heute möchte ich euch heute kurz mein kleines Mitten- und Tapertool vorstellen.
Ich habe es auch Reststücken von Alu-Konstruktionsstäben (allerdings keine Baumarktware) gemacht. Ich kann damit den Mittenverlauf eines Staves, gleichzeitig aber auch den Breiten- und Dickentaper (grob) anzeichnen.
Ich habe es jetzt ein paar Mal benutzt und finde es eigentlich ganz hilfreich.
Angelehnt habe ich mich dabei an einigen, hier schon vorgestellten Werkzeugen dieser Art.
Ich habe bewusst darauf verzichtet, die Skalenteilung zu vermaßen, da hierbei jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen kann. Allerdings sollte die Skala den jeweils kleinsten und größten Betrag der Dicke bzw. Breite abdecken, mit denen man seine Bögen bauen möchte und die Teilstriche dazwischen sollten in ausreichender Anzahl vorhanden, aber auch voneinander zu unterscheiden sein.
Beispiel für das Anzeichnen des Dickentaper:
WA-Lange von 900mm -> WA in 10 Teile von jeweils 90mm einteilen, den kleinsten Teilstrich (z.B. 13mm) am WA-Ende abtragen, nach 90mm den nächsten Teilstrich u.s.w. bis zum letzten (z.B. 25mm). Die Striche werden mit geraden Linien (oder Kurvenlinealen...) miteinander verbunden, wellige Verläufe sind aber bevorzugt anzupassen, wie es Rabe schon im Wiki erklärt hat, man muss natürlich der Faser folgen.
Hier nun ein paar erklärende Bilder...


Stabmitte finden mittels Stiften, hier im Forum schon einige Male gesehen. Verstellbar aber deswegen, damit auf verschiedene Stabbreiten reagiert werden kann. Die Passstifte können mit Handkraft gelöst und wieder festgezogen werden.

Der Stiftabstand nicht deutlich größer, als die Stabbreite, der Bleistift muss immer in der Mitte zwischen den Stiften sitzen.

Breitentaper anzeichnen.

Dickentaper anzeichnen.

Befestigung der Schenkel
Kritik und Hinweise herzlich willkommen.
Palmström
PS: Aus Hartholzleisten natürlich genauso gut herstellbar - die verstellbaren Stifte könnte man da mit Langlöchern machen, die Skala auch ritzen und mit Fineliner färben o.ä.
