Ziehmesser
Re: Ziehmesser
Okay und dann in den Schraubstock damit und abziehen?
was hälst du von dem hier?: http://www.scharfesjapan.de/naniwa-schl ... ornung-800
was hälst du von dem hier?: http://www.scharfesjapan.de/naniwa-schl ... ornung-800
Erkläre mir was und ich vergesse es wieder, zeige es mir und ich behalte es. Lass es mich machen und ich verstehe es! (konfuzius)
Re: Ziehmesser
Hallo Reckless!
Jahresring nimmt man bei Hasel üblicherweise den ersten unter der Rinde, alles Andere ist bei Hasel purer Masochismus!!
Und Hasel reißt gerne auf einer Seite des Markkanals aus, einfach in die andere Richtung arbeiten oder raspeln.
Chilly
Jahresring nimmt man bei Hasel üblicherweise den ersten unter der Rinde, alles Andere ist bei Hasel purer Masochismus!!
Und Hasel reißt gerne auf einer Seite des Markkanals aus, einfach in die andere Richtung arbeiten oder raspeln.
Chilly
Dass etwas nicht geht, ist auch ein Ergebnis!
Zwei linke Hände und da nur Daumen!
Meine Fehler von gestern sind mein Know-How von heute!
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- Ravenheart
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Re: Ziehmesser
wg. Ziehmesser:
Du musst 2 Dinge beim Schliff unterscheiden:
1. Schleifen = Formgebung
2. Abziehen = Grat entfernen und schärfen.
Viele Schneidewerkzeuge werden geschliffen - aber NICHT abgezogen geliefert, ja!
wg. Schweifhobel:
1. Auch eine Schweifhobel-Klinge muss abgezogen werden!
2. Ein Schweifhobel hat 2 Schrauben (eine Halteschraube, die durchgeht, eine Konterschraube die aufsitzt!) und eventuell noch 2 Justier-Rändel-Räder.
* lockere die ggf. Justierrändeln und die Konterschraube
* setze die Sohle plan auf eine Glasplatte oder glatte Fliese.
* Löse die Halteschraube und lasse die Klinge auf die Glasoberfläche aufliegen. So fixierst Du sie.
* Dann ziehst Du die Konterschraube an.
* Dann drehst Du die Rändelschrauben SANFT runter, Richtung Schneide, bis sie LEICHT auflaufen.
* So testen.
Nimmt es immer noch kein (oder zu wenig) Holz weg,
* Konterschraube lösen
* beide Rändelschrauben eine 1/4 Drehung weiter Richtung Schneide drehen. Dabei schieben sie die Klinge minimal weiter vor.
* Konterschraube wieder anziehen.
* erneut testen.
Hat der Hobel KEINE Justierschrauben und nimmt noch zu wenig weg,
* löst Du NUR die Konterschraube und klopfst LEICHT mit dem Hammer OBEN auf die Mitte der Klinge.
Wie stark die Schläge sein müssen, lässt sich schlecht beschreiben, das ist davon abhängig, wie glatt Klinge und Korpus sind und wie stark die Halteschraube angezogen ist. (Sie muss übrigens NICHT sehr stark angezogen werden, beschädige NICHT die Schraube!)
Meistens ist nur so WENIG Schlagkraft nötig, dass Du Dir mir der selben Kraft noch den Hammer gegen die STIRN schlagen könntest, OHNE dass es weh tut!
* FÜHLE vorher mit dem Finger an der Sohle des Hobels, wie weit die Klinge hervorsteht. Dann tickere drauf und fühle erneut. Ist sie weiter vor gekommen, peile über die Sohle, ob sie über die ganze Breite gleich weit vorsteht, und korrigiere das ggf. indem Du an der OBERseite der Klinge ebenso leicht SEITLICH gegentickerst. (Dabei DREHST Du sie quasi minimal UM die Halteschraube!)
Sitzt die Klinge gerade und einen TICK weiter vor als vorher, ziehe die Konterschraube wieder an und teste erneut.
