Seite 2 von 6

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 28.01.2023, 21:06
von Chris_N
Kemoauc hat geschrieben: 28.01.2023, 20:14 Ey,Neumi,die Photos am Anfang sagen alles,musste selber auch mal zurückschauen ;)
Auch die "Macken",nja... nicht wirklich hinderlich. ;)
Dazu (Astlöcher/Äste) immer noch: Integrieren, nicht entfernen,wenn sie gesund sind. :D >:)
grüßle,
Kemoauc
Naja, bei dem Loch war so schwarzes, harziges Zeugs drin, das hab ich rausgefräst.
Gerade ist auch anders, ich wollte es halt mal probieren... Die Eibe, die ich habe, ist auch mit ein paar Ästen und nicht gerade, deshalb dachte ich, dass das ein gutes Lernobjekt ist.
Hasel-08 Bauch.jpg
Hasel-08 Sehne.jpg
Auszug bis knapp 30'' hat er ausgehalten, kein besonderer Stringfollow.
Scheint auch recht "geradeaus" zu werfen, konnte es aber noch nicht weiter testen. Ich werde rechts noch ein bisschen weiter tillern und dann mal schauen.

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 28.01.2023, 21:36
von schnabelkanne
30“ Auszug sind bei diesem Design (mit steifem Griff) aber schon etwas zuviel, mehr als 28“ würde ich nicht empfehlen. Für 30“ Auszug machst du beim nächsten Mal Einen mit mitbiegendem Griff.
Lg Thomas

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 28.01.2023, 23:04
von Chris_N
Vielen Dank für die vielen Anregungen. Ich versuch noch, den rechten WA anzupassen und dann werd ich erstmal ein bisschen damit schiessen und schauen, ob er hält.
Bei meinem bisherigen Glück wird er's wahrscheinlich nicht lange machen.
Kemoauc hat geschrieben: 28.01.2023, 18:56 - die kleinen Macken kannste vergessen,glattschleifen oder so lassen,noProb,is eh im FO ;)
- zum "Spalten" bei Hasel haben ja schon andere geschrieben.. ja so is .. lieber nicht. ;)
- Der große,ausgebohrte Ast.. : hättest Du nicht machen müssen,DEN hättest Du integrieren können, siehe viewtopic.php?f=16&t=31328
Hab so auf die Schnelle nix besseres als meinen gefunden. ::) Ist net die ganze Wahrheit..vllt aber ein Fingerzeig für späteres Vorgehen. ;) ::)
UND ne Frage: bei 10cm Durchmesser hättest Du den Griff aus dem vollen Material nehmen können.Warum noch aufgeklebt? :)
Nur meine Gedanken dazu,
Grüßle,
Kemoauc
Danke für deinen link, der Bogen sieht sehr schön aus.
Leider hat es mir beim Spalten der Hasel gerade die Mitte ziemlich dünn gemacht, deshalb der aufgeklebte Griff. Also das nächste Mal sollte ich so einen Stamm besser sägen?
Wie macht ihr das (Bandsäge hab ich leider nicht)?
Und noch eine Anfängerfrage: Wenn ich jetzt rausgehe, kalt und feucht, muss ich den Bogen da irgendwie "vorwärmen"?

LG Chris

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 29.01.2023, 08:52
von schnabelkanne
Chris_N hat geschrieben: 28.01.2023, 23:04
Wie macht ihr das (Bandsäge hab ich leider nicht)?
Und noch eine Anfängerfrage: Wenn ich jetzt rausgehe, kalt und feucht, muss ich den Bogen da irgendwie "vorwärmen"?

LG Chris
Servus, ein paar Grad minus sind kein Problem, ohne Bandsäge musst du halt mit dem Ziehmesser oder einem kleinem Beil (Dexel) den Markkanal freilegen, im Griffbereich etwas mehr Material stehen lassen.
Lg Thomas

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 29.01.2023, 09:30
von inge
Viele bauen ihre Bögen ohne Bandsäge. Sogar ohne alles was Stecker hat. ;)
LG
inge
Das musste jetzt sein.

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 29.01.2023, 10:19
von Spanmacher
Inge hat völlig recht. Du kannst jede Form mit einem guten Beil aus dem Holz hauen. Das habe ich selbst auch jahrelang gemacht.

Zum "Vorwärmen" vor dem Schießen: Wie bei Vollholzbogen üblich, immer so ca. 5 Minuten lang den aufgespannten Bogen peu á peu langsam steigernd ziehen. Also quasi das gute Stück behutsam daran erinnern, dass er kein Baum mehr ist, sondern ein Bogen. ;)

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 29.01.2023, 14:51
von fatz
Vorwaermen? WTF? Hab ich noch nie gemacht. Ist mir noch nie was passiert. Schadet sicher ned, nutzt aber m.E. auch nix. Kann mir ehrlich gesagt ned vorstellen, dass der Bogen warm bleibt, wenn du auf dem Parcours vom Einschiessplatz zum ersten Schuss läufst.

