Minimales Pfeilgewicht ?

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Exus
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Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Exus »

Grüsse Euch

Ich habe mal wieder eine Frage an die Experten ;D

Wie schwer muss ein Pfeil mindestens sein (g) für ein Selfbow Langbogen, um den Bogen nicht zu beschädigen ??

Verschidene Zuggewichte in Pfund:
30# 35#40# 45# 50# 55# 60# ???

Danke im voraus.


Exus
Sateless
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Sateless »

rechne einfach (30# * 8 )/15,4 für 8 gpp. für 9gpp rechnest du (30#*9)/15,4. dann hast du den wert in gramm.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
.مع سلامة في أمان السهم و القوس
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Blacksmith77K
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Blacksmith77K »

Holzbogenbauer wie Bruno Ballweg etc. empfehlen min. 8,5gpp Pfeilgewicht, um einen Holz Selbst-Bogen nicht übermäßig zu belasten. :)
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

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Gornarak
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Gornarak »

Wobei gpp hier für grain per pound steht.
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Blacksmith77K
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Blacksmith77K »

Jo, stimmt. Ein 400gramm schwerer Pfeil auf 50lbs Bogen gibt aber ohnehin zu denken... ;D
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Lord Hurny
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Lord Hurny »

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das einer meiner Osage Bogen nach über 36.000 Pfeilen noch keinerlei Anzeichen für irgendwelche Schäden oder Schwächen hat. Das Pfeilgewicht lag bzw. liegt zwischen 8 und 9 gpp.

Ich habe einmal mit 6,8 gpp Pfeilen experimentiert (5/16tel, 40 Spine), tolle Geschwindigkeit, aber ich hatte ein ungutes Gefühl - nicht wegen des Bogens, sondern das mir ein Pfeil beim Ablass bricht.
lg,
Lord Hurny

der manchmal den Bogen überspannt...
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corto
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von corto »

nuja spine unpassend hat ja nix mit gewicht zu tun ;)

aber die meisten bögen treten unangenehm laut und heftig bei weniger als 8gpp.
ich empfehle immer mal nen 12gpp pfeil zu schießen - die leute wundern sich wie leise ihr bogen sein kann ;D

8gpp sind bei glasbögen so der "standardwert" der noch als sicher gilt.
9gpp werden oft bei Selfbows genannt, wobei da sehnenbelegte bögen schonwieder rausfallen - die können oft auch leichter.
ich habe keine Lösung und bin Teil des Problems -
aber bei geistlos rezipierten viralen Kampfbegriffen gegen Humanismus und Menschlichkeit geht mir der Hut hoch !
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Frankster
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Frankster »

Ich glaube interessant zu erfahren wäre es wie von Lord Hurny, wenn Leute Ihren Selfbogen über längere Zeit mit Pfeilgewichten < 8gpp betrieben haben. In einem anderen Forum hat ein passionierter Holzbogenbauer berichtet das er ohne Bruch 7gpp einsetzt.

Allerdings nimmt der Gesammtwirkungsgrad des Systems mit immer weniger gpp immer mehr ab. Bei einem bestimmten Punkt gibt es auch keinen Geschwindigkeitszuwachs mehr. Ferner macht es sehr viel aus welche Dämpfungseigenschaften die Sehne mitbringt (je dehnbarer desto mehr Dämpfung) und wie die Tips ausgelegt sind. D.h. wenig Masse aber trotzdem stabil.

