Ungleichbehandlung bei Siegerehrungen

Was nicht in eine der anderen Kategorien passt.
Tower
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Beitrag von Tower »

So, dann werde ich mir auch mal wieder das Maul verbrennen.
Postulate:
1. Frauen, Männer und Kinder sind nicht gleich!
2. Deshalb sollten diese auch nicht gleich bewertet werden!
3. Deshalb bei traditionellen Bogen-Turnieren nur drei Klassen: Frauen, Männer und Kinder. (Bis wann jemand Kind ist ist dem Ausrichter zu überlassen.)
4. Keine Unterscheidung in Bogenklassen oder Zuggewichte, solange die Bögen "traditionell" sind. Also keine Ziel- und Ablasshilfen, keine Stabilisatoren und keine Compounds.
5. Keine Entfernungen über 30-35 Meter, das wäre in der "jagdlichen Realität unserer Vorfahren, von Naturvölkern und heute noch jagenden Menschen" auch nicht praktikabel und anzuraten.

Wäre das eine Variante auf die man sich einigen kann?
Das Leben ist zu kurz um sich mit minderwertigen Dingen zufrieden zu geben! Besonders Schwerter, B?gen, Menschen allgemein, Freunde, Sexual- wie auch Lebenspartner!
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Kyujin
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Beitrag von Kyujin »

Nein, Männer und Frauen sind nicht gleich. Aber rechtfertigen die Unterschiede (ob nun biologische oder sozial geprägt) die Trennung in verschiedene Klassen, wenn dann innerhalb der Klassen keine Trennung nach Zuggewichten erfolgen soll?

Oder gilt die Tatsache, dass jemand mehr übt als andere, schon als unfair?
Johannes Kolltveit Ibel
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Tower
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Beitrag von Tower »

@Kyujin: Nur zum Verständnis, was für Unterscheide macht denn das Zuggewicht bei einem Turnier aus?
Ich kenne "Männer" die 30-35# ziehen und Frauen die um die 60# ziehen.
Im Grunde stimmt es schon, keine Unterteilung wäre auch O.K., denn es zählt ja nur ob man trifft und mit nem 30# und mit nem 70# Bogen kann man bis 35 Metern treffen.

Also Abschaffung aller Klassen, nur nach Punkten werten, fände ich schon O.K.!

Wobei eine Kinderklasse bei den niedrigen Zuggewichten schon nötig wäre.
Oder wie ich es in England erlebt habe, verschiedene Abschußpflöcke je nach Gewichtsklasse (verringern der Entfernung).
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Netzwanze
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Beitrag von Netzwanze »

Shewolf schrieb:

Also was können wir tun?

Veranstalter darauf ansprechen
Miteinander in Verbindung bleiben, auch außerhalb der Turniere, um sich auszutauschen (Networking!)
Berichte für die TB schreiben unter besonderer Berücksichtigung des Themas
Speziell können wir unsere eigenen Veranstaltungen versuchen besser zu gestalten. Das fängt mit der Ausschreibung an (klar ausdrücken und sich dran halten), geht über in die Klassenverteilung und endet mit der Siegerehrung.

Gibt es keine Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern, oder besser gesagt Klassen (s.u.), so könnten wir doch mal testen, wie es ohne Trennung aussieht.
Eventuell bekommen wir ja eine bessere Verteilung hin, als bisher.

Wir haben hier bald 2000 Mittglieder. Mit diesen kann man ja auch mal etwas verändern. Vielleicht macht es ja auch seine Runde.

@Tower:
Das Thema der unterschiedlichen Bogenklassen sollten wir hier besser nicht diskutieren. Dafür haben wir einen anderen zur Zeit aktuellen Thread.

Der Aufmacher dieses Threads war aber, wie schon gesagt, die "Frechheit" eine zu schwach besetzte Klasse nicht, bzw in einer nicht vergleichbare Klasse zu werten.

Daß dies passiert ist, können wir hier nicht mehr ändern. Jedoch könnte man für zukünftige Veranstaltungen etwas verbessern.

