Weiche Federn

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waffenschreiner
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Weiche Federn

Beitrag von waffenschreiner »

Letztes WE bekam ich eine Tüte voller Putenfedern, die beim Schlachten übrigblieben. Mir ist aufgefallen, dass diese Federn wesentlich weicher und dünner sind als als die im Bogensort-Versand bestellten Truthanfedern. Bekommen die Truthähne von den kommeriellen Federanbietern aus den USA irgendwelches spezielles Kraftfutter, Federnwachstumshormone oder ähnliches?
Oder liegt es daran dass die Puten hierzulande zum Schlachten gemässtet werden und nur auf das Fleisch wert gelegt wird. Haben die Federn von Vögeln die in freier Wildbahn leben (Schwäne, Wildgänse, Möwen, Krähen, Greifvögel) auch nur so weiche Federn? Reichen so weiche Federn aus um einen Pfeil ausreichend zu stabilisieren?
waffenschreiner
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Nighty
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Beitrag von Nighty »

Naja ,wer weiss von welchem Körperteil der Pute die Federn stammen. Ich denke die sind nicht überall exakt gleich an so einem Vogel.
...lerne auch aus den Fehlern anderer ,das Leben ist zu kurz um Alle selber zumachen...
Archiv
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Beitrag von Archiv »

Hai

Weiche Federn haben sicherlich eine geringere Leitwirkung als harte / steifere Federn.
Sie setzen halt der Luft weniger Widerstand entgegen.
Ob die Federn, die du hast, für deine Pfeile taugen, wird nur ein Versuch zeigen.
Nur so als grobe Richtung:

Als ich 30" Escheschäfte, 11/32" mit Barreltaper auf 5/16" und 125gr-Spitze mit Silberfasan befiedern wollte, hat man mir davon abgeraten, weil die Federn zu weich wären.
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Steini
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Beitrag von Steini »

Themenverwandte Frage:

Ich habe eigentlich bisher alle meine Pfeile mit LW Federn befiedert. Ohne besonderen Grund, ich habe immer nur LW nachbestellt um die Reste besser verwerten zu können.

Nun sterben die LW-Federn in den onlineshops z.Zt. aus. Die Betreiber der kleinen Shops kann ich ja verstehen, wenn sie sich nur auf eine Sorte festlegen. Aber die großen Produzenten können dann doch nur noch "halbe" Vögel verwerten.

Gibts da nicht irgendwo einen LW-Federn-Berg den keiner mehr braucht? Und wenn ja, WO?!?!?
:D :D

Steini
los osos
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Beitrag von los osos »

@waffenschreiner
Die weicheren Federn sind sogenannte 'secondary' Federn vom Truthahn. Hatte ich auch schon tütenweise vom Bauern. Die harten, viel steiferen Federn sind sog. 'primary' Federn, von denen hat das Vieh nur 3-4 pro Schwinge. Da bei Zuchttieren meist die Schwingen beschnitten werden, bekommt man oft nur zersäbelte oder noch nicht wieder voll ausgebildete 'primaries' von den Bauern. Bei meinen Federn von heimischem Schlachtvieh waren von den Schwingenfedern ca. 60-70% Müll. Den Rest kann man ganz gut reinigen und färben (Simplicol). Ich habe schon etliche Pfeile auch mit 'secondaries' gemacht. Sie sind vielleicht nicht ganz so präzise und robust wie die 'primaries', aber für mich in vielen Fällen (z.B. für Fluflus und Kinderpfeile) völlig ausreichend.

Gruß
Fabian
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P.S.: los osos = (span.) die B?ren
Steinmann

Beitrag von Steinmann »

@ Steini

Mir hat der Ruppert Lindner vor zwei Jahren auf der Eisenbacher Messer gesagt, das er ( zum damaligen Zeitpunkt ) ausschließlich LW Federn und entsprechende Stanzen lagermäßig führt. Die RW müßte er extra bestellen. Ob das Heute noch so ist kann ich Dir nicht sagen.
waffenschreiner
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Beitrag von waffenschreiner »

@ los osos
Vielen Dank für deine sachkundigen und Ausführlichen Infos. In zukunft werde ich versuchen nur Primaries zu bekommen. Von den Federn die ich habe werden die besten ausgesucht. Das müßte für ca 4-5 Pfeile reichen. Der nächste Pfeilsatz wird dann mit Federn aus dem Handel befiedert.
Gruß Jan
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