Frage zum Dämpfen von Holz

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killerkarpfen
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Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von killerkarpfen »

Frage zum Dämpfen von Holz

Ich habe einen meiner ersten vielversprechenden Versuche, Enden zu dämpfen und aufzubiegen, in der Form.
Meine schlichte Frage, wie lang muss ich das Holz in der Form belassen damit es sich beim Lösen am wenigsten zurückbiegt.
So bleiben werden die Enden ja nicht, doch sie sollten sich später möglichts gut halten.

Das erste Ende ist in dieser Form und das Zweite möchte ich jetzt natürlich auch noch biegen.
Ungeduld ist nicht meine Stärke :-\

Das Ziel sind geflippte Enden die nicht unbedingt mitbiegen müssen.

Danke für ein paar Tips.
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Bowster
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Bowster »

Ich nehme sie normalerweise aus der Form, wenn sie auf Umgebungstemparatur abgekühlt sind, dann warte ich aber noch 1-2 Tage bevor ich sie belaste.
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Robinie Jörg
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Robinie Jörg »

Hallo

Ich lasse sie immer über nacht in der Form und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Zumindest bei Robinie uns Osage. Womit ich mir aber immer etwas länger Zeit lasse ist mit dem belasten, da warte ich immer 2-3 Tage. Bis jetzt ist alles fast genau so wie die Form war geblieben. Ein ganz klein wenig federt es immer auf.
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killerkarpfen
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von killerkarpfen »

Danke für die schnellen Antworten.

Zum trocknen bleibt sicher noch genug Zeit. Der Stab ist noch ziemlich roh.
Wenn ich heute Abend das andere Ende noch hätte biegen können, könnte ich natürlich in der Mitte bereits weiterfahren.
Doch vielleicht ist etwas Geduld doch besser :)
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Benedikt
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Benedikt »

Nachdem das Holz abgekühlt ist, föhn ich es meistens noch so 15 Minuten ::)
Keine Ahnung, ob das was bringt, aber es fühlt sicg danach auf jeden Fall deutlich trockener an :)
Viel Erfolg bei deinem Bogen!
Gruß
Benedikt
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Ravenheart »

Das bringt schlimmstenfalls Oberflächenversprödung!
Ich lasse es kommplett in der Form durchkühlen und danach 1 Wo ruhen...

Rabe
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Benedikt
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Benedikt »

Okay, also nicht machen :-\
Danke für den Hinweis!
Gruß
Benedikt
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Gringo
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Gringo »

Stimmt es eigentlich dass, wenn man die Enden mit trockener Hitze ( HLP/offenes Feuer etc. ) biegt, die Biegung auf Belastung haltbarer ist? S.h. sich nicht so schnell wieder rausbiegt als wenn man dämpft/kocht.
Bei meinem aktuellen Bogen( Esche) hab ich die Enden gedämpft. Jeweils eine Stunde in der Form gelassen und sie nach vier Tagen das erste mal wieder belastet.
Leider hat sich ( nach ca. 200 Pfeilen ) am oberen WA die Biegung wieder ein bischen begradigt. Es ist nicht sehr viel. Der Bogen wirft dennoch sehr gut, aber es sieht halt nicht mehr so gleichmäßig aus. Ich befürchte das sich die Biegung vieleicht auf Dauer noch mehr raus nimmt.
Am unteren WA tut sich bisher nichts.
Ich überlege nun das obere WA Ende noch einmal mit der HLP zu korrigieren.
Was meint ihr?

LG
Gringo
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killerkarpfen
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von killerkarpfen »

Das zweite Ende gelang wieder einmal nich ganz so gut. :'( An der Bauchseite ist es wieder, wie so oft schon eingerissen. Ich könnte :'( :'( :'(

Sicher es lässt sich reparieren und je nach dem könnte am Schluss der ganze Spalt ausgearbeitet werden. Aber dennoch, immer wieder das Selbe. Bild
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Benedikt
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Benedikt »

Hm....
das hatten wir doch schonmal ;D
klich mich !

Also ich würde:
....auskühlen lassen, Epoxy rein und gut ist oder
....Abarbeiten und ne dünne Leiste aufkleben
.....oder irgendwas anderes, sowas zum Beispiel.

Gruß
Benedikt
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von max2 »

Hallo,

hast du den Blechstreifen nur mit dem Zurrgurt befestigt?
Der muss im ungebogenen Zustand am Wurfarm fixiert sein, damit er sich beim Biegen spannt und ein Aufplatzen des Bauches verhindert.

Gruss, Max
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Gringo »

Mir ist das auch letztens so passiert. Bei einer Robinie. Beim biegen mit HPL hörte ich plötzlich einen Kracks.
Sofort aufgehört und entspannt. Ein kleiner Riss quer zum WA. So gelassen und am nächsten Tag Epoxy reingeföhnt. Einen Tag so gelassen. Dann einen kleinen Streifen Leinen längs zum Riss und WA aufgeleimt und mit einer Bindung Dacron gesichert.
Ich musste ein klein wenig nachtillern, aber der Bogen verhält sich bisher gut und die Stelle ist meiner Meinung nach recht stabil.

LG
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von killerkarpfen »

max2 hat geschrieben:Hallo,

hast du den Blechstreifen nur mit dem Zurrgurt befestigt?
Der muss im ungebogenen Zustand am Wurfarm fixiert sein, damit er sich beim Biegen spannt und ein Aufplatzen des Bauches verhindert.

Gruss, Max
Wow Beitrag fast fertig und dummerweise mit Shift noch die Ctrl Taste erwischt und alles weg... Also von vorn.
Die Schraubzwinge mit der ich den Blechstreifen fixiert habe ist auf dem Bild nur nicht mehr sichtbar. Nein ich glaube dieser Blechstreifen ist die einzige Methode um überhaupt eine solche Biegung hinzukriegen.

Beim Biegen habe ich allerdings so ein Knarren gehört, dass ich glaube, dass mir der Blechstreifen durchgerutscht ist, was letztendlich zum reissen des Holzes geführt hat,

Das ist möglicherweise auf die Euphorie des Gelingens der ersten Biegung zurückzuführen ist und ich die Zwinge oder den Schraubstock zuwenig angezogen habe.
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killerkarpfen
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von killerkarpfen »

@Benedikt, ganz coole Idee!

Ich hoffe ich kann die Spalte weitmöglichst abtragen, sonst habe ich entweder wieder so eine hässliche Klebfuge oder als Alternative könnte ich einen Hornstreifen aufkleben. Der würde sogar dem Zurückbiegen der Enden entgegenwirken.
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Benedikt
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Re: Frage zum Dämpfen von Holz

Beitrag von Benedikt »

Sähe bestimmt toll aus ::)
Muss ich auch mal probieren :D
Gruß
Benedikt
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