Aber damit passt es auch wieder zum Threadtitel. Alles in eine Klasse geht nicht gut, da sich wieder viele Leute ungerecht behandelt fühlen (langsame Holzbögen gegen schnelle Glasbelegte Bögen).

Kinder sollte man auf jeden Fall von den Erwachsenen getrennt werten. Eine Unterteilung zwischen Männchen und Weibchen ist m.A. aber nicht nötig. Höchstens, wenn man möchte, daß es mehrere erste Plätze gibt (was den Kindern natürlich auch gut tut).

Die Frage, ob man die Erwachsenen unbedingt nach Geschlechtern trennen muß, kann man ja auch mal rein wissenschaftlich angehen. Wie liegen die Ergebnisse zwischen Männern und Frauen statistisch auseinander? Hat sich das schonmal jemand gefragt?

Würde mich wirklich mal interessieren. Gibt es hier keine große Abweichung, ist eine Trennung nicht notwendig (rein mathematisch gesehen).

Genauso kann man es ja auch mal mit den verschiedenen Bogenklassen angehen.

Christian
PS: Bei der Weltmeisterschaft Bowhunter wurde noch rigeroser nach Geschlechtern getrennt. Da gab nur reine Frauen und Männergruppen.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
grosser_baer
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Einspruch

Beitrag von grosser_baer »

Da haben wir's mal wieder, wenn Männer über Gleichberechtigung diskutieren:D

Gleichberechtigung bedeutet nicht GleichMACHEREI, sondern das (natürliche) Recht in einer Gesellschaft, am Leben mit den selben Chancen zu partizipieren - unabhängig von Geschlecht, Rasse, Behinderung etc.pp.

Und wenn es in einer Sportart nunmal so ist, dass geschlechtsspezifische Unterschiede zu unterschiedlichen Leistungen führen, dann muss dieser Umstand sich in getrennten Klassen für Männlein und Weiblein niederschlagen, um Chancengleichheit zu wahren, und wenn's nur die Chancengleichheit darauf ist, sich unter seinesgleichen im sportlichen Wettkampf zu messen.

So, und ganz ketzerisch behaupte ich mal, dass der durchschnittliche punktemässige Abstand auf nem 3d-Turnier zwischen Männlein/Weiblein bei 28 3-d-Tieren, 3-Pfeilrunde und Tag bei 100 Punkten liegt - zu Gunsten der Männer.

(Beweise mir einer das Gegenteil und ich werde solange üben, bis ich Euch alle vom Platz fege:D )

Über die Gründe liesse sich jetzt trefflich streiten.... :schlecht

Nichts desto trotz würde ich bei dieser Klassenstreicherei lieber bei den Männern meiner Bogenklasse einsortiert werden, als in einer wie auch immer gearteten "nächst höheren Bogenklasse". Mir wurde aber schon suggeriert, dass ich damit wohl alleine stünde. Wie sieht das bei Euch aus, mitschiessende Ladys?

Lg
gb

PS1: Eine Frau, die so gut sein will wie ein Mann - hat keinen Ehrgeiz.

PS2: Herzlich willkommen in Fletchers Corner, Scoti :knuddel
Der geistige Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

@Tower
du schießt keinen Primitivbogen, stimmts?
@Schatti
doch sie sind genetisch anders (schau doch mal genau hin...)
@Primitivbognerinnen
lasst euch nicht unterkriegen. Sagt laut eure Meinung. Ihr habt recht. Es gibt einen Unterschied zwischen den Bogenklassen und es gibt einen Unterschied, ob man Männlein oder Weiblein ist.
@Shewolf
Du bist Klasse wenn du richtig sauer bist!
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
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Beitrag von Archiv »

Original geschrieben von Nacanina

@Tower
du schießt keinen Primitivbogen, stimmts?
@Schatti
doch sie sind genetisch anders (schau doch mal genau hin...)
@Primitivbognerinnen
lasst euch nicht unterkriegen. Sagt laut eure Meinung. Ihr habt recht. Es gibt einen Unterschied zwischen den Bogenklassen und es gibt einen Unterschied, ob man Männlein oder Weiblein ist.
@Shewolf
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:knuddel dieses posting wähle ich zum besten der Woche, mindestens :knuddel
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Beitrag von Nacanina »

