Wer erzählt weiter....
Wer erzählt weiter....
Noch bevor er einen Blick darauf geworfen hatte, wusste er, dass er etwas ähnliches noch nie gesehen hatte. Ein unbeschreiblicher Gestank erfüllte den Wald. Aus dem penetranten Geruch war mit jedem Schritt ostwärts ein pestillenzartiger Brodem geworden. Obwohl er keine Zeit verlieren durfte, musste er jetzt vorsichtig sein. Vorsichtig ließ er sich auf ein Knie nieder. Außer dem leisen Wispern der Pfeilbefiederung in seinem Köcher hörte er nichts. Kein Vogelruf, keine durch welkes Laub raschelnde Maus, nur unwirkliche, absolute Stille. Während er langsam einen Pfeil auf die Sehne legte, spähte er angestrengt nach vorne. Er erhob sich und setzte behutsam einen Fuß nach vorne, verhielt kurz und ging dann sehr vorsichtig weiter. Obwohl er mit allem gerechnet hatte, ließ ihm der plötzliche Anblick das Blut gefrieren...
Am Rande einer kleinen Lichtung vor ihm saß ein schwarzes Ungeheuer, und kaute auf einem bluttriefenden Rehschenkel. Schwarzes, zottiges Fell fiel in verfizten Strähnen tief in die niedrige Stirn, aus der eine flache breite Schneuze ragte. Fingerlange Fangzähne rißen das Fleisch vom Knochen ab. Klauenartige Hände hielten den Knochen fest.
Der Rest des zerfetzten Rehs lag vor dem Geschöpf auf dem Boden. Der Gestank, der von dem Wesen ausging, war unbeschreiblich. Atan hielt die Luft an, und zwang sein Herz mit schierer Willenskraft, weiterzuschlagen. Das gab es nicht. Das konnte einfach nicht sein! Er kniff die Augen zusammen, und sah wieder hin. Das Untier hatte den Knochen abgenagt und verschlungen. Es rülpste, und richtete sich zur imposanten Größe eine Braunbären auf. Dann warf es den Kopf in den Nacken, und lachte kehlig auf. Schließlich trottete es auf zwei Beinen davon.
Atan hielt unwillkürlich die Luft an. Ein letztes Knacken der Zweige, und Stille senkte sich erneut über den Wald. Er sank zu Boden, und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Seine linke Hand hatte auf dem Leder des Bogengriffstücks einen feuchten Abdruck hinterlassen. Suchend sah er sich um, vielleicht ein Filmteam, oder versteckte Kamera? Aber nichts war zu sehen oder zu hören, er war ganz alleine im Wald.
Was nun, sollte er zum Auto zurücklaufen, die Polizei rufen und sich vielleicht lächerlich machen? Oder sollte er der Sache besser auf den Grund gehen, vielleicht steckte unter dem Fell doch ein Mensch, irgend so ein Reenactor auf Ötzi-Trip? Und wenn nicht - er sah auf seinen Köcher hinab. Vier Pfeile, und ein Jagdmesser. Würde das im Ernstfall reichen?
Der Rest des zerfetzten Rehs lag vor dem Geschöpf auf dem Boden. Der Gestank, der von dem Wesen ausging, war unbeschreiblich. Atan hielt die Luft an, und zwang sein Herz mit schierer Willenskraft, weiterzuschlagen. Das gab es nicht. Das konnte einfach nicht sein! Er kniff die Augen zusammen, und sah wieder hin. Das Untier hatte den Knochen abgenagt und verschlungen. Es rülpste, und richtete sich zur imposanten Größe eine Braunbären auf. Dann warf es den Kopf in den Nacken, und lachte kehlig auf. Schließlich trottete es auf zwei Beinen davon.
Atan hielt unwillkürlich die Luft an. Ein letztes Knacken der Zweige, und Stille senkte sich erneut über den Wald. Er sank zu Boden, und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Seine linke Hand hatte auf dem Leder des Bogengriffstücks einen feuchten Abdruck hinterlassen. Suchend sah er sich um, vielleicht ein Filmteam, oder versteckte Kamera? Aber nichts war zu sehen oder zu hören, er war ganz alleine im Wald.
Was nun, sollte er zum Auto zurücklaufen, die Polizei rufen und sich vielleicht lächerlich machen? Oder sollte er der Sache besser auf den Grund gehen, vielleicht steckte unter dem Fell doch ein Mensch, irgend so ein Reenactor auf Ötzi-Trip? Und wenn nicht - er sah auf seinen Köcher hinab. Vier Pfeile, und ein Jagdmesser. Würde das im Ernstfall reichen?
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Aber, da er ein tapferer und entschlossener Mann war, gab er die Hoffning nicht auf, daß sich die Geschichte doch noch weiterentwickelt und zu einem guten Ende gebracht wird.
