Werkbank Mittelalterkompatibel
- the_Toaster (✝)
- Forenlegende

- Beiträge: 3705
- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Werkbank Mittelalterkompatibel
Ja was tut man nicht alles wenn das Wetter besser wird und es in der Werkstatt wieder Spass macht zu arbeiten.
Man fängt an eine Werkbank zu bauen!
In meinem Falle haben wir im Niemandlsland mehrere schöne Eschenbohlen von 3,8 m Länge herum liegen.
Daraus wollte ich mir schon seit Neujahr eine Werkbank bauen. Und nun habe ich endlich damit angefangen.
Erstmal die Bohlen regeln, wie man so schön sagt und eine passende aussuchen. Sch*** schwer... Aber es war nicht ganz die unterste, die ich brauchte...
Aus der Bohle habe ich dann ein 150 cm langes Stück mittig raus geschnitten. Das war das Stück was am wenigsten Macken und die größte Tiefe hatte.
Nach vielem Hobeln und immer wieder drüber linsen ist nun ein Brett von 150 X 38 X 4.3 cm raus gekommen.
Das Bohlenstück (hat nix mit Dieter zu tun...) war doch ordentlich verzogen. So blieben von den 5,5 cm nur noch die 4,3 cm übrig.
Das Brett hat an einer Stelle einen kleinen Schaden, wo ein Stück Blech in das Holz eingewachsen war. Das Blech habe ich raus geschnitten, die Fehlstelle werde ich aber so belassen. Gibt dem Tisch Charakter.
Als nächstes baue ich das Untergestell.
Ich überlege noch wie ich das machen will.
Ziel ist, dass der Tisch mit ein paar Handgriffen zusammengesteckt und wieder auseinander genommen werden kann.
Die Werkstücke sollen dann in etwa so befestigt werden können:
http://werkstatt.schlaepfer.com/index.php?id=57
Also nix mit Spannzangen und so.
Bilder später...
Man fängt an eine Werkbank zu bauen!
In meinem Falle haben wir im Niemandlsland mehrere schöne Eschenbohlen von 3,8 m Länge herum liegen.
Daraus wollte ich mir schon seit Neujahr eine Werkbank bauen. Und nun habe ich endlich damit angefangen.
Erstmal die Bohlen regeln, wie man so schön sagt und eine passende aussuchen. Sch*** schwer... Aber es war nicht ganz die unterste, die ich brauchte...
Aus der Bohle habe ich dann ein 150 cm langes Stück mittig raus geschnitten. Das war das Stück was am wenigsten Macken und die größte Tiefe hatte.
Nach vielem Hobeln und immer wieder drüber linsen ist nun ein Brett von 150 X 38 X 4.3 cm raus gekommen.
Das Bohlenstück (hat nix mit Dieter zu tun...) war doch ordentlich verzogen. So blieben von den 5,5 cm nur noch die 4,3 cm übrig.
Das Brett hat an einer Stelle einen kleinen Schaden, wo ein Stück Blech in das Holz eingewachsen war. Das Blech habe ich raus geschnitten, die Fehlstelle werde ich aber so belassen. Gibt dem Tisch Charakter.
Als nächstes baue ich das Untergestell.
Ich überlege noch wie ich das machen will.
Ziel ist, dass der Tisch mit ein paar Handgriffen zusammengesteckt und wieder auseinander genommen werden kann.
Die Werkstücke sollen dann in etwa so befestigt werden können:
http://werkstatt.schlaepfer.com/index.php?id=57
Also nix mit Spannzangen und so.
Bilder später...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
WIllst du dir dann auch so einen Bart wachsen lassen?
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
- the_Toaster (✝)
- Forenlegende

- Beiträge: 3705
- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
LOL...
Die Matte die ich habe reicht mir...
Die Matte die ich habe reicht mir...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
- Galighenna
- Forenlegende

- Beiträge: 8846
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
- Hat gedankt: 3 Mal
- Hat Dank erhalten: 3 Mal
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Wenn du langeweile hast, könntest du das Loch/Fehlstelle auch mit Zinn ausgießen, wie das hier vor einigen Wochen mal jemand vorgestellt hat. Sah sehr edel aus *gg*
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
@ galli
auau,
von so ner Aktion in jungen Jahren hab ich heut noch ne Narbe, Zinn in Holz, da kanns Blasen geben und dir fliegt die ganze Brühe
um die Ohren, hat da jemand drauf hingewiesen ? Hab den thread nicht gelesen
auau,
von so ner Aktion in jungen Jahren hab ich heut noch ne Narbe, Zinn in Holz, da kanns Blasen geben und dir fliegt die ganze Brühe
um die Ohren, hat da jemand drauf hingewiesen ? Hab den thread nicht gelesen
- Galighenna
- Forenlegende