@Tower, Schatti
Jetzt habe ich euch schon so häufig angemacht.
Also möchte ich euch auf dem nächsten Turnier bei dem wir uns treffen, auf einen Wein (ok. von mir aus auch Bier) einladen. Ist wohl an der Zeit. Enschuldigt meine Polemik.
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Tower
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Beitrag von Tower »

@ Nacanina: Richtig, ich schiesse keine Primitivbögen, ich stehe auf schnell, schwer, schön und Glas mit Holz (Border etc.). Halt jagdtaugliches Gerät.
Aber, mein großer Mentor und Bogenbaumeister Ralf hat mich überzeugt mir einen Eibenprügel zu bauen, der soll dann aber auch richtig Bums, also Zuggewicht haben. Wenn ich das erledigt habe und meine Erfahrungen damit gemacht habe, werde ich mich zu dem Thema wieder melden.
Zur Zeit kann ich zu dem Thema Primitivbögen vs. Glasbögen nur theoretisches Geschwafel ablassen und davon gibt es (nicht nur hier) ja genug :-) <- Relaxen, das ist Humor bzw. meine unmasgebliche Einschätzung zum globalen Stand der menschlichen Spezies.

Das mit dem Bier bzw. Wein habe ich mir vorgemerkt!!
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Beitrag von Nacanina »

@Tower
Schön!
Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Bogenbauprojekt. Vielleicht konvertierst du ja noch...
Ich habe auch einen Border: schnell, schwer, schön; Glas mit Carbon und Holz.
Aber ich habe (ist vor 2 h. fertig geworden)einen neuen Bogen gebaut:
Schnell, schwer, schön; Wacholder mit Sehne.
Natürlich kann man mit dem Border präziser schießen weil er eine Pfeilauflage/Schußfenster hat. Trotzdem werde ich den neuen Bogen bei den Longbow-Turkeys schießen. Den Border habe ich schon Monate lang nicht mehr in der Hand gehabt...
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Beitrag von Archiv »

na das ist ja inzwischen ein Thread der vermutlich als "Klassiker" eingehen wird..

Läßt uns nicht die geschlechterspezifischen Unterschiede diskurtieren.. sonst verfallen wir tatsächlich ins Stammtischniveau... und mal ehrlich. Die Diskusion führen doch Elternpaare eh spätens bei Abendbrot, gell ?

Frauen tragen einfach mehr "Lasten" da kann mann sich noch so anstrengen...

Tower Du hast meine Sympathie - Es muss krachen ! Ich schieße ebenfalls einen alten Border... obwohl ich auch mal gern die Bogenlampenvariante des 30# LB geniese
:) :)

Nacanina vortrefflich formuliert !
Das ganze würde ich allerdings auch gern mal beim Gläschennn Wino weiter fortführen...
Mongol
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RE:

Beitrag von Mongol »

Original geschrieben von Nacanina


@Schatti
doch sie sind genetisch anders (schau doch mal genau hin...)
:wundern :wacko Bei Schatti oder bei den Frauen? :wueste

(Sorry, konnt ich mir nicht verkneifen) :D
Ein kluger Mann bemerkt alles.
Ein dummer Mann macht über alles eine Bemerkung
(H. Heine)
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Beitrag von Archiv »

@John Longbow
Mir machen die Bögen, die dauernd krachen aber keinen Spaß, da muß man ja immer einen Zweit- oder Drittbogen dabei haben:D .

Vielleicht sollten wir dann auch im übrigen beim Threadthema bleiben und nicht versuchen Begriffe wie "Traditionell" oder "jagdtauglich" zu definieren, denn in einer jahrtausende alten Tradtion der Jagd mit Pfeil und Bogen gibt es Glasfaserlaminate erst eine sehr, sehr kurze Zeit.
Schnelligkeit ist übrigens nicht alles beim Bogenschiessen, denn man schießt oft nur schneller vorbei und der Wert eines Geschwindigkeitsmessers ist doch nur was für die Galerie. Und um den Bogen zum Thema wieder zu bekommen, mir ist auch schon aufgefallen (geschlechtsunspezifisch), daß es oftmals Gruppen mit nur einem Teilnehmer (1. Platz, klingt immer gut) in der Wertung gibt, während z.B. die 5, 6 oder 7 Holzbogener der allgemeinen Langbogenklasse zugeordnet werden, meist mit der Begründung, es gibt nicht genügend Teilnehmer in dieser Klasse. Ich habe dabei dann festgestellt, daß man den Veranstalter dann einfach direkt darauf ansprechen sollte und bei den meisten ändert sich auch etwas, spätestens beim nächsten Turnier. ;-)
daritter

RE:

Beitrag von daritter »

Tower schriebeslte
5. Keine Entfernungen über 30-35 Meter, das wäre in der "jagdlichen Realität unserer Vorfahren, von Naturvölkern und heute noch jagenden Menschen" auch nicht praktikabel und anzuraten.
Dagegen :o


Ich sag sogar warum: über 35m ist zwar vielleicht nicht jagdlich und auf die Dauer auch relativ Pfeilintensiv, aber ich mag Distanzschüsse einfach. Natürlich in Maßen, aber ab un dzu ein weiterer Schuss sollte schon drin sein.
Wegen mir kann auch gerne mal ein 70m Schuß dabei sein, da hat man wenigstens was vom Pfeilflug.

Es muss ja nicht immer nur ums Jagdliche gehen ... sonst dürften wir auch nur noch in Camo in den Wald und reden in der Gruppe is nicht ... wenn man sich dem 3D-Tier dann zu laut oder mit zuviel Geruchsentwicklung nähert schlägt ein Sensor an und der Schuss wird als Nullrunde gewertet oder wie? :o :D Das wär dann das Ende von Tippis Karriere :wueste

So, leider OT ... aber irgendwie hat mich das den ganzen Tag schon gestört :D
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Beitrag von Archiv »

Original geschrieben von snake

@John Longbow
Mir machen die Bögen, die dauernd krachen aber keinen Spaß, da muß man ja immer einen Zweit- oder Drittbogen dabei haben:D .

Vielleicht sollten wir dann auch im übrigen beim Threadthema bleiben und nicht versuchen Begriffe wie "Traditionell" oder "jagdtauglich" zu definieren, denn in einer jahrtausende alten Tradtion der Jagd mit Pfeil und Bogen gibt es Glasfaserlaminate erst eine sehr, sehr kurze Zeit.
Schnelligkeit ist übrigens nicht alles beim Bogenschiessen, denn man schießt oft nur schneller vorbei und der Wert eines Geschwindigkeitsmessers ist doch nur was für die Galerie. Und um den Bogen zum Thema wieder zu bekommen, mir ist auch schon aufgefallen (geschlechtsunspezifisch), daß es oftmals Gruppen mit nur einem Teilnehmer (1. Platz, klingt immer gut) in der Wertung gibt, während z.B. die 5, 6 oder 7 Holzbogener der allgemeinen Langbogenklasse zugeordnet werden, meist mit der Begründung, es gibt nicht genügend Teilnehmer in dieser Klasse. Ich habe dabei dann festgestellt, daß man den Veranstalter dann einfach direkt darauf ansprechen sollte und bei den meisten ändert sich auch etwas, spätestens beim nächsten Turnier. ;-)
"Zur Vermeidung von Dauernd, Immer etc..
bitte einmal beim Thema bleiben und vorher
genau lesen..."

Schön, das wir einer Meinung sind ! Ich kann mir dem nur anschließen. Für Distanzschüsse ziehe ich ebenfalls den 60# vor, je nach Turnier. Wie gesagt, ich gehe auch gern mit meinem Esche LB 30# durch den Parcour.. aber das ist ja nicht das Thema hier... :bier
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