hi!
Ich bin auf der Suche nach Espenschaeften, da diese ja, zumindest laut dem "Medieval Soldier" und einigen anderen Buechern, das bevorzugte Pfeilmaterial im Mittelalter war.
Kennt jemand eine Bezugsquelle und/oder hat jemand schon Erfahrungen mit Espenschaeften gemacht?
Beni, bist du sicher. Espe ist Pappel, und das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen. Esche ja. Vielleicht liegt hier ein Übersetzungsfehler vor???
Verstehen kann man das Leben nur rueckw?aerts, aber leben muss man es vorwaerts....
nein, bin mir ganz sicher. Zitat aus "Der gefiederte Tod":
"Espe scheint das fuehrende Holz gewesen zu sein, gefolgt von Esche, Birke, Erle und Kiefer, sogar das auf den ersten Blick ungeeignete Pappelholz soll verwendet worden sein."
also laut dem Buch ist Espe wohl keine Pappel.
und weiter hinten im Buch, als es um die Funde auf der Mary Rose geht:
"Das Holz der Pfeile ist vor allem Pappel, aber auch Birke, Esche, Haselnuss."
Den "Medieval Soldier" hab ich leider grade nicht da, kann also nicht daraus zitieren. Bin mir aber ganz sicher, dass das da auch drinstand.
Nachricht wurde von Beni am 18.05.2003-22:39 nachbearbeitet!
So unwahrscheinlich es scheint, gervase, auch auf PA wird immer wieder betont, dass Pappel zwar für Bögen ungeeignet, aber ein gutes Pfeilholz sei. Wahrscheinlich wegen der gleichmässigen Maserung sehr dimensionsstabil. Da es aber nicht so wahnsinnig flexibel ist, würde ich die Schäfte eher etwas dicker machen... hab's noch nicht probiert.
Gab es bei uns nicht mal auch ein Pappelsterben?
Stefan
@sbartels
Du meinst wohl das für mich sehr traurige Ulmensterben. Der Ulmensplintkäfer bringt eines der ältesten und (nach der Eibe) besten Bogenbauhölzer und notabene einen der schönsten Laubbäume zum Niedergang.
Nieder mit dem Ulmensplintkäfer!
Denn die Eibe, nicht die Esche, ist der Weltenbaum!
Ich weiss nicht, wie alt du bist, Ulmenblatt, aber in meiner Jugend war da mal was. Da mussten nämlich bei uns einige Pappelalleen abgeholzt werden (60er Jahre).
Aber als Blatt kannst du das natürlich nicht wissen, bist ja erst aus der Knospe gekrochen. ;-)
was interessiert mich mein dummes geschwätz von gestern. :)
(K. Adenauer)
Im Vergleich zu einem 5/16 Zederpfeil (8mm) müsste ein Pfeil aus Zitterpappel (Espe oder Aspe genannt) für den selben Spine ca. 8,3 mm haben, auf ein durchschnittlich steifes Holz bezogen, wobei Pappel in der Steifheit eine grössere Spanne hat als Zeder o.a. (habe ich aus der TB).
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