Fiberglasbogen

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

übrigends, Bei R und G hab ich bisher noch keine Glasfaserlaminate gefunden, nur glasfaserstoffe, glasfaserwaben, glasfaserschnipsel, glasfaserstaub... :-) aber ich brauch doch laminate!
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locksley
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Beitrag von locksley »

@Jonathan
Ich hab zwar keine Ahnung vom Bögen laminieren, aber durch meinen Vater vom Kunststoffbootsbau. Ein Glasfaser laminat entsteht durch die Verbindung von den oben angeführten Glasfasergeweben mit Epoxyharzen.
Ein grosser Mann wird weder vor dem Kaiser kriechen, noch einen Wurm zertreten (Benjamin Franklin)

Wenn das Atmen schwieriger waere, haetten wir weniger Zeit um Unsinn zu reden.

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Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

also, Glasfaser zum Bogenbau besteht meines wissens aus 70% Glasfasern unidirektional in Epoxydharz eingebettet. Schnipsel, Waben, oder Webstoffe gehen da nicht.
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Archiv
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Beitrag von Archiv »

@Jonathan
Eigentlich kann man Bindulin (Herstellerfirma) Propellerleim in jeder Werkzeughandlung kaufen. Die stellen noch mehr Kleber für alle möglichen Zwecke her.
Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

Ich hab was gefunden, vielecht eignet sich das ja?

Breite 30 cm

Anwendungsgebiet: Beschichtungen und Laminate im Modellbau,
Sandwichbauteile, technische Bauteile, die hauptsächlich auf Biegung
belastet werden. Vorzüge des Materials: nahezu 100 % Ausnutzung
der Fasereigenschaften, vor allem deutlich höhere Druckfestigkeit als
Gewebe; höherer Fasergehalt möglich, beliebige Zuschnitte ohne
Ausfransen.

Rückseite mit Trägerfolie zum Abziehen.

Rechnerische Daten für Handlaminate mit 35 Vol.-% Fasern

Harzverbrauch: 92 g/m² , Laminatdicke: 0,128 mm, Laminatgewicht: 172 g/m²


Vielleicht kann man das ja so wie diese Carbon XP10 benutzen?
Oder als Backing? Oder Facing? Das würd mich schon mal reizen, einen Bogen mit Glas und xp10Carbon zu bauen...
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Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

Jetzt ist noch die Frage, wo ist der Unterschied zwischen Normalem Glas, und expressglas?
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haynrych
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Beitrag von haynrych »

HÄ? Was willst Du denn mit einem fertigen selbstklebendem Laminat? Könnte ich mir höchstens als "neuzeitlichen" Ersatz für Hornplatten vorstellen. Würde mich interessiern welche Erfahrungen Du damit machst.

Meines Wissens wird alles als Laminat bezeichnet, was aus mehreren Schichten (Holz, Glas, Kunststoff...) besteht und mit Harzen verbunden ist - so z.B. auch Laminatboden.

Epoxi bindet nach Angaben von RG zu 95%-99% aus, auch ohne Tempern (Dauer je nach Harz-Härte-Kombi von 30 sek. bis 7 Tage). Mit Tempern in der Wärmebox verkürzt sich dieser Zeitrahmen erhelblich (z. Bsp. Harz L/Härter L 24 St. bei 20' C vs. 3 St. bei 50'C), das Ausbinden wird auf nahezu 100% gesteigert und die Temperaturfestigkeit (Verglasung?) erhöht sich. Ausserdem wird die Viskosität höher, das Harz dringt damit besser durchs Glasgewebe und ins Holz ein. Alle dies zusammen beeinflusst die mechanische Belastbarkeit des Laminats positiv. Alles nachzulesen im "Handbuch Faserverbundwerkstoffe" kostenlos downloaden als PDF bei RG!
haynrych
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Beitrag von haynrych »

@haynrych
Hast Du den Link zu dem Handbuch da?
Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

Wie kommst du denn jetzt wieder auf "selbst klebend" ???
Das teil ist billig, ich bestell mir das warscheinlich mit, und mache dann einen Test, mit dem Zeugs als Backing.
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PeLu
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Beitrag von PeLu »

haynrych: Die Viskosität des Epoxys nimmt mit der steigenden Temperatur ab, nicht zu.

Jonathan: Epoxy ist ja ein Zweikomponentenwerkstoff. Sobald Du die beiden Komponenten vermischt hast, setzt die Reaktion ein, egal ob z.B. Luft dazukommt oder nicht. Die Temperatur bestimmt dann die Aushärtezeit.
Und was soll heissen 'Ponal wird nach 5 minuten viskos' ? hochviskos oder niederviskos? Das versteh ich nicht, da bin ich wohl zu dumm.
Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

Hochviskos? Niederviskos?
Für mich heist viskos, das das Zeugs anfängt auszuhärten...
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haynrych
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Beitrag von haynrych »

Sagen wir's doch auf Deutsch: Das Zeug wird dünnflüssiger wenn's warm wird.
@Netzwanze
Link zum Handbuch http://www.r-g.de/sindex.asp?sub=m02-2
@Jonathan
Zitat "Rückseite mit Trägerfolie zum Abziehen" lässt auf "selbstklebend" schliessen. Oder? Kaufen-Ausprobieren-Berichten! ;-)
PeLu
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Beitrag von PeLu »

Ja, Jonathan und haynrych, das ist eine toller Vorschlag dass wir lieber bei den deutschen Wörtern bleiben.

Falls es doch wen intressiert: Die Viskosität ist die innerere Reibung, hohe Viskosität heisst also dickflüssig.

Und viskos heisst keinesfalls, dass etwas anfängt auszuhärten (vielleicht ist das im norwegischen Teil Hamburgs so .-)

Wenn wir alle die Wörter dickflüssig, dünnflüssig und aushärten verwenden klingt es zwar ned so gscheit aber wir kennen uns aus .-)

Aber was nützt schon das Wissen ohne Können?

Ich werd mir bei Gelegenheit einmal ein paar andere Zweikomponentenkleber vornehmen. Früher hab' ich den Stabilit Ultra gerne verwendet.
haynrych
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Beitrag von haynrych »

Habe gestern ein neues Armbrustbogen-Experiment gestartet:
Vier 6mm Glasfaserrundstäbe 72cm lang (aus dem Drachenladen) eingebohrt in ein 8cm langes Mittelstück (wäre beim Langbogen der Griff) und Sehnenlager aus Esche. Das ganze mit UD-Glasfaserband und Epoxi laminiert.
Bin mal gespannt, was ich heute abend aus dem "Ofen" ziehe...
Jonathan
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Beitrag von Jonathan »

Also, Pelu, wenn die Innere Reibung zunimmt, ist das ja praktisch das gleiche, wie aushärten, nur ein bisschen platter ausgedrückt. Jedenfalls bekommt das Zeug so eine härtere Aussenhaut, und ich denke mal, wenn der Leim in den zustand kommt, sollten die Fügeteile zusammen gepresst sein.

Die Folie zum abziehen ist auf dem Rücken, und warscheinlich nur zum Schutz da (Hoffentlich) Ich werd mir da jetzt mal ein Carbonlaminat mitbestellen, und damit rumexperimentieren, ich berichte hier dann, was draus geworden ist.
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