Pfeiloptimierung für Redman

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doubleD
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Re: Pfeiloptimierung für Redman

Beitrag von doubleD »

Heidjer hat geschrieben:Sagen wir mal, der Pfeil der mehr Zeit für die Strecke braucht, kommt tiefer im Ziel an, in 95% der Fälle wird das der schwerere Pfeil sein.
Der einzige Grund ausdem ein leichteres Geschoss bei gleicher Energie länger braucht um ein Ziel in effektiver Reichweite zu erreichen ist das es einen höherer Luftwiederstand und damit größeren Energieverlust erzeugt und das wiederum liegt daran das es taumelt/schlecht stablisiert oder wie in dem Fall hier bauartbedingt eine größere Stirnfläche hat.. bzw. eine Mischung der Ursachen.
Weit jenseits der effektiven Reichweite überholt das schwerere Geschoss das leichte wegen der effizienteren Energieerhaltung aber das ist für das Schiessen völlig uninteresant.
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Heidjer
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Re: Pfeiloptimierung für Redman

Beitrag von Heidjer »

Mir ging es um Ursache und Wirkung. ;)
Nicht immer ist es einfach von dem einen auf das andere zu schliessen.

Hier war die Frage: Es gibt keine Höhenstreuung trotz deutlich unterschiedlichen Pfeilgewicht, wie kommt es dazu?

Also geht man die Frage anders herum an, was führt zu Höhenstreuungen?
1. Unterschiedlicher Abschußwinkel, > wurde hier Ausgeschlossen.
2. Unterschiedlicher Auszug, > wurde auch Ausgeschlossen.
3. Unterschiedlicher Ablass, > wurde auch Ausgeschlossen.
4. Unterschiedliche Pfeile, > kann also nur daran liegen.

Was ändert sich bei unterschiedlichen Pfeilen und welche Auswirkung hat das?
1. Das Gewicht: Ändert den Wirkungsgrad des Bogens und damit auch die Anfangsgeschwindigkeit des Pfeiles.
2. Der Spine: Dadurch ändert sich das Schwingungsverhalten des Pfeiles und damit die Zeit, die der Pfeil zur Stabilisierung braucht, längere Stabilisierungsphase bedeutet mehr Luftwiderstand.
3. Der CW-Wert: Der Luftwiderstand ist entscheident, für den Wert mit dem der Pfeil in der Luft abgebremst wird.

Da hier an allen drei Dingen gedreht wurde, kann es eigentlich nur zu den Effekt aus meiner ersten Antwort gekommen sein.
Das Gewicht: Ein leichter Pfeil beschleunigt besser, der Pfeil verläßt den Bogen schneller, der Bogen kann dem Pfeil weniger Energie mitgeben. Der schwerere Pfeil beschleunigt langsamer, der Bogen überträgt länger Energie an den Pfeil, der Wirkungsgrad des Bogens ist besser.
Der Spine: Ein steiferer Pfeil biegt sich weniger weit durch und wird auch schneller wieder gerade.
Der CW-Wert: Von dem leichten Pfeil wurde geschrieben das die Feder schräg geklebt wurde, das stabilisiert den Pfeil zwar schneller aber erhöht natürlich den Luftwiderstand auch dann, wenn der Pfeil gerade fliegt und kostet damit Energie.

Ich vermute daher das sich die Positiven Änderungen, besser passender Spine, besserer CW-Wert und besserer Wirkungsgrad des Bogens, gegen die negative Änderung zum höheren Gewicht auf dieser Entfernung genau ausgleicht. ;)
Es kommt allein deshalb zu keiner Höhenstreuung, weil beide Pfeile genau die gleiche Zeit für die Strecke brauchen. ;D


Gruß Dirk
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doubleD
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Re: Pfeiloptimierung für Redman

Beitrag von doubleD »

Wir sagen beide das gleiche nur anders formuliert.
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Heidjer
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Re: Pfeiloptimierung für Redman

Beitrag von Heidjer »

Im Prinzip ja. ;)
Ich möchte nur, das es möglichst klar Dargestellt wird, wie alles zusammen hängt, es gibt einfach zuviele Leser hier, die wegen einem Nebensatz gleich einen neuen Thread aufmachen. ;)

Auch das Du von gleicher Energie schreibst, das ist aber nicht der Fall, bei einen Bogen steigt mit dem Pfeilgewicht der Wirkungsgrad des Bogens, bei einen Redman wird der ~11gpp Pfeil mindestens 5% mehr potentielle Energie mit bekommen wie der ~9gpp Pfeil.
Ausserdem gibt es gute Gründe warum Pfeile unterschiedliche CW-Werte haben und vielfach auch brauchen.


Gruß Dirk
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Re: Pfeiloptimierung für Redman

Beitrag von doubleD »

Heidjer hat geschrieben:Ausserdem gibt es gute Gründe warum Pfeile unterschiedliche CW-Werte haben und vielfach auch brauchen.
Du meinst FluFlu, Normalpfeil und Flightpfeil? Also einen immer geringeren Luftwiederstand und dafür eine immer längere Stabilisationsphase?

Jochen
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