Zur Begriffsdefinition: Es handelt sich hier um kleine
Astlöcher. Als Knoten und Verwachsungen bezeichnet man Stellen um ehemalige Astlöcher, Faulstellen und Fehlstellen, wo die Maserung hubbelig, also verknotet, verläuft. Diese kleinen Astlöcher hier bzw. genauer gesagt: Aststellen (es sind ja noch keine Löcher), schwächen das Holz sehr wenig, weil die Maserung, wie man gut erkennen kann, an den meisten Stellen kaum gestört verläuft. In einem Selfbow würde so eine Stelle am Bogenrücken bei Dauerbetrieb zu einem Aufbrechen (Riss) im eingewachsenen Ast führen, weil hier die Faser im rechten Winkel zum Bogenarm verläuft. Es kann auch zu Aufsplinterungen direkt am Rand des kleinen Astloches kommen. In der Regel bleibt es dann dabei. Etwas Epoxy einfließen lassen, überschleifen und fertig.
Bei einem Komposit sind diese Stellen, weil später im Bogeninneren, in der Regel völlig harmlos. Faustregel: Wenn sich der Rahmen des Bogens auf mindestens 28" ausziehen läßt, ohne dass es knackt, ist alles o.k. Falls nicht, muss man zwar neu anfangen, aber hat sich die ganze Arbeit mit Sehnen und Horn gespart.
Wenn man aus trockenen Leisten plus V-Spleiß zum Siyah und Griff arbeitet, kann man auch fehlerhafte Wurfarme noch beizeiten austauschen, bei Erstellung aus einem Stück muss zumindest der halbe Bogen neu.
@Arry: Nicht dübeln! Es sei denn, du kannst Dübel mit gleichem Faserverlauf herstellen. Ansonsten hast du genau das gleiche Problem: Die Faser vom Dübel steht quer. Einziger Vorteil beim Dübeln: Der Dübel sitzt bedingt durch den guten Kleber besser im Holz als das Aststück. Bei so kleinen Ästen aber völlig unnötig.
Noch eine Definition: Das Ding heißt weder Kassenbereich

, noch Kasen, sondern "Kasan" (Zitat: Karpovicz):
Bows of this shape can be seen in museums, for example the famous bows made for Sultan Bayezid II (early 16th c.) in Topkapi museum in Istanbul. Note the straight-through-grip limb shapes, fairly abrupt reflex at the beginning of shoulder (kasan) sections, the relatively straight kasan and another abrupt recurvature of the tip (bash). The ends of tips are shaped to resemble the more square, indented "Bayezid tip", unlike the better known, rounded "classical tip". The grips are relatively large and rigid. There are no string bridges which were never necessary in this style. The string is silk with silk loops.