Wicklung !?!

Alles zum Thema Pfeilbau.
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Jens
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Wicklung !?!

Beitrag von Jens »

huhu....

wie knotet man denn eine federwicklung ?????

die nockwicklung ist klar....

diese methode geht allerdings bei den federn nicht, ad ich den koten ja nicht hinter die wicklung ziehen kann....

verklebt ihr den faden dann oben zum schluss ????
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jaberwok

doch kann man

Beitrag von jaberwok »

Hallo Jens.

Kein Problem wickle einfach eine Schlaufe aus Dacron oder Zwirn unter die letzten 5-10 Wicklungen und stecke das Ende Deines Fadens dann durch die Schlaufe. Wenn Du nun die Dacron-Schlaufe wieder unter der Wicklung herausziehst nimmst Du das Ende Deines Wickelfadens automatisch mit und ziehst ihn somit unter Deine Wicklung.
Longbow Alex
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Durchwickeln...

Beitrag von Longbow Alex »

...ist eine Lösung. Du fängst unten vor der Feder an und wickelst den Faden da fest, dann den Kiel vorne einwickeln, mit gleichem Faden durch die Feder weiter (mit einer Ahle die Granen an gewünschter Stelle spreizen) und danach den Kiel hinten dann die Nock, durchziehen und fertig. Jetzt mit Ponal blau - Wassergemische oder Knochenleim die Wicklung einstreichen und dann ist sie fest.
Gruß


Alexander

P.S.

Jaberwok scheint das Thema besser getroffen zu haben. Das mit der Schlaufe kannst Du Dir sparen, wenn Du in ravenheart Galerie nachschaust wie er die Mittenwicklung an der Sehne festmacht, das geht am Pfeil nach gleichem Prinzip wesentlich flotter. Dazu einfach das lose Ende und die bisherige Wicklung festhalten und die Schlaufe 5-10x andersrum über die Nock legen. Jetzt mit der Schlaufe richtig rum wickeln bis die "falschen" Wicklungen weg sind und dann das lose ende stramm ziehen.
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Ravenheart
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gar nicht!

Beitrag von Ravenheart »

Ich verwende Leinengarn und knote gar nicht! Einfach unterstecken reicht völlig, stramm ziehen, bündig abschneiden, mit Holzleim überstreichen: HÄLT!

Bild

Beide "Knoten" sollten bei der Cockfeder liegen, dann können die doppelt liegenden Fäden nicht durchreiben!

Rabe
Jens
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Beitrag von Jens »

isch bin ja au bleeeed....

des isch jo wie der nochknoden nur umgekehrt :D

*andenkopfklatsch*
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Ravenheart
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RE:

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von Jens

*andenkopfklatsch*
Komische Art, zu applaudieren :D :D :D

Rabe
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geomar
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warum kompliziert?

Beitrag von geomar »

...wenn´s auch einfach geht ;-)


Vor allem, wenn man eine Komplettwicklung von der Nock bis zum Federanfang machen will, kann man gaaaanz einfach einen verdeckten Konten machen.

Sehr hilfreich ist, wenn ihr den Zwirn (oder was ihr auch immer nehmt) vorher vernünftig wachst (am besten mit reinem Bienenwachs), damit er ein wenig am Schaft klebt und etwas Steifheit erhält...

Ansonsten ist denke ich bis hier hin alles klar, von der Nock her mit einer Nadel/Ahle gewickelt...
Bild

Wenn ihr ausreichend Wicklungen über die Kielenden hinaus gemacht habt, einfach reht großzügig ca. 10 Wicklungen locker bis zum Schaftende:
Bild

Jetzt von der Pfeilspitze her den Zwirn einfach Richtung Federn zusammenschieben.
Bild

Vor der Wicklung das Ende des Zwirns unten durch die entstandenen Schlaufen führen (eventuell die Schlaufen am Schaft mit einer Nadel/Ahle etwas anheben)
Bild

Nun das Ende der Zwirns über die Wicklung legen und einfach die Wicklung weitermachen. Das Ende der Zwirns wird ab jetzt unter die Wicklung gewickelt
Bild
Bild

Wenn alle Schlaufen abgewickelt sind, das Ende des Zwirns und der Wicklung festziehen.
Bild

Das überstehende Ende vorsichtig abschneiden
Bild

und fertig ist die perfekte Endwicklung mit einem versteckten Knoten, ohne das Unterlegen von irgend welchen Schlaufen etc...
Bild
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cool...

Beitrag von Ravenheart »

... und das findest Du wirklich einfacher? :D

Danke für die schönen Bilder!

Rabe

P.S.: Ich achte übrigens immer darauf, dass die Windungen lückenlos und schön nebeneinander liegen, da bin ich penibel!
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geomar
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RE: cool...

Beitrag von geomar »

Original geschrieben von ravenheart

... und das findest Du wirklich einfacher? :D
Das ist einfacher! Ich hab alle Varianten (auch deine oben beschriebene) mehrfach durchprobiert und eine schnellere und bessere Lösung gubt es nicht. Das dauert mal grade 10 Sekunden und es gibt keine Kreuz- und Doppelnähte, die sich durchreiben können, "wenn man nicht beide ´Knoten´ bei der Cockfeder platziert"... :p
Original geschrieben von ravenheart
P.S.: Ich achte übrigens immer darauf, dass die Windungen lückenlos und schön nebeneinander liegen, da bin ich penibel!
Ich auch...