Ein grosser Mann wird weder vor dem Kaiser kriechen, noch einen Wurm zertreten (Benjamin Franklin)
Wenn das Atmen schwieriger waere, haetten wir weniger Zeit um Unsinn zu reden.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd (Sprichwort)
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Also dann vorwärts mein Freund.Er legte einen Pfeil auf die Sehne, obwohl er nicht sicher war das seine leichten Jagdpfeile dem Vieh viel ausmachen würden.In leichtem Bogen näherte er sich vorsichtig der Stelle an der das schwarze Monster zwischen den Büschen verschwunden war.Sein wiederlicher Gestank hing noch deutlich in der Luft.Es war unnatürlich still.Noch ein Schritt.Beinahe wäre er gestürzt.Steil fiel der Boden jenseits des Gebüsches ab.Wie ein Krater oder die eingestürtzte Decke eines Stollens.Aufmerksam sah er sich um.Der Krater konnte noch nicht allzulange hier sein, zu frisch,zu neu waren die Spuren der aufgebrochenen Erde.Etwa 10 Meter von ihm entfernt, dort wo sich der Krater weiter zur Mitte hin senkte, entdeckte er eine Öffnung, eine Höhle...,einen Eingang?Ein Eingang wohin?Das Monster war nirgends zu sehen.Es mußte in diesem Eingang verschwunden sein.Was jetzt? Sollte er wirklich in diesen Höllenschlund steigen?
Das abgehackte Fauchen, das aus dem Gebüsch einen halben neben ihm drang und ihn daran erinnerte, dass der Wind vor ein paar Sekunden gedreht hatte, nahm ihm die Entscheidung ab: Den Bogen samt genocktem Pfeil senkend, drehte er sich in panischer Hast zur Seite, während seine plötzlich viel zu langsamen Finger nach dem geholsterten Messerheft tasteten. Zu spät - das Gebüsch teilte sich, ein kurzes Aufblitzen schmutziger, schwarzgrauer Klauen, stinkender Atem, der an seinem Gesicht vorbeistrich, und dann das rasche, sich entfernende Trappeln von Beinen, die vertrauter mit dem Waldboden waren, als Atans es je sein würden.
Erst als er fiel und sich mit dem linken Ellbogen abfing, und nicht vollends im Dreck zu landen, bemerkte er das warme, schlüpfrige Gefühl, das sich auf seinem Handrücken auszubreiten schien. Die Finger fest um das endlich freigebrachte Jagdmesser gekrampft, hob er sie vors Gesicht und betrachtete erstaunt den roten Film, der über seine Knöchel rann und den Jackensaum schon dunkel färbte. Der Schmerz des heißen, brennende Schnittes in seiner linken Seite begann plötzlich gnadenlos aufzulodern. Mühsam liess er die kleine Tasche zu Boden und nestelte am Verschluss. Irgendwo hier drin war das Notfallset, Jod, Verband, ein einziges verdammtes Pflaster...
Erst als er fiel und sich mit dem linken Ellbogen abfing, und nicht vollends im Dreck zu landen, bemerkte er das warme, schlüpfrige Gefühl, das sich auf seinem Handrücken auszubreiten schien. Die Finger fest um das endlich freigebrachte Jagdmesser gekrampft, hob er sie vors Gesicht und betrachtete erstaunt den roten Film, der über seine Knöchel rann und den Jackensaum schon dunkel färbte. Der Schmerz des heißen, brennende Schnittes in seiner linken Seite begann plötzlich gnadenlos aufzulodern. Mühsam liess er die kleine Tasche zu Boden und nestelte am Verschluss. Irgendwo hier drin war das Notfallset, Jod, Verband, ein einziges verdammtes Pflaster...
"...Oh - dass die Erde, vor der einst die Welt gebebt, nun gegen Wind und Wetter eine Wand verklebt..."
Die Bestie ließ ihm keine Zeit.Halb knieend versuchte er die an seiner linken Seite zerfetzte Jacke zu öffnen, um an die Wunde zu kommen.Gerade als es ihm gelungen war und er nach dem Jod griff, krachten die Büsche auf der gegenüberliegenden Seite des Kraters.Die Bestie hatte Blut gewittert,sein Blut.Seine Waffen lagen vor ihm auf dem Boden.Das verdammte Vieh stieß wieder dieses kehlige Lachen aus, das er heute schon einmal gehört hatte.Jetzt sank es auf seine Vorderbeine und spang mit gewaltigen Sätzen auf ihm zu.Das war`s,Alter, schoß es ihm durch den Kopf.Seine Finger tasteten nach dem Bogen ohne die Bestie aus den Augen zu lassen.Vielleicht noch 3-4 Sprünge und sie hatte ihn erreicht.Er fand Bogen und Pfeil, brachte beides hoch, spannte...,zum zielen blieb keine Zeit.Das schwarze, stinkende Monster hob sich vor ihm auf seine Hinterbeine, breitete die mit scharfen Klauen bewehrten Pranken aus.Den schrecklichen Rachen weit aufgerissen brüllte es seinen Triumph hinaus....er schoß,und es wurde dunkel um ihn.
