Einem geschenkten Hobel ...

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
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Heidjer
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Heidjer »

Nimm Ballistol Öl, das taugt für jeden Stahl und für jedes Messer. Es taugt auch zur Lederpflege und zur Wunddesinfektion, mein Großvater hat auch häufiger einen Löffel voll davon geschluckt und behauptet das es das beste Mittel gegen Verdauungsstörungen sei. ;)


Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
Gornarak
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Gornarak »

Ich will ihn schon benutzen, nur hab ich halt nicht so häufig Hobelprojekte. Zur Konservierung wirds dann wohl Ballistol werden, einfach weil das eh im Haushalt rumgeistert.
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MoeM
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von MoeM »

Ballistol ist sowieso das Beste ÜBERHAUPT... UND es riecht auch noch geil ;)
Was macht die Säure im ÖL?- Zum Verharzen oder zur Korrosion führen?
Grüße Moe
Gornarak
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Gornarak »

So ich wollte heute eigentlich das Eisen schleifen. Ich hab aber allein schon drei Stunden gearbeitet, um es sauber zu bekommen. Zuerst hab ich mit 80er Papier den gröbsten Rost beseitigt. Dann ging es auf den 250er Wasserstein.

Beim letzen Schliff wurde der Spiegel wohl seitlich an nen Schleifstein (gröber als 80er Papier) gehalten. Die Spuren waren extrem hartnäckig. Ich weiß, dass man normalerweise nur ne Mikrophase auf der Spiegelseite schleift, aber ich dachte mir, wenn ich schon so nen Aufriss mache, dann soll das Eisen auch schön aussehen.

Bild

Der Spiegel war so zerkratzt, dass ich zwischendurch den 250er Stein abrichten musste. Danach ging es mit 1000er und 3000er Stein weiter. Ganz raus sind die Schmarren noch nicht und ganz gleichmäßig ist der auch noch nicht geschliffen, aber meine Finger sind hin und meine Arbeitsplatte eine Schlammwüste.

Bild

Es sieht übrigens so aus, als sei die Schneide tatsächlich angeschweißt. Mir ist aber die Idee gekommen, dass das in der DDR wegen Materialmangels und kostenloser Arbeitszeit noch so gemacht wurde während sich das überall sonst nicht mehr lohnte.
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Gornarak »

Jetzt hab ich nochmal vier Stunden geschärft. Ganz rasiermesserscharf ist die Klinge nicht geworden (3000er Stein) aber um Längen besser als vorher.
FBrueck
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von FBrueck »

@jetsam: Ist zwar ne Weile her, aber besser spät als nie...
Dieser Apparat ist ein Leder-Aufrauher: Schau mal
Sicher nicht der Anführer, aber ich frag mich, wofür die Modellbauer den wohl missbraucht haben ??? .
LG
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jetsam
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von jetsam »

Dann kann ich das sogar brauchen. :D
Thanks :-*
Dies ist die Welt.
Wundervolle und schreckliche Dinge werden geschehen.
Sei ohne Furcht.
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von FBrueck »

Mannomann, 2 min!
Das dürfte ein Rekord sein...
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Gornarak »

Herr Jordan von holzwerken.de hat mir übrigens auf eine Anfrage sehr schnell und freundlich geantwortet. Demnach sind zumindest die Hobelkörper mit dem R mindestens 60 und höchsten ca. 80 Jahre alt. Die Firma Prym übt sich bisher in Zurückhaltung ...
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Gornarak »

Ich hab schon wieder Fragen. Ich will die neue Sohle ja plan aufkleben und dafür Epoxi nehmen. Hab ich das richtig im Kopf, dass die Klebeflächen da ruhig etwas rau (80er Paper) sein sollten? Bei Leim müssten die ja so glatt wie möglich sein, wenn ich mich nicht irre.

Außerdem sieht das Maul für mich aus, als hätte das mal jemand vergrößert. Die Fläche gegenüber der Klinge knickt nämlich nach unten ab und ist nach dem Knick auch nicht ganz sauber gearbeitet. Sollte ich da ein Pflaster einkleben bevor ich die Sohle dranbappe?
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von shokunin »

Ich denke das Maul soll evtl so sein...
kommt aber drauf an ob das Eisen wirklich zum Körper passt, und der Keil/Spanbrecher zum Eisen...

