Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
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Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Hallo liebe Community,
ich bin neu hier. Passiv lese ich schon länger mit und konnte viele nützliche, spannende und faszinierende Dinge in diesem Forum entdecken. Viele meiner Fragen konnte ich auch durchs Lesen beantworten und besonders fiel mir hier immer der angenehme Umgangston und die große Hilfsbereitschaft auf. Jetzt bin ich aber an einem Punkt angekommen, an dem ich gerne um individuelle Hilfe bitten würde.
Ich bin noch nicht allzu erfahren. Zur Zeit baue ich an meinem 6. Bogen. 4 davon habe ich aus Hasel gebaut und 2 davon waren Kinderbögen. Eine Robinie hat sich leider beim Bau krachend verabschiedet und nun liegt eine Steinweichsel auf der Werkbank.
Kurz zum Werdegang des Staves. Er lag als Abfall bei Straßenrandbesäumungen und ich hab ihn kurzerhand eingesackt. Er war wenige Jahre alt, hatte recht breite Jahresringe, war weitestgehend gerade, aber nicht ganz astfrei. Und er hatte eine Verletzung durch die Motorsäge ziemlich mittig - leider auf der Seite die sich ausschließlich eignete. Weiterhin war er ca. 8 bis 10 cm dick und gute 2 m lang. Der obere Teil bog sich deflex, der untere war weitestgehend gerade und hatte eine leicht reflexe Stelle.
Grob zugesägt hat er ein gutes Jahr im Holzlager verbracht.
Anfangs habe ich versucht den deflexen oberen Teil mit Dampf zu richten was sich aber leider als nicht haltbar erwiesen hat. Ein weiterer Versuch beim Tillern bis ungef. Standhöhe war das Rösten des deflexen Bereiches über der Küchenhexe, dort hing er bestimmt ne gute Stunde. Danach war er deutlich fester, aber auch nicht dauerhaft.Ich habe beim Tillern dann zuerst den reflexen WA getillert um dann den deflexen anzupassen und anschließend noch mal zu härten. Das ist aber noch nicht vollendet.
Dem Rücken habe ich ein Leinenbacking verpasst. Es gab ja den Schnitt der Motorsäge und ich wollte einen Ring abtragen um das auszugleichen. Es war aber quasi unmöglich den Ring wieder zu finden. Da ich sicher öfter den Ring durchtrennt habe, habe ich das Backing aufgeleimt (mit Ponal blau).
Ja, den aktuellen Stand entnehmt bitte den Fotos.
Ah ja, anfangs hatte ich noch diesen Spanreißtest, den Ravenheart irgendwann mal irgendwo hier beschrieben hat. Demnach war es kaum möglich einen dünnen Span aus dem Rücken zu zerreißen.
Ich habe die Vermutung, dass das Holz zwar super zugstark ist, aber kaum drucktolerant. Schon beim tillern hatte er beim abspannen deutlich Stringfollow und seit dem auch schon Set. Vor allem der deflexere WA.
Fertig getillert ist er nicht, aber ich war am überlegen was ich machen kann. Nur rösten wird vermutlich nicht reichen. Mir kam stattdessen die Idee ein Holunderfacing aufzuleimen. Ich frage mich nur in welcher Stärke? Und wie viel ich vom vorhandenen WA noch abnehmen sollte? Und wie gleiche ich die beiden verschiedenen WA am besten an? Oder gibt es eine ganz andere Idee?
Diese Fragen würde ich gerne an euch richten. Ich könnte es einfach ausprobieren. Aber aktuell habe ich nur noch einen funktionierenden Haselbogen und der hat schon ein paar 1000 Schuss hinter sich und der Set hat bald Standhöhe erreicht. - Das macht keine Laune mehr und ich hätte den hier zumindest gern so, dass er mich bis zum Sommer oder besser noch über den Sommer bringt..
Jut, dann noch ein paar Angaben:
Länge NTN: 173 cm
Profil: vollpyramidal von ca. 6 auf 1 cm / bisschen Typ Möllegabet Die Enden sind schmal und sollten steif bleiben, da sich diese etwas deflex abknicken. Ich würde sie vll. noch etwas schmälern?!?
