Die Bogensucht hat mich vor ungefähr anderthalb Jahren befallen. Angefangen hat es mit Manau-Bögen für mich und meinen Sohn. Das Wissen rund um den Bogenbau habe ich mir hier aus dem Forum und bekannten Videoplattformen gekla.. erarbeitet.
Danach kam ein Eschenstave zu mir und wurde zu einem 26# auf 28" Møllegabet, inklusive 1,5" Set.
Letztes Jahr konnte ich zwei Robinien- und einen Ulmenstave ergattern. Die Ulme wartet sicherheitshalber noch etwas, und ich habe mich einer Robinie gewidmet. Der Splint war leider unbrauchbar (stark dunkel eingefärbte und spröde Stellen), und ich musste sogar die ersten zwei Jahresringe entfernen (sie waren maximal 2–3 mm dick). Der folgende Jahresring hatte dann ca. 6-8 mm.
Jetzt stehe ich vor folgendem Problem:
- Ein Wurfarm ist deflex.
- Der andere Wurfarm ist reflex.
- Der deflexe Wurfarm hat zusätzlich eine leichte Verdrehung, die aber beim Auszug bisher gleich bleibt.
Meine Frage ist jetzt: Wie würdet ihr hier weiter verfahren, wenn die Wurfarme so gegensätzliche Richtungen aufweisen? Den reflexen Wurfarm so lange weiter schwächen, bis er auf Standhöhe ungefähr gleich zum deflexen Wurfarm ist?
Erst dann beidseitig weiter Material gleichmäßig wegnehmen um auf das Zielgewicht zu kommen?
Noch ein paar Daten zum Soll-Bogen:
Länge: NTN 67–68"
Biegender WA-Bereich ca 58cm
Zielzuggewicht: 35# auf 28"
Design: Møllegabet (ich stehe einfach auf den Look
abgespannter Bogen deflexer Bereich hinter Fadeout 5" aktuelle Standhöhe, Mehr wollte ich erstmal nicht wagen Auszug bei ca. 13" (30#) Ps. Die Tips werden später noch knapp jeweils 1" eingekürzt und auch filigraner ausgearbeitet. Da muss noch jede Menge Gewicht weg aber fürs tillern reichts mir erstmal so.
Ich freu mich auf euer konstruktives Feedback und hoffentlich reichlich Tips
Viele Grüße
Olli