Stave in Form bringen: viewtopic.php?f=15&t=27672&p=523699&hil ... il#p523685
In der Suche findest du noch mehr. Stichwort Behaubeil

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 29.01.2023, 15:17
von Nacanina
Hab ich auch noch nie gemacht. Und ich schieße auch im Winter draussen.
Bandsäge ist natürlich schön.
Ich habe immer mein Gränsfors Schnitzbeil genommen, für's Grobe.
Für feinere Arbeiten fasst man das Beil direkt hinter dem Kopf.
https://www.dictum.com/de/bildhauerbeil ... eil-705964

Grüße

Nacanina
PS: ich denke, das Vorwärmen wäre eher für die eigenen Muskeln gut.
Mache ich aber auch nicht.

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 29.01.2023, 16:05
von Neumi
Ich schließe mich den beiden Vorschreibern an. Aufwärmen des Bogens macht keinen Sinn und ist unnötig.
Aufwärmen der Muskulatur, Bänder und Sehnen ist sehr sinnvoll und sollte grundsätzlich gemacht werden, unabhängig vom Zuggewicht des Bogens.
Grüße - Neumi

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 30.01.2023, 15:50
von Chris_N
Danke für die Tipps zum Aufwärmen, hab’s mir schon gedacht, dass das vor allem für einen selber gilt :)
Das Gränsfors Schnitzbeil sieht super aus, ich hab das bis jetzt mit meinem kleinen Fiskars Handbeil gemacht. Aber sollten noch mehr Bögen kommen (sehr wahrscheinlich) lohnt sich die Investition bestimmt.

Update zum Bogen:
Ich konnte vorhin nur mal kurz drinnen auf 5m schiessen, ohne Vollauszug.
Wie war das gleich, wenn alle Pfeile mit der Nocke leicht nach links stecken, ist dann der Spine zu weich oder zu hart???

Gerade gemessen hat er doch 47 lbs @ 28’’, aber er zieht sich im Vergleich leichter als mein 68'' Bambus-Laminat Bogen mit 44#@28. Anscheinend machen die 2'' Längenunterschied spürbar was aus. Oder die Angabe beim Bambus stimmt nicht genau, gemessen hab ich den noch nicht.

Standhöhe ist aktuell bei 5 7/8''
und die max. Höhe im oberen WA: 6 5/8’’, unterer WA: 6 6/8, also oben 1/8 weniger.
Ist das akzeptabel, oder sollte da noch was runter?

LG Chris

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 30.01.2023, 16:18
von fatz
Chris_N hat geschrieben: 30.01.2023, 15:50 Das Gränsfors Schnitzbeil sieht super aus, ich hab das bis jetzt mit meinem kleinen Fiskars Handbeil gemacht.
Hm! Das Gränsfors ist symmetrisch. Waer mir das Geld ned wert.

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 30.01.2023, 16:37
von Spanmacher
Das Gränsfors ist gut. Keine Frage.
Aber für den Bogenbau ist ein einseitiges Behaubeil auf jeden Fall als Werkzeug geeigneter.

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 30.01.2023, 16:51
von Nacanina
Ich komme zurecht damit.
Aber Bandsäge ist schon noch schöner.

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 31.01.2023, 12:26
von Chris_N
So, jetzt konnte ich mal ein paar Pfeile werfen, auf 10m und 18m.
Noch nicht mit Vollauszug, aber von der Trefferhöhe hat es bei beiden Distanzen keinen spürbaren Unterschied gemacht.

Zwei Sachen sind mir aufgefallen:
1. Die Treffer liegen etwas tief. Kann das vom noch zu starken oberen WA kommen?
2. Die Pfeile schwänzeln recht stark horizontal, beginnend mit einem Linksschwung. Auf 10m stecken sie auch mit der Nock eher links.
Ich habe 2 verschiedene (Carbon)Pfeile ausprobiert, Avalon Hybrid (thin) mit 1000er Spine, und Penthalon Ttraditional mit 400er Spine. Die 400er steckten eher gerade, aber das "Schwänzeln" war bei beiden ähnlich.
Die 1000er sind vermutlich nix für den Bogen. Aber ich hab ja net voll ausgezogen...

Ich habe leider noch nicht viele Vergleichsmöglichkeiten, aber bei meinem anderen Bogen schwänzelt nix, bzw. nur kaum wahrnehmbar.
Woran kann das liegen?
Ach ja, die Sehne ist Dacron, 14 Strang

Danke und LG
Chris

Re: Anfängerfrage Hasel Tillern

Verfasst: 31.01.2023, 12:42
von Nacanina
Bleib mal ruhig.
Bevor du nicht im Vollauszug bist, macht ein Spine Test keinen Sinn.
Und zwischen 1000er und 400er liegen ja Welten.

Grüße

Nacanina