthread aufmachen: beim Vorbereiten der Hornkeile hab ich mir beinahe nen Finger abgesäbelt und eben ist mir der Bogen beim ersten Aufspannen auf dem Tillerstock umgeschlagen - sch... Recurves! - und hat die Finger der linken Hand schwungvoll in die falsche Richtung umgebogen...  >:(
Learning by Pain!
Nu is erst mal Schluss für heute  >:(

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 04.11.2007, 21:55
von kra
Squid hat geschrieben: ...
... und eben ist mir der Bogen beim ersten Aufspannen auf dem Tillerstock umgeschlagen - sch... Recurves! - und die Finger der linken Hand schwungvoll in die falsche Richtung umgebogen...  >:(
Nu is erst mal Schluss für heute  >:(
Dsa ist der Grund, warum mein Tillerbrett etwas verwaist ist. Bei Recurves muß der Bogen schon sehr fest eingespannt sein, damit das Ganze noch beherrschbar bleibt. ???

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 04.11.2007, 22:09
von Botjer
Nachdem ich solche Probleme auch hatte, habe ich eine Aussparung so in mein Tillerbrett gesägt, daß ich einen Bogen mit Hilfe einer Zwinge fixieren kann. Seitdem habe ich diese Probleme nicht mehr (toitoitoi…).

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Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 05.11.2007, 22:33
von Squid (✝)
Moin
Nun geht ein wenig das angedeutete Build-along weiter. Nachdem der verleimte Rohling auch seitlich in Form geschliffen war (das fertige Bambusbacking war ja auf die breiteren Osageleisten gepappt worden), bin ich nun beim Tillern.
Und ich brauche Tillerhilfe - der Reflex/Deflex ist doch recht verwirrend, wenn man bisher nur gerade Bögen getillert hat.

Dieser Rohling
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sieht auf Standhöhe so aus:
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und bei 18 Zoll Auszug im Moment so:
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Wie gehts nu weiter? Ich glaube, im Moment sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Insbesondere biegt sich der rechte Arm in sich ein wenig stärker... aber ich sehe den Punkt zur Abhilfe nicht.
Stimmen denn die Proportionen der Krümmung für ein Reflex/Deflex Layout denn so?

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 05.11.2007, 23:44
von Rado
Hey Squid.
Vielleicht täusche ich mich, aber fahre mal am linken WA das erste Drittel überm Griff,mit einer geraden Kante entlang und danach den Rest des WA´s & den rechten WA genauso.
Mir scheint als würde eine Winzigkeit mehr Biegung in diesem(griffnahen) Bereich, den linken WA dem Rechten angleichen.

Viel Erfolg, das Teil sieht doch vielversprechend aus!
Gruß
Rado

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 06.11.2007, 07:01
von kra
Nun, ganz normal weiter tillern. Sieht doch schon sehr, sehr vielversprechend aus.
Wie in der TBB beschrieben, an den steifen Stellen vorsichtig ganz wenig wegnehmen, immer wieder ziehen usw....
In erster Linie den linken WA schwächen. Immer wieder ziehen und photographieren. Am Photo sieht am schwache Stellen sehr  gut. Die letzten 5cm der WA in Ruhe lassen, die sollen sich erstmal nicht mitbiegen.

Meinem Eindruck nach ist jeweils so im Beginn des äußersten Drittels an beiden WA eine minimal schächere Stelle.

Ich würde ab jetzt höchstens noch mit der Ziehklinge, besser noch im Wechsel mit dem Schmirgelblock arbeiten.

Welches Zuggewicht hat er jetzt bei 18"?

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 06.11.2007, 11:03
von Ravenheart
Ja, finde auch, is auf gutem Wege!

Bild

Im direkten Vergleich der beiden Seiten wird deutlich, wo die Unterschiede liegen:

beide haben im Ansatzbereich des Reflexes leichte Schwachstellen (rot), da nix mehr wegnehmen (ich mache mir da bauchseitig immer mit Bleistift Kreuze hin!)...

Den rechten WA (unten) im grün markierten Teil leicht entlasten, dadurch wird er zwar noch etwas schwächer, aber es schont die Schwachstellen!

Dann den linken (oberen) erst mal im grün markierten Teil so weit anpassen, dass er dem rechten näher kommt.