Zugstärke: derzeit ca. 41 lbs bei 21" (45 lbs bei 28" war eigentlich mein Wunsch)
Tiller: schon OK, denke ich, aber eben noch nicht fertig
Noch was? Keine Ahnung, fragt einfach.....
Ich freue mich sehr über konstruktive Tipps und danke allen von ganzem Herzen dafür im Voraus!!
Pochimilco
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ich bin neu hier. Passiv lese ich schon länger mit und konnte viele nützliche, spannende und faszinierende Dinge in diesem Forum entdecken. Viele meiner Fragen konnte ich auch durchs Lesen beantworten und besonders fiel mir hier immer der angenehme Umgangston und die große Hilfsbereitschaft auf. Jetzt bin ich aber an einem Punkt angekommen, an dem ich gerne um individuelle Hilfe bitten würde.
Ich bin noch nicht allzu erfahren. Zur Zeit baue ich an meinem 6. Bogen. 4 davon habe ich aus Hasel gebaut und 2 davon waren Kinderbögen. Eine Robinie hat sich leider beim Bau krachend verabschiedet und nun liegt eine Steinweichsel auf der Werkbank.
Kurz zum Werdegang des Staves. Er lag als Abfall bei Straßenrandbesäumungen und ich hab ihn kurzerhand eingesackt. Er war wenige Jahre alt, hatte recht breite Jahresringe, war weitestgehend gerade, aber nicht ganz astfrei. Und er hatte eine Verletzung durch die Motorsäge ziemlich mittig - leider auf der Seite die sich ausschließlich eignete. Weiterhin war er ca. 8 bis 10 cm dick und gute 2 m lang. Der obere Teil bog sich deflex, der untere war weitestgehend gerade und hatte eine leicht reflexe Stelle.
Grob zugesägt hat er ein gutes Jahr im Holzlager verbracht.
Anfangs habe ich versucht den deflexen oberen Teil mit Dampf zu richten was sich aber leider als nicht haltbar erwiesen hat. Ein weiterer Versuch beim Tillern bis ungef. Standhöhe war das Rösten des deflexen Bereiches über der Küchenhexe, dort hing er bestimmt ne gute Stunde. Danach war er deutlich fester, aber auch nicht dauerhaft.Ich habe beim Tillern dann zuerst den reflexen WA getillert um dann den deflexen anzupassen und anschließend noch mal zu härten. Das ist aber noch nicht vollendet.
Dem Rücken habe ich ein Leinenbacking verpasst. Es gab ja den Schnitt der Motorsäge und ich wollte einen Ring abtragen um das auszugleichen. Es war aber quasi unmöglich den Ring wieder zu finden. Da ich sicher öfter den Ring durchtrennt habe, habe ich das Backing aufgeleimt (mit Ponal blau).
Ja, den aktuellen Stand entnehmt bitte den Fotos.
Ah ja, anfangs hatte ich noch diesen Spanreißtest, den Ravenheart irgendwann mal irgendwo hier beschrieben hat. Demnach war es kaum möglich einen dünnen Span aus dem Rücken zu zerreißen.
Ich habe die Vermutung, dass das Holz zwar super zugstark ist, aber kaum drucktolerant. Schon beim tillern hatte er beim abspannen deutlich Stringfollow und seit dem auch schon Set. Vor allem der deflexere WA.
Fertig getillert ist er nicht, aber ich war am überlegen was ich machen kann. Nur rösten wird vermutlich nicht reichen. Mir kam stattdessen die Idee ein Holunderfacing aufzuleimen. Ich frage mich nur in welcher Stärke? Und wie viel ich vom vorhandenen WA noch abnehmen sollte? Und wie gleiche ich die beiden verschiedenen WA am besten an? Oder gibt es eine ganz andere Idee?
Diese Fragen würde ich gerne an euch richten. Ich könnte es einfach ausprobieren. Aber aktuell habe ich nur noch einen funktionierenden Haselbogen und der hat schon ein paar 1000 Schuss hinter sich und der Set hat bald Standhöhe erreicht. - Das macht keine Laune mehr und ich hätte den hier zumindest gern so, dass er mich bis zum Sommer oder besser noch über den Sommer bringt..