- Beiträge: 8846
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
- Hat gedankt: 3 Mal
- Hat Dank erhalten: 3 Mal
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Ich weiß nich... Da gabs halt mal vor ner Weile nen Thread dazu, wie jemand nen Tisch so repariert hat... finde den jetzt gerade nicht.
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
- Heidjer
- Global Moderator

- Beiträge: 6896
- Registriert: 16.08.2006, 22:00
- Hat gedankt: 17 Mal
- Hat Dank erhalten: 12 Mal
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Nun Holz mit Metall reparieren oder ausgiessen sieht ja optisch ganz Interessant aus, hat aber bei einer mittelalterlichen Werkbank nichts zu suchen.
Ich möchte eher Wissen wie das Spalten der Bohle verhindert werden soll, wenn die Werkstücke darauf festgekeilt werden, werden da eine Reihe Querriegel unter die Platte geschraubt oder geleimt?
Gruß Dirk
Ich möchte eher Wissen wie das Spalten der Bohle verhindert werden soll, wenn die Werkstücke darauf festgekeilt werden, werden da eine Reihe Querriegel unter die Platte geschraubt oder geleimt?
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
- the_Toaster (✝)
- Forenlegende

- Beiträge: 3705
- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Ja.Heidjer hat geschrieben:... werden da eine Reihe Querriegel unter die Platte geschraubt oder geleimt?
In den Querhölzern werden auch die Löcher für den Unterbau gebohrt.
Und eine Nacht schlafen hat ergeben, dass ich doch eine Vorderbacke anbauen werde.
Etwa so:
http://www.theenglishwoodworker.com/?p=500
Die Bank gefällt mir auch generell sehr gut, so nebenbei bemerkt...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
-
Bogenede
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Hi Düsseldorfer,
schau mal hier:
http://books.google.de/books?id=4u-eSBR ... nk&f=false
Da ist jede Menge über Werkzeuge des Schreiners im MA zu finden.
Viel Erfolg
Bogenede
schau mal hier:
http://books.google.de/books?id=4u-eSBR ... nk&f=false
Da ist jede Menge über Werkzeuge des Schreiners im MA zu finden.
Viel Erfolg
Bogenede
-
Bogenede
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
oder hier mit vielen Abbildungen ( englisch )
http://books.google.de/books?id=cjAnhBR ... ch&f=false
http://books.google.de/books?id=cjAnhBR ... ch&f=false
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Jo diese "little John"- Werkbank ist doch echt toll.
Am rechten Fußgestell ist übrigens so eine franz. Zange angebracht.
Toaster, ich würde die Seitenteile des Gestelles wie hier auch fest verleimen.
Der Quersteg verbindet hier die Seitenteile mit einer Gewindestange;
Wenn Du diesen mit Keilzapfen http://www.google.de/imgres?q=steg+mit+ ... ,s:0,i:128 ausführst, währe das bestimmt Mittelalterkompatibel.
Du kannst das Gestell dann auseinanderbauen, und auch die Keile fester eintreiben, wenns anfängt zu wackeln.
Morten
Am rechten Fußgestell ist übrigens so eine franz. Zange angebracht.
Toaster, ich würde die Seitenteile des Gestelles wie hier auch fest verleimen.
Der Quersteg verbindet hier die Seitenteile mit einer Gewindestange;
Wenn Du diesen mit Keilzapfen http://www.google.de/imgres?q=steg+mit+ ... ,s:0,i:128 ausführst, währe das bestimmt Mittelalterkompatibel.
Du kannst das Gestell dann auseinanderbauen, und auch die Keile fester eintreiben, wenns anfängt zu wackeln.
Morten
- the_Toaster (✝)
- Forenlegende