Stimmengemurmel drang durch den dunklen Nebel in seinem Kopf. Stöhnend bewegte er den verletzten Arm, der brannte wie Feuer. Irgendwie mußte er unter einen ICC geraten sein, nur wann und wo? Würziger Rauch drang in seine Nase, er hörte Pferde wiehern. Atan schlug die Augen auf. Über ihm sah er da Blätterdach des Waldes. Die kühle Luft schmeckte nach Morgentau. Verwundert faßte er mit dem unverletzten Arm an die schwere, grobe Decke, die ihn zudeckts.
Mühsam richtete er sich auf einen Ellbogen auf und sah sich um. Menschen in grobgewebter Kleidung, mit Messern und Schwertern an den Gürteln, liefen umher. Männer und Frauen mit langen Haaren und Goldschmuck, alle mit wachsamen Augen aber einem bereitwilligen Lachen, das hier und da erklang. Feuer brannten, am Rand des Lagers stampften Pferde, die in einer Reihe angebunden waren. Kleine sehnige Tiere mit tiefem Brustkorb und kurzen Fesseln.
Atan schloß die Augen. Wenn das ein Scherz war, ging es für seinen Geschmack entschieden zu weit. Er tastet nach seinem Messer. Weg. Und wo war sein Bogen? Vermutlich da, wo sich auch sein Hemd befand... Um seinem nackten Oberkörper waren einige grobe - und, wie er stirnzunzelnd feststellte, auch nicht allzu saubere - Leinenbinden gewickelt.
Ein Mann löste sich aus einer Gruppe um das Feuer und kam auf ihn zu. "Wie geht es Dir, Freund?" sprach er ihn an. Er spricht deutsch... dachte Atan verwundert. Und fragte das erste, was ihm in den Sinn kam: "Wo ist das Monster?"
Der Mann grinste breit: "Hier!" sagte er, und hob ein Bündel vom Boden auf, was sich als der abgeschlagene Kopf des Untier erwies. Es war zwar tot, aber es stank immer noch. Atan würgte.
"Wir hatten es an seinem Bau gestellt, als Du dazwischengestolpert bist und der Wind sich drehte. Du jagst die Haraslaneesh nicht oft, mhm?" Der Mann grinste wieder, und deutete auf Atans Verletzung. "Wenig Erfahrung, aber viel Mut. Willkommen bei den Jägern, Bruder!"
Atan setzte sich vollends auf. Ging ja besser, als er gedacht hatte. "Die Jäger? Wer zum Teufel seid ihr? Und was in Dreikuckuksnamen ist ein... wie war das, Haradingsbums?" Der Mann lachte, offen und ehrlich belustigt.
Dann sagte er ganz ernst: "Deine und meine Welt berühren sich, Bruder. Und an den offenen Grenzen dringt das Böse ein. Wir sind die Jäger, immer und überall, und Du hast nun zu uns gefunden. Das ist gut so, denn wo ein Haraslaneesh ist, da sind noch mehr. Sie wandern und siedeln immer in Gruppen. Dies hier" er deutete auf den Schädel, "War ein Jungtier!"
Mühsam richtete er sich auf einen Ellbogen auf und sah sich um. Menschen in grobgewebter Kleidung, mit Messern und Schwertern an den Gürteln, liefen umher. Männer und Frauen mit langen Haaren und Goldschmuck, alle mit wachsamen Augen aber einem bereitwilligen Lachen, das hier und da erklang. Feuer brannten, am Rand des Lagers stampften Pferde, die in einer Reihe angebunden waren. Kleine sehnige Tiere mit tiefem Brustkorb und kurzen Fesseln.
Atan schloß die Augen. Wenn das ein Scherz war, ging es für seinen Geschmack entschieden zu weit. Er tastet nach seinem Messer. Weg. Und wo war sein Bogen? Vermutlich da, wo sich auch sein Hemd befand... Um seinem nackten Oberkörper waren einige grobe - und, wie er stirnzunzelnd feststellte, auch nicht allzu saubere - Leinenbinden gewickelt.
Ein Mann löste sich aus einer Gruppe um das Feuer und kam auf ihn zu. "Wie geht es Dir, Freund?" sprach er ihn an. Er spricht deutsch... dachte Atan verwundert. Und fragte das erste, was ihm in den Sinn kam: "Wo ist das Monster?"
Der Mann grinste breit: "Hier!" sagte er, und hob ein Bündel vom Boden auf, was sich als der abgeschlagene Kopf des Untier erwies. Es war zwar tot, aber es stank immer noch. Atan würgte.
"Wir hatten es an seinem Bau gestellt, als Du dazwischengestolpert bist und der Wind sich drehte. Du jagst die Haraslaneesh nicht oft, mhm?" Der Mann grinste wieder, und deutete auf Atans Verletzung. "Wenig Erfahrung, aber viel Mut. Willkommen bei den Jägern, Bruder!"