Der Schuss ging dann wohl ins Leere... 8-)

Ich achte in der Regel auch auf die Wicklungen, hier ging es aber darum, mal eben schnell aus einem alten Dübelholz, ein paar Restfedern und etwas Leinzwirn in wenigen Minuten ein Probestück zu bauen und zu dokumentieren damit ich das hier abbilden kann, um das Prinzip bildlich zu erläutern... :D
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RE: RE: cool...

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von geomar
(...) ...und es gibt keine Kreuz- und Doppelnähte, die sich durchreiben können, "wenn man nicht beide ´Knoten´ bei der Cockfeder platziert"...
Ach? Und was ist damit:
Original geschrieben von geomar
Das Ende der Zwirns wird ab jetzt unter die Wicklung gewickelt
Da sehe ich irgendwie keinen Unterschied zu meiner...:-o

Aber is ja auch egal, schön dass es verschiedene Lösungen gibt!

Rabe

P.S.:
Original geschrieben von geomar
(...) ...hier ging es aber darum, mal eben schnell aus einem alten Dübelholz, ein paar Restfedern und etwas Leinzwirn in wenigen Minuten ein Probestück zu bauen und zu dokumentieren... (...)
Und dafür hast Du dann extra noch so ne saubere Nocke reingeschnitten! Ich bin beeindruckt! ;-)
Authomas
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@Geomar

Beitrag von Authomas »

Schöne Bilder; gibt es eigentlich einen Grund, dass Du von oben (also von der Nocke her) nach unten wickelst? Ich habs noch nicht oft gemacht, aber ich habe mit einer gewissen Selbstverständlichkeit unten angefangen zu wickeln - dadurch konnte ich mir am Ende die ganze Geschichte mit dem erstmal verkehrt herum wickeln und dann aufbrauchen sparen, weil der Pfeil da oben (auch im Gegensatz zu einer Sehne bei der Mittelwicklung) zuende ist und man den Faden beim Wickeln einfach immer oben drüber ziehen kann. Das ist jetzt vermutlich nicht sehr verständlich ausgedrückt, jedenfalls spart man sich die Wicklung in Gegenrichtung :o und das Ergebnis war glaube ich das Gleiche.

Jo
Wenn man kein Ziel hat, ist jeder Schuss ein Treffer :-)
Mongol
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Beitrag von Mongol »

Also ich wickel auch von unten nach oben (zum Nock hin). Als "Verknotung" nehm ich nen Palsteg/Mastwurf - funzt prima
Ein kluger Mann bemerkt alles.
Ein dummer Mann macht über alles eine Bemerkung
(H. Heine)
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Palsteg/Mastwurf

Beitrag von Ravenheart »

Da gibt's Bilder davon und noch ein paar andere schöne Knoten:

http://feuerwehr.peitz.de/leinenverbindungen.htm


Rabe
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geomar
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RE: RE: RE: cool...

Beitrag von geomar »

Original geschrieben von ravenheart
...Und dafür hast Du dann extra noch so ne saubere Nocke reingeschnitten! Ich bin beeindruckt! ;-)
Tja, da bin ich dann wiederum Pedant...
Du wirst lachen, aber das hab ich tatsächlich gemacht, sonst hätte wohlmöglich noch jemand nachgefragt, an welcher Seite denn jetzt die Nock sein soll. Die 15 Sekunden hatte ich grade eben noch übrig - zumal ich eh die Einkerbung für die Nockschutzwicklung einsägen musste...

...womit wir bei Authomas wären:
Diese Art der Wicklung habe ich halt im letzten Jahr auf einem Seminar so gelernt und sie erschien mir von Anfang an sinnvoll.
Zunächst wird der Zwirn in der Kerbe an der Nock ein paar mal eingedreht, dann verdreht und dann wird weitergedreht, bis die Kerbe voll ist, dann zur Feder, wobei anzumerken ist, dass wir damals die Federn ohne zu kleben nur mit dem Zwirn auf den Schäften befestigt haben (Aussage des Bogenbauers: "Klar wurde früher auch schon geklebt, aber ´im Feld´ war das dafür notwendige Equipment fraglos nicht immer vorhanden, also lernen wir zunächst mal, die Pfeile ohne kleben zu bauen") fand und finde ich relativ einleuchtend - bei "Massenproduktion" klebe ich aber mittlerweile auch... ;-)

Ich habe wirklich die hier und anderswo vorgestellten verschiedenen Methoden durchprobiert und bin letztlich wieder bei dieser Variante angekommen, weil sie einfach die schnellste ist.

Es wird aber nicht in Gegenrichtung gewickelt - das ist ja der Unterschied zu Ravenhearts Methode - sondern sobald die Wicklung ausreichend ist, wird in der gleichen Richtung locker mit großem Abstand weiter gewicklelt, zusammengeschoben, Zwirnende unten durch und dann zuende wickeln.

Für den auf den Bildern zu sehenden Pfeil habe ich inklusive Nock keine zwei Minuten gebraucht. Wenn´s schön werden soll, rechne halt noch ´ne halbe Minute drauf.
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tarek
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Beitrag von tarek »

@geomar bis zu dem zurückschieben der wicklung und dem drunter durchziehen des faden endes verstehe ich alles aber ab da ... naja finde das mit der schlaufe oder einfach wie ravenheart nur beim nock enden und nicht anfangen wesentlich unkomplizierter
Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu f?rchten...
(Sunzi-Die Kunst des Krieges)
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