- Beiträge: 3705
- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
So...
Ich war die Tage fleissig.
Hier Mal Bilder.
Das ist die fertige Platte.
Die dunkle Stelle war ein eingewachsenes Stück Blech. Den Fehler lasse ich so. Gibt dem Tisch Charakter.
Da das eine Werkbank werden soll, kommen in die Platte noch diverse 20 mm Löcher für Befestigunselemente.
Irgendwie bekomme ich aber Gewissensbisse da auch Löcher rein zu machen...
Die Unterseite. Die Querhölzer sind verleimt und mit 16er Dübeln verdübelt.
Arbeiten am ersten Zapfenloch für die Tischbeine. Mit Schlangenbohrer und Stechbeitel hab ich das Loch in Form gebracht. Esche ist sch*** schwer zu bearbeiten.
Ich bin aber froh, dass die Bohle keine Hainbuche ist. Gäbe zwar einen geilen Tisch, ich würde bei der Arbeit aber das ko*** kriegen...
Und hier das soweit fertige Loch. Das muss noch versäubert werden, damit der Zapfen des Tischbeins saugend aber nicht zu stark klemmend in das Loch passt.
Ach so: Ich habe mal nachgemessen. Wenn der Tisch fertig ist wird er etwa 35 kg wiegen.
Ich war die Tage fleissig.
Hier Mal Bilder.
Das ist die fertige Platte.
Die dunkle Stelle war ein eingewachsenes Stück Blech. Den Fehler lasse ich so. Gibt dem Tisch Charakter.
Da das eine Werkbank werden soll, kommen in die Platte noch diverse 20 mm Löcher für Befestigunselemente.
Irgendwie bekomme ich aber Gewissensbisse da auch Löcher rein zu machen...
Die Unterseite. Die Querhölzer sind verleimt und mit 16er Dübeln verdübelt.
Arbeiten am ersten Zapfenloch für die Tischbeine. Mit Schlangenbohrer und Stechbeitel hab ich das Loch in Form gebracht. Esche ist sch*** schwer zu bearbeiten.
Ich bin aber froh, dass die Bohle keine Hainbuche ist. Gäbe zwar einen geilen Tisch, ich würde bei der Arbeit aber das ko*** kriegen...
Und hier das soweit fertige Loch. Das muss noch versäubert werden, damit der Zapfen des Tischbeins saugend aber nicht zu stark klemmend in das Loch passt.
Ach so: Ich habe mal nachgemessen. Wenn der Tisch fertig ist wird er etwa 35 kg wiegen.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
-
Bogenede
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
Hi Toaster,
das "fertige Loch" zeigt doch ganz deutlich, dass Du statt mit einem Stechbeitel wahrscheinlich mit einem angeschliffenen Schraubendreher
gearbeitet hast.
Also, ran an die Banksteine und die Werkzeuge mal schärfen, dann klappts auch mit dem Loch.
Duck und weg
Bogenede
Ps. Schick mir mal Deine Adresse p PN, ich hab da noch welche rumliegen mit denen man sich rasieren kann.
das "fertige Loch" zeigt doch ganz deutlich, dass Du statt mit einem Stechbeitel wahrscheinlich mit einem angeschliffenen Schraubendreher
Also, ran an die Banksteine und die Werkzeuge mal schärfen, dann klappts auch mit dem Loch.
Duck und weg
Bogenede
Ps. Schick mir mal Deine Adresse p PN, ich hab da noch welche rumliegen mit denen man sich rasieren kann.
- the_Toaster (✝)
- Forenlegende

- Beiträge: 3705
- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
In meinem Fall wars eher ein Fall von mangelhafter Technik.
Ich mach das ja nicht jeden Tag.
Ich mach das ja nicht jeden Tag.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
- Ravenheart
- Forengott

- Beiträge: 22852
- Registriert: 06.08.2003, 23:46
- Hat gedankt: 14 Mal
- Hat Dank erhalten: 252 Mal
Re: Werkbank Mittelalterkompatibel
...lustig, das war auch mein spontaner Gedanke! Bei Toaster aber eher unwahrscheinlich, schärfen kann er ja...Bogenede hat geschrieben:...das "fertige Loch" zeigt doch ganz deutlich, dass Du statt mit einem Stechbeitel wahrscheinlich mit einem angeschliffenen Schraubendrehergearbeitet hast.
Trotzdem sehen die Flächen eher "gekaut" als geschnitten aus...
@Toaster: Guckst Du:
http://www.holzundleim.de/?p=455
Rabe