Kompositbogen-Bau (Beginner)

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Neumi
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Neumi » 23.11.2017, 22:06

Hier les ich definitiv mit - bin gespannt, wie es weiter geht. Btw. Hat Dir Keiner Fruchtbaumholz für den Griff gegeben? Weil es jetzt Ahorn ist.
Grüsse - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Dshonon
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 23.11.2017, 22:12

Hallo Neumi,
keiner hat mir Fruchtbaumholz gegeben.
Jetzt ists halt Ahorn.
Auf jeden Fall macht das Bauen und die
vielen Gedanken, die damit verbunden sind, sehr viel Spaß.

Grüße
Dshonon
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Neumi
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Neumi » 24.11.2017, 11:18

Moin, solltest Du nochmal einen bauen, sag Bescheid - ich hab bestimmt irgendein Stück Obstbaum rumliegen.
Welchen Kleber hast Du benutzt? Ich werde demnächst nämlich auch mit einem Kompositbogen anfangen und bin noch nicht 100% sicher mit was ich kleben werde. Zur Zeit teste ich gerade Hausenblasenleim und bin schon nach der ersten Anwendung absolut begeistert von den Eigenschaften dieses Klebers - das Zeuch ist um Längen angenehmer zu verarbeiten als Hautleim, vor allem weil der auch bei 30° C noch flüssig ist und erst ab ca. 25° C geliert.
Grüsse - Neumi
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Grombard
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Grombard » 24.11.2017, 11:56

Birne, Kirsche und Zwetschge habe ich auch Bretter da.
irgendwas is ja immer

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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 24.11.2017, 12:54

Danke Euch,
bei einem Hornbogen bleibt es bestimmt nicht.
Komme gerne auf Euer Angebot zurück.

Ich wills auch mit Hausenblasenleim versuchen.
Scheint ein guter Leim zu sein.

Grüsse
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 05.12.2017, 19:19

Jetzt war ich fleißig am Sehnen klopfen.
Habe im Moment keine Idee, wieviel Sehnen benötigt werden.
Wieviel Sehenen bräuchte ich für den Bogen?
Die Wurfarme sollen 38mm breit werden.
Danke für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Dshonon
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Arcito » 05.12.2017, 19:30

Hi Dshonon,

auch ich verfolge dein Projekt gespannt mit. Generell finde ich sind die Sehnen schön fein aufgefasert. Allerdings würde ich, zumindest für die abschließende oberste Lage, längere Fasern nehmen, die möglichst über die ganze Länge der Wurfarme gehen. Ich denke Straussensehnen oder Rindersehnen sollten dafür in Frage kommen.
Von der Menge her ist schwierig zu sagen. Oft braucht man angeblich mehr als geplant, war bei mir auch so. Bei der Länge der Wurfarme denke ich brauchst du um die 100 Gramm. Zweite Meinung wär aber angebracht...

Viel Spaß dir weiterhin!

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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 05.12.2017, 19:49

hallo Arcito,
dann ist das Mischen von unterschiedlichen Tiersehnen kein Problem?
100 Gramm...also weiterklopfen.
Dann brauche ich noch Straussensehnen.

viele Grüsse
Dshonon
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Snake-Jo » 06.12.2017, 12:38

Ich habe das auch nie ausgewogen. Einfach noch ein paar mehr gezupft und dann auch gelagert. Die kürzeren zum Auffüllen von Löchern oder Schwachstellen, auch seitlich, wenn vorgesehen. Ansonsten wie Arcito schrieb: die langen als Deckschicht, 30 cm sind schon ganz o.k., aber Hirschläufe (hinten) und Strauß bringen auch mal bis zu 50 cm.
Das Auffasern sieht gut aus, aber jetzt noch die Karde anwenden, um Knubbel auszukämmen.

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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Hieronymus » 06.12.2017, 16:15

Also ich habe es so gemacht, wie Karpowicz es empfohlen hat. 1 drittel vom Bogengewicht sollte Sehne+ Leim ausmachen. 1 drittel Holzkern und 1 drittel Horn. Ich habe für jeden Wurfarm die Sehen gewogen, sodass auf beiden Wurfarmen die Sehnenschicht die selbe Stärke aufweist. Somit kann man spätere extreme Ungleichheiten in den Wurfarmen vorbeugen.

Gruß Markus
«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
Salvador Dalí

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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 06.12.2017, 19:37

danke Snake-Jo,
das Auffasern klappt jetzt ganz gut.
Gibt es auch die Möglichkeit
Rinderrückensehnen für die Abschlußschicht
zu verwenden? Was wäre besser? Strauss- oder Rindersehnen?
Markus, danke für den Hinweis, was dass Gewicht
der Wurfarme betrifft. Sind sie unterschiedlich schwer,
biegen sie sich bestimmt unterschiedlich.
Darüber hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht.
Das ist das spannende an dieser Arbeit.
Es kommen immer mehr Aspekte dazu.

viele Grüsse
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 07.12.2017, 17:37

habe mir jetzt bei http://www.bogensport-bogenbau.at/ Straussensehnen bestellt.
Momentan ist der Versand kostenfrei.

viele Grüße
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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Snake-Jo » 07.12.2017, 18:36

@Dschonon: Gute Wahl! Straußensehnen sind in der Regel probemlos und zudem schön lang. Zu den Rinderrückensehnen hier:
http://www.fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=14&t=5564&start=15
Auch meine Meinung: nicht brauchbar!
LG,
Jo

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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Tom Tom » 07.12.2017, 18:52

Ich habe bereits Sehnen vom Rinderrücken verwendet.

Ich konnte keine negativen Eigenschaften feststellen. Auch Andre Brennecke hat Sehnen von mir damals bekommen und diese erfolgreich verbaut.

lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit

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Re: Kompositbogen-Bau (Beginner)

Beitrag von Dshonon » 12.12.2017, 14:52

hallo,
nachdem der erste Bruchtest der Ahornleiste gut ging.
Überstand die Leiste den nächsten Bruchtest nicht mehr.
Ich hatte den Griff schon aufgeklebt, und wollte wissen,
ob die Leiste noch stabil ist.
Jetzt heisst es eine neue Leiste besorgen.
Eine Bambusleiste wäre auch eine Option.
Kennt jemand eine Adresse für Bamusleisten?
Die laminierten Bambusleisten eher nicht.

So ging es heute mit dem Bau der Siyahs weiter.
Birkenleisten in der Spülmaschine gedämpft
und auf die Form gebogen.

viele Grüsse
Dshonon
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