Koreanischer Kompositbogen Gakgung

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Chirurg
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Chirurg »

Hieronymus!
Wie sind die Dimensionen deines Sapbogens wirklich? Im Bauthread schreibst Du, der Holzrahmen ist 4cm breit, der Taper von 9mm auf 8mm, plus 5mm Horn und 3mm Sehne sollte der Wurfarm 17mm dick und ungefähr 4,2cm breit sein. Ich frage so genau, weil ich gerade selbst einen Kompositbogen für Kolbingen baue und mich etwas an Deinem Bogen orientiere. Bei mir fehlt noch der Sehnenbelag. So wie ich das jetzt sehe, werde ich bei meinen derzeitigen Abmessungen auf ungefähr 90 Pfund kommen! Melde mich morgen im Fitnessstudio an🤭

Bogenbas!
Bei 35mm Breite kommst Du mit 2 Sehnenlagen auf 3,9mm Breite, plus Rohhaut bist Du über 4cm Breite. Wenn der Bogen fertig 3,5cm breit sein soll, dann darf der Rahmen nur 3cm Breite haben.
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Bogenbas »

Chirurg hat geschrieben: 20.03.2026, 23:29 Bogenbas!
Bei 35mm Breite kommst Du mit 2 Sehnenlagen auf 3,9mm Breite, plus Rohhaut bist Du über 4cm Breite. Wenn der Bogen fertig 3,5cm breit sein soll, dann darf der Rahmen nur 3cm Breite haben.
Der Bogen ist 31mm breit. Die 35mm sind bereits die geschätzte Breite inkl allem.
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Bogenbas »

Heute hab ich dem Rahmen die fertige Form verpasst. Das Bambus hab ich in der Hauptbiegezone noch nicht reduziert. Ich bin mir noch unsicher. Beim Horn ist noch eine Fehlstelle die beim abziehen vom Klebeband entstanden ist, deshalb muss ich das Horn auch noch etwas dünner machen (ist im Moment noch 3,5mm).
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Chirurg
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Chirurg »

Sieht sehr gut aus! Ich würde den Bambus in der Hauptbiegezone, die ja sehr kurz ist, in der Dicke reduzieren.
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Bogenbas
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Bogenbas »

Achja, ich wollte noch erwähnen das ich den Rücken im Hauptbiegebereich nur großzügig an den Kanten gerundet habe, im Spleißbereich bin ich dann in eine volle Rundung übergegangen und ab dem Siyah-Knick wieder in eine flachere Rundung. Den Bauch hab ich über die ganze Länge nur an den Kanten großzügig gerundet. Das ist alles aus Fotos und Videos abgeleitet.
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Hieronymus
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Hieronymus »

Chirurg hat geschrieben: 20.03.2026, 23:29 Wie sind die Dimensionen deines Sapbogens wirklich? I
Am Griff
Am Griff
Am Siyah
Am Siyah
Am Griff
Am Griff
Am siyah
Am siyah
Bedenke ich habe keine Volle drei Schichten aufgebracht, sonder 2,5 . Das hatte keinen Taper, aber der Rahmen

LG Markus
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Hieronymus »

@Bogenbas das sieht gut aus. Auf wieviel Zuggewicht willst du denn kommen?

LG Markus
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Bogenbas »

Hieronymus hat geschrieben: 23.03.2026, 07:42 @Bogenbas das sieht gut aus. Auf wieviel Zuggewicht willst du denn kommen?

LG Markus
Zwischen 50 und 60# auf 32"
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Bogenbas
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Re: Koreanischer Kompositbogen build-along

Beitrag von Bogenbas »

Gestern hab ich den Querschnitt der Wurfarme nochmal verändert. An den Seiten nicht rund sondern eher spitz zulaufend. Das sollte verhindern dass der Sehnenbelag auf dem Horn zu dick aufträgt. Der Hauptbiegebereich ist nach dem Fadeout 6,8mm (3,5mm Horn und 3,3mm Bambus) und die dünnste Stelle liegt jetzt bei 6,3mm (3,5mm Horn und 2,8mm Bambus). Den Griff hab ich auch noch von 23,5mm auf 21,5mm verschmälert. Und den "Kasan" hab ich auch nochmal stärker gerundet. Das Gewicht hat sich dadurch von 290g auf 265g reduziert. Bei einer Gesamtlänge von 140cm über den Bauch gemessen. Fertig sollte er dann 133cm NtN haben.