Jut, dann noch ein paar Angaben:
Länge NTN: 173 cm
Profil: vollpyramidal von ca. 6 auf 1 cm / bisschen Typ Möllegabet Die Enden sind schmal und sollten steif bleiben, da sich diese etwas deflex abknicken. Ich würde sie vll. noch etwas schmälern?!?
Zugstärke: derzeit ca. 41 lbs bei 21" (45 lbs bei 28" war eigentlich mein Wunsch)
Tiller: schon OK, denke ich, aber eben noch nicht fertig
Noch was? Keine Ahnung, fragt einfach.....
Ich freue mich sehr über konstruktive Tipps und danke allen von ganzem Herzen dafür im Voraus!!
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- benzi
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Willkommen!
Sehr schönes Teil!
Ich würde den erstmal fertig tillern... vllt bis 26 oder max 27"...
Bei den langen steifen Enden ist set eigentlich normal, da braucht es schon sehr viel Erfahrung um das zu verhindern...
Beim nochmal rösten könnte die Verleimung Schaden nehmen ...
Bei dem Design und dem Rohling hätte es sich angeboten die Nadeln recurve zu biegen, aber mit dem backing geht das nicht mehr und ich hab auch keinen Plan ob dieses Holz das halten würde...
Ob ich die Nadeln dünner machen würde, würde ich nach einigen Schüssen entscheiden je nach dem wie die Leistung ausfällt...
Viel Erfolg und danke fürs zeigen
Liebe Grüße
Sehr schönes Teil!
Ich würde den erstmal fertig tillern... vllt bis 26 oder max 27"...
Bei den langen steifen Enden ist set eigentlich normal, da braucht es schon sehr viel Erfahrung um das zu verhindern...
Beim nochmal rösten könnte die Verleimung Schaden nehmen ...
Bei dem Design und dem Rohling hätte es sich angeboten die Nadeln recurve zu biegen, aber mit dem backing geht das nicht mehr und ich hab auch keinen Plan ob dieses Holz das halten würde...
Ob ich die Nadeln dünner machen würde, würde ich nach einigen Schüssen entscheiden je nach dem wie die Leistung ausfällt...
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- Ravenheart
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Das erste Biegebild zeigt viel Biegung griffnah.
NICHT weiter ziehen! Erst korrigieren.
Wenn ein Bogen nur wenig gezogen wird, sollte er weiter außen biegen.
2 Faustformeln:
1. Ein Bogen soll sich "vom Ende her aufrollen". Bedeutet, die griffernen Bereiche sollen eher biegen als die griffnahen.
(Trifft natürlich auf Deinen nur bedingt zu, wegen der langen "Nadeln", die steif bleiben, aber das Grundprinzip bleibt!)
2. Ein Mölle-Design hat wegen der Nadeln eine verkürzte Biegezone. DIE muss dann aber möglichst voll und gleichmäßig arbeiten, Du musst die Biegelast also gut über die Länge "verteilen"! Im Vollauszug zeigt der ganze Biegebereich eine Kurve, die zum Griff hin zu nimmt, aber erst im Vollauszug.
Wie stark sie zunimmt, ist vom Breitentaper abhängig.
Je linearer der Biegebereich, desto kreisförmiger die Biegung, ist der Biegebereich deutlich pyramidal, biegt er zum Griff hin etwas mehr.
Warum ist das so?
Nun, je breiter der Biegebereich, desto
a) dünner kann er sein ( bei gleicher Spannung) und
b) mehr Oberfläche hat er, auf der sich die Last verteilt.
Rabe
NICHT weiter ziehen! Erst korrigieren.
Wenn ein Bogen nur wenig gezogen wird, sollte er weiter außen biegen.
2 Faustformeln:
1. Ein Bogen soll sich "vom Ende her aufrollen". Bedeutet, die griffernen Bereiche sollen eher biegen als die griffnahen.
(Trifft natürlich auf Deinen nur bedingt zu, wegen der langen "Nadeln", die steif bleiben, aber das Grundprinzip bleibt!)
