Goldregen ein paar Fragen

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Mario294
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Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Mario294 »

Hallo Leute,

Ich hatte das Glück einen Goldregen der gefällt wurde zu bekommen. Er sollte eigentlich thermisch verwertet werden, als ich aber erklärt hatte das man das Holz recht selten bekommt und was man damit alles schönes machen kann wurde es mir freundlicherweise überlassen.

Nun habe ich das Holz gestern zu mir geholt und aus Zeitmangel erst mal unversiegelt in den kühlen feuchten Keller gestellt. Heute wollte ich es gerne weiter verarbeiten jetzt frage ich mich nur ob ich die stammabschnitte Spalten soll oder es besser wäre ihn auf der bandsäge zu teilen die dünneren äste müssen auf alle Fälle über die säge aber ich habe keine so große säge.

Zudem lag das Holz 10 Tage in der Wärme und ist an den Stirnseite leicht eingerissen da würde ich dann später ein Stück pro Seite abschneiden damit ich die Risse und das evtl versprödete Holz weg habe Und entrinden würde ich ihn auch.

Wenn ich später nach hause komme werde ich Bilder machen und hier hoch laden.

Über Tipps wäre ich sehr dankbar

Liebe Grüße Mario
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schnabelkanne
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von schnabelkanne »

Hallo,
zuerst einmal die Stirnseiten versiegeln, dort ist der Wasserverlust am Grössten und es kommt zu Rissen.
Weiter Tipps hab ich keine, musst auf die Goldregen kundigen warten, hab sowas schönes noch nicht in die Finger bekommen.
viel Freude mit dem schönen Holz
Gruss Thomas
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Ravenheart
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Ravenheart »

wg Enden eingerissen: Ist ein Riss erst mal drin, reißt er da auch weiter. Ist ein Stamm nicht gespalten (bzw. halb geschnitten), reißt er fast immer. Also Kontrollieren, ob die Rissverlauf-Linie richtig liegt. Wenn nicht: 2 cm absägen, in der RICHTIGEN Risslinie erst mal einen "Riss vorgeben" d.h., durch Einschlagen einer Messerklinge o.ä. einen Rissansatz künstlich schaffen. Dann versiegeln.

Rabe
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JuergenM
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von JuergenM »

Wenn du das Splintholz für einen Bogen mit nutzen und dafür die schöne Farbe erhalten willst, solltest du die Rinde beim trocknen nicht drauf lassen, da die der Splint sonst vergraut. Am besten Rinde runter nehmen und den rücken mit Klarlack versiegeln.
LG Jürgen
Mario294
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Mario294 »

Hey Leute,

Ich habe gestern nach der Arbeit etwa die Hälfte der Stämme mit der kleinen fiskars Axt und 3 Buchenholzkeilen aufgespalten, die Stämme hatten keinerlei Drehwuchs und ließen sich gut Spalten. Den Rest habe ich ungespalten versiegelt die mache ich heute oder morgen fertig.

Der schönste Stamm kerzengerade und 1,90 lang ist leider im oberen Drittel faul :'( ich schätze kernfäule.
Das Holz in diesem Bereich ist recht morsch aber nur ein Teil. Soll ich das gleich weg sägen oder kann man das drann lassen und wenn er trocken ist schauen was davon noch nutzbar bleibt? Man könnte aus den zwei Staves auch einen stave mit einem V-Spleis machen.

Danke für den Tipp mit dem splintholz, also werde ich die Stämme entrinden und den äußersten Jahresring versiegeln (geht auch Leim?) und wenn ich einen Bogen drauß bauen will den passenden Ring freilegen?

Ich versuche es heute die Bilder rein zu stellen

Liebe grüße Mario
Mario294
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Mario294 »

Hey Leute,

jetzt habe ich es endlich hinbekommne mit den Bildern... Nach etlichen versuchen :D

Bild

Bild

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ist das am Kern hier normal oder ist das faul?

Bild

Bei diesem Stamm war das eine Drittel total morsch

Bild


Die dünnen Stämmchen werde ich auf der Bandsäge bei einem Bekannten aufsägen.

Versiegelt sind sie alle, bei einigen muss noch die Rinde runter

Liebe Grüße Mario
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Robinie Jörg »

Das Holz sieht gut aus, Glückwunsch dazu.
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Rotzeklotz
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Rotzeklotz »

Is das normal bei Goldregen, dass Teile eines Jahresríngs Splint, andere bereits Kernholz sind (erstes Bild)?
Mario294
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Mario294 »

@rotzeklotz ich bin mir nicht sicher aber ich denke das liegt daran das der Stamm aus 4 oder 5 kleinen besteht und in Bodennähe zusammen gewachsen ist so kommt Splint und Kern vlt schon mal durcheinander

Liebe Grüße Mario
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kra
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von kra »

dann müßte es mehrere Kerne geben - tut es aber nicht.
Es ist wohl eher so, das das zwei teilweise getrennte Vorgänge im Wachstum des Holzes sind:
Die jahresringe lgern sich jahresweise ab, die Verkernung (umlagerung der Holzstruktur)geschieht von innen nach außen je nach Belastung des Holzes. Wenn mehr Druck auf eine Seite kommt wird sich dort die Umwandlung in druckfesteres Kernholz schneller vollziehen als auf einer Seite, die eher auf Zug belastet ist. Das überlappt sich mit einer allgemeinen "verkernung" von innen nach außen mit der Zeit --> und dann sieht es so wie auf dem abgebildeten Querschnitt aus.
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– George Bernard Shaw
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Rotzeklotz
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Rotzeklotz »

Danke für die Erklärung. Ist mir speziell bei Goldregen schon ein paar mal aufgefallen, wahrscheinlich war das aber einfach ein Fall von selektiver Wahrnehmung, weil ich das Holz so hübsch finde.
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Haitha
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Re: Goldregen ein paar Fragen

Beitrag von Haitha »

Sieht gut aus, mach was schönes draus.
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