Prinzipiell soll das Maul schon eher schmal sein, wenn da zu viel Luft ist, dann kann man evtl schon was einleimen.

Hier ein nicht ganz passendes Link... das aber die Geometrien für verschiedene Hölzer und Schnitte zeigt
(leider halt auf Englisch und an japanischen Hobeln...):

http://thecarpentryway.blogspot.de/2012 ... k-iii.html
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von Gornarak »

Der Knick ist bei mir viel weiter oben als auf den Bildern, die du verlinkt hast. So etwa auf halber Höhe. Der Spalt zur Klinge ist gigantische vier Millimeter groß. Ein bischen kleiner wird er natürlich durch die aufgeleimte Sohle.
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shokunin
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von shokunin »

Naja, wie schon gesagt, evtl gehören Hobel-Körper und Eisen nicht zusammen...
oder es hat mal jemand geändert, kann auch sein.
Ohne das Ding im Detail gesehen zu haben ist man natürlich nicht wirklich in der Lage mehr als Vermutungen zu äussern... ;)
Prinzipiell ist die Form "mit dem Knick" aber so schon einigermassen standard, das war alles...

Wenn Dir für das Eisen, welches nun einmal drin ist, und für den Winkel usw zu viel Luft ist, dann gibt es diverse Möglichkeiten:
vorne etwas aufleimen, an der Auflagefläche des Eisens etwas aufleimen, nur in der neuen Sohle ein kleineres Maul an zu legen wenn du eh eine neu drauf machst, oder gar die Sohle mit justierbarem Maul zu gestalten...
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the_Toaster (✝)
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von the_Toaster (✝) »

Breites Maul: Hobel für Vorarbeiten - Um mit dicken Spänen viel Material schnell abzutragen. Diese Hobel kommen gut ohne Spanbrecher aus. Klingenwinkel ca 45°
Schmales Maul: Hobel für Endbearbeitung. - Um mit ganz dünnen (noch dünner als Papier) Spänen eine glänzende plane Fläche zu bekommen. Mit einer guten und scharfen Klinge bekommst Du die Fläche so glatt, wie Du sie mit keinem KEINEM! Schleifpapier hin bekommst. Diese Hobel funktionieren erst mit rasiermesserscharfer Klinge und gut eingestelltem Spanbrecher richtig. Klingenwinkel ca. 50°.

Beim Schliff der Klinge beachten, dass sie leicht rund gewölbt ist. Der Schropphobel ist da das Extrem. Das verhindert, dass Kanten ausreißen, b.z.w. Hobelkanten auf Flächen entstehen.

Willst Du die Fläche polieren kannst Du das mit einer Glasflasche machen. Einfach feste mit dem Flaschenkorpus über das Holz reiben. Dadurch werden Poren geschlossen und die Fläche egalisiert. Die Fläche wird dadurch glänzend und glatt wie ein Kinderpopo...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.

Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
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shokunin
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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Beitrag von shokunin »

Ja, das ist dann das Nächste...
weiss kein Mensch was dann überhaupt damit gehobelt werden soll...

Wahrscheinlich war es nie ein Tischlerwerkzeug, sondern in irgendeiner Bauhandwerker-Kiste zuhause. Wenn man z.B. nur mal 'ne Fichtenholz-Zarge grob passend machen muss damit sie in die Maueröffnung passt, dann ist so ein grobes Teil ideal. Da wären dann auch entsprechende Abnutzungsspuren zu erwarten und unerheblich.
Wenn man mit so etwas natürlich Kunsttischlerarbeiten ausführen will, dann muss man schon was umbauen ...oder man baut evtl leichter gleich einen neuen Hobelkörper der dann genu das macht was man braucht.


Oh, und nochmal zum "R" Markenzeichen...
da bin ich über etwas gestolpert als ich DDR Hobel recherchiert hatte. Wollte mal sehen ob man da besondere Charskteristika erkennen kann...
Das R ist wohl kein Besitzerstempel wie ich ursprünglich dachte. Das ist wohl auch nur in UK gängig, da hat die fast jeder Hobel der mehr als 50 Jahre alt ist.
Ich denke das R steht für die Firma C.S. Reich - marke "Reichag", Vorgänger der DDR Marke Howal. Das würde bedeuten Baujahr der Hobel ist wohl zwischen 1930 und 1952.
http://www.holzwerken.de/museum/hersteller/howal.phtml
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