Rabe
Du musst 2 Dinge beim Schliff unterscheiden:
1. Schleifen = Formgebung
2. Abziehen = Grat entfernen und schärfen.
Viele Schneidewerkzeuge werden geschliffen - aber NICHT abgezogen geliefert, ja!
wg. Schweifhobel:
1. Auch eine Schweifhobel-Klinge muss abgezogen werden!
2. Ein Schweifhobel hat 2 Schrauben (eine Halteschraube, die durchgeht, eine Konterschraube die aufsitzt!) und eventuell noch 2 Justier-Rändel-Räder.
* lockere die ggf. Justierrändeln und die Konterschraube
* setze die Sohle plan auf eine Glasplatte oder glatte Fliese.
* Löse die Halteschraube und lasse die Klinge auf die Glasoberfläche aufliegen. So fixierst Du sie.
* Dann ziehst Du die Konterschraube an.
* Dann drehst Du die Rändelschrauben SANFT runter, Richtung Schneide, bis sie LEICHT auflaufen.
* So testen.
Nimmt es immer noch kein (oder zu wenig) Holz weg,
* Konterschraube lösen
* beide Rändelschrauben eine 1/4 Drehung weiter Richtung Schneide drehen. Dabei schieben sie die Klinge minimal weiter vor.
* Konterschraube wieder anziehen.
* erneut testen.
Hat der Hobel KEINE Justierschrauben und nimmt noch zu wenig weg,
* löst Du NUR die Konterschraube und klopfst LEICHT mit dem Hammer OBEN auf die Mitte der Klinge.
Wie stark die Schläge sein müssen, lässt sich schlecht beschreiben, das ist davon abhängig, wie glatt Klinge und Korpus sind und wie stark die Halteschraube angezogen ist. (Sie muss übrigens NICHT sehr stark angezogen werden, beschädige NICHT die Schraube!)
Meistens ist nur so WENIG Schlagkraft nötig, dass Du Dir mir der selben Kraft noch den Hammer gegen die STIRN schlagen könntest, OHNE dass es weh tut!
* FÜHLE vorher mit dem Finger an der Sohle des Hobels, wie weit die Klinge hervorsteht. Dann tickere drauf und fühle erneut. Ist sie weiter vor gekommen, peile über die Sohle, ob sie über die ganze Breite gleich weit vorsteht, und korrigiere das ggf. indem Du an der OBERseite der Klinge ebenso leicht SEITLICH gegentickerst. (Dabei DREHST Du sie quasi minimal UM die Halteschraube!)
Sitzt die Klinge gerade und einen TICK weiter vor als vorher, ziehe die Konterschraube wieder an und teste erneut.
Rabe
Re: Ziehmesser
@Rabe:das nenn ich mal eine gute Anleitung, Vielen Vielen Dank dafür!
Der Schweifhobelist von Kunz und hat die 2 Schrauben zum herunter drehen.
Ich probier das gleich nach der Arbeit mal aus.

Der Schweifhobelist von Kunz und hat die 2 Schrauben zum herunter drehen.
Ich probier das gleich nach der Arbeit mal aus.
Erkläre mir was und ich vergesse es wieder, zeige es mir und ich behalte es. Lass es mich machen und ich verstehe es! (konfuzius)
Re: Ziehmesser
Ich stelle meinen Schweifhobel so ein:
1. Warten, dass der/die Küchenverantwortliche außer Sichtweite ist.
2. Zwei Blatt Papier aus dem Drucker nehmen
3. Papier mit einer Lücke von etwa einem Zentimeter nebeneinander auf die Küchenplatte (Beschichtetes Holz - Kein Granit - damit man sich die Klinge nicht stumpf macht) legen