Vorsicht! Langsam, denn jede Wegnahme wirkt sich immer auf BEIDE Seiten aus: Wird der linke geschwächt, reagiert der rechte RELATIV dazu sofort steifer, weil sich ja das Verhältnis zueinander ändert!! Nicht über's Ziel hinaus schießen....

Rabe

Generelle Anmerkung: Tillertipps nach Bildern immer nur als ANREGUNG betrachten! Es kann Dinge geben (Äste, Wellen, etc.) die man nach den Bildern NICHT erkennen kann, und die eine ANDERE Behandlung erfordern, als es nach den Bildern scheint! Nie die Tipps "blind" umsetzen, sondern immer vorher "mit Verstand" am Objekt auf Richtigkeit prüfen!

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 06.11.2007, 12:57
von Squid (✝)
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Ich haaaaab sieeeeee!!! DIE Tillerskizze  :D
*Kotau mach*

Ne, im Ernst: Danke, das hilft ungemein, wenn andere als die eigenen Augen mal nen Blick drauf werfen.

Zum Zuggewicht: bei 18" hat er so ca 30-32# nach der Personenwaagenmethode. Ein klein wenig Spiel ist also bei angestrebten 45# noch drin.

Die beiden Schwachstellen sind letzlich die Stellen, an denen der Wurfarm extrem schlank wird: so andeutungsweise pseudoholmimäßig. Kann man auf dem Backing-Foto ganz gut sehen.

Zur generellen Anwendung der Tiller-Tips: In diesem Fall hab ich es mit sauberen, loch- und wellenfreien Osageleisten zu tun gehabt, so dass ich relativ unreflektiert im Hinblick auf derartige Widrigkeiten an der Skizze  entlangarbeiten kann.

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 06.11.2007, 21:34
von Christopher
@Squid:wo hast du eig. die Osageleisten her?
sieht übrigens echt super aus!!!
hoffendlich wird er gut ;)

Re: Bambusbacking verwerten

Verfasst: 07.11.2007, 19:08
von Squid (✝)
Sooooo, feiiin  :D

Ich hab den Tiller fertig - denke ich - und dem Bogen schon mal mit 120er Papier den Grobschliff verpasst. Er hat 48 lbs bei 28" Auszug - zumindest zeigte die Personenwaage bei der Besenstielmethode 22 kg an. Da er symetrisch ist, kann ich mich immer noch entscheiden, wo Oben und wo Unten ist.

Hier ist der Eibengriff,
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hier eine der gewickelten Keilnocken.
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Wie schwierig es letzlich war, den richtigen Tiller mit Fotohilfe, aber ohne Wand mit fixiertem Tillerholz und Raster hinzubekommen, sieht man auf diesen beiden Bildern, die in gleicher Position aber mit minimal verändertem Kamerawinkel aufgenommen wurden: Schon verändert sich optisch die Krümmung der Arme. Sone Tillerwand muss doch wohl mal in Angriff genommen wertden.

Ich meine aber, mit dem Tiller jetzt richtig zu liegen, auch wenn mich der durch den Deflex entstehende Eindruck der sehr griffnahen Biegung noch etwas irritiert. Oooder?

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In das ursprünglich beim Backing bereits ausgearbeitete Schussfenster habe ich übrigens ein Stückchen zurechtgefeilten Bambus eingeklebt um einen kompletten Rücken zu haben. Natürlich sieht man die Klebefuge, aber für ein Fenster erschien mir dieses Design mit dem recht schlanken Griff (Breite 2 cm, Tiefe 2,6 cm) etwas zu filigran.

Wenn er fertig geschliffen, gestahlwollt und geölt ist, gibts ihn noch einmal im Präsi-Thread...

Die Pfeilfrage stelle ich aber schon einmal hier: 11/32er oder lieber 5/16er Schäfte? Und welche Befiederung bzw. welches Spitzengewicht würde sich abieten? Für längere Bogen dieses Zuggewichts hab ich bisher immer 11/32er mit 5" Federn und 125er Spitze genommen - bei 156 cm Länge könnte man den Bogen mutmaßlich mit leichteren Pfeilen erfreuen?

Und wie könnte ich die Pfeilposition am Griff fixieren, wenn ich den Griff so lasse und nicht mit Leder o.ä. umwickle? Der Nockpunkt ist unproblematisch, aber die Höhe am Griff würde ja von Mal zu Mal wechseln...