Atan setzte sich vollends auf. Ging ja besser, als er gedacht hatte. "Die Jäger? Wer zum Teufel seid ihr? Und was in Dreikuckuksnamen ist ein... wie war das, Haradingsbums?" Der Mann lachte, offen und ehrlich belustigt.
Dann sagte er ganz ernst: "Deine und meine Welt berühren sich, Bruder. Und an den offenen Grenzen dringt das Böse ein. Wir sind die Jäger, immer und überall, und Du hast nun zu uns gefunden. Das ist gut so, denn wo ein Haraslaneesh ist, da sind noch mehr. Sie wandern und siedeln immer in Gruppen. Dies hier" er deutete auf den Schädel, "War ein Jungtier!"
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Atan dachte, wenn dies ein jungtier gewesen sei, wie grausam und furchteinflösend würde dan wohl ein Erwachsener Haraslaneesh sein?
Er wollte es eignetlich nicht wirklich wissen.
er war froh das er von den Jägern gerettet wurde, auch wenn er nocht nicht ganz wusste was er von dieser Geschichte halten sollte.
Irgendwie kahm es ihm vor wie in einem Traum.
Einerseites wolte er wieder zurück, wieder aufwachen und in seiner Welt leben.
Andererseits reitzte ihn diese traumwelt. Er wollte wissen ob sie wirklichkeit war. Wenn es kein Traum wäre, dann wäre dies evtl die schönste erfahrung in seinem leben.
Er wollte mehr wissen und sprach: "Sprecht, erzählt mir mehr von eurer Welt."
Ihm dürstete es nach Wissen und erfahrung.
Der Mann lächelte zufreiden und begann zu sprechen:" Ich heise Dangobar. ......
Er wollte es eignetlich nicht wirklich wissen.
er war froh das er von den Jägern gerettet wurde, auch wenn er nocht nicht ganz wusste was er von dieser Geschichte halten sollte.
Irgendwie kahm es ihm vor wie in einem Traum.
Einerseites wolte er wieder zurück, wieder aufwachen und in seiner Welt leben.
Andererseits reitzte ihn diese traumwelt. Er wollte wissen ob sie wirklichkeit war. Wenn es kein Traum wäre, dann wäre dies evtl die schönste erfahrung in seinem leben.
Er wollte mehr wissen und sprach: "Sprecht, erzählt mir mehr von eurer Welt."
Ihm dürstete es nach Wissen und erfahrung.
Der Mann lächelte zufreiden und begann zu sprechen:" Ich heise Dangobar. ......
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Taran
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Mehr als den Namen sollte Atan nicht erfahren, denn das Licht des Tages verfinsterte sich, als ob eine Gewitterwolke aufgezogen sei. Es wurde auch kälter, und ein stiller, aber deutlich wahrnehmbarer Hauch umstrich Dangobar und Atan, der sah, wie sich die Haare auf dem Arm des freundlichen Fremden, der seine Verbände zurechtrücken wollte, aufstellten. War das nur der Temperaturabfall, oder etwas anderes?
Du bringst nicht nur Glück, dachte Atan, diese Leute stecken in Schwierigkeiten, und vielleicht hat es mit deiner Ankunft zu tun...
Da fiel ihm plötzlich ein harter Zug um Dangobars Mund auf. Mit zusammengepressten Lippen hockte er da, die Augen zusammengekniffen, in die Stille lauschend, die sich über das Lager gesenkt hatte. Langsam zog er die Hand von Atans Verbänden zurück.
Dann griff er sich Lederriemen, warf sich auf den Verletzten und begann ihn zu fesseln. Als Atan, teils aus Schmerz, teils aus Wut und Schreck, protestierend aufschreien wollte, wurde ihm ein Lumpen wie die, die seine Wunde bedeckten, in den Mund gestopft. Eine grobe Decke hüllte ihn von Kopf bis Fuß ein und raue Hände zerrten ihn hoch und trugen ihn fort.
Die Verwundung musste ihm doch mehr zugesetzt haben, als er angenommen hatte, denn er merkte, wie ihm das Bewusstsein schwand.
Zum Glück, dachte er mit letzter, schwindender Kraft, und er wunderte sich, dass er an gerade so etwas dachte, zum Glück stinkt die Decke weniger als der Kopf des Haraslaneesh, eigentlich riecht sie gut, nach Rauch und Tabak...
Du bringst nicht nur Glück, dachte Atan, diese Leute stecken in Schwierigkeiten, und vielleicht hat es mit deiner Ankunft zu tun...
Da fiel ihm plötzlich ein harter Zug um Dangobars Mund auf. Mit zusammengepressten Lippen hockte er da, die Augen zusammengekniffen, in die Stille lauschend, die sich über das Lager gesenkt hatte. Langsam zog er die Hand von Atans Verbänden zurück.