2. Ein Mölle-Design hat wegen der Nadeln eine verkürzte Biegezone. DIE muss dann aber möglichst voll und gleichmäßig arbeiten, Du musst die Biegelast also gut über die Länge "verteilen"! Im Vollauszug zeigt der ganze Biegebereich eine Kurve, die zum Griff hin zu nimmt, aber erst im Vollauszug.
Wie stark sie zunimmt, ist vom Breitentaper abhängig.
Je linearer der Biegebereich, desto kreisförmiger die Biegung, ist der Biegebereich deutlich pyramidal, biegt er zum Griff hin etwas mehr.
Warum ist das so?
Nun, je breiter der Biegebereich, desto
a) dünner kann er sein ( bei gleicher Spannung) und
b) mehr Oberfläche hat er, auf der sich die Last verteilt.
Rabe
Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Wenn du eine gleichmaessige Holzbelastung haben willst (bei einem Mölle wuerd ich die definitiv wollen!!), dann ist das nichtRavenheart hat geschrieben: ↑08.03.2026, 23:11 ist der Biegebereich deutlich pyramidal, biegt er zum Griff hin etwas mehr.
so. Je duenner das Holz ist, desto mehr Biegung kann es wegstecken, da die Belastung sich aus der Differenz der
Stauchung am Bauch und der Dehnung am Ruecken ergibt.
Zum Bogen: Der hat definitiv eine Schwachstelle am linken Fadeout. Rechts isser etwas besser (ich seh keine direkte Schwachstelle),
biegt aber nach aussen zu zuwenig. Das muss erst passen, bevor du weiter ziehst, da stimm ich mit dem Rabe ueberein.
Bis das erledigt ist, wirst du ziemlich Zuggewicht verliehren und wahrscheinlich die Nadeln einkuerzen muessen.
Generell ist ein Mölle eher anspruchsvoll, weil man da wirklich sauber tillern muss und ein Anfaenger das eigentlich nicht hinbringt.
Die Tatsache, dass du jetzt schon Set hast, liegt nicht am Holz. Bei alle Prunusboegen die ich bis dato gebaut hat, hab ich mich
eher gewundert wieviel das Zeug wegsteckt.
Mich wuerde interessieren, wie du darauf kommst gerade einen Mölle zu bauen. Fuer mich ist das eher was aus dem
Kuriosenkabinett. Hat man eig. ueberhaupt mehr als einen gefunden? Ich muss mal den Junksmanns wieder durchlesen....
Leistungsmaessig kommt meiner Meinung nach mehr raus, wenn man einen Bogen voll biegen laesst und moeglichst schmal
baut, weil da deutlich weniger nicht arbeitendes Holz involviert ist.
Haben ist besser als brauchen.
-
Anasazi
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
MOLLEGABET gibt es nur einen und nur ein Bruchstück - wurde oft als Kinderbogen interpretiert.
Ähnlich sind die Bögen aus dem Horsens Fjord (Hjarno Bögen) und davon gibt es mehr als einen und ziemlich komplett erhalten. Zeitlich sind sie ähnlich (um 5000 b.c.). Räumlich aus Dänemark.....
Ähnlich sind die Bögen aus dem Horsens Fjord (Hjarno Bögen) und davon gibt es mehr als einen und ziemlich komplett erhalten. Zeitlich sind sie ähnlich (um 5000 b.c.). Räumlich aus Dänemark.....
Zuletzt geändert von Anasazi am 09.03.2026, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
- benzi
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Ich bin KEIN Physiker, aber zum Einsatz von steifen Hebeln an Bogen gibt es interessante Gedanken von Dan Perry in TBB 4, Seite 216... Zitat: ...nicht biegende Wurfarmenden verkürzen den arbeitenden Bereich und erhöhen die Geschwindigkeit"...
Liebe Grüße
Liebe Grüße
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Die Tatsache, dass das irgendwer schreibt ist, ohne eine saubere Begruendung, fuern A. Ob das ein Herr Perry oder der Papst ist, ist dabei belanglos
Haben ist besser als brauchen.