Achja und @Moderatoren: Diese Bögen heißen im Original Gakgung. Könnte das bitte im Titel ergänzt werden? Das sollte der SuFu helfen.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Ravenheart »

Hihi, wenn es hier im Text steht, hätte die SuFu es ebenso gefunden... aber ich habs oben eingefügt...

Rabe
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Ravenheart hat geschrieben: 27.03.2026, 18:29 Hihi, wenn es hier im Text steht, hätte die SuFu es ebenso gefunden... aber ich habs oben eingefügt...

Rabe
Danke 😊.
Naja, kommt drauf an welche Filter man setzt. Sicher ist sicher 😉
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Ich lass schon mal Hausenblasenleim über Nacht quellen. Mit einer Konzentration von 10% fürs Grundieren und 25% zum tränken der Sehnenbündel.
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Außerdem hab ich die Sehnenbündel gewogen. 2 Bündel mit einer Länge von ca 40cm und je 9g werde ich im Griff überlappend auf den Hauptbiegebereich bis ca zum Ende des Spleißes legen und 2 Bündel mit einer Länge von ca 35cm mit je 7g werden den Rest vom Spleiß bis zum Tip abdecken.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Heute wurde der Bogen erstmal komplett mit 80er Schleifgitter geschliffen und der Holzkern mit einem Eisensägeblatt gerillt. Zu Dokumentationszwecken halte ich hier auch mal alle suboptimalen Stellen am Holz fest. Falls er später bricht, weiß ich wieso.
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Die möglichen Problemstellen
Die möglichen Problemstellen
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Dann hab ich die Enden mit Hilfe eines Holzstücks zusammen gebunden. An dieses Holzstück hab ich einen Magnet geschraubt, damit ich den Bogen einfach aufhengen kann.
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Dann wurde erstmal der ganze Bogen (auch das Horn) mit dem 10%igen Hausenblasenleim grundiert. Ich vermute am Horn wurde das von den Koreanern gemacht, um eventuelle Fehlstellen am Horn zu stabilisieren. Nach der zweiten Schicht ging mir schon der Kleber aus 😂. Ich hab dann die hälfte vom 25%igen genommen und auf 10% gestreckt und hab insgesamt 5 Schichten gemacht. Und in der Zwischenzeit natürlich ein ganzes Glas voll 25%igen gerichtet 😉.
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Auch das aufbringen der Sehnen wollte ich so Original wie möglich durchführen. Ich hab die Sehnen auf einem Holzbrett gekämmt, mit dem Pinsel Kleber aufgetragen, nochmal gekämmt, wieder bepinselt und gelieren lassen. Dann hat man eine "Sehnenplatte" die man auflegen kann. In den Videos sah es für mich immer so aus als würde der Bogen und die Sehnenplatte einfach nur mit Wasser befeuchtet und dann aufgelegt werden. Dabei haben die Sehnen aber an den Seiten keinen halt bekommen. Am Ende hab ich den Bogen nochmal mit Leim eingestrichen, über meiner Heizplatte angewärmt, die Sehnenplatte im Wasser eingeweicht, ebenfalls über der Platte erwärmt und dann aufgelegt. Das klappte einigermaßen... Ich denke beim zweiten Belag würde ich mehr Sehnen pro Bündel nehmen und die Sehnenplatten vielleicht schon einen Tag vorher vorbereiten. Da war ich wahrscheinlich einfach zu ungeduldig.
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Außerdem wurden die Bündel beim einweichen deutlich länger, da hätten 3 Bündel gereicht, jetzt hab ich eine ziemlich lange Überlappung im Bereich des Spleißes...
Beim Original wurde der Sehnenbelag ohne Wicklung trocknen lassen. Ich hab trotzdem ne Mullbinde rumgewickelt. Sicher is sicher.
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