Dann griff er sich Lederriemen, warf sich auf den Verletzten und begann ihn zu fesseln. Als Atan, teils aus Schmerz, teils aus Wut und Schreck, protestierend aufschreien wollte, wurde ihm ein Lumpen wie die, die seine Wunde bedeckten, in den Mund gestopft. Eine grobe Decke hüllte ihn von Kopf bis Fuß ein und raue Hände zerrten ihn hoch und trugen ihn fort.
Die Verwundung musste ihm doch mehr zugesetzt haben, als er angenommen hatte, denn er merkte, wie ihm das Bewusstsein schwand.
Zum Glück, dachte er mit letzter, schwindender Kraft, und er wunderte sich, dass er an gerade so etwas dachte, zum Glück stinkt die Decke weniger als der Kopf des Haraslaneesh, eigentlich riecht sie gut, nach Rauch und Tabak...
Taran von Caer Dallben
[size=2] [color=blue][b]... και δÌξα ÄÉ ΘεÃŽ ![/b][/color][/size]
[size=2] [color=blue][b]... και δÌξα ÄÉ ΘεÃŽ ![/b][/color][/size]
Bilder von tanzenden Indianern tauchten in seinem Geist auf und verschwanden wieder. Raubvögel drehten ihre Kreise am blauen Himmel und wurden von Raben angegriffen. Die Sonne tat seinen Augen weh.... Plötzlich kamen Wolken auf, wurden größer und dunkler, bis sie den ganzen Himmel bedeckten. Es wurde dunkel und still. Unbehagen überfiel ihn. Eine unwirkliche Kälte umgab ihn. Irgend etwas griff ihn an, riß ihn in den Himmel und ließ kurze Zeit später wieder fallen.
Unter Schmerzen kam er auf... Der Traum war vorbei. Er war immer noch gefesselt. Er brauchte einige Zeit, um sich bewußt zu werden, daß sich seine Unterlage bewegte. Es mußte ein Wagen sein. Aber einer, der von Pferden gezogen wurde. Er hörte wilde Rufe. Jedoch verstand er sie nicht. Es war eine fremdartige Sprache. Der Wagen wurde schneller. Er spürte jedes Schlagloch, jede Wurzel über die sie hinwegfuhren.
Unter Schmerzen kam er auf... Der Traum war vorbei. Er war immer noch gefesselt. Er brauchte einige Zeit, um sich bewußt zu werden, daß sich seine Unterlage bewegte. Es mußte ein Wagen sein. Aber einer, der von Pferden gezogen wurde. Er hörte wilde Rufe. Jedoch verstand er sie nicht. Es war eine fremdartige Sprache. Der Wagen wurde schneller. Er spürte jedes Schlagloch, jede Wurzel über die sie hinwegfuhren.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, bis das Geschüttel endlich ein Ende hatte. Unsanft wurde er auf die Erde geworfen, und langsam kehrte Ruhe ein. Lagergeräusche drangen an sein Ohr, und verstummten dann schließlich auch. Atans Zunge klebte ihm am Gaumen, der Kiefer schmerzte von dem Knebel. Reglos lag er da und konzentrierte sich aufs Atmen, wobei er jeden Knochen im Leib spürte.
Da merkte er plötzlich, wie sich jemand an seinem Sack zu schaffen machte. Blitzschnell war das Tuch weg, und seine Hände wurden gelöst. Eine kleine Gestalt beugte sich über ihn, und zog ihn auf die Beine. Nach der langen Tortur der Fesselung konnte er kaum stehen, und wankte hinter seinem Retter her durch die Dunkelheit. Immer weiter zog der Unbekannte ihn durch den schwarzen Wald, vom Lager fort.
Schließlich erreichten sie zwei Pferde, bei denen eine abgedeckte Laterne stand. Atans Retter schlug das Tuch über der laterne zurück, und im warmen Lichtschein sah Atan, das es eine Frau war. Sie funkelte ihn mit grünen Augen an. "Nun Jäger, bist Du bereit, mal wieder selbst ewas zu tun nachdem Du dich wie ein Frischling hast einfangen lassen?"
Atan sah nur ihre grünen Augen, ahnte ihre kleinen Brüste unter dem groben Gewand. Und spürte Feuer in den Lenden... Oh nein, dachte er ärgerlich, sei Du ruhig da unten! DAS war eine Komplikation, auf die er jetzt verzichten konnte. Mühsam konzentrierte er sich auf das wesentliche. "Ich heiße Atan" brachte er schließlich raus.
Die Frau grinste. "Schön, Atan, nenn mich Deira. Hier ist Dein Bogen und Dein Messer." Damit gab sie ihm seine Waffen. Atan fragte: "Warum wurden die auf einmal so unfreundlich - gerade als ich anfing, mich wohlzufühlen. Und dann diese plötzliche Kälte..." Deira zog die Gurte der Pferde an. "Das war der Atem des Cerunnos. Hast Du noch nie von der großen Jagd gehört?" Atan schüttelte den Kopf.