- fka
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Willkommen im FC.
Du schreibst, dass das Holz grob zugesägt ein Jahr im Holzlager verbracht hat. Hast du den Stamm halbiert und die Rinde runter gemacht? Wenn nicht, war das Holz ziemlich sicher noch nicht trocken, was schnell zu Set führt.
Du schreibst, dass das Holz grob zugesägt ein Jahr im Holzlager verbracht hat. Hast du den Stamm halbiert und die Rinde runter gemacht? Wenn nicht, war das Holz ziemlich sicher noch nicht trocken, was schnell zu Set führt.
- schnabelkanne
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Servus, ja links wie Franz bemerkte ist eine Schwachstelle, die musst du entlasten., danach Richtung WA Ende (grün) wegnehmen und den andere WA außen auch etwas schwächen.
Wenn
Wenn bis jetzt keine Stauchrisse am Bauch sind dann brauchst du kein Facing.
Lg Thomas
Wenn
Wenn bis jetzt keine Stauchrisse am Bauch sind dann brauchst du kein Facing.
Lg Thomas
The proof of the pudding is in the eating!
- Ravenheart
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Doch, ist so!fatz hat geschrieben: ↑09.03.2026, 14:48Wenn du eine gleichmaessige Holzbelastung haben willst (bei einem Mölle wuerd ich die definitiv wollen!!), dann ist das nicht so. Je duenner das Holz ist, desto mehr Biegung kann es wegstecken, da die Belastung sich aus der Differenz der Stauchung am Bauch und der Dehnung am Ruecken ergibt.Ravenheart hat geschrieben: ↑08.03.2026, 23:11 ist der Biegebereich deutlich pyramidal, biegt er zum Griff hin etwas mehr.
Ein pyramidaler Wurfarm ist griffnah breiter und darum dort dünner als ein linearer, der zum Griff hin immer dicker werden muss.
Und weil der pyramidale griffnah dünner ist, darf er da auch mehr biegen als ein linearer.
Rabe
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Heya,
wow, vielen Dank!! Ähmm, ich versuche jetzt mal alle relevanten Punkte aufzugreifen.
Danke benzi. Mir gefällt er auch.
Du meinst es braucht viel Erfahrung um Set zu vermeiden oder verringern?! Aber es wird ja auch eine Sache der Holzqualität sein. Worauf genau achten denn die erfahrenen Bogenbauer um Set möglichst vorzubeugen? Ich habe schon mal versucht zu dem Thema etwas zu recherchieren. Aber außer, dass es eine Sache des Holzes sei und es wohl helfe schon möglichst früh schon zu härten und dies im Verlauf des Bauens zu wiederholen, habe ich nicht so viel heraus gefunden..
Über die Recurve-enden habe ich anfangs auch nach gedacht. Aber da der erste Dämpfversuch ruck zuck wieder die alte Form angenommen hat, habe ich das verworfen. Zudem stelle ich mir das auch gar nicht so einfach vor.. ist was für die kommenden Jahre.....
Danke Rabe für die Erklärung. Das leuchtet mir ein und ist auch ganz logisch, in meinen Augen. Auch danke für alle anderen Hinweise zum Tiller. Dass er noch nicht fertig war, wusste ich und bisher hatte ich auch immer das Gefühl, dass mir das Erkennen von Schwachstellen nicht so schwer fällt. Mein Plan war auch genau jener von nun an hauptsächlich an den äußeren Wurfarmenden zu arbeiten - also von den Needles mal abgesehen - und mich einem kreisförmigen Tiller anzunähern, nah an den Fades, da der Griff nicht mit biegt. Da werde ich mich auch jetzt als nächstes drum kümmern. Vorhin habe ich erst mal meinen Seilzug-Tiller-Stock wieder aufgebaut. Wegen Baumaßnahmen ist gerade etwas Chaos in der Bude..Ich denke morgen kann ich da neues berichten.
Die Fragen, die sich mir immer wieder stellten, auch wegen des Sets, sind hauptsächlich durch die so verschiedenen Wurfarme begründet. Der eine so deflex und der andere recht gerade. Angst habe ich nämlich genau davor, dass mir der rechte WA ruck zuck abgeht.