4. Schweifhobel so aufs Papier stellen, dass die Klinge in der Lücke zwischen den Papieren ist.
5. Schrauben lockern -> Klinge rutscht auf KÜchenplattenniveau
6. Schrauben anziehen
7. Spuren verwischen
1. Warten, dass der/die Küchenverantwortliche außer Sichtweite ist.
2. Zwei Blatt Papier aus dem Drucker nehmen
3. Papier mit einer Lücke von etwa einem Zentimeter nebeneinander auf die Küchenplatte (Beschichtetes Holz - Kein Granit - damit man sich die Klinge nicht stumpf macht) legen
4. Schweifhobel so aufs Papier stellen, dass die Klinge in der Lücke zwischen den Papieren ist.
5. Schrauben lockern -> Klinge rutscht auf KÜchenplattenniveau
6. Schrauben anziehen
7. Spuren verwischen
- Benedikt
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Re: Ziehmesser
Hi Rene!
Ich hab das große von Kirschen
Nach der Lieferung hab ich es einmal abgezogen und es war 4 Monate lang scharf
Falls du das mit dem Schweifhobel nicht hinbekommst, dann nimm in mit zu mir, ich zeige dir gerne, wie man ih einstellt
Gruß
Benedikt
Ich hab das große von Kirschen
Nach der Lieferung hab ich es einmal abgezogen und es war 4 Monate lang scharf
Falls du das mit dem Schweifhobel nicht hinbekommst, dann nimm in mit zu mir, ich zeige dir gerne, wie man ih einstellt
Gruß
Benedikt
Either all days are holy or none are. (Terry Pratchett)
Re: Ziehmesser
Hey,
Danke für die Tipps, hab es so gemacht wie Rabe es beschrieben hat. Muss es aber aufjefenfall abziehen, denn es stottert
beim Spähne machen .
Grüße Rene
Danke für die Tipps, hab es so gemacht wie Rabe es beschrieben hat. Muss es aber aufjefenfall abziehen, denn es stottert
beim Spähne machen .
Grüße Rene
Erkläre mir was und ich vergesse es wieder, zeige es mir und ich behalte es. Lass es mich machen und ich verstehe es! (konfuzius)
-
Philvanhalen
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Re: Ziehmesser
Danke für die Antworten , ich haben jetzt von einem Freund ein ur-altes verrostetes Zeihmesser bekommen und es kurzerhand restauriert, spricht über Nacht in Oxalsäure eingelegt schleifen lassen (von einem befreundeten Messermacher) und neue Griffe gedrechselt .



Gestern ist mir aufgefallen das ich damals als ich das Holz geschält habe die äuseren Jahresringe am Rücken verletzt habe , kann man einfach auf einen unteren Ring runterarbeiten und wenn ja mit was ?
LG und danke für eure Hilfe



Gestern ist mir aufgefallen das ich damals als ich das Holz geschält habe die äuseren Jahresringe am Rücken verletzt habe , kann man einfach auf einen unteren Ring runterarbeiten und wenn ja mit was ?
LG und danke für eure Hilfe
Re: Ziehmesser
Welchen Schweifhobel hast du?
Ziehmesser kann man alle so misshandeln, dass sie nach kurzer Zeit stumpf sind. Wie sie von Werk aus geliefert werden, kommt auf den Hersteller drauf an. Die von pfeil sind scharf genug.
Wenn das Holz einreisst, arbeitest du vielleicht einfach gegen die Faserrichtung, oder du schneidest zu tief.
edit: Zweite Seite nicht gesehen. Wenn der Schweifhobel rattert, kanns auch deshalb sein, weil der Wurfarm schon relativ dünn und nicht unterlegt ist, dann beginnt er zu schwingen. Immer auf der ganzen Länge unterlegen.
Ziehmesser kann man alle so misshandeln, dass sie nach kurzer Zeit stumpf sind. Wie sie von Werk aus geliefert werden, kommt auf den Hersteller drauf an. Die von pfeil sind scharf genug.
Wenn das Holz einreisst, arbeitest du vielleicht einfach gegen die Faserrichtung, oder du schneidest zu tief.
edit: Zweite Seite nicht gesehen. Wenn der Schweifhobel rattert, kanns auch deshalb sein, weil der Wurfarm schon relativ dünn und nicht unterlegt ist, dann beginnt er zu schwingen. Immer auf der ganzen Länge unterlegen.