"Die Jäger jagen die Haranslaneesh" erklärte Deira. "Doch wenn der Atem des Cerunnos über die Welt streicht, werden sie selbst zu Bestien, vergessen wer ihre Brüder sind, und ziehen aus um zu töten." Grimmig gab sie Atan die Zügel eines Pferdes in die Hand.
"Es ist ein Fluch" sagte sie, "unsere Schamanen riefen Cerunnos an, um die Haranslaneesh zu bekämpfen, und Cerunnos antwortete - aber auf seine Art. Finger weg von Waldgöttern, sag ich nur" Damit saß sie auf. Atan krabbelte etwas unelegant in den Sattel seines Pferdes.
"Und jetzt, was nun?" wollte er wissen. Deira sah ihn an. "Wenn alle Haranslaneesh getötet sind, wird der Fluch erlöschen, und die Jäger können in ihre Welt zurückkehren." Damit gab sie ihrem Pferd die Hacken zu spüren, und das Tier gallopierte los in die Dunkelheit. Atan folgte ihr, wenn auch mit einer Hand in der Mähne. Deira schaute sich um. "Wenn die Sonne aufgeht, werden die Jäger Dich suchen!" rief sie leise.
Na Klasse, dachte Atan, das sind ja schöne Aussichten. Und nur noch drei Pfeile im Köcherund im Galopp durch den nächtlichen Wald. Aber wenigstens konnte er das niedliche Hinterteil seiner Retterin bewundern, das vor ihm auf und ab wippte. So schlecht waren die Aussichten also doch nicht...
Da merkte er plötzlich, wie sich jemand an seinem Sack zu schaffen machte. Blitzschnell war das Tuch weg, und seine Hände wurden gelöst. Eine kleine Gestalt beugte sich über ihn, und zog ihn auf die Beine. Nach der langen Tortur der Fesselung konnte er kaum stehen, und wankte hinter seinem Retter her durch die Dunkelheit. Immer weiter zog der Unbekannte ihn durch den schwarzen Wald, vom Lager fort.
Schließlich erreichten sie zwei Pferde, bei denen eine abgedeckte Laterne stand. Atans Retter schlug das Tuch über der laterne zurück, und im warmen Lichtschein sah Atan, das es eine Frau war. Sie funkelte ihn mit grünen Augen an. "Nun Jäger, bist Du bereit, mal wieder selbst ewas zu tun nachdem Du dich wie ein Frischling hast einfangen lassen?"
Atan sah nur ihre grünen Augen, ahnte ihre kleinen Brüste unter dem groben Gewand. Und spürte Feuer in den Lenden... Oh nein, dachte er ärgerlich, sei Du ruhig da unten! DAS war eine Komplikation, auf die er jetzt verzichten konnte. Mühsam konzentrierte er sich auf das wesentliche. "Ich heiße Atan" brachte er schließlich raus.
Die Frau grinste. "Schön, Atan, nenn mich Deira. Hier ist Dein Bogen und Dein Messer." Damit gab sie ihm seine Waffen. Atan fragte: "Warum wurden die auf einmal so unfreundlich - gerade als ich anfing, mich wohlzufühlen. Und dann diese plötzliche Kälte..." Deira zog die Gurte der Pferde an. "Das war der Atem des Cerunnos. Hast Du noch nie von der großen Jagd gehört?" Atan schüttelte den Kopf.
"Die Jäger jagen die Haranslaneesh" erklärte Deira. "Doch wenn der Atem des Cerunnos über die Welt streicht, werden sie selbst zu Bestien, vergessen wer ihre Brüder sind, und ziehen aus um zu töten." Grimmig gab sie Atan die Zügel eines Pferdes in die Hand.
"Es ist ein Fluch" sagte sie, "unsere Schamanen riefen Cerunnos an, um die Haranslaneesh zu bekämpfen, und Cerunnos antwortete - aber auf seine Art. Finger weg von Waldgöttern, sag ich nur" Damit saß sie auf. Atan krabbelte etwas unelegant in den Sattel seines Pferdes.
"Und jetzt, was nun?" wollte er wissen. Deira sah ihn an. "Wenn alle Haranslaneesh getötet sind, wird der Fluch erlöschen, und die Jäger können in ihre Welt zurückkehren." Damit gab sie ihrem Pferd die Hacken zu spüren, und das Tier gallopierte los in die Dunkelheit. Atan folgte ihr, wenn auch mit einer Hand in der Mähne. Deira schaute sich um. "Wenn die Sonne aufgeht, werden die Jäger Dich suchen!" rief sie leise.
Na Klasse, dachte Atan, das sind ja schöne Aussichten. Und nur noch drei Pfeile im Köcherund im Galopp durch den nächtlichen Wald. Aber wenigstens konnte er das niedliche Hinterteil seiner Retterin bewundern, das vor ihm auf und ab wippte. So schlecht waren die Aussichten also doch nicht...