Mölle, warum eigentlich? Grundsätzlich finde ich die Form einfach mega ansprechend. Sogar mehr als Recurves. Wie gut oder schlecht sie funktionieren, will ich jetzt gar nicht diskutieren. Aber es wurden ja auch schon sehr potente Mölle-Typen gebaut, soweit ich weiß. So schlecht kann es doch dann nicht sein. (Ich denke hier an die Typen aus Thüringen bei YT - rowanbows u selfbows thuringia). Hier war es eigentlich gar nicht mein Plan. Am linken WA knickt das Ende ein wenig deflex ab und ich beschloss irgendwann das steif zu lassen und dann dachte ich, dass ich es dann ja auch schmälern könnte um Masse zu verlieren. Die andere Seite habe ich dann logischerweise angepasst. So hat sich das einfach so ergeben.
Die Trocknung: also, halbiert habe ich den Stave nicht. Zumindest nicht komplett. Ich habe mit Schnur und Messhilfen die pyramidale Form auf den Stave gelegt und dann die Wurfarme auf der Rückseite nach außen hin etwas absteigend alle paar cm eingesägt und dann die Scheibchen abgestemmt. Die Flanken habe ich dann mit der Bandsäge etwas außerhalb der Linie abgesägt. Die Rinde am Rücken blieb drauf. So lag er dann etwa 14 Monate gut belüftet. Im Griffbereich ist ein Trockenriss entstanden sonst nirgends. Naja und mit der Verarbeitung habe ich letztes Jahr im September begonnen und oft dann immer wieder kaum Zeit gehabt, so dass er immer wieder eine Weile herum lag. Ich kann es nicht genau sagen, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass er noch so feucht war. Mein Eindruck ist auch eher, dass sich der Set hauptsächlich auf den deflexen WA bezieht (in den Bildern am Tillerstock rechts).
Stauchrisse sind mir bisher keine aufgefallen.
Ich habe eben noch mal kurz benzis Gedanken bzgl. rösten und Backing aufgegriffen und nach der Wärmestabilität des "Ponal wasserfest" recherchiert. Die geben da an: "Wärmestandfestigkeit nach WATT 91>7N/mm² (DIN EN 14257)". Wenn ich wiederum danach suche, dann lese ich da was von 80°C..
Würden denn 80°C zum rösten reichen? Oder besser 70 um nicht zu nah an die Grenze zu gehen? Es kann ja auch etwas länger sein. Und hängend über dem Ofen bleibt die Oberseite ja schon deutlich kühler. Höchstens an den Rändern nicht?!? Könnte man riskieren oder nicht? Vll. mache ich erst mal einen Test..
Joa, ich hoffe, dass ich mich morgen Abend mit ein paar News und Fotos zu Tiller melden kann..
Danke noch mal an alle!!
wow, vielen Dank!! Ähmm, ich versuche jetzt mal alle relevanten Punkte aufzugreifen.
Danke benzi. Mir gefällt er auch.
Über die Recurve-enden habe ich anfangs auch nach gedacht. Aber da der erste Dämpfversuch ruck zuck wieder die alte Form angenommen hat, habe ich das verworfen. Zudem stelle ich mir das auch gar nicht so einfach vor.. ist was für die kommenden Jahre.....
Danke Rabe für die Erklärung. Das leuchtet mir ein und ist auch ganz logisch, in meinen Augen. Auch danke für alle anderen Hinweise zum Tiller. Dass er noch nicht fertig war, wusste ich und bisher hatte ich auch immer das Gefühl, dass mir das Erkennen von Schwachstellen nicht so schwer fällt. Mein Plan war auch genau jener von nun an hauptsächlich an den äußeren Wurfarmenden zu arbeiten - also von den Needles mal abgesehen - und mich einem kreisförmigen Tiller anzunähern, nah an den Fades, da der Griff nicht mit biegt. Da werde ich mich auch jetzt als nächstes drum kümmern. Vorhin habe ich erst mal meinen Seilzug-Tiller-Stock wieder aufgebaut. Wegen Baumaßnahmen ist gerade etwas Chaos in der Bude..Ich denke morgen kann ich da neues berichten.