Re: Ziehmesser
Aus aktuellem Anlass auch mein Senf;
Ich besitze seit neuestem drei Ziehmesser, großes gerades Kirschen mit rel Stumpfem Winkel, der hält zwar ewig bleibt aber auch eher ein Schäleisen bzw. für grünes Holz. Ebenfalls schon länger habe ich das kleine Pfeil... welches bei meiner Grobmotorik schon sehr gelitten hat und für das meine Schleifskills recht unzureichend sind- es ist schon scharf (nur etwas schartig...) und bleibt das auch. Esch schneidet gut und schnell (zu) tief selbst wenn ich es "über Kopf" verwende.
Mein Neuzugang ist mein absoluter Favorit; 5€ vom Flohmarkt, 20cm Klinge, nach unten abgesetzte Griffe sieht handgeschmiedet und sehr alt aus. Der Spiegel ist etwas gerundet und auch die rel. lange Schneidfase konvex.
Es war (vermutlich mittels Fächerscheibe) schon etwas übel zugerichtet, der Rest ziemlich oxidiert.
Testhalber hab ich erstmal mit dem Doppelschleifer freihand geschärft- und es ist sauscharf geworden, bleibt es sogar und schabt einfach super- ohne feine Steine oder abziehen- ideal auch leicht schräg angesetzt und "säbelnd" bewegt.
P.S. das Pfeil IST im Auslieferzustand wirklich rattenscharf, was der Schneide aber auch leicht zum Verhängniss werden kann
Ich besitze seit neuestem drei Ziehmesser, großes gerades Kirschen mit rel Stumpfem Winkel, der hält zwar ewig bleibt aber auch eher ein Schäleisen bzw. für grünes Holz. Ebenfalls schon länger habe ich das kleine Pfeil... welches bei meiner Grobmotorik schon sehr gelitten hat und für das meine Schleifskills recht unzureichend sind- es ist schon scharf (nur etwas schartig...) und bleibt das auch. Esch schneidet gut und schnell (zu) tief selbst wenn ich es "über Kopf" verwende.
Mein Neuzugang ist mein absoluter Favorit; 5€ vom Flohmarkt, 20cm Klinge, nach unten abgesetzte Griffe sieht handgeschmiedet und sehr alt aus. Der Spiegel ist etwas gerundet und auch die rel. lange Schneidfase konvex.
Es war (vermutlich mittels Fächerscheibe) schon etwas übel zugerichtet, der Rest ziemlich oxidiert.
Testhalber hab ich erstmal mit dem Doppelschleifer freihand geschärft- und es ist sauscharf geworden, bleibt es sogar und schabt einfach super- ohne feine Steine oder abziehen- ideal auch leicht schräg angesetzt und "säbelnd" bewegt.
P.S. das Pfeil IST im Auslieferzustand wirklich rattenscharf, was der Schneide aber auch leicht zum Verhängniss werden kann
Grüße Moe
- Haitha
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Re: Ziehmesser
Du hast die Griffe falsch herum aufgesetzt und nicht stark genug vorgebohrt. Alternativ kann man die Erle mit Bedacht erhitzen und dann die Griffe in die Bohrung brennen.Philvanhalen hat geschrieben:Danke für die Antworten , ich haben jetzt von einem Freund ein ur-altes verrostetes Zeihmesser bekommen und es kurzerhand restauriert, spricht über Nacht in Oxalsäure eingelegt schleifen lassen (von einem befreundeten Messermacher) und neue Griffe gedrechselt .
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Gestern ist mir aufgefallen das ich damals als ich das Holz geschält habe die äuseren Jahresringe am Rücken verletzt habe , kann man einfach auf einen unteren Ring runt
Fall down seven times, stand up eight.
Carve a little wood, pull a few strings and sometimes magic happens - Gepetto
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