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"Welche Rolle spielst Du eigentlich in der ganzen Sache?" brachte er nach einer Weile hervor. Den Höllenritt hatten sie vor einigen Minuten aufgeben müssen, als das Gelände abschüssiger wurde. Unterholz, Klüfte und faustgroße Steinbrocken auf dem Pfad zwangen die Tiere zu langsamerer Gangart. Atan befand, dass ein rationaler Blick auf seine Gesamtsituation nicht schaden könne.
"Ich meine, bist Du keine Jägerin? Was hattest Du in dem Lager verloren? Was, zum Teufel, hatte ICH da verloren? Ich meine..." Zweifel und Unwilligkeit machten sich in seiner Magengegend breit, als er fortfuhr.
"Versteh' ich das richtig: Ihr seid sowas wie ein Haufen Kammerjäger, die irgendwie zwischen den Dimensionen umherirren, irgendwelches Ungeziefer jagen und dann von... jemandem...verhext wurden? Großer Gott..."
Er löste den Blick von der sanft schaukelnden Rückenpartie seiner Begleiterin und ließ ihn seitwärts schweifen, zwischen den Stämmen am Rand des Pfades in den Wald hinein. "Außerdem sollte man echt meinen, dass -"
Es geschah alles sehr schnell hintereinander. Zwischen den Bäumen, vielleicht achtzig Meter zu seiner Linken, erhaschte sein umherirrendes Auge das kurze Aufblitzen eines hellbraunen Stiefels, der hastig hinter einem dicken Buchenstamm verschwand. Mit der Warnung auf den Lippen drehte er den Kopf zurück zu Deira - und schaffte es im Zurückschnellen mit knapper Not, am Zügel zu reißen. Gerade rechtzeitig: Die dreischneidige Jagdspitze ihres aufgenockten Pfeiles stoppte knapp zwei Handbreit vor seinem rechten Auge. Ihr Rappe war stehengeblieben und blockierte mit seiner Flanke den Weg.
"Wa-" brachte er hervor, als er begriff, dass ihm vor Schreck der Atem gefroren war.
Deira zwinkerte angespannt mit beiden AUgen, zog eine Nuance weiter aus und murmelte eindringlich: "Runter!"
"Ich meine, bist Du keine Jägerin? Was hattest Du in dem Lager verloren? Was, zum Teufel, hatte ICH da verloren? Ich meine..." Zweifel und Unwilligkeit machten sich in seiner Magengegend breit, als er fortfuhr.
"Versteh' ich das richtig: Ihr seid sowas wie ein Haufen Kammerjäger, die irgendwie zwischen den Dimensionen umherirren, irgendwelches Ungeziefer jagen und dann von... jemandem...verhext wurden? Großer Gott..."
Er löste den Blick von der sanft schaukelnden Rückenpartie seiner Begleiterin und ließ ihn seitwärts schweifen, zwischen den Stämmen am Rand des Pfades in den Wald hinein. "Außerdem sollte man echt meinen, dass -"
Es geschah alles sehr schnell hintereinander. Zwischen den Bäumen, vielleicht achtzig Meter zu seiner Linken, erhaschte sein umherirrendes Auge das kurze Aufblitzen eines hellbraunen Stiefels, der hastig hinter einem dicken Buchenstamm verschwand. Mit der Warnung auf den Lippen drehte er den Kopf zurück zu Deira - und schaffte es im Zurückschnellen mit knapper Not, am Zügel zu reißen. Gerade rechtzeitig: Die dreischneidige Jagdspitze ihres aufgenockten Pfeiles stoppte knapp zwei Handbreit vor seinem rechten Auge. Ihr Rappe war stehengeblieben und blockierte mit seiner Flanke den Weg.
"Wa-" brachte er hervor, als er begriff, dass ihm vor Schreck der Atem gefroren war.
Deira zwinkerte angespannt mit beiden AUgen, zog eine Nuance weiter aus und murmelte eindringlich: "Runter!"
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Atan rutschte aus dem Sattel, verkrampft in dem Bemühen, mögllichst wenig Trefferfläche zu bieten. Eine Sattelnaht schrammte über seine Wunde, und er spürte, dass der Schorf abriss und sein Hemd wieder feucht von Blut wurde. Den Schmerz verbeißend duckte er sich hinter sein Reittier, das unwillig stampfte und schließlich den linken Vorderhuf mit Nachdruck auf seinen Stiefel setzte. Zum Glück war der Boden weich, so dass das Vieh ihm keinen Mittelfußknochen brach, aber Atan war effektiv festgenagelt, wo er stand. Hinter ihm Deira, die so scharf aussah wie ihr Pfeil (wie er sich erinnerte, denn umzudrehen wagte er sich nicht) und vor ihm dieser Baum, hinter dem der verräterische Stiefel vorgeschaut hatte.
Dem Stiefel folgte jetzt ein Mann im langen Umhang, die Kapuze beschattete das Gesicht.