Die Fragen, die sich mir immer wieder stellten, auch wegen des Sets, sind hauptsächlich durch die so verschiedenen Wurfarme begründet. Der eine so deflex und der andere recht gerade. Angst habe ich nämlich genau davor, dass mir der rechte WA ruck zuck abgeht.
Mölle, warum eigentlich? Grundsätzlich finde ich die Form einfach mega ansprechend. Sogar mehr als Recurves. Wie gut oder schlecht sie funktionieren, will ich jetzt gar nicht diskutieren. Aber es wurden ja auch schon sehr potente Mölle-Typen gebaut, soweit ich weiß. So schlecht kann es doch dann nicht sein. (Ich denke hier an die Typen aus Thüringen bei YT - rowanbows u selfbows thuringia). Hier war es eigentlich gar nicht mein Plan. Am linken WA knickt das Ende ein wenig deflex ab und ich beschloss irgendwann das steif zu lassen und dann dachte ich, dass ich es dann ja auch schmälern könnte um Masse zu verlieren. Die andere Seite habe ich dann logischerweise angepasst. So hat sich das einfach so ergeben.
Die Trocknung: also, halbiert habe ich den Stave nicht. Zumindest nicht komplett. Ich habe mit Schnur und Messhilfen die pyramidale Form auf den Stave gelegt und dann die Wurfarme auf der Rückseite nach außen hin etwas absteigend alle paar cm eingesägt und dann die Scheibchen abgestemmt. Die Flanken habe ich dann mit der Bandsäge etwas außerhalb der Linie abgesägt. Die Rinde am Rücken blieb drauf. So lag er dann etwa 14 Monate gut belüftet. Im Griffbereich ist ein Trockenriss entstanden sonst nirgends. Naja und mit der Verarbeitung habe ich letztes Jahr im September begonnen und oft dann immer wieder kaum Zeit gehabt, so dass er immer wieder eine Weile herum lag. Ich kann es nicht genau sagen, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass er noch so feucht war. Mein Eindruck ist auch eher, dass sich der Set hauptsächlich auf den deflexen WA bezieht (in den Bildern am Tillerstock rechts).
Stauchrisse sind mir bisher keine aufgefallen.
Ich habe eben noch mal kurz benzis Gedanken bzgl. rösten und Backing aufgegriffen und nach der Wärmestabilität des "Ponal wasserfest" recherchiert. Die geben da an: "Wärmestandfestigkeit nach WATT 91>7N/mm² (DIN EN 14257)". Wenn ich wiederum danach suche, dann lese ich da was von 80°C..
Würden denn 80°C zum rösten reichen? Oder besser 70 um nicht zu nah an die Grenze zu gehen? Es kann ja auch etwas länger sein. Und hängend über dem Ofen bleibt die Oberseite ja schon deutlich kühler. Höchstens an den Rändern nicht?!? Könnte man riskieren oder nicht? Vll. mache ich erst mal einen Test..
Joa, ich hoffe, dass ich mich morgen Abend mit ein paar News und Fotos zu Tiller melden kann..
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Nein, 80 grad reichen nicht, aber eins nach dem anderen.
Schau erstmal, dass der Tiller stimmt und was dann an Zuggewicht über bleibt. Wenn du jetzt 41#@ 21" hast, könnten 45#@28" noch drin sein. Langsam arbeiten und am besten immer wieder Fotos einstellen
Schau erstmal, dass der Tiller stimmt und was dann an Zuggewicht über bleibt. Wenn du jetzt 41#@ 21" hast, könnten 45#@28" noch drin sein. Langsam arbeiten und am besten immer wieder Fotos einstellen
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Re: Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Wegen set verhindern... meiner Erfahrung nach und ich bin richtig gut im set produzieren..
.... ist die Hauptursache die, zu früh im tiller Prozess mit zu viel Gewicht den Bogen zu belasten, meist entsteht dadurch früh set griffnah durch die große Hebelwirkung....
Liebe Grüße
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