Allerdings ist der 2. Effekt von zu wenig gpp mehr Set auf Dauer. Aber dieser Punkt ist bei Selfbows schwer zu beurteilen...
Ich betreibe einen Bogen nun schon länger mit 7,3 gpp. Derzeit noch keine Anzeichen das dem Bogen das nicht bekommt.
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Galighenna »

Das Problem ist nicht, das das generell nicht geht, sondern das es schwer ist, festzustellen ob das auf lange Sicht gut geht, oder nicht.
Bei über 8gpp ist man bei normal gebauten Selfbows auf der sicheren Seite. Unterschreitet man das, KANN es bei einem gut gebauten Bogen problemlos funktionieren, oder eben halt auch nicht... Je geringer das Pfeilgewicht desto größer die Wahrscheinlichkeit das es schadet. Man kann es nur nicht mit Sicherheit sagen.
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Frankster »

Uns Hobbybogenbauern gehen sehr wahrscheinlich nie die Bögen aus. ;) Von daher denke ist es auch legitim mit verschiedenen Parametern zu experimentieren. Jemand der vom Bogenbau lebt, bei Mängeln haftend gemacht werden kann sichert sich mit Aussagen wie keine FF Sehne erlaubt. Min 8gpp etc. schon mal ab.

Wenn man einfach mal ins Compoundlager schaut mit den geworbenen Pfeilgeschwindigkeiten etc. Diese kommen zustande weil ein sehr geringer gpp-Wert eingesetzt wird. Von der reinen Effizienzbeurteilung ist der Unterschied zwischen einem gut gebauten Selfbow und einem guten Compound nur eben mal 15%!
Ich glaube das ist vielen nicht bewußt.

Was liegt also näher um die Selfbow für niedrige gpp-Werte zu optimieren? Mit Bambus ist zudem ein Naturpfeilmaterial da, das für diesen Zweck geeignet ist.
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Wilfrid (✝) »

also, 1 grain sind 0,06479 gramm

Wenn jetzt einer 7,8 oder 8,5 grain empfiehlt, bei denen den Bögen nix passiert , dann ist das eine Differenz von 0,05g/#
oder 5g auf nen 100#er. Der dürfte bei 8grpp 51g Pfeile haben. Wer Pfeile auf 10% genau wiegt .......

Die Behauptung, bei über 8,2 grpp ist sicher, darunter gefährlich, ist irgendwie wie Erbsenzählen. Da die Allermeisten Selfbows erfahrungsgemäß ab 10 grpp "gut drauf sind", Zuggewicht durch 3 x 2, und der Bogen schießt weit genug und lebt lange genug.

Jeder Schuß verkürzt die Lebensdauer, Leerschüsse schneller, Pumpen bis Vollauszug langsamer, aber verkürzt wird sie.
So ist das mit schwingenden Wechsellasten bei Extrem belasteten Bauteilen, die gehen garantiert kaputt, nur weiß keiner wann.
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Re: Minimales Pfeilgewicht ?

Beitrag von Galighenna »

wilfrid hat geschrieben:Die Behauptung, bei über 8,2 grpp ist sicher, darunter gefährlich, ist irgendwie wie Erbsenzählen. Da die Allermeisten Selfbows erfahrungsgemäß ab 10 grpp "gut drauf sind", Zuggewicht durch 3 x 2, und der Bogen schießt weit genug und lebt lange genug.
Du hast natürlich recht, das man keine klare Grenze ziehen kann. Hatte ich ja schon gesagt.
Dennoch machen kleine Gewichtsunterschiede bei Pfeilen durchaus etwas aus, weil Pfeile sehr großen Beschleunigungen unterliegen.
Wenn die Sehne beim Abschuss gelöst wird, wir der Pfeil so stark beschleunigt, das er eben dadurch "virtuell" so viel wiegt, wie das Zuggewicht des Bogens... Hab ich z.b. 30kg auf den Fingen im Auszug, und der Pfeil wiegt 30g, dann kannste grob über den Daumen gepeilt etwa 1000g Beschleunigung annehmen. Eine Gewichtsabweichung von 0,5g wirkt sich da schon so aus wie ein Pfund mehr oder weniger Zugkraft, oder bei geringen Zuggewichten, wie 0,5-1" mehr oder weniger Auszug.
(mal so grob über den Daumen gepeilt und nur exakt im Moment des Lösens!)

Deshalb sind Pfeilgewichte schon irgendwo wichtig, wenn man bestimmte Ergebnisse erzielen möchte...
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