Er war mit einer Saufeder bewaffnet, in einem Bündel auf dem Rücken steckten Pfeile und ein kurzer Bogen.
"Wohin des Wegs, Deira?" fragte er - seine Stimme klang ruhig, ein wenig spöttisch, während seine ganze Haltung verriet, dass er solche Unterhaltungen gewohnt war und ihrer langsam müde wurde.
Atan versuchte die Stimme einzuordnen, was ihm schwerfiel, denn in den letzten paar Stunden war sein Leben ja nicht gerade in den normalen Bahnen verlaufen.
Deira schnaubte: "Hau ab, du Mistkerl, ich komme schon allein zurecht!" Aber ihre Bogenhand hatte sich gesenkt.
Da schlug der Fremde die Kapuze zurück und Atan erkannte Dangobar -oder Bandogar -oder Gardoband... er wusste es nicht mehr genau, während er, da war er sich sicher, den Namen Deira bis an sein Lebensende noch im Schlaf vor sich hin flüstern würde.
"Du bist wirklich ein Gimpel, Atan," sagte der Mann, griff nach dem Zügel von Atans Braunem und zog ihn einen Schritt zur Seite. "Aber da ich kein Vogelfänger bin, will ich dir erst einmal etwas Bewegungsfreiheit geben."
Atan errötete.
"Unsere liebe Deira hat dir sicher alles Mögliche erzählt, um sicher zu stellen, dass du mit ihr - und NUR mit ihr! - in die Bergwälder reitest, wo unser Volk seit jeher sicher ist vor allem und wo, -muss ich es erwähnen?-, sich die jungen Leute näher kennenlernen...
Womit habe ich so eine Nichte verdient? Es stimmt - den Waldgöttern ist nicht zu trauen, sonst hätte ich sie längst gebeten, mich von ihr zu befreien."
Er grinste, aber seine Augen blickten durch Atan hindurch.
"Jedenfalls geschah, was geschah, nur zu deinem besten, oh jugendlicher, attraktiver, aber leicht lädierter und beschränkter Fremder", und Dangobar verbeugte sich mit ironischer Höflichkeit.
Mit einem Panthersatz sprang Deira aus dem Sattel, über Atan und das Pferd hinweg, und stürzte sich auf ihn.
Dem Stiefel folgte jetzt ein Mann im langen Umhang, die Kapuze beschattete das Gesicht.
Er war mit einer Saufeder bewaffnet, in einem Bündel auf dem Rücken steckten Pfeile und ein kurzer Bogen.
"Wohin des Wegs, Deira?" fragte er - seine Stimme klang ruhig, ein wenig spöttisch, während seine ganze Haltung verriet, dass er solche Unterhaltungen gewohnt war und ihrer langsam müde wurde.
Atan versuchte die Stimme einzuordnen, was ihm schwerfiel, denn in den letzten paar Stunden war sein Leben ja nicht gerade in den normalen Bahnen verlaufen.
Deira schnaubte: "Hau ab, du Mistkerl, ich komme schon allein zurecht!" Aber ihre Bogenhand hatte sich gesenkt.
Da schlug der Fremde die Kapuze zurück und Atan erkannte Dangobar -oder Bandogar -oder Gardoband... er wusste es nicht mehr genau, während er, da war er sich sicher, den Namen Deira bis an sein Lebensende noch im Schlaf vor sich hin flüstern würde.
"Du bist wirklich ein Gimpel, Atan," sagte der Mann, griff nach dem Zügel von Atans Braunem und zog ihn einen Schritt zur Seite. "Aber da ich kein Vogelfänger bin, will ich dir erst einmal etwas Bewegungsfreiheit geben."
Atan errötete.
"Unsere liebe Deira hat dir sicher alles Mögliche erzählt, um sicher zu stellen, dass du mit ihr - und NUR mit ihr! - in die Bergwälder reitest, wo unser Volk seit jeher sicher ist vor allem und wo, -muss ich es erwähnen?-, sich die jungen Leute näher kennenlernen...
Womit habe ich so eine Nichte verdient? Es stimmt - den Waldgöttern ist nicht zu trauen, sonst hätte ich sie längst gebeten, mich von ihr zu befreien."
Er grinste, aber seine Augen blickten durch Atan hindurch.
"Jedenfalls geschah, was geschah, nur zu deinem besten, oh jugendlicher, attraktiver, aber leicht lädierter und beschränkter Fremder", und Dangobar verbeugte sich mit ironischer Höflichkeit.
Mit einem Panthersatz sprang Deira aus dem Sattel, über Atan und das Pferd hinweg, und stürzte sich auf ihn.
Taran von Caer Dallben
[size=2] [color=blue][b]... και δÌξα ÄÉ ΘεÃŽ ![/b][/color][/size]
[size=2] [color=blue][b]... και δÌξα ÄÉ ΘεÃŽ ![/b][/color][/size]