MacBumm "Wundballistig bei Pfeilverletzungen"
MacBumm "Wundballistig bei Pfeilverletzungen"
MacBumm hat zum Thema "Wundballistik bei Pfeilverletzungen" promoviert, der kann sicher zu den "soft targets" etwas sagen.
Zuletzt geändert von Hunbow am 12.02.2009, 08:00, insgesamt 1-mal geändert.
Johannes Kolltveit Ibel
Oslo Kyūdō Kyōkai オスロ弓道協会
Oslo Kyūdō Kyōkai オスロ弓道協会
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Steinmann
RE:
Hmmm... die Scheibe leidet doch eigentlich nur wenn SIE getroffen wird...Original geschrieben von John Longbow
Die Scheiben leiden jedesmal wenn der Pfeil ins Holz einschlägt.
sagt mal, was habt ihr für Scheiben? 60er oder kleiner...
Wir trainieren auf 90er Foam- und Stramitscheiben, und ich kann mich fast nicht mehr entsinnen, wann das letzte mal auf 0-30m mal ein Pfeil vorbeigegangen ist...
Aber wir haben erst letztlich mal einen Pfeilfang gebaut und hinterher getestet:
Er besteht aus 2x 4m² Rasenteppich, schwingend aufgehängt.
Alle Pfeile sind glatt hindurch...
wir werden jetzt mal noch zwei zusätzliche Lagen installieren.
Gruß, Azmo
>>>TrueMetalWarrior<<<
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MacBumm (✝)
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- Registriert: 02.06.2004, 12:14
Pfeilfang / Zielballistik
BTW: Recht gut funktioniert Teppichboden, die stoppende Trägerschicht (Schaumgummi) zum Schützen hin: Die Zielballistik eines Pfeiles wird von der Reibung bestimmt, die er im Ziel erfährt. Das Schaumgummi reibt enorm und stoppt sehr gut...
Einige interessante Phänomene in diesem Zusammenhang:
Schießt man in ballistische Seife oder Gelatine ist die Eindringtiefe des Pfeiles deutlich geringer als z.B. in knochenfreiem Gewebe.
Seife und Gelatine umströmen den eindringenden Pfeil und bremsen ihn so. Im Gewebe vorhandene Flüssigkeit hingegen ermöglicht viel tieferes Eindringen, weil der Pfeil auf diesem Flüssigkeitsfilm gleitet wie ein Schlittschuh auf dem Eis. Aus gleichem Grund dringen Pfeile bei Regen tiefer z.B. in Ethafoam ein.
Geschmolzenes Ethafoam am Schaft belegt, dass die im Ziel entstehende Reibung auch Wärme erzeugt. Wer schon einmal bei Frost auf einen Holzwolleballen geschossen hat wird ebenfalls ein Lied davon singen können: Die Reibungswärme schmilzt im Block vorhandenes Eis, der Schaft erkaltet und wird blitzartig eingefroren: Pfeile ziehen bei Tauwetter...
Zurück zum Teppich: Eine zweite Lage, im Abstand von 10-20 cm hinter der ersten, kann nicht schaden: Savety first! Ein ordentliches Pfeilfangnetz ist aber sicherlich die erste Wahl!
Wichtig immer: Frei schwebende Aufhängung! Dadurch wird dem Pfeil schon eine Menge Energie genommen; ein aufliegendes Netz kann nicht funktionieren!
Tüskes! Hubert
Einige interessante Phänomene in diesem Zusammenhang:
Schießt man in ballistische Seife oder Gelatine ist die Eindringtiefe des Pfeiles deutlich geringer als z.B. in knochenfreiem Gewebe.
Seife und Gelatine umströmen den eindringenden Pfeil und bremsen ihn so. Im Gewebe vorhandene Flüssigkeit hingegen ermöglicht viel tieferes Eindringen, weil der Pfeil auf diesem Flüssigkeitsfilm gleitet wie ein Schlittschuh auf dem Eis. Aus gleichem Grund dringen Pfeile bei Regen tiefer z.B. in Ethafoam ein.
Geschmolzenes Ethafoam am Schaft belegt, dass die im Ziel entstehende Reibung auch Wärme erzeugt. Wer schon einmal bei Frost auf einen Holzwolleballen geschossen hat wird ebenfalls ein Lied davon singen können: Die Reibungswärme schmilzt im Block vorhandenes Eis, der Schaft erkaltet und wird blitzartig eingefroren: Pfeile ziehen bei Tauwetter...
Zurück zum Teppich: Eine zweite Lage, im Abstand von 10-20 cm hinter der ersten, kann nicht schaden: Savety first! Ein ordentliches Pfeilfangnetz ist aber sicherlich die erste Wahl!
Wichtig immer: Frei schwebende Aufhängung! Dadurch wird dem Pfeil schon eine Menge Energie genommen; ein aufliegendes Netz kann nicht funktionieren!
Tüskes! Hubert
Auf dass uns der Tod lebendig finde - und das